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Stoffscheren Test: Die besten Scheren in allen Preisklassen & worauf es beim Kauf ankommt

30.12.2022 von Sabine Schmidt

Stoffscheren Test: Die besten Scheren in allen Preisklassen & worauf es beim Kauf ankommt

Stoffscheren Test: Die richtige Schere für dein Nähprojekt! Ich teste verschiedene Stoffscheren, vergleiche die Ergebnisse und gebe Hinweise zum Scherenkauf.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In diese Beitrag erkläre ich die Funktionsweise von Scheren
  • Ich gebe dir Tipps, worauf du beim Kauf von Scheren achten solltest
  • Außerdem bekommst du Hinweise, wie man Stoffscheren richtig benutzt
  • Und natürlich vergleiche ich verschiedene Scheren miteinander und gebe Empfehlungen und Kaufberatung
  • In meinem Stoffscheren-Test mit Vergleichstabelle bekommst du einen Überblick über verschiedene Stoffscheren
  • Als Bonus vergleiche ich Zackenscheren und teste ein Scherenset

Meine Empfehlungen: Die 3 Stoffscheren-Testsieger

Die beste Stoffschere ist die Kai 7250, weil sie nicht nur unglaublich leise und präzise schneidet und mit allen Materialien spielend fertig wird, sondern weil sie auch durch die gepolsterten Griffe sehr handschonend ist. Den zweiten Platz belegt die Profi-Textilschere von Paul die sauber und trotz ihrer Größe extrem soft schneidet und perfekt verarbeitet ist. Wichtig: Manufaktur Paul kann auch Scheren mit Mikrozahnung nachschleifen!Auf dem dritten Platz landet die von Kai hergestellte Stoffschere von Prym, die sehr angenehm in der Handhabung ist und wirklich sauber schneidet.

Warum ich diesen Beitrag schreibe? Um dir das langwierige und kostspielige Ausprobieren verschiedener Scheren zu ersparen. Denn schon vor dem Kauf kann man einige Punkte abchecken, damit man wirklich die perfekte Schere für die eigenen Bedürfnisse findet. So eine wirklich gute, leicht gängige und angenehm handzuhabende Schere trägt ein großes Stück zum Nähglück bei. Das ist doch ein lohnendes Ziel, oder?

Vielleicht kennst du ja schon meinen Beitrag Scheren zum Nähen: Diese Scheren schneiden gut ab. Darin bekommst du weitere Infos rund um das Thema Schere. Mit einem Schere, mit der du gerne schneidest, macht dein Lieblingshobby direkt doppelt soviel Spaß!

Um schöne Scheren sicher aufzubewahren, gibt's im SewSimple NähJournal eine praktische Scherentasche zum Selbernähen!

Es ist wichtig, die richtige Schere für deine Nähprojekte auszuwählen, da verschiedene Arten von Scheren für verschiedene Materialien und Zwecke geeignet sind. Hier sind einige Tipps, wie du die richtige Schere für dein Nähprojekt auswählst:

  1. Such dir eine Schere mit einer Branchenlänge (Branchen = Scherenblätter), die für das Material, das du schneiden möchtest, geeignet ist. Für dünne Stoffe wie Baumwolle oder Seide eignen sich kleinere Scheren besser, während größere Scheren für dickere Stoffe wie Denim oder Leder besser geeignet sind.
  2. Verwende für Stoffe eine Stoffschere. Stoffscheren sind speziell für die Verarbeitung von Textilien ausgelegt. Vermeide das Verwenden von Papierscheren oder Scheren mit spitzen Klingen, da diese den Stoff beschädigen und verzerren können.
  3. Wähle eine Schere mit abgewinkelten Scherenblättern. Gebogene Klingen erleichtern das Erreichen von engen Kurven und Ecken, wodurch das Nähen erheblich erleichtert wird. Außerdem wird der Stoff beim Schneiden nicht zu stark angehoben, der Zuschnitt wird dadurch präziser und einfacher.
  4. Achte darauf, dass die Schere gut in der Hand liegt und leicht zu greifen ist. Eine Schere, die unbequem oder schwer zu greifen ist, kann zu Ermüdung führen und dir auf Dauer den Spaß am Arbeiten verderben.
  5. Eine gute Schere soll auf der ganzen Länge ihrer Scherenblätter gleichbleibend gut und mühelos schneiden.
  6. Berücksichtige auch den Preis der Schere. Günstigere Scheren können zwar erschwinglich sein, aber sie sind möglicherweise nicht so langlebig oder scharf wie hochwertigere Modelle. Es lohnt sich möglicherweise, in eine hochwertigere Schere zu investieren, die länger hält und bessere Ergebnisse liefert.

Scheren müssen im Laufe ihres Scherenlebens wirklich viel leisten: Sie müssen lange und kurze Stoffbahnen schneiden, Rundungen, Ecken, Diagonalen, Geraden und Schrägen schneiden; mit verschiedenen Materialen wie Sweatstoff, Jersey, Webware und Non-Wovens klar kommen. Sie müssen Trennen, Material vorbereiten, im Fadenlauf, im Stoffbruch oder an der Kante eines Schnittmusters entlang. Deshalb braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um die für dich persönlich perfekte Schere zu finden. Dabei kann dir dieser Blogbeitrag helfen.

Wie funktioniert eine Schere eigentlich?

Schauen wir uns doch als Erstes mal an, wie eine Schere funktioniert. Eine Schere besteht aus zwei Klingen, die an beiden Enden des Griffes befestigt sind. Die Klingen bilden einen Winkel und werden durch Drücken des Griffes zusammengedrückt. Dieser Vorgang erzeugt Hebelkräfte, die auf das Material einwirkt, das du zwischen die beiden Klingen legst. Das geschnittene Material wird ohne Materialverlust durchtrennt.

Um das beste Schneideergebnis zu erzielen, ist es wichtig, dass der Winkel der Klingen korrekt ist und die Klingen scharf sind. Der Winkel der Klingen hängt vom jeweiligen Modell ab und kann eingestellt werden. Normale Scheren haben normalerweise einen Winkel von etwa 30°.

Einige spezielle Scheren haben jedoch unterschiedliche Winkel für unterschiedliche Anforderungen. Für den professionellen Gebrauch gibt es speziell gehärtete Scheren mit besonders scharfen Klingen, die mehrere Jahre halten können. Wenn du nur gelegentlich nähst, reicht eine qualitativ hochwertige Standard-Schere aus.

Wie heißen die Teile einer Schere?

Scheren werden seit der Bronzezeit zum Schneiden von Stoffen, Leder und anderen Materialien verwendet. Zunächst bestanden sie aus einem einzigen Stück Metall, dessen beide Klingen zum Schneiden zusammengedrückt wurden.

Dadurch, dass Scheren in den unterschiedlichsten Zeiten und Kulturkreisen hergestellt wurden, tragen ihre einzelnen Teile unterschiedliche Namen. In meiner Grafik zeige ich dir die gebräuchlichsten, weiter unten bekommst du einen Überblick über weitere Begriffe.

