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Kurven nähen: So gelingt's garantiert

25.09.2020 von Sabine Schmidt

Kurven nähen: So gelingt's garantiert

Kurven nähen: Viele Nähanfänger haben Angst vor kurvigen Nähten. Mit meinen Tipps schaffst du es aber locker - egal, ob sich die Rundung nach innen oder nach außen wölbt. 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kurven und Rundungen sind auch für Anfänger leicht zu nähen
  • Für gerundete Nähte solltest du eine kurze Stichlänge einstellen: 1,2 - 1,6 mm sind ideal
  • Die Nahtzugabe der fertigen Naht sollte mit einer Zackenschere eingekürzt werden

Kurven und Rundungen nähen

Spätestens, wenn es darum geht, ein einfaches T-Shirt zu nähen oder eine Tasche mit gerundeten Ecken, kommst du aber nicht mehr drum herum. Aber du schaffst das, garantiert! Dabei helfen dir ein paar ganz einfache Tricks.

Übrigens: Wenn du es rundlich liebst: In unserer Anleitung zeigen wir dir einen coolen Trick, wie du perfekte Kreise nähst.


Tipps zum Kurven nähen

  1. Nähe die Naht mit einem kurzen (!) Geradstich. Je länger der Stich, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Rundung sich nicht so geschmeidig ausformen lässt, wie du es dir wünscht.
  2. Nähe langsam und folge der Rundung ganz in Ruhe.
  3. Bei vielen Maschinen kann man die Nähgeschwindigkeit auch einstellen. Das hat den Vorteil, dass du dich ganz aufs Nähen konzentrieren kannst.
  4. Um die Richtung zu korrigieren, lässt du die Nadel im Stoff, hebst den Nähfuß, drehst den Stoff ein wenig ein, senkst den Nähfuß und nähst weiter.
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Ihr Süßen, seht mir diesen kleinen Scherz nach: Im richtigen Leben glaube ich kein Stück an perfekte Kurven. Ich glaube an echte Menschen, Vielfältigkeit und feiere die kleinen und großen Unterschiede. Eine Ausnahme mache ich allerdings: Wenn ich Kurven nähe, sollen sie so perfekt wie nur möglich sein.✂️ Meine Tipps dazu habe ich in einem kleinen Beitrag für euch zusammengefasst. ✍️ Lasst mich an dieser Stelle mal schnell Danke sagen für die wunderbaren Rückmeldungen, die ich von euch bekomme. Ich freue mich wie verrückt über alles, was ihr mir schreibt, auch wenn ich nicht immer ganz ausführlich antworten kann. Wisst ihr Bescheid. ❤️ Wenn ihr nach dem Lesen noch 5 Sekunden Zeit habt: Stellt euch kurz vor, wie sehr ich mich über einen Kommentar freue. Wenn ihr mögt, lasst mir gern auch einen Wunsch für einen der nächsten Mini-Näh-Tipps da. Und dann stellt euch vor, dass ihr damit mal ganz locker meinen Sonntag gerettet hättet! ;) #nähen #sewing #sewinghack #sewingtime #sewsimple #machseinfach #nähenmachtglücklich #howto #diyfashion #diyblog #nähblog #sewcialistsofinstagram

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Konkaver Saum: Kurve nähen bei einem nach innen gerundeten Saum

Nähe die Naht langsam und mit kurzer Stichlänge, z. B. 1,2 - 1,6 mm.

Kurven nähen

Anschließend schneidest du mit einer sehr scharfen Schere kleine Kerben  in den konkaven Saum. Schneide bis 3 - 4 mm vor der Naht - achte aber darauf, die Naht selbst nicht zu verletzen.


Bügele die Nahtzugabe auseinander. Nun kannst du den Stoff wenden.


Kante gut bügeln (natürlich nicht auf der Schneidematte!) :) und auf Wunsch knappkantig absteppen.


Konvexer Saum: Kurve nähen bei einem nach außen gerundeten Saum

Auch hier ist es wichtig, mit einer kurzen Stichlänge, z. B. 1,2 - 1,6 mm zu arbeiten.

Schneide auch beim nach außen gewölbten Saum die Nahtzugabe in kurzen Abständen ein.

Damit stellst du sicher, dass sich die Nahtzugabe später gut anlegt. Achte aber auch in diesem Fall darauf, die Kerben innerhalb der Nahtzugaben zu setzen, schneide nicht durch die Naht.

Warum ist das Einkerben der Nahtzugabe eigentlich so wichtig?

Durch die Rundung entsteht eine Mehrweite, die ja beim Wenden nach innen geschlagen wird. Viel Weite muss also auf kleinerem Raum Platz finden.

Die Kerben gewährleisten, dass das gelingen kann. Nach dem Wenden liegen die Schnittkanten der kleinen Kerben dicht an dicht nach innen.

Das Ergebnis ist eine schöne flache Naht.


Bügele die Nahtzugaben auseinander und wende den Stoff.


Rundungen bügeln: So geht's

Ich zeige dir die Technik am Beispiel eines runden Beutels.

Vor dem Wenden oder Verstürzen des Stoffes solltest du die Nahtzugabe immer einkürzen.

Für Eilige eignet sich statt des Einkerbens auch gut die Zackenschere.

Kurven nähen

So sollte es dann aussehen:

Kurven nähen

Jetzt kannst du den Stoff verstürzen, also auf die rechte Seite umwenden.

Als nächstes brauchst du einen Holzlöffel mit langem Stiel und dein Bügeleisen.

Gib dem Stoff einen ordentlichen Dampfstoß ohne dass die Sohle des Bügeleisens Kontakt mit dem Stoff hat.

Kurven nähen

Jetzt brauchst du den Holzlöffel.

Kurven nähen

Führe den Löffelstiel durch die Wendeöffnung.

Presse ihn mit gleichmäßigem Druck gegen die durch dem Dampf geschmeidig gewordene Naht.

Auf dem Bild kannst du gut erkennen, dass die eine Beutelseite bereits schön ausgeformt ist:

Kurven nähen
Kurven nähen

Bügle dann die sauber im Bruch liegende Naht.

Kurven nähen

Wiederhole diese Arbeitsschritte auch beim Futter.

Das ist wichtig, weil das Futter die Rundung von innen stabilisiert und auch mitformt.

Kurven nähen
Kurven nähen

Schiebe das Futter in den Beutel.

Jetzt solltest du noch einmal mit dem Holzlöffel die Naht des Futters in die Naht des Außenbeutels pressen. 

Das hilft dabei, die schöne runde Form zu stabilisieren.

Kurven nähen

Perfekt! :)

Kurven nähen

Du möchtest einen runden Saum mit der Overlock nähen? In meinem Beitrag Tipps & Tricks zum Nähen mit der Overlock zeige ich dir, wie das funktioniert.

Happy simple sewing,

deine Sabine

Kurven nähen

Häufige Fragen

Mit welcher Stichläng näht man Kurven und Rundungen?

Eine kurze Stichlänge von 1,2 - 1,6 mm hat sich bewährt.

Können auch Anfänger Kurven nähen?

Auf jeden Fall! Mit ein bisschen Übung und den richtigen Tipps gelingen auch Anfänger schöne runde Nähte.

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