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Nähen lernen: 10 Tipps für Nähanfänger

Von Sabine
Nähen lernen

Nähen lernen ist wirklich nicht schwer! In diesem Beitrag erfährst du, wie der Start ins Näh-Glück gelingt. So kannst du demnächst die tollsten Projekte ganz einfach selber nähen.


Nähen lernen: 10 unverzichtbare Tipps für Näh-Einsteiger

Tipps für Nähanfänger

Vielleicht hast du schon lange den Plan, mit dem Nähen anzufangen. Hast dich aber noch nicht so richtig getraut. Mit diesem Beitrag möchte ich dir Mut machen, deine Näh-Pläne in die Tat umzusetzen.

Mit Nähen anfangen – das braucht am Anfang ein bisschen Überwindung. Dabei ist es ganz leicht – immerhin ist es ein Abenteuer, das kreatives Arbeiten, Glück, Entspannung und Zufriedenheit im Gepäck hat.

Ich möchte dir ein paar Tipps an die Hand geben, die dir den Start ins Näh-Glück erleichtern können. Bevor es losgeht: Wir haben ein riesiges Näh-Lexikon, in dem quasi alle Begriffe erklärt werden – schau es dir bitte mal an!

Trau dich, einfach lozulegen. Es lohnt sich!


Jede Menge Tipps, Anleitungen und Tricks findest du auch in unserer Näh-Bibel für Näh-Einsteiger.

Einfach runterladen und los-nähen! 😉

Nähen lernen



Nähen lernen: 10 Tipps für Nähanfänger


Nutze ein Näh-Netzwerk

Eigne dir Näh-Wissen an, indem du dich mit Näh-Profis unterhältst. Das kann beim Stoffe-Shoppen im Näh-Laden sein. Oder im Nähmaschinen-Fachhandel. Dort arbeiten Menschen, die sich mit der Näh-Materie gut auskennen und ihr Wissen sehr gern mit dir teilen.

Mach dir Notizen. Wissen, das nicht direkt angewendet ist, verschwindet schnell wieder. Mit den Notizen konservierst du deine neuen Näh-Erkenntnisse.

Erkundige dich, ob es in deiner Nähe ein nettes Näh-Cafe oder einen Handmade-Laden gibt. Das sind oft Treffpunkte, an denen du dich mit anderen Näh-Begeisterten austauschen kannst. Dabei kann man eine Menge toller Tipps bekommen – und viel lernen.

Natürlich ist auch das Internet eine geniale Quelle, um sich Infos und Fertigkeiten rund um das Thema Nähen anzueignen. Ob in Facebook-Gruppen, auf Blogs oder bei YouTube – hier erfährst du, was immer du wissen willst (und noch ein bisschen mehr!).

Wer wirklich nähen lernen möchte – unkompliziert, mit Spaß und stressfrei – sollte sich unbedingt auf meinen Newsletter eintragen 🙂

Viele Tipps und Tricks zu einzelnen Näh-Themen habe ich hier für dich gesammelt.


Führe ein Näh-Tagebuch mit Fotos

Besorg dir ein hübsches, nicht zu kleines Notizbuch.

Ich habe mir dieses hier besorgt, das hat am hinteren Einband eine Falt-Lasche, in der ich Stoffproben, Zeichnungen, Zeitungssausschnitte, Fotos und Notizen aufbewahren kann. Das finde ich praktisch, weil ich sie dort immer wiederfinde! Außerdem finde ich, dass das Spitzenmuster gut zu meinem Hobby passt. 😉

Dieses Buch wird dein Näh-Journal, dein Näh-Tagebuch. Das Logbuch deines Näh-Abenteuers.

Notiere darin Näh-Ideen, Anleitungen, die gut funktioniert haben, Maße, Farb-Kombinationen, die du klasse findest und klebe Fotos und Zeitungsausschnitte ein.

Mach Zeichnungen von tollen Projekten, die du nähen willst.