Stoffscheren Test
  • Griff: auch „Auge“, "Ring"
  • Scherenblatt: auch „Schneideblatt“, „Klinge“ oder Branche
  • Schneidefläche: auch „Wate“ genannt
  • Gewerbe: auch "Gewerk", „Gelenk“ oder „Zeichenstelle“ genannt
  • Scherengang: auch „Zwischen“ genannt
  • Schraube: auch „Niet“, „Nagel“ oder „Schloss“ genannt
  • Hebel: auch „Schenkel“ oder „Halm“ genannt

Wie funktioniert die Sache mit der Hebelkraft?

Physikalisch gesehen ist eine Schere eine Art Hebel. Und verhält sich auch entsprechend den Hebelgesetzen. Das Scherengelenk ist der Drehpunkt. Die Griffe sind die Kraftarme.

Die Kraft, die beim Schneiden auf den Stoff wirkt ist davon abhängig, welche Kraft du mit deine Hand aufwendest und welche Entfernung der Stoff vom Drehpunkt hat.

Klingt kompliziert? Okay, stell dir mal vor, dass du statt Stoff einen Draht schneiden willst. Wenn du den Draht ganz dicht an den Drehpunkt bringst, brauchst du gar nicht viel Kraft um ihn zu durchtrennen. Versuchst du aber, den Draht mit der Spitze der Schere zu scheiden, dann brauchst du schon richtig Muckis, um es zu schaffen.

Und so isses beim Stoff eben auch: Jeder Schnitt startet mit relativ geringem Kraftaufwand, je weiter sich die Branchen schließen, desto mehr Kraft musst du aufwenden.

Die Scherenform richtet sich dabei auch immer nach dem Material, für das das Helferlein gedacht ist. Scheren für Stoff oder Tapeten haben relativ lange Branchen, weil beide Materialien eher dünn und leicht zu schneiden sind.

Scheren für Draht oder Verbandsscheren haben relativ lange Griffe und kurze Branchen, damit auch das Zerschneiden von Drähten oder Gipsverbänden klappt.

Warum die richtige Schere wichtig ist

Egal ob du ein Anfänger oder ein erfahrener Näher bist, die Wahl der richtigen Schere ist entscheidend für das Gelingen deines Nähprojekts. In diesem Artikel stellen wir dir die verschiedenen Arten von Scheren vor und geben dir Tipps, welche Schere am besten für welches Nähprojekt geeignet ist.

Eine gute Schere erleichtert das Arbeiten und macht einfach Spaß. Für viele Nähfans ist das Zuschneiden von Stoff mit einer leisen, präzise arbeitenden Schere ein geradezu sinnliches Vergnügen. Deshalb solltest du dir eine Schere aussuchen, die zu deiner Art zu arbeiten passt und dir schon bei puren Zuschnitt Freude macht.

Welche Arten von Scheren gibt es?

Abgesehen von der Größe unterscheiden sich die Scheren natürlich auch in ihrer Funktion. Sie gibt dir Auskunft darüber, welche Anforderungen du an die Schere stellen kannst. Klar, dass man mit einer kleinen Stickschere keinen Stoff zuschneiden kann. Und mit einer groben Zackenschere ist es auch schwer, nah am Stoff feine Fädchen abzuschneiden...
Die wichtigsten Arten von Scheren sind:

Allzweck-Scheren: Diese Scheren sind für allgemeine Näharbeiten geeignet und können sowohl Stoff als auch Faden schneiden. Sie haben jedoch in der Regel keine speziellen Funktionen und sind daher weniger gut für präzise Arbeiten geeignet.

Mein Tipp: Du kannst dir eine günstige Allzweckschere bereit legen um Reißverschlüsse einzukürzen und feste Materialien wie Kunstleder, Kork oder SnapPap zu schneiden, für die deine Stoffschere zu schade wäre.

Stoffscheren: Stoffscheren sind länger als Allzweck-Scheren und eignen sich daher besser für das Schneiden von Stoff. Um Nahtzugaben direkt beim Zuschnitt abzumessen, kannst du einen magnetischen Abstandhalter an der Scherenklinge fixieren.

Handarbeitsscheren: Sie sind eine Art Zwischending zwischen Stoffschere und Fadenschere. Sie sind schön handlich, haben eine schmale Klinge und sind bestens geeignet für präzise Arbeiten wie zum Beispiel das Schneiden von Wolle, Stickgarnen oder auch Fäden. Sie sind oftmals ein guter Ersatz für Fadenscheren.

Fadenscheren & Fadenknipser: Die kleine Schwester der Handarbeitsschere – klein, scharf, spitz und perfekt um Fäden nah am Stoff abzuschneiden.

Du kannst die kleinen Helferlein auch verwenden um Nähte aufzutrennen.

Zackenscheren: sind mit einer breiten, gezackten Klinge ausgerüstet, mit der man Stoffe in gezackter Linie schneiden kann. Sie eignen sich zum Versäubern und Einkürzen von Nahtzugaben.

Tellerscheren: Sie haben ein schmales und ein breites, halbrundes Scherenblatt und sind speziell entwickelt, um flächig in der Nähe des Stoffes zu arbeiten ohne in den Stoff selbst zu schneiden. Das ist zum Beispiel beim Applizieren von Stoffen sehr vorteilhaft.

Scheren mit langen und kurzen Klingen: Wann ist welche richtig?

Lieber eine kurze Schere oder eine lange Schere – das ist die Frage, die sich viele vor dem Kauf einer Schere stellen. Ich habe mir angesehen, welche Merkmale die unterschiedlichen Scherenlängen mitbringen.

Kurze Scheren haben den Vorteil, dass sie leicht zu handhaben und kompakt sind. Sie eignen sich besonders gut für die Präzisionsarbeit, bei der es auf jedes Detail ankommt. Diese Art von Scheren ist sehr geeignet für das Schneiden von feinem Stoff oder schwierigen Mustern.

Lange Scheren hingegen bieten eine größere Reichweite und mehr Flexibilität beim Schneiden. Sie sind ideal für größere Schnitte oder zum Schneiden von breiteren Stoffen. Da sie länger und schwerfälliger zu handhaben sind, können sie allerdings anstrengender sein als kurze Scheren.

Je nach Art der Arbeit, die du erledigst, musst du entscheiden, welches Modell am besten für dich geeignet ist. Wenn du viel mit feinen Stoffen arbeitest, benötigst du möglicherweise eine kleinere Schere, während längere Scheren besser für breitere Stoffe geeignet sind.

Es ist auch ratsam, unterschiedliche Größen im Schrank zu haben, um auf verschiedene Anforderungen reagieren zu können. Denke daran: Eine gute Schere ist unverzichtbar!

Allgemeine Infos zu Scheren

Die richtige Schere für dein Nähprojekt ist eine sehr persönliche Entscheidung. Es gibt viele verschiedene Arten und Größen von Schere, sodass es schwer sein kann, die richtige auszuwählen. Hier sind einige Faktoren, die du beachten solltest, wenn du eine neue Schere kaufen möchtest:

1. Anwendungsbereich: Wofür wirst du die neue Schere verwenden? In welchem Bereich wirst du sie am häufigsten verwenden? Dies ist ein wichtiger Aspekt, weil er Einfluss darauf hat, welche Art von Schere du kaufen solltest. Wenn du zum Beispiel oft und gerne mit Jeans nähst, solltest du dir eine Profischere mit dicken Scherenblättern gönnen. Arbeitest du gerne mit Viskose, Seide oder anderen "schlüpfrigen" Materialien, ist eine Schere mit technischer Zahnung oder Mikrozahnung perfekt, weil der Stoff dadurch nicht so leicht aus dem Scherengang rutscht.

