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Mit French Terry nähen: So geht es richtig

06.01.2018 von Sabine Schmidt

Mit French Terry nähen: So geht es richtig

Mit French Terry nähen: In diesem Beitrag erfährst du, was du beachten solltest, wenn du mit dem so genannten Sommersweat nähen möchtest.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In diesem Beitrag erfährst du, was French Terry ist
  • Wir sprechen über die Besonderheiten dieser Stoffart
  • Du bekommst Tipps zur Verarbeitung von French Terry

Spätestens seit unserem süßen Kindershirt Luv kennst du French Terry  - zumindest vom Hinschauen:

Und ich muss sagen - seit ich einmal angefangen habe, damit zu arbeiten, möchte ich gar nichts anderes mehr nähen. Unglaublich, wie toll und einfach das geht. Und die Ergebnisse sprechen für sich, finde ich.

Um meine Leidenschaft für French Terry mit dir zu teilen, habe ich alles Wichtige darüber in diesem Blog-Beitrag für dich zusammengestellt.

Lesetipp: Sweatjacke nähen

Was ist French Terry?

French Terry ist eine Jersey-Art und wird auch manchmall Sommersweat genannt. Es handelt sich um ein Baumwollgewebe mit Elasthan - wobei der Stretch-Anteil meist unter 10% liegt.

Der so genannte Sommer-Sweat hat einen schweren Fall und ist quer-elastisch, geht aber durch die Strick-Struktur längs etwas mit. In vielen Fällen ist er in einer Stoffbreite von 150 cm erhältlich.

Verglichen mit Jersey rollen sich die Stoffkanten nur wenig auf, was es zu einem perfekten Material für Näh-Anfänger macht, die sich ihre eigene Kleidung schneidern möchten.

Mit French Terry nähen

Viele Einsteiger (und auch einige Profis, wie ich inzwischen gelernt habe) meiden das Nähen mit Jersey, weil er eine gewisse Herausforderung darstellt (wie man diese Hürde nimmt, erfährst du in unserem großen Blog-Beitrag zu Jersey und auch in der Material-Kunde dazu) .

Für alle Jersey-Vermeider bietet sich French Terry an. Er lässt sich gut verarbeiten, wellt sich nicht beim Nähen und die gerollten Schnittkanten bringen einen auch nicht zur Verzweiflung.

So sehen die Schnittkanten aus - je nach Stoff rollt sich nur die äußere Kante ein wenig ein. Anders als bei vielen anderen Jerseys:

Mit French Terry nähen

Was ist das Besondere an French Terry?

Typisch für French Terry ist die Schlaufenstruktur auf der Stoff-Rückseite. Sie sorgt dafür, dass der Stoff trotz seiner Feinheit sowohl für Sommer- als auch für Winterkleidung sehr gut geeignet ist:

Zwischen den Schlaufen bilden sich kleine "Polster" aus Luft, die gegen gut isolieren.

Durch den hohen Baumwoll-Anteil wird Feuchtigkeit gut aufgenommen. Der Stretch-Anteil sorgt dafür, dass French Terry schön "mitgeht".

So sieht French Terry aus:

Mit French Terry nähen

Du erkennt auf dem Bild gut die Schlaufen-Struktur auf der Stoff-Rückseite. Interessant ist auch, dass die schlaufige Rückseite manchmal einen etwas anderen Farbton aufweist als die Vorderseite.

Beim Panda-French siehst du gut: Die glatte Vorderseite zeigt eine Strick-Struktur, die der von Jersey ähnelt.

Mit French Terry nähen

Was kann man mit French Terry nähen?

Seine oben beschriebenen Eigenschaften machen French Terry zu einem idealen Material für Oberbekleidung - egal ob Shirt, Cardigan oder Pulli: French Terry hält schön warm, wirkt aber wegen seines hohen Baumwollanteils trotzdem Temperatur ausgleichend. Ganz klassisch wird French Terry aber auch zum Sweater nähen verwendet.

Wo Jersey manchmal aufträgt, verhält sich French Terry sehr viel figurfreundlicher. :) Das wirklich Geniale ist, dass es ihn auch in vielen Farben und Designs für Erwachsene gibt.

Mit French Terry nähen

Eine ganz tolle Näh-Idee für French Terry sind Pullis, Shirts und: Hoodies.

Zum Beispiel unser cooler Hoodie Pepper mit Unterteilungen!

 

Wie fühlt sich French Terry an?

Verglichen mit echtem Sweat-Stoff fühlt sich French Terry feiner und leichter an. Vergleicht man French Terry mit Jersey, stellt man fest, dass French stabiler und fester gewirkt ist.

Um die drei Stoffarten unterscheiden zu können, braucht man eigentlich nur die Rückseiten anschauen:

Links die feine Schlingen-Struktur vom French Terry, der goldgelbe Sweat-Stoff in der Mitte hat eine flauschige, aufgeraute Rückseite, und der grau-melierte Jersey rechts im Bild weist eine typische Jersey-Struktur auf.

Mit French Terry nähen
Mit French Terry nähen

 

French Terry nähen - worauf muss man achten?

Das Coolste ist, dass man mit French Terry gar nicht viel verkehrt machen kann! Bei den meisten Frenchs genügt es, eine Stretch- oder Jersey-Nadel zu verwenden.

Nähfuß-Druck, Obertransport - all die Dinge, an die man bei Jersey denken muss, fielen bei meinen Versuchen mit French Terry weg. Ausprobiert habe ich das Nähen auf meiner Janome und auf der altbekannten Brother. Beides hat ohne weiteres klasse funktioniert!

Mit French Terry nähen

 

Welche Nadel für French Terry?

Ideal für das Nähen mit Sommersweat sind Jersey- oder Stretch-Nadeln, weil sie durch die Löcher im Gewebe gleiten.

Sie haben eine leicht gerundete Spitze, die die Wirkstruktur des Gewebes nicht schädigt.

Zum Absteppen des Saumes verwende ich total gerne ein breite (4mm) Zwillingsnadel:

Mit French Terry nähen - welche Stichlänge?

Ich empfehle eine Stichlänge von 2,5 bis 3.5 wobei man möglichst einen elastischen Stich wählen sollte, damit die Nähte später nicht reißen.

Übrigens: Auch mit der Overlock lässt sich French Terry super verarbeiten!

French Terry besticken

Eine sehr coole Sache ist, dass sich der Stoff wegen seiner gleichmäßigen Oberfläche sehr gut besticken, beplotten oder bedrucken lässt. Wow, kann ich nur sagen!

Der Stoff an sich ist schön stabil. Um zusätzliche Sicherheit zu haben, dass die Stiche zum Beispiel beim Sticken nicht einsinken, legst du einfach Avalon oder Soluvlies unter. Das wäscht sich bei der ersten Wäsche rückstandsfrei raus und zurück bleibt nur ein einmalig schönes Stickbild.

Übrigens auch sehr empfehlenswert für hübsche Applis aus Jersey-Resten, die einfach mit einem Freihandstich aufgenäht werden!

 Wo kann man French Terry bestellen?

Meine French Terrys habe ich allesamt bei Stoffe Hemmers ergattert.

Happy simple sewing,

deine Sabine

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