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Die richtige Nähmaschine finden | Meine Tipps

Von Sabine

Über den Kauf meiner ersten Nähmaschine vor rund 10 Jahren habe ich gar nicht richtig nachgedacht. Und viel falsch gemacht dabei. Deshalb gebe ich dir an dieser Stelle ein paar Tipps, wie du die richtige Nähmaschine findest.


  • Um es kurz zu machen: Nach langem Suchen habe ich mich für die Brother entschieden. Warum und was mir an einer Nähmaschine wichtig ist, erkläre ich in diesem Beitrag.

Die richtige Nähmaschine finden

Die richtige Nähmaschine finden – das ist ein bisschen, als würde man sich ein neues Auto kaufen. Billiger, ja, okay. Aber: Es muss passen. Und es muss gefallen. Es muss alles drum und dran sein, was man so braucht. Und – die Auto-Psychologen wissen es: es muss für deine Ohren gut klingen.

Leider habe ich all das beim ersten Nähmaschinenkauf außer acht gelassen und habe mir einfach eine Maschine beim Discounter gekauft. Eigentlich war sie dafür gedacht, Vorhänge oder Hosen zu kürzen. Habe ich auch gemacht. Gekürzt, meine ich. Fixiert habe ich das Ganze aber dann mit einem Aufbügelband vom großen Schweden. Soviel dazu.

Irgendwann habe ich die Maschine dann aus der Abstellkammer geholt und hab Lust bekommen, mal ein bisschen rumzuprobieren. Sehr schnell zeigte sich aber, dass mir die Einfädelei auf die Nerven ging. Und dass der Anschiebetisch klitzeklein war (ich hab nun mal von Natur aus große Hände).


Nähmaschine für Anfänger

Am Anfang brauchst du vielleicht nur wenige Funktionen deiner Nähmaschine. Da genügt ein Geradstich, ein Zickzackstich und die Rückwärtsfunktion. Mit der Zeit wirst du deine Fähigkeiten aber sicher ausbauen. Das heißt, du traust dich dann vielleicht an aufwändigere und anspruchsvollere Nähprojekte. Dann wünschst du dir womöglich mehr Zierstiche, Knopflochfunktionen oder die Möglichkeit, deine Nähmaschine nach Bedarf nachzurüsten.

Mein Tipp: Überlege dir, welche Projekte und Näh-Ideen dir vor allem im Kopf herumspuken. Wenn dir Patchwork-Arbeiten gefallen, du aber nicht unbedingt Babykleidung nähen willst, empfehle ich eine Nähmaschine, für die der Hersteller einen breiten Anschiebetisch und einen Obertransportfuß anbietet. Denn wenn du Patchworken willst, wirst du damit sicher gut beraten sein.

Wenn du gern Babykleidung nähen möchtest, sollte deine neue Nähmaschine elastische Stiche haben, damit du auch ohne Overlock hübsche Nähte machen kannst.

Wenn du Taschen, Kissen oder andere größere Projekte planst (manche nähen ja sogar Bettwäsche!), bietet sich ebenfalls ein breiter Anschiebetisch an, auf dem auch größere Stoffstücke Platz finden.

Außerdem solltest du darüber nachdenken, ob du mit der Maschine auch mal außer Haus sein möchtest. Wenn du zum Beispiel ins Näh-Cafè gehst oder zur Volkshochschule um dort Kurse zu belegen, sollte deine neue Maschine gut transportfähig und nicht zu schwer sein. Und im besten Fall sogar direkt mit einer stabilen Transport-Haube mit Tragegriff geliefert werden, die dein Schmuckstück unterwegs schützt. Günstige Nähmaschinen gibt es zum Beispiel bei Buttinette.


Nähmaschine – Kaufberatung

Was habe ich also getan? Ich bin zum Fachhändler gegangen und hab mich beraten lassen. Eigentlich wollte ich mir dort nur die wichtigsten Infos holen und die Maschine dann online bestellen.