So gehen dir nicht die Ideen aus und du hast bald einen reichhaltigen Fundus an Näh-Ideen, aus dem du schöpfen kannst.

Übrigens: Schreib unbedingt auch auf, wenn etwas nicht gelungen ist. Und auch, warum es schiefgegangen ist.

Daraus lernst du viel. Nähen lernen heißt auch, sich ständig weiterzuentwickeln.

Mach dir Vermerke zu Korrekturen und Verbesserungen. Dann hast du immer die benötigten Infos zur Hand, wenn du ein Projekt ein zweites oder drittes Mal nähen möchtest.

 


Nähmaschine kennenlernen

Lass dir unbedingt Zeit dafür, deine Nähmaschine richtig kennenzulernen. Gerade für den Näh-Beginn bedeutet das: Überfordere dich nicht. Und probiere alles aus.

Setz dir Ziele. Aber keine, die zu ehrgeizig sind. Du wirst nach und nach sicherer werden. Und dir immer anspruchsvollere Aufgaben suchen.

Richte es nach Möglichkeit so ein, dass du ein Gefühl des Scheiterns vermeidest, dich aber gleichzeitig auch nicht unterforderst.

An manchen Tagen ist es okay,  mal was ganz Einfaches zu zaubern, an anderen Tagen hat man Lust, beim Nähen etwas Neues auszuprobieren und sich auf einen kleine Challenge einzulassen. 🙂

Schiefgegangene Näh-Arbeiten sind übrigens gute Studien-Objekte, die sich meist noch als Probestück eignen. Zum Beispiel, um neue Stiche oder Nähtechniken zu üben.

Und lies unbedingt die Bedienungsanleitungen deines Zubehörs!

Klingt das öde?

Bedienungsanleitungen können spannend wie ein Krimi sein!

Vor allem, wenn sie dir Infos verraten, mit deren Hilfe du dein Näh-Equipment perfekt handhaben kannst. Egal, ob es sich um Ösen, Nähmaschinen, Rollschneider oder Bügelvlies handelt.

Gut informiert näht es sich gleich nochmal so gut – und die Fehlerquote sinkt spürbar!

 


Verzeih dir!

Ist es schlimm für dich, wenn ein Näh-Projekt misslingt?

Klar ist es das! Die investierte Zeit! Das Geld für’s Material! Alles umsonst!

Aber es hilft ja nichts. Wenn das Teil weiter herumliegt, erinnert es dich immer an dein vermeintliches Scheitern.

Und solche Gedanken wollen wir gar nicht erst aufkommen lassen.

Gescheitert wird nicht.

Es wird geschult. Das heißt: Jedes daneben gegangene Näh-Projekt hat eine Lektion für dich im Gepäck!

Und diese gilt es herauszufinden. Überlege, an welcher Stelle es gehapert hat. Ungenauer Zuschnitt? Nicht richtig abgesteckt? Schief gemessen? Stoff ungeeignet? Nicht gebügelt?

Es kann 1000 Gründe geben, warum etwas nicht so funktioniert, wie du es dir gedacht hast.

Finde den konkreten Grund. Schreib die Erfahrung in dein Näh-Tagebuch.

Dann schneide die brauchbaren Stoffstücke aus und lege sie liebevoll in deine Stoffreste-Kiste. Du kannst sie später für tolle Stoffreste-Projekte nutzen!

Verabschiede dich vom Lern-Objekt. Und wirf es in den Müll.

Mach dir klar, was du draus gelernt hast.

Was war das Gute an dieser Erfahrung?

Vergeudet sind Zeit und Geld nur, wenn man nichts daraus lernt.

Also verzeih dir.

Dann bist du frei für das nächste wundervolle Näh-Projekt!

Nähen lernen ist ein Marathon, kein Sprint! 😉

 


Kultiviere deinen eigenen Stil!

Schau dich in Handmade-Läden, in Zeitschriften, im Stoffladen und im Internet um. Besonders Pinterest ist eine