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7 Gründe, warum du Schnittmuster selber ausdrucken solltest | Tipps & Tricks

25.10.2019 von Sabine Schmidt

7 Gründe, warum du Schnittmuster selber ausdrucken solltest | Tipps & Tricks
Schnittmuster selber ausdrucken: Das kann schon eine nervige Angelegenheit sein. Es gibt aber gute Gründe, warum du es trotzdem tun solltest. Welche? Das verrate ich dir in diesem Blog-Beitrag.

Schnittmuster selber ausdrucken/

1. Schnittmuster selber ausdrucken spart Geld

Drucken kostet Geld? Na klar, von nichts kommt nichts! Aber Plotts von deinen Schnittmuster erstellen lassen ist wesentlich teurer. Meist liegen die Kosten zwischen 5 und 20 Euro. Aus diesem Grund greift man dann auch schon mal gerne beim Materialkauf zu günstigeren Stoffen. Mein Tipp: Wenn du wirklich Geld sparen möchtet, druck dein Schnittmuster selber aus und setz dein gespartes Geld lieber für hochwertige Stoffe ein. Dann hast du viel länger Freude an deinem neuen Kleidungsstück.  

2. Änderungen sind direkt möglich

Eine wirklich gute Idee ist es, Änderungen direkt nach dem Zusammensetzen zu übertragen. Ich mache das zum Beispiel so, dass ich mir die Fertigmaße anschaue und den Schnitt dann sofort auf meien Körpergröße von stattlichen 1,83 m  anpasse. Das bedeutet, dass ich an Stellen, wo es der Schnitt gut zulässt, 8 - 10 cm in der Länge zugebe. Meist verteile ich diese Länge damit die Taille an der richtigen Stelle sitzt. Manchmal nähe ich auch vom "naturbelassenen" Schnitt ein Nesselmodell und schaue dann, welche Änderungen ich auf das Schnittmuster übertragen will.  Dann schneide ich hier und ändere dort einen Brustabnäher, vergrößere oder verkleinere einen Halsausschnitt. Was immer gerade notwendig ist. Das würde ich bei einem teuren Plott vielleicht gar nicht so machen. Aber gerade diese Änderungen machen aus Handmade ein echtes Custom-Made. Ein speziell auf dich zugeschnittenes Schnittmuster. Und das sieht man dem fertigen Teil an, wetten? Schnittmuster selber ausdrucken/

3. Schnittmuster beliebig oft ausdrucken

Einen Plott bekommst du nur in einer Version. Okay. Du kannst ihn abpausen. Das mache ich mit meinen selbst gedruckten Schnitten übrigens auch. Der wie oben beschrieben für mich angepasste Superschnitt wird abgepaust und verwendet. Den Ausdruck mit all den Änderungen bewahre ich gut auf. Manchmal braucht man aber nochmal einen zweiten Ausdruck. Oft genügt es, Schnittmuster auf "normale Qualität" auszudrucken. So gut sollte eigentlich jedes professionell erstellte Schnittmuster ausgelegt sein. Eine Anleitung, wie man die Druckereinstellungen verändert kannst du dir hier herunterladen: Anleitung Druckereinstellungen ändern  

4. Auf Du und Du mit dem neuen Schnitt

Ein für mich wichtiger Aspekt, warum ich meine Schnittmuster gerne selber zusammenfüge ist, dass ich mich dabei Schritt für Schritt (oder besser: Blatt für Blatt) mit den Besonderheiten des Schnittes vertraut machen kann. Ich schaue mir an, wo die Markierungen und Passzeichen liegen, wie die Abnäher zu arbeiten sind, ob Reißverschlüsse oder Knopfleisten vorgegeben sind und wie die Säume beschaffen sein sollen. All das erleichtert mir beim späteren Nähen die Arbeit, weil ich einfach vorher schon im Kopf alle Arbeitsschritte nachvollzogen habe. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass meine Fehlerquote sehr gering ist. :) Bei meiner Softshelljacke LOVIS habe ich zum Beispiel direkt die Ärmel länger zugeschnitten. Schnittmuster selber ausdrucken/ Das Schnittmuster für die Softshelljacke bekommst du hier:
 

5. So öko wie möglich

Etwas, das du beim Plotten-Lassen kaum beeinflussen kannst, ist die Umweltverträglichkeit, mit der gearbeitet wird. Das ist beim selbst Ausdrucken des Schnittmusters ganz anders. Hier kannst du auf Refills beim Druckertoner oder auf Recycling-Papier zurückgreifen, für das kein Baum sterben musste. Ich finde, dass Schnittmuster auf weißem Papier am besten zur Geltung kommen. Es gibt aber auch klassisch weißes Papier, das zu 100% aus Altpapier gewonnen wird.

6. Vom Traum zum Traumkleid

Weißt du, was ich besonders genieße? Mir beim Zusammenkleben und Vorbereiten des Schnittmusters mein fertiges Kleidungsstück in allen Einzelheiten vorzustellen. Dann fällt mir ein, dass ich hier und da vielleicht noch einen Kontraststreifen ansetze, ein kleines Label einarbeite oder eine Naht dekorativ absetzen möchte. Auf diese Weise werden meine Näh-Ergebnisse detailreicher und sind besser durchdacht. Weil ich den gesamten Arbeitsprozess gedanklich durchspiele. Bei der Umsetzung bin ich mir dann wesentlich sicherer. Und das macht Lust auf mehr.   Schnittmuster selber ausdrucken/

7. Direkt loslegen statt warten

Eigentlich habe ich gar nichts gegen geplottete Schnittmuster. Was mich aber wahnsinnig nervt ist das Warten: Wenn mir ein Schnitt über den Weg läuft, den ich gut finde, dann will ich nicht warten. Dann möchte ich direkt loslegen und nähen! Wartezeit, die ich nicht selbst beeinflussen kann, stört meinen Work Flow, meinen Arbeitsrhythmus, mein Nähgefühl ganz empfindlich. Vielleicht liegt's auch daran, dass ich wenig Geduld habe. :) Deshalb macht mich selbst Kleben viel zufriedener als Plotten lassen.  

Bonus: Wie kann man Schnittmuster einfach ausdrucken und zusammenkleben?

Für die Schnittmuster von SewSimple gilt: Drucke das Schnittmuster auf 100% ohne Seitenanpassung auf DIN A4 aus. Überprüfe, ob das Kontrollquadrat 3 x 3 Zentimeter groß ist. Bei Taschen-Schnitten verwenden wir manchmal auch 4 x 4 cm als Maß. Klebe die Seiten des Schnittmusters nach Lageplan an den schmalen schwarzen Rahmen zusammen und schneide die einzelnen Schnittteile erst anschließend aus. Ein ganz heißer Tipp ist übrigens, die Seiten an den Ecken diagonal bis zum Rahmen zurückzuschneiden. Dann kannst du die Rahmen sauber zusammensetzen und hast nicht so viel Schnippelei. Schnittmuster selber ausdrucken/ Schnittmuster selber ausdrucken/ Schnittmuster selber ausdrucken/ Hat dir dieser Beitrag weitergeholfen? Schreib mir gerne in den Kommentaren deine Meinung! Happy simple sewing, deine Sabine    

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