Der Händler hat sich viel Zeit für mich genommen. Hat mich erstmal gefragt, was ich eigentlich nähen will. Und was ich denke, was ich dann vielleicht in ein oder zwei Jahren nähe. Dann hat er mir verschiedene Maschinen vorstellt und die Vor- und Nachteile erklärt.

Was mir beim Kauf wichtig war

  • Ich brauche eine Nähmaschine, die “mitwächst”, die ich also meinen Näh-Fortschritten entsprechend aufrüsten kann.

  • Grundsätzlich möchte ich die Maschine eines Herstellers, der auch künftig Zubehör liefern kann.

  • Zunächst einmal sollte die Maschine alles an Zubehör mitbringen, was ich für den Start benötige, damit ich in Ruhe ausprobieren kann, in welche Richtung mein Näh-Interesse sich entwickelt.

  • Und ich möchte auch mal Zubehör einfach im Internet bestellen können.

  • Ich möchte nicht manuell einfädeln und Faden abschneiden. Das soll die Maschine schon können.

  • Bei manchen Maschinen im unteren Preissegment muss man die Fadenspannung händisch einstellen. Mich hat das beim Discounter-Modell total überfordert, weshalb ich mich für eine Maschine entschieden habe, die über eine automatische Fadenspannung verfügt. Damit ist eine mögliche Fehlerquelle von vornherein ausgeschlossen.

  • Weil ich in Familie und Bekanntenkreis niemanden habe, der mir das Nähen beibringen kann, möchte ich die Maschine beim Händler in der Nähe kaufen, damit der mir gegebenenfalls mal mit Rat und Tat zur Seite steht. Das war tatsächlich eine gute Entscheidung. Sobald meine Maschine Zicken macht (oder etwas tut, was ich nicht verstehe), packe ich sie ein und fahre hin. Und mir ist noch jedes Mal geholfen worden. Das ist unbezahlbar, finde ich.

  • Die Maschine sollte eine möglichst lange Garantie mitbringen. Das bietet zum Beispiel Babylock und auch Brother. Zum Teil gehen die Angebote dabei weit über die gesetzliche Garantiezeit von 24 Monaten hinaus. Wer viel näht, geht damit auf Nummer Sicher.

  • Natürlich hatte ich auch eine preisliche Vorstellung, wusste also, wieviel Geld ich maximal für die Nähmaschine ausgeben will.

Der Händler hat mir zuerst unterschiedliche Nähmaschinen in meiner Preiskategorie gezeigt und mir ihre Besonderheiten und Funktionsweisen erklärt. Dabei hat er auch darauf hingewiesen, welche Maschinen besonders gefragt sind.

Ganz toll fand ich, dass der Händler dabei auch Auskunft über die Firmen-Entwicklung geben konnte, also z. B. über Qualitätseinbrüche in der Produktion Bescheid wusste. Das war mir wichtig, da ich keine Maschine kaufe, für die ich schon nach einem halben Jahr keine Ersatzteile mehr kaufen kann, weil der Hersteller nicht mehr produziert. Garantieren gibt es dafür sicher nicht. Trotzdem fand ich den Hinweis hilfreich.

Als nächstes hatte ich die Möglichkeit, die unterschiedlichen Fabrikate zu testen – die Nähmaschinen sozusagen “Probe zu fahren”. Auch das Einfädeln und Faden-Abschneiden konnte ich ausprobieren.

Das ist besonders wichtig, wenn du über 40 bist und keine Lust hast, ständig mit der Lesebrille auf der Nase den Faden durch das winzige Nadelöhr zu expedieren. Für mich kam nach dieser Testphase nur eine Maschine mit Einfädel-Automatik infrage.


Nähmaschine für Fortgeschrittene

Die Hersteller haben sich auf die Bedürfnisse ihrer Kundschaft eingestellt und bieten neben Maschinen mit Basis-Ausstattung auch solche mit den unterschiedlichsten Funktionen an. Im höheren Preissegment besitzen manche Modelle mehr Zierstiche, können Buchstaben und Zahlen sticken, den Faden selbstständig einfädeln und abschneiden. Manche besitzen auch eine zusätzliche Stickfunktion.