2. Material: Welches Material ist die beste Wahl für dich? Es gibt verschiedene Materialien für Scheren, die unterschiedliche Eigenschaften haben. Zum Beispiel gibt es Edelstahl- oder Stahlscheren. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile, sodass es wichtig ist, darüber nachzudenken, was dir am besten gefällt und was am besten zu deinem Projekt passt.

3. Größe: Welche Größe ist die richtige für dich? Viele Hersteller bieten ähnliche Scheren in verschiedenen Größen an. Die Größe spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl der richtigen Schere, da sie Einfluss darauf hat, wie genau und präzise die Schere arbeitet. Und wie gut sie zu der Anatomie deiner Hand passt.
Eine große oder präzise Schere ist ideal für anspruchsvolle oder feine Näharbeiten; jedoch kann sie schwerer sein oder sich beim Arbeiten anstrengender anfühlen als eine kleine . Eine kleinere Schere hingegen kann besser für alltagsnahe oder grobe Näharbeiten geeignet sein, hat aber eine geringere Hebelkraft als eine große.

Die richtige Schere für dein Nähprojekt ist abhängig von der Art des Materials, das du verwendest – aber auch die Optik der Schere kann entscheidend sein. Schließlich soll deine neue Schere dir auch gefallen. Bei den meisten Nähprojekten kommst du mit einer normalen Standard-Schere mit Sicherheit prima zurecht, aber bei anspruchsvolleren Stoffen oder Nähvorhaben ist eine Spezialschere sicher eine Überlegung wert.

Wenn du dir unsicher bist, welche Schere die Richtige für dich ist, schau dir auch mal diese Tipps an:

1. Achte auf die Stärke der Klinge: Sie gibt an, wie dick das Material sein kann, das mit der Schere geschnitten werden kann. Je dicker die Klinge ist, desto dicker kann das Material sein. Wenn du mit dünnen Materialien arbeiten willst oder musst, kannst du problemlos eine Schere mit dünnen Klingen wählen.

2. Achte auf die Länge der Klinge: Sie gibt dir Auskunft darüber, wie weit die Schere in das Material eindringen kann. Je länger die Klinge ist, desto tiefer kann sie in das Material eindringen und desto größer ist die Strecke, die sie schneiden kann. Längere Scheren haben oft eine bessere Hebelwirkung als kurze.

3. Achte auf den Winkel der Klinge: Der Winkel der Klinge gibt an, wie stark sie gebogen ist und damit wie viel Kraft nötig ist, um sie zu benutzen. Eine gerade Klinge ist leichter zu handhaben als eine gebogene und braucht weniger Kraft für das Schneiden von Materialien. Viele Schneiderscheren sind im unteren Bereich abgewinkelt, damit du die Schere beim Schneiden über die Unterlage führen kannst.

4. Achte auf die Verarbeitung der Schere: Die Verarbeitung der Schere gibt an, wo sie hergestellt wurdet und ob sie aus Metall oder Plastik besteht. Scheren aus Edelstahl sind häufiger haltbarer als welche aus Stahl. Scheren aus Karbonstahl sind häufig sehr scharf, müssen aber von Zeit zu Zeit nachgeschliffen werden, weil Karbonstahl weicher ist als Edelstahl.
Wenn du deine Schere nicht online sondern im Laden kaufst, solltest du sie auch mal ausprobieren und schauen, ob sie leichtgängig schneidet. Gut verarbeitete Scheren schneiden auf der ganzen Länge ihrer Branchen mühelos und ohne Schrappgeräusche. Besonders laute Geräusche beim Schneiden können auf Grate und Unebenheiten an den Klingen hindeuten. Wenn du also vor Ort die Möglichkeit hast, deine avisierte Schere auszuprobieren, teste sie sowohl am Stoff als auch, indem du die Scherenblätter ein paarmal öffnest und schließt. Hör mal genau hin, wie die Schere klingt. Schrappt und knarzt sie? Dann solltest du weiter suchen... :)

5. Achte auf die Herstellungsart: Eine gestanzte Schere bringt andere Eigenschaften mit als eine Schere, die aus einem Metallblock geschmiedet wurde.

Was ist besser: geschmiedete oder gestanzte Scheren?

Vielleicht ist dir in der Produktbeschreibung von Scheren schon mal aufgefallen, dass von geschmiedet oder gestanzt die Rede ist. Gemeint sind unterschiedliche Herstellungstechniken, die durchaus relevant für deine Kaufentscheidung sein können.

Oft, wie auch bei vielen Scheren in diesem Test, wird die Herstellungsart jedoch gar nicht explizit angegeben. Du kannst davon ausgehen: Wenn eine Schere geschmiedet ist, steht es dran. Und du erkennst es auch am Preis.

Geschmiedete Scheren

Sie werden aus einem Stück Metall unter wiederholtem Erhitzen, Abkühlen und Hämmern geformt. Das ist eine sehr traditionelle Herstellungstechnik, für die viel Know How und Zeit notwendig sind. Das schlägt sich natürlich im Preis der Scheren nieder.

Vorteile geschmiedeter Scheren

  • sind in der Regel gut durchdacht und ausbalanciert
  • liegen schwerer in der Hand als gestanzte Scheren
  • lassen sich gut schärfen
  • können ein Leben lang halten

Nachteile geschmiedeter Scheren

  • sind teurer als gestanzte Scheren
  • werden beim Schneiden oft als lauter wahrgenommen
  • werden beim Arbeiten oft als sehr schwer empfunden
  • brauchen Aufmerksamkeit durch Schleifen und Ölen
  • können sich beim Schneiden starrer verhalten als gestanzte
  • Schneidevorgang wird oft als anstrengender empfunden als bei gestanzten Scheren

Gestanzte Scheren

Sie werden mittels einer hydraulischen Presse aus einem Metallblech gestanzt und anschließend in mehreren Arbeitsgängen in Form gebracht, geschliffen und mit Griffen versehen. Oftmals haben gestanzte Scheren, wie zum Beispiel die von PAUL, eine technische Zahnung. Die macht die Klingen sehr scharf, verhindert das Verrutschen der Stoffe im Scherengang und sorgt dafür, dass die Scheren nicht nachgeschliffen werden müssen.

Vorteile gestanzter Scheren

  • sind oft günstiger als geschmiedete Modelle
  • sind oft softer und leichtgängiger im Handling
  • müssen (meistens) nicht nachgeschärft werden
  • werden oft als leiser wahrgenommen
  • sind oft flexibler als geschmiedete Scheren
  • werden meist als leichter empfunden als geschmiedete Scheren

Nachteile gestanzter Scheren

  • manchmal sind sie nicht so gut ausbalanciert wie geschmiedete Scheren
  • sind oft nicht ganz so haltbar wie geschmiedete Exemplare

Welche Schere soll ich denn nun kaufen: Geschmiedet oder gestanzt?

Wenn du jemand bist, der beim Schneiden schnell müde Handgelenke oder Finger bekommt, solltest du dir gestanzte Scheren anschauen. Oft sind sie viel leichtgängiger als ihre geschmiedeten Verwandten. 

Du stehst auf traditionelles Handwerk und wünschst dir eine Schere fürs Leben? Dann sind geschmiedete Scheren eine sichere Bank. 

Was ist der Unterschied zwischen einer Stoffschere und einer Schneiderschere?

Die Stoffschere hat eine gerade Form, der Stoff muss dadurch beim Schneiden etwas angehoben werden. Sie kann Ecken präzise schneiden. Eine Profi-Schneiderschere hat eine geknickte Form, die das Arbeiten bequem gestaltet. Du kannst sie mit geradem Handgelenk halten und die Klinge gleichzeitig mühelos über die Unterlage führen.

Die Stoffschere (oben) hat eine gerade Form, der Stoff muss dadurch beim Schneiden etwas angehoben werden. Sie kann Ecken präzise schneiden.

Eine Profi-Schneiderschere (unten) hat eine geknickte Form, die das Arbeiten bequem gestaltet. Du kannst sie mit geradem Handgelenk halten und die Klinge gleichzeitig mühelos über die Unterlage führen.

Oft hat die Schneiderschere eine schwerere Qualität und längere Branchen als die Stoffschere. Aber natürlich ist die Schneiderschere auch eine Stoffschere. ;)

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Stoffscheren

Stoffscheren sind auch in ihrem Design einzigartig. Sie bestehen normalerweise aus zwei hochwertigen Stahlblättern, die an der Spitze zu einem speziellen Winkel geschliffen sind. Dies ermöglicht es dem Benutzer, präzise und saubere Schnitte zu machen. Es gibt viele verschiedene Größen und Formen von Stoffscheren, abhängig von der Art des Stoffs, den du schneiden möchtest. Stoffscheren haben eine lange Lebensdauer und sind sehr robust.

Eine hochwertige Schere kann, wenn sie gut gepflegt wird, ständig im Einsatz sein und dich dennoch ein Leben lang begleiten. Wenn du deine Schere regelmäßig pflegen, indem du sie schleifst und ölst, kann sie viele Jahre halten. Stoffscheren sind leicht zu handhaben und in der Regel sehr ergonomisch gestaltet.

Die Griffe sind so konzipiert, dass man bequem arbeiten kann und die Klinge ist leichtgängig. Dies bedeutet, dass man bequem mehrere Schnitte machen kann, ohne die Hand zu überanstrengen.

Der Griff ist oft mit weichem Kunststoff oder anderen weichen Materialien ummantelt, damit man nicht an einer scharfen Kante schneidet oder verletzt wird. Das verhindert Druckstellen an den Fingern. Zudem ist die Klinge normalerweise geformt und angeschrägt, sodass man beim Schneiden nur wenig Kraft aufwenden muss.

Handarbeits-, Faden- & Stickscheren

Das Arbeiten mit einer guten Schere beim Nähen kann den Unterschied zwischen einem gelungenen oder einem schief gegangenen Nähprojekt machen. Je nachdem, was du nähst, gibt es verschiedene Arten von Scheren, die du am Start haben solltest. Fadenscheren sind eine der häufigsten Scherenarten für das Nähen.

Diese Scheren haben scharfe Klingen, mit denen du Faden präzise und nah am Stoff schneiden kannst. Sie sind so entworfen, dass sie sauber und präzise arbeiten, sowohl beim Schneiden von Stoff als auch beim Kürzen von Fäden.

Ein großer Vorteil dieser Schere ist, dass sie aus robusten Materialien wie Stahl oder Edelstahl hergestellt werden und lange hält.

Handarbeitsscheren sind etwas größer als Fadenscheren und haben meistens eine gerade Klinge. Sie werden verwendet, um Stoff zu schneiden und zu bearbeiten. Diese Scheren haben normalerweise Griffe mit ergonomisch geformter Handflächenauflage, um ein möglichst komfortables Arbeiten zu ermöglichen. Handarbeitsscheren haben oft weiche Griffe in verschiedenen Farben und Formen für mehr Präzision und Komfort. So kann sich jeder die Schere aussuchen, die für die Anatomie seiner Hand perfekt ist.

Stickscheren sind kleiner als andere Scheren und ermöglichen es dir, kleinere Löcher in den Stoff zu stechen oder Details an deinem Nähprojekt zu schneiden. Diese Scheren haben hochwertige Klingen aus Metall (oft auch mit abgerundeten Spitzen für Sicherheit und Komfort beim Schneiden des Materials). Es gibt viele unterschiedliche Arten von Stickscheren, die für verschiedene Aufgaben geeignet sind, sodass du leicht die für dich richtige Schere finden kannst.

Wenn du also das richtige Werkzeug für dein Nähprojekt suchst, solltest du überlegen welches Material du verwenden möchtest und welchen Zweck die Schere erfüllen soll – ob es nun um das Schneiden von Fäden oder Stoff geht oder um feine Details, Stickereien oder Deko.

Papierschere und Bastelscheren

Papierscheren und Bastelscheren sind zwei verschiedene Arten von Schere, die beide für verschiedene Zwecke verwendet werden können. Papierscheren werden hauptsächlich für das Schneiden von Papier und anderen weichen Materialien verwendet, während Bastelscheren häufig zum Schneiden von Textilien wie Filz, Kork oder anderen harten Materialien genutzt werden.

Papierscheren sind in unterschiedlichen Größen und Designs erhältlich, sodass du genau die richtige für deine Bedürfnisse finden kannst. Sie sind auch in verschiedenen Preiskategorien erhältlich, sodass du auch hier die Schere auswählen kannst, die deinem Budget entspricht.
Bastelscheren sind in ähnlichen Designs und Größen erhältlich wie Papierscheren, aber sie sind meist etwas stärker und robuster gebaut. Das ist nötig, da diese Schere häufig mit harten Materialien wie Filz oder Kunststoff arbeitet. Wenn du also oft harte Materialien schneidest, ist eine Bastelschere vielleicht die bessere Wahl für dich.

Die richtige Schere für dein Nähprojekt: Wie man die beste Schere auswählt

Die richtige Schere für dein Nähprojekt zu wählen kann eine schwierige Entscheidung sein. Es ist wichtig, dass du die richtige Wahl triffst, damit deine Schere wirklich perfekt für deine Bedürfnisse angepasst ist. Hier sind einige Tipps, wie man die richtige Schere für sein Nähprojekt auswählt:

1. Überlege dir, welche Art von Materialien du verarbeiten möchtest. Es gibt spezielle Scheren, die für Stoffe, Leder und Kunststoffe geeignet sind. Natürlich kannst du auch eine Standard-Schere verwenden, aber es ist besser, eine spezielle Schere für dene bevorzugten Materialien auszusuchen um das bestmögliche Schneide-Ergebnis zu bekommen. Wenn du die Schere im Stoffgeschäft kaufst, kannst du fragen, ob du deine neue Schere mal an verschiedenen Materialien testen kannst.

2. Überlege dir, welche Funktion deine neue Schere erfüllen soll.. Es gibt verschiedene Arten von Scheren mit verschiedenen Eigenschaften und Funktionen, so dass es wichtig ist zu wissen, was du beim Arbeiten anpeilst. Es gibt beispielsweise Scheren mit unterschiedlichen Klingengriffen oder Klingendesigns sowie verschiedene Griffe und Griffarten. Das Arbeiten mit Leder erfordert dickere, stärke Scherenblätter als das Arbeiten mit Chiffon oder Organza.

3. Fühl dich frei verschiedene Marken und Modelle auszuwählen und auszuprobieren. Viele Hersteller bieten eine Vielzahl von Scheren an - vom Budget-Modell bis hin zum High-End-Produkt - sodass es kein Problem sein sollte, etwas zu finden, das wirklich zu dir passt und das gleichzeitig deinen Anforderungen entspricht. Versuche auf jeden Fall mehrere Modelle auszuprobieren und überprüfe deren Gewicht und Balance sowie die Qualität der Schneideklinge bevor du eine endgültige Entscheidung triffst.

4. Achte auf Qualitätsmerkmale wie Schärfe der Klinge, Haltbarkeit des Griffs und Stabilität der Schraubenverbindungen. Diese Merkmale sind besonders wichtig bei hochwertigen Modellen oder bei häufigem Gebrauch. Probiere unbedingt auch aus, ob die Schere sich geräuscharm und mit wenig Kraftaufwand öffnen und schließen lässt. Das gibt dir Auskunft darüber, ob die Klingen gut verarbeitet und geschliffen sind.

5. Denk aber auch an dein Budget: Beim Kauf einer neuen Schere sollten Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtig werden. In der Regel lohnt es sich mehr Geld in hochwertige Modelle zu investieren die langlebiger sind als billigere Alternativen. Beim Scherenkauf solltest du nach dem Motto vorgehen: Wer billig kauft, kauft zweimal. Oder öfter.

Erkennen der eigenen Bedürfnisse

Bevor du losziehst und dir deine neue Lieblings-Schere kaufst, solltest du checken, was du eigentlich damit willst. Geht es dir darum, präzise Schnitte zu machen, weil du Kleidung oder Patchwork auf der Liste hast? Möchtest du Textilien für Zuhause nähen oder Abendkleider aus feinen Geweben? Möchtest du dir eine zusätzliche Fadenschere anschaffen oder soll deine Stoffschere auch zum Abschneiden von Fäden dienen? Brauchst du eine Schere, die auch mal einen Reißverschluss einkürzen kann?

Wie ich meinen Stoffscheren Test durchgeführt habe

Machen wir uns nichts vor, so ein Scherentest ist eine recht persönliche Sache. Hier kommen einem, auch wenn man sich um Objektivität bemüht, doch immer wieder persönliche Vorlieben ins Gehege. Trotzdem habe ich mich natürlich bemüht, die Scheren im Test so objektiv und wertfrei wie möglich miteinander zu vergleichen.

Trotzdem habe ich natürlich auch meinen persönlichen Eindruck mit in den Test einfließen lassen. Wenn eine Schere sich bei Schneiden hakelig anfühlte oder bei längerem Arbeiten Druckstellen an den Händen hinterlassen hat, dann habe ich das entsprechend bewertet. Daneben habe ich aber auch sensorische Eindrücke wie zum Beispiel die Lautstärke der Schere beim Schneidevorgang mit aufgenommen, weil ich weiß, dass eine leise, präzise schneidende Schere nicht nur mir wichtig ist.

Nun ist es ja auch schwierig, hochpreisige (und damit leider auch oft hochwertigere Scheren, wie mein Test zeigen wird) mit preisgünstigen zu vergleichen. Deshalb stelle ich zunächst die getesteten Scheren einzeln vor und liste sie anschließend in einer Vergleichstabelle auf, in der ich mit aufsteigendem Preis die Scheren nach bestimmten Kriterien bewerte. Dafür nutze ich ein einfaches ⭐-System mit 5 Sternchen.

⭐ = mangelhaft

⭐⭐ = ausreichend

⭐⭐⭐ = befriedigend

⭐⭐⭐⭐ = gut

⭐⭐⭐⭐⭐ = sehr gut

Natürlich war es mir wichtig, in Bezug auf die einzelnen Scheren einige Fakten zu checken.

Eigenschaft positiv bewertet negativ bewertet
Material Edelstahl (rostet nicht), AUS6A-Edelstahl, titanium-beschichtet (leicht zu reinigen, z. B. bei Kontakt mit Klebstoffen) Stahl (kann rosten)
Scherenform ergonomisch, ggf. auch angewinkelt, Stoff kann ohne anheben geschnitten weren gerade, Stoff muss zum Schneiden angehoben werden
Justierschraube kann bei Bedarf fester gezogen oder gelockert werden um den Scherengang zu justieren einfache Metallverbindung ohne Einstellmöglichkeit
Schneideblatt & Schneidverhalten leichtgängig, scharf, glatt, wertig, ggf. mit technischer Verzahnung (verhindert das Verrutschen der Stoffe beim Schneidevorgang), muss nicht nachgeschliffen werden stumpf, schartig, matt, kneift den Stoff, schneidet nicht richtig, zieht den Stoff in den Scherengang, zieht Fäden
Griffe hochwertige Verarbeitung, liegt gut in der Hand; das ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten und beugt Druckstellen vor. harte, rutschige, zu große oder zu kleine Griffe (können Druckstellen erzeugen)

Und natürlich habe ich alle Scheren an den gebräuchlichsten Materialien getestet. Den Test habe ich mitgefilmt, damit du dir ein Bild der Eigenschaften jeder einzelnen Schere machen kannst. Das Ergebnis habe ich in einer Tabelle weiter unten in diesem Beitrag zusammengefasst.

Was ist AUS6A?

Bei manchen Scheren wird das Metall als AUS6A angegeben, zum Beispiel bei KAI Scheren. Gemeint ist eine Stahlart, die durch die Zusammensetzung eine besondere Härte bekommt. Die Scheren gelten als sehr scharf und sollen es auch lange bleiben.

Vergleichen verschiedener Marken, Größen und Typen von Scheren

Hier kommt meine Übersicht über alle Scheren im Test. Ich stelle dir meine persönlichen Eindrücke vor und gebe dir Hinweise, wie die Schere verschiedene Materialien schneidet. Die Scheren habe ich nach Preis aufsteigend gelistet.

Premax Optima Schneiderschere

  • Länge: 21 cm
  • 100% Metall (keine weitere Angabe)
  • Justierschraube
  • abgewinkelte Form
  • hergestellt in Italien
  • Mein Eindruck: Scharfe Schere, die aber von Anfang an eher hakelig schneidet und direkt geölt und justiert werden muss, gut verarbeitet
  • Meine Bewertung: ⭐3,3 von 5
  • Preis: ca. 19 Euro

Handi Stitch Heavy Duty

  • Länge: 31 cm
  • Edelstahl, schwarz
  • Justierschraube
  • ergonomischer Griff, lackiert
  • Preis: ca. 19 Euro
  • Mein Eindruck: Verarbeitung besser als erwartet, geöffnet haben die Scherenblätter zuviel Spiel und wirken wackelig, Griff ist angenehm mit Kunststoff überzogen
  • Meine Bewertung: ⭐3,5 von 5
Scheren-Test

Kai Schneiderschere 5230

  • Länge: 23 cm
  • rostfreier, harter AUS6A-Stahl
  • ergonomischer Griff
  • abgewinkelte Form
  • Justierschraube
  • hergestellt in Japan
  • Mein Eindruck: Schere mit gutem Schneidegefühl, leise, handgelenkschonend durch die gewinkelte Klinge, leider geringe Schneideleistung
  • Meine Bewertung: ⭐1,5 von 5
  • Preis: ca. 23 Euro

Paul Profi-Schneiderschere

  • Länge: 25,9 cm
  • aus rostfreiem Edelstahl gestanzt
  • Klingen mit technischer Zahnung
  • ergonomisch Griffe
  • Justierschraube
  • hergestellt in Deutschland
  • Mein Eindruck: Kleine Schwester der Profi-Textilschere (s. u.), nicht ganz so kraftvoll bei dicken Stoffen, angenehm im Handling und sehr gut verarbeitet; im ersten Test hatte sie leichte Schwächen, nach dem Schleifen durch Manufaktur Paul schneidet sie perfekt
  • Meine Bewertung: ⭐5 von 5
  • Preis: ca. 38 Euro

Prym-Schere

  • Länge: 25 cm
  • Hergestellt von KAI (Japan)
  • Edelstahl
  • ergonomische Griffe
  • Leicht abgewinkelte Form
  • Justierschraube
  • Mein Eindruck: sehr gut verarbeitete Schere, mit der sich leise, präzise und ruhig arbeiten lässt, liegt angenehm in der Hand
  • Meine Bewertung: ⭐5 von 5
  • Preis: ca. 45 Euro

Paul Profi-Textilschere

  • Länge: 26,9 cm
  • aus rostfreiem Stahl gestanzt
  • Klingen mit technischer Zahnung
  • ergonomische Griffe
  • Justierschraube
  • hergestellt in Deutschland
  • Mein Eindruck: Hervorragende Schere, die auch dickste Stoffe präzise und ohne viel Kraftaufwand schneidet, angenehm im Handling, sehr leise, im Test schwächelte sie bei elastischen Stoffen ein wenig, nach dem Schlaufen durch Manufaktur Paul schneidet sie wieder absolut perfekt
  • Meine Bewertung: ⭐5 von 5
  • Preis: ca. 55 Euro

Gingher Blunt Tip Schere

  • Länge: 20 cm
  • Material: Metall, verchromt
  • Klingen mit technischer Zahnung
  • Justierschraube
  • abgewinkelte Form
  • ergonomische Vollmetall-Griffe
  • hergestellt in Italien
  • Mein Eindruck: stabil und gut verarbeitet, schneidet eher geräuschvoll, Griffe sind bei längerem Arbeiten unbequem, Schneideleistung überzeugt aber
  • Meine Bewertung: ⭐5 von 5
  • Preis: ca. 57 Euro

Zwilling Superfection 26 cm

  • Länge: 26 cm
  • 100% rostfreier Spezialstahl
  • ergonomische Griffe, glasfaserverstärkt
  • abgewinkelte Form
  • hergestellt in Deutschland
  • Mein Eindruck: Gut verarbeitete Schere, die im Test aber den Stoff vor sich her schiebt, Kunststoffgriffe sind etwas hart
  • Meine Bewertung: ⭐2,3 von 5
  • Preis: ca. 60 Euro
Stoffscheren Test

Weltmeister-Profi-Schere

  • Länge: 26 cm
  • geschmiedeter Edelstahl, verchromt, teils mit Soft-Feel-Ausrüstung
  • ergonomische Griffe, überzogen
  • hergestellt in Deutschland (Solingen)
  • Mein Eindruck: schwer, wertig, gut verarbeitet
  • Meine Bewertung: ⭐ 5 von 5
  • Preis: ca. 63 Eur0

Kai-Profischere 7250

  • Länge: 25 cm
  • rostfreier, harter AUS6A-Stahl, mattiert
  • abgewinkelte Form
  • doppelte Justierschraube für feinste Einstellung
  • ergonomische Griffe aus Weich-Kunststoff
  • Hergestellt in Japan
  • Mein Eindruck: hervorragende Schere mit softem Schneidegefühl, präzise, leise, stabil
  • Meine Bewertung: ⭐5 von 5
  • Preis: ca. 99 Euro

Die richtige Schere für Linkshänder

Immer wieder werde ich hier auf dem Blog gefragt, welche Schere ich für Linkshänder empfehlen kann. Die Scheren-Hersteller haben inzwischen auf den Bedarf reagiert: Es gibt eher wenige Scheren für Linkshänder auf dem Markt. Und ich kann nicht garantieren, dass ich wirklich für alle hier gelisteten Scheren eine Linkshänderschere, so sie existiert, ausfindig hab machen können.

Falls du also auf eine Linkshänderschere stößt, die du empfehlen kannst, schreib mir deine Meinung dazu gerne in den Kommentaren.

Eine klare Empfehlung an dieser Stelle: Die Linkshänderschere von Prym, ebenfalls von KAI hergestellt. Kostet ca. 32 Euro und ist, wie viele andere hier vorgestellte Scheren, bei Hemmers erhältlich.

Prüfen des Schärfegrades der Klinge

Ob eine Schere scharf oder stumpf ist, merkst du im Alltag am ehesten daran, dass es viel Mühe und Kraft kostet, mit ihr zu schneiden. Wenn deine Schere einzelne Fäden stehen lässt oder manche Materialien überhaupt nicht mehr schneidet, ist es Zeit, sich entweder zu schärfen oder über eine neue nachzudenken.

Auch das Einziehen von Stoff in den Scherengang kann ein Zeichen sein, dass deine Schere mit ihren Aufgaben überfordert ist.

Der große SewSimple Stoffscheren Test

Modell Premax
Optima
Handi
Stitch
Kai 5230 Paul
Stoffschere
Prym
Stoffschere
Paul
Profischere
Gingher Zwilling
Super-

fection
Welt-
meister-
Schere
Kai 7250
Preis 17 Euro 19 Euro 23 Euro 38 Euro 45 Euro 55 Euro 57 Euro 60 Euro 63 Euro 99 Euro
Material
der
Klingen
Edel-
Stahl
Carbon-
Stahl
AUS6A-
Edelstahl
Edelstahl,
gestanzt
AUS6A-
Edelstahl
Edelstahl
gestanzt
Edelstahl Edelstahl Edelstahl,
geschmiedet
AUS6A-
Edelstahl,
mattiert
Material
der Griffe
Metall,
lackiert
Kunststoff-
Überzug
Kunststoff Kunststoff Kunststoff Kunststoff Metall Kunststoff Metall,
lackiert
Kunststoff
Gesamt-
länge
21 cm 31 cm 23 cm 25,9 cm 25 cm 26,9 cm 20 cm 26 cm 26 cm 25 cm
Justier-
schraube
geeignet
für
alle
Stoffe
alle
Stoffe,
dicke
Materialien
alle
Stoffe
alle Stoffe alle Stoffe alle Stoffe,
dicke
Materialien
alle Stoffe alle Stoffe alle Stoffe,
dicke
Materialien
alle Stoffe
Rechts-/
Links-
händer
✅/❌ ✅/❌ ✅/✅ ✅/✅ ✅/✅ ✅/✅ ✅/✅ ✅/❌ ✅/❌ ✅/✅
Geräusch knarzt
etwas
eher
leise
leise sehr leise leise sehr leise laut,
metallisch
eher leise eher laut sehr leise
Ver-
arbeitung
⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Schneide-
gefühl
hakelig angenehm unter-
schiedlich
nach dem
Schliff:
sehr angenehm
sehr
angenehm
soft,
präzise
nach dem Schliff
sogar noch
angenehmer
eher
unruhig
schiebt den
Stoff vor
sich her
präzise,
braucht
Kraft
super soft,
präzise,
sehr leise
Präzision ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Verhalten
im Test
⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐⭐
Gesamt-
bewertung
⭐3,5 ⭐3,3 ⭐1,5 ⭐5 ⭐5 ⭐5 ⭐5 ⭐2,3 ⭐5 ⭐5

Welche Schere schneidet welche Stoffe wie gut?

In diesem Abschnitt schauen wir uns an, wie gut die Scheren im Test das Arbeiten mit den gebräuchlichsten Stoffen bewältigen. Meine persönlichen Erfahrungen im Arbeiten mit den einzelnen Scheren habe ich wie folgt bewertet:

  • eher schlecht: -
  • okay: +
  • gut: ++
  • sehr gut: +++
Modell/
Stoff
Premax
Optima
Handi
Stitch
Kai 5230 Paul
Stoffschere
*
Prym
Stoffschere
Paul
Profischere
*
Gingher Zwilling
Superfection
Weltmeister-
Schere
Kai 7250
BW-
Webware
+++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ ++ +++ +++
Jersey +++ +++ - +++ +++ +++ +++ - +++ +++
Sweat ++ +++ - +++ +++ +++ +++ - +++ +++
Bündchen - +++ - +++ +++ +++ +++ + +++ +++
Fleece ++
+++
- +++ +++ +++ +++ - +++ +++
Wollflausch +++ +++ - +++ +++ +++ +++ ++ +++ +++
Softshell +++ +++ - +++ +++ +++ +++ - +++ +++
Spitze + +++ - +++ +++ +++ + - +++ +
Walkstoff +++ +++ ++ +++ +++ +++ +++ ++ +++ +++
Jersey-
Stepper
+++ +++ + +++ +++ +++ +++ - +++ +++
Cord +++ +++ +++ +++ +++ +++ +++ - +++ +++
Gesamt +++ +++ - +++ +++ +++ +++ - +++ +++











*wurden nach dem Test professionell nachgeschliffen; sie schneiden jetzt perfekt, daher habe ich das Ergebnis angepasst

Welches ist die beste Schere?

Natürlich ist das eine komplett individuelle Entscheidung. Im Test schneidet aus meiner Sicht die KAI 7250 ausgesprochen gut ab. Nicht nur, weil sie so so wertig verarbeitet ist und präzise auf der gesamten Länge der Scherenblätter schneidet – sie ist auch durch die weichen Griffe angenehm in der Handhabung. Für mich hat sie die perfekte Größe und Hebelkraft. Dadurch brauche ich zum Arbeiten wenig Kraftaufwand, das Schneiden geht praktisch wie von selbst. Und das auch noch besonders leise. So macht Stoff zuschneiden richtig Spaß.

Bonus: Zackenscheren-Test

Viele Blog-Leser:innen berichten, dass ihnen die Handhabung ihrer Zackenschere schwer fällt, weil das Schneiden so viel Kraftaufwand erfordert und die Ergebnisse oftmals auch unpräzise sind.

Wofür braucht man eigentlich eine Zackenschere (oder Zickzackschere, wie sie auch manchmal genannt wird)? Du kannst sie benutzen um Stoffkanten mit einem Zackenprofil zu versäubern. Sie fransen dann nicht so leicht aus. Vielleicht kennst du den Zackenschnitt schon von vorgeschnittenen Patchworkstoffen. Die Zackenschere eignet sich hier besonders für Webware aus Baumwolle oder Leinen. Wirkware franst seltener aus und wird eher durch Overlocknähte versäubert als mit der Zackenschere.

Deshalb habe ich 3 gebräuchliche Zackenscheren getestet:

Prym Zackenschere

  • Länge: 22 cm
  • Preis: ca. 22 Euro
  • Besonderheiten: klassische Zackenschere, gepolsterter Kunststoffgriff mit Anschlagpuffer innen
  • Mein Eindruck: Schere liegt gut in der Hand, schneidet aber im Test unpräzise, Stoffränder werden eher abgezwickt als abgeschnitten
  • Meine Bewertung: 1 von 5 Sternen
  • Hier kannst du die Prym-Schere bestellen

Zackenschere von Handi Stitch (Scherenpaket)

  • Länge: 22,5 cm
  • Preis ca. 25 Euro (Komplettset)
  • Besonderheiten: Klassische Zackenschere mit Kunststoffgriff
  • Mein Eindruck: Im Test schneidet die Zackenschere von Handi Stitch erstaunlich sauber, ist aber eher schwergängig
  • Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen
  • Hier kannst du das Scherenset bestellen

Fiskars Easy Action

  • Länge: 25 cm
  • Preis: ca. 45 Euro
  • Material: Edelstahl
  • Besonderheit: lange Griffe für starke Hebelwirkung; ist für Rechts- und Linkshänder geeignet, weich gepolsterter Kunststoffgriff
  • Mein Eindruck: Diese Zackenschere ist mein eindeutiger Favorit, weil sie sich leicht bedienen lässt und saubere Ergebnisse liefert (s. Test im Video)
  • Meine Empfehlung: Unbedingt regelmäßig reinigen und ölen, dann hat man lange Freude an dieser Schere
  • Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
  • Hier kannst du die Zackenschere bestellen

Mein Fazit

Schon klar, Zackenscheren sind besonders schwergängig, weil sie auf einer kurzen Strecke besonders viel Schneidefläche haben. Um die gezackten Klingen durch den Stoff zu bringen braucht es einfach mehr Kraft als bei einer handelsüblichen Stoffschwere mit glatten Schneideblättern.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Schere leichtgängig ist. Auch und besonders für Menschen, die nicht so viel Kraft aufwenden können. Die Scheren von Prym und Handi Stitch sind in dieser Hinsicht aus meiner Sicht gerade für Nähfans mit Handgelenks-Problemen nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Wenn du einfach nicht so viel Kraft in den Händen hast, ist die Fiskars-Schere eine gute Alternative. Die langen Hebel optimieren den Kraftaufwand, den du beim Schneiden brauchst. Dadurch kommst du erstaunlich leicht zu guten Schneide-Ergebnissen. Ich würde mir wünschen, dass mehr Scheren-Manufakturen auf die speziellen Bedürfnisse von Nähfans eingehen und so kreativ nach Lösungen suchen wie Fiskars mit der Easy Action Zackenschere.