Wichtig: die Maschine ausprobiert zu haben. Man muss das Gerät mögen, das man letztlich kauft. Dazu gehört auch, dass einem der Klang sympathisch ist, dass die Tasten gut erreichbar sind und einem der Aufbau der Maschine logisch und verständlich ist. Wenn du Gelegenheit hast, schau dir auch einmal das Begleitheft der Maschine an.

Manchen Maschinen ausländischer Hersteller sind Beschreibungen beigefügt, die man in der deutschen Übersetzung kaum versteht. Dabei ist es wichtig, auch das Kleingedruckte verstehen zu können: Ich muss genau wissen, wo welcher Faden verläuft, damit ich schöne Nähergebnisse erhalte.


Nähmaschine mit Stickfunktion

Besonders wenn du gern für Kinder nähst, überlegst du vielleicht, ob du dir eine Nähmaschine mit Stickfunktion zulegen sollst. Das hat den Vorteil, dass du kleinere Stickprojekte auch mit der normalen Nähmaschine umsetzen kannst. Außerdem kannst du dich damit langsam an das Thema Sticken herantasten.

Einige Hobbynäherinnen finden schnell heraus, dass sie die Stickfunktion gar nicht oder nur sehr selten nutzen. In diesem Fall sind mehrere hundert Euro verloren, da die Maschine teurer ist als eine normale Nähmaschine.

Wenn du aber feststellst, dass du wesentlich mehr mit der Maschine stickst, als du vorher angenommen hast, wird dir das Stickfenster vielleicht sehr bald zu klein sein. In diesem Fall kann es sein, dass sich die Kombi-Maschine ebenfalls bald als Fehlinvestition herausstellt und du dir eine Stickmaschine anschaffen möchtest, die mehr kann.

Ich empfehle, zunächst eine Basis-Nähmaschine zu kaufen und zusätzlich eine gebrauchte Stickmaschine. Vielleicht kannst du dir ja sogar eine ausleihen um zu testen, ob dir das maschinelle Sticken Spaß macht.


Nähmaschine gebraucht kaufen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine gebrauchte Nähmaschine zu kaufen. Manche Händler bieten im Ladengeschäft oder im Online-Shop gebrauchte Maschinen an, die zuvor generalüberholt worden sind. Oft ist auch eine Garantie dabei. Dadurch kostet die Maschine vielleicht etwas mehr, du hast aber die Möglichkeit, die Maschine innerhalb der angegebenen Frist reparieren zu lassen – natürlich abhängig von den Konditionen der Garantie.

Das kann sinnvoll sein, wenn du NähAnfänger bist und erst mal ausprobieren möchtest, ob dich das NähFieber dauerhaft gepackt hat oder ob es nur ein Strohfeuer ist. In beiden Fällen gehst du mit dem Kauf einer gebrauchten Maschine kein großes Risiko ein: du kannst in Ruhe ausprobieren, ob das Nähen dir dauerhaft Freude macht – in diesem Fall kaufst du dir vielleicht nach einiger Zeit eine Maschine mit mehr Funktionen. Oder du stellst fest, dass du die Maschine nur brauchst, um Gardinen umzunähen und Hosen zu kürzen. Dafür genügt auch ein gebrauchtes Schätzchen.

Im Internet gibt es inzwischen viele Foren, in denen gebrauchte Nähmaschinen aller Fabrikate angeboten werden. Ich empfehle auch hier, eine Maschine zu wählen, die möglichst noch Hersteller-Garantie hat und vom Fachhändler oder Hersteller überholt wurde. Dies sollte mit einem Beleg nachgewiesen werden, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt.


Nähmaschine mieten

Einige Stoffläden und Handarbeitsfachgeschäfte – vor allem in größeren Städten – wie Smilla in Berlin oder das Näh-Café in Münster bieten diesen Service an. Du kannst Maschinen stunden- oder tageweise zu einem bestimmten, festgelegten Satz mieten.

Der Vorteil dabei ist: Du kannst kleinere Näh-Projekte angehen, ohne dir eine Maschine anschaffen zu müssen. Und du kannst in Ruhe zuhause ausprobieren, welche Nähmaschine dir gefällt. Denn der Nachteil liegt auch klar auf der Hand: Ausleihen ist doch recht teuer – und am Ende musst du die Nähmaschine wieder abgeben.


Overlock Nähmaschine

Vielleicht überlegst du, ob du dir lieber eine Overlock  oder eine Coverlock statt einer normalen Nähmaschine kaufen sollst. Wir haben die einzelnen Funktionen und Unterschiede einmal für dich zusammengefasst:

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Da ich (nicht zuletzt Dank einer süßen kleinen Fee namens Lani) auch öfter mit Jersey nähe, besitze ich neben der normalen Freiarm-Nähmaschine auch eine Overlock. Nach den Vorerfahrungen mit der Billig-Maschine wollte ich diesmal alles richtig machen und habe auf eine hochwertige Maschine gespart. Gekauft habe ich mir dann die BabyLock Enspire , eine erstklassige Overlock-Maschine, mit der auch ich NähNerd super zurecht komme. Kein Einfädeln per Hand, keine Probleme. Einfach nur wunderschöne Nähte, glattes Jersey und null Generve. Wer hätte das gedacht.


Nähmaschine online kaufen

Für mich war es bei der Wahl meiner neuen Nähmaschine zunächst wichtig, viele Fragen stellen zu können  – und sie auch direkt beantwortet zu bekommen. Selbstverständlich kannst du deine Nähmaschine auch online kaufen. Großer Vorteil: du kannst die Preise unterschiedlicher Online-Shops vergleichen und dir das günstigste Angebot aussuchen.

Viele Anbieter werben mit einem umfangreichen Service und Kaufberatung, sodass auch hier deine Fragen sicher beantwortet werden. Wenn du online bestellst, achte auf das Kleingedruckte:

  • Wie teuer sind Porto und Verpackung?
  • Wer zahlt die Portokosten für eine Rücksendung bei Reparatur oder Reklamation?
  • Gibt es eine Telefon-Hotline für Fragen?
  • Existiert evtl. eine Werkstatt vor Ort, in die du die Maschine alternativ bringen kannst oder musst du sie einschicken, wenn etwas nicht funktioniert?
  • Bekommst du dann evtl. ein Ersatzgerät (was wichtig sein kann, wenn du für den Verkauf nähst und dir keine Ausfallzeiten leisten kannst oder willst)?
  • Mit welchen Lieferzeiten ist zu rechnen (da kann es erhebliche Unterschiede geben)?

Nähmaschinen Marken

Welche Marke dir gefällt, ist sicher eine sehr individuelle Entscheidung. Hier sind wir wieder beim Stichwort “Autokauf”.

Auch eine Nähmaschine kaufst du wahrscheinlich nicht nur nach praktischen Überlegungen, auch die Gefühle spielen dabei eine Rolle. Gefällt dir dir Maschine? Magst du das Design? Den Klang? Soll sie stylisch sein? Oder findest du den Industrial Charme einer eckigen, funktionellen Maschine toll? Soll es lieber eine deutsche Maschine sein? Oder hast du die YouTube-Videos von amerikanischen NäherInnen gesehen und lässt dich davon zum Kauf inspirieren?

Wichtig ist, dass dir die Maschine gefällt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, empfehle ich dir die Qualitäts-Prüfungen von Stiftung Warentest. Dort erhältst du einen guten Überblick über Qualitäten, Funktionen und mitgeliefertes Zubehör. Und: nicht immer ist die teuerste Maschine wirklich die beste für deine individuellen Näh-Ansprüche!


Nähmaschinentisch und Zubehör

Als alles bedacht war, habe ich mich für meine Brother Innov-is 100 Prime Edition entschieden. Sie hat alle gängigen Basisstiche und einige wenige Zierstiche. Ein paar mehr wäre netter, aber ich komme auch so sehr gut mit der Maschine zurecht. Eigentlich von Anfang an. Die Maschine kommt mit einer wirklich verständlichen Bedienungsanleitung, die man sich gut durchlesen sollte, bevor man mit Nähen anfängt. Das vermeidet schon mal viele Anfängerfehler.naehma

Als Zubehör wird geliefert:

  • Knopflochfuß (hab ich mich noch nicht rangetraut)
  • Überwendlingsfuß (frag nicht, ich rätsele noch…)
  • Monogramm-Nähfuß (noch nicht ausprobier)
  • Reiverschlussfuß (im Dauereinsatz)
  • Normalgeradeausnähfuß (dito)
  • Knopfannähfuß
  • Nahttrenner (der so scharf ist, dass ich ihn in Dauerbenutzung habe)
  • ein Satz gute Nadeln
  • 4 Unterfadenspulen (du wirst dir vermutlich hinterher noch viel mehr kaufen; bekommt man günstig im Internet in großen Gebinden – so hast du immer den passenden Unterfaden parat)
  • Pinselchen zum Reinigen
  • eine Ahle (zum Vorstechen, nehme ich an, habe sie aber noch nicht benutzt)
  • einen Schraubenzieher (mit dem man z.B. die Stichplatte abschraubt, um die Nähmaschine zu reinigen)
  • drei Garnrollenklappen (klein, mittel und groß)
  • Spulennetz
  • Tragekoffer (den man einfach über die Maschine stülpt, hat keinen Boden)
  • Zubehörtasche
  • und ein kleiner runder Schraubenzieher (den man braucht, um z.B. die Nadel zu wechseln)

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Gekauft habe ich mir mit der Zeit:

  • einen großen Brother Anschiebetisch WT14, den ich IMMER verwende – das ist SO praktisch und bequem!) An dieser Stelle: Absolute Kaufempfehlung! Das Teil hat vier höhenverstellbare Füßchen, auf denen der große Tisch schön stabil steht. Außerdem gibts am vorderen Rand eine Zentimeter-Einteilung, mit der man mal schnell “lineal-los” was nachmessen kann.
  • einen BROTHER Quilt- und Stickfuß (M-2000/2100 mit Adapter)
  • einen Satz günstiger Nähfüße fürs Rum-Probieren.
  • einen Obertransport-Nähfuß – der ist gut, ich vergesse ihn nur immer einzusetzen, wenn es drauf ankommt, zum Beispiel beim Quilten.
  • immer wieder: Sehr gute Nadeln, mein Händler empfiehlt die Universal Nähmaschinen-Nadeln von Schmetz, mit denen ich bisher auch die besten Erfahrungen gemacht habe. Die bleiben lange scharf und machen keine Zicken.

Bordcomputer

Wie jedes neuzeitliche Auto besitzt auch die Brother Innov-is 100 Prime Edition einen kleinen, aber feinen Computer. Man kann die Sprache (Deutsch, Englisch) einstellen, in der man “angeredet” werden will. Daneben auch die Helligkeit des Bildschirm(chen)s. Man kann einstellen, ob man einen Signalton hören möchte, wenn ein Fehler auftritt (z. B. wenn die Nadel stoppt, weil man über eine mit Stecknadeln gesicherte Doppelmoppel-Achtfach-Naht zu nähen versucht).

Außerdem kann man die Stichbreitensteuerung ein- und ausschalten. Und so feine Kleinigkeiten wie: “Nadel im Stoff lassen”, “automatisches Vernähen” – ein großartiges Feature! – und automatisches Fadenabschneiden (das will ich nie wieder missen, ehrlich gesagt).

Ganz toll ist auch die Funktion, mit der man die Nähgeschwindigkeit einstellen kann. Meistens steuere ich die Geschwindigkeit mit dem Fußpedal, manchmal, wenn ich es ganz genau haben will, zum Beispiel beim Applizieren, wähle ich aber eine nierigere Geschwindigkeitsstufe und komme damit gut zurecht.


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Fußlos nähen

Eine Alternative zum Fußpedal ist die fußlos-Näh-Option (wie das im Fachjargon heißt, weiß ich leider nicht). Wenn du den Stecker des Fußpedals rausziehst, kannst du die Maschine mit der Start/Stopp-Taste bedienen. Gut, wenn man sich den rechten Fuß gebrochen hat.

Für mich ist das Nähen ohne Pedal total ungewohnt und ich nutze diese Möglichkeit praktisch nie. Heißt also: dieses Feature hätte ich eigentlich nicht gebraucht (sagte sie und brach sich den Fuß).


Wofür brauche ich die Maschine?

Angefangen habe ich mit Taschentüchertaschen und Wimpelkettchen. Alles ganz einfach. Hauptsache, es ging geradeaus. Als nächstes kamen die Kosmetiktaschen und dann folgten sehr schnell auch schon Quilts in allen Variationen. Wer unsere Website kennt, weiß, dass ich gerne bunt und freestyle nähe.

All das schafft die Brother problemlos. Mit 669 Euro ist sie kein echtes Schnäppchen gewesen, aber nach oben sind da preislich ohnehin keine Grenzen gesetzt. Du bekommst die Maschine zum Beispiel auch bei Amazon.

Als ich meine Nähmaschine gekauft habe, war ich gar nicht so sicher, ob diese Leidenschaft anhält.  Sie hat angehalten. Ich nähe seit zweieinhalb Jahren mit meiner Brother Innov-is 100 Prime Edition und bin nach wie vor hochzufrieden mit der Kaufentscheidung. Einziger wirklicher Nachteil: Die Original-Zubehör-Teile sind richtig teuer. Wertig, okay – aber teuer. Davon ab: Ich würde sie wieder kaufen!



Happy sewing machine shopping,

deine

Sabine

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2 Kommentare

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2 Kommentare

Christina 9. Oktober 2016 - 10:32

Dein Post ist nicht schlecht. Allerdings sehe ich das mit der Kombimaschine etwas anders. Es ist Quatsch, dass diese Maschinen “meist nur 10×10 cm” können. Ich habe tatsächlich eine Kombimaschine mit dem größten Rahmen in 20 x 36 cm, der damit noch 6 cm länger ist als die Rahmen von gängigen “nur” Stickmaschinen. Ich nutze diese Kombimaschine sogar überwiegend nur zum Sticken und habe noch eine reine Nähmaschine dazu. Und ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass diese Kombimaschine besser stickt als manch eine reine Stickmaschine.

Ich stimme dir aber insoweit zu, dass es Sinn macht, sich beraten zu lassen und auszuprobieren!!! Auch ist es, wie du schon schreibst, sinnvoll, sich zu überlegen, was man braucht und auf was man verzichten kann.
Lange Garantie ist zwar schön, aber oft bei Maschinen, die man gebraucht kauft, nicht übertragbar. Lediglich beim Händler hat man dann noch 1 Jahr Gewährleistung, die gesetzlich geregelt ist. Übertragbar ist die Garantie meines Wissens nur bei Janome. Und die bieten auch länger Garantie als viele andere. Aber auch bei Husqvarna bspw. kann man durch Registrierung der Maschine eine 5-jährige (?) Garantie bekommen. Man muss dafür aber eben die Maschine einmal online registrieren.

Antworten
SewSimple 9. Oktober 2016 - 22:03

Hallo Christina, vielen Dank für den informativen Kommentar! Besonders die Infos zu den Stick-Näh-Kombis fand ich wirklich interessant. Da werde ich mich noch mal updaten! Viele Grüße, Sabine

Antworten

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