Exkurs: Wie gut sind Scheren-Sets?

Wenn du mit dem Nähen startest, fragst du dich vielleicht, wieviel Geld du überhaupt in die Anschaffung von Scheren investieren solltest. So pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen. Es kommt immer darauf an, welche Ansprüche du hast und wie ambitioniert du dein Hobby betreiben möchtest.

Weil viele Einsteiger für den Start gerne auf einfache Weise alles beisammen haben möchten, habe ich mir das preisgünstige Scherenset von Handi Stitch angesehen.

Handi Stitch Scherenset

  • Enthalten: Stoffschere 6 Zoll, Fadenschere, Zackenschere
  • Preis: ca. 25 Euro
  • Mein Eindruck: Die Karbon-Stahl-Stoffschere schneidet, ebenso wie die Handi Stitch 12 Zoll im Test erstaunlich präzise, wirkt ein wenig instabil; die Zackenschere tut was sie soll, erfordert aber beim Schneiden schon ordentlich Kraftaufwand; mein Highlight in diesem Set: die geniale kleine Fadenschere, die wirklich gut schneidet und super in der Hand liegt; die macht schon richtig Spaß!
  • Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen
  • Hier kannst du das Scherenset bestellen

Pflegetipps für das Schneiden mit Scheren/Lagerung von Scheren, Wartung, Reinigung

Wenn du deine Stoffschere richtig pflegst, kann sie jahrelang scharf bleiben und dir helfen, deine Nähprojekte zu perfektionieren.

Hier sind ein paar Tipps, wie du die Lebensdauer deiner Stoffschere verlängern kannst.

  • Reinige und entöle regelmäßig. Verwende einen sauberen Lappen und etwas Spiritus, um den Schmutz und die Öle auf der Schneide zu entfernen. Dies ist besonders wichtig, wenn du viel mit verschiedenen Materialien arbeitest.
Stoffschere reinigen
  • Wische zuerst das alte Öl mit einem Küchentuch und mit Wattestäbchen aus dem Scherengang, entferne Schmutz und Verkrustungen – auch um die Schraube herum. Dort backt das alte Öl oft zusammen mit Stoffstaub an.
  • Öle die gereinigte Schere großzügig im Bereich der Schraube an den Außen- und Innenseiten der Klinge.
Stoffschere ölen
  • Öffne und schließe die Schere jetzt mehrmals weit, damit sich das Öl verteilen kann. Lass das Öl einwirken und wische dann überschüssiges Öl mit einem weichen Lappen ab, damit du beim Schneiden den Stoff nicht mit Fettflecken verunreinigst.
  • Schärfe regelmäßig nach. Wenn du deine Schere häufig benutzt, solltest du sie einmal im Monat nachschleifen lassen. Dadurch bleibt die Schneide scharf und kann effizienter schneiden. Es gibt spezielle Scheren-Schärfer und es ist absolut sinnvoll, sich so ein Teil zuzulegen, damit du bei Bedarf selbstständig nachschärfen kannst.
  • Firma Paul bietet einen speziellen Schleifservice für dort hergestellte Scheren an. Man kann die Scheren einfach nachschleifen lassen und zusätzliche Serviceleistungen dazu buchen. Möglich sind zum Beispiel eine Mikrozahnung. Oder eine technische Verzahnung, bei der die obere Klinge mit einer speziellen Verzahnung versehen und die untere Klinge mit einer besonderen Lederscheibe geschärft wird. Außerdem kann man individuelle Logos und Gravuren anbringen lassen, die Spitze und die Klingenkanten abrunden oder die Schere komplett überholen lassen. Auf diese Weise entsteht eine Schere, die individuell auf dich "zugeschnitten" ist.
  • Falls deine Schere eine technische Zahnung hat, darf sie nur vom Fachmann/der Fachfrau nachgeschliffen werden um die Mikrozahnung nicht zu zerstören.
  • Lagere deine Schere ordnungsgemäß. Stelle sicher, dass die Schere immer in einem sauberen und trockenen Raum aufbewahrt wird - am besten an einem Ort, der für Kinder nicht zugänglich ist. Auch solltest du vermeiden, dass Metallgegenstände oder andere scharfe Gegenstände die Schneide berühren oder beschädigen können.
  • Eine gute Möglichkeit, Scheren aufzubewahren, ist hängend. Du kannst sie aber auch in einer selbstgenähten Scherentasche aufbewahren. Das hat die Vorteil, dass überschüssiges Öl vom Stoff aufgenommen wird.
  • Mit diesen Tipps bleibt deine Stoffschere in einem guten Zustand und macht dich lange happy :)
Scherentasche aus dem SewSimple NähJournal

Fazit: Die Testsieger

Die richtige Schere für dein Nähprojekt ist wichtig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wenn du auf die Qualität achtest und einige Tipps befolgst, kannst du ein schönes und lang haltendes Ergebnis erzielen. Achte darauf, dass du Schere auswählst, die zu deinem Nähprojekt und deinen Fähigkeiten passt.

Für mich gibt es in diesem Test vier glasklare Favoriten, die mich sowohl im Handling als auch in puncto Schneideleistung überzeugt haben. Die besten Stoffscheren sind für mich:

  • die Stoffschere von Prym: liegt gut in der Hand durch die gepolsterten Griffe, hat eine handliche Größe und schneidet schön sauber
  • die Gingher-Schere: Die habe ich mir aus den USA mitgebracht, wo sie unter Patchworkern praktisch eine Art Legende ist. Es braucht ein wenig mehr Kraft, mit ihr zu arbeiten und ich finde, dass ihr gepolsterte Griffe gut stehen würden, das würde ein längeres Arbeiten erleichtern. Insofern ist diese präzise schneidende Stoffschere eher was für Puristen.
  • die Profi-Textilschere von Paul die im Test beim Jersey etwas schwächelte, aber nach dem professionellen Nachschleifen durch die Manufaktur (kostet um 5 Euro pro Schere!) absolut perfekt ist
  • und mein persönlicher Favorit: die Kai 7250. Für mich inzwischen DIE Schere, die ich jeden Tag benutze. Und das mit wachsender Begeisterung. Sowas von leichtgängig, präzise, leise und soft. Nach so einer Schere habe ich lange gesucht. Von der können sich andere Scheren echt eine Scheibe abschneiden.

Aber Vorsicht: Wenn du einmal mit einer richtig guten Stoffschere gearbeitet hast, bist du auf ewig für billige, schlecht gemachte Scheren verloren. So ein tolles Schneidegefühl will man dann einfach nicht mehr missen.

Mein Tipp: Kauf dir die beste Schere, die du dir leisten kannst und dann hege und pflege sie nach bestem Wissen und Gewissen. Und benutze sie nie, niemals für etwas anderes als deine wunderschönen Stoffe. Dann werdet ihr lange die besten Freunde bleiben. :)

Happy simple sewing, deine Sabine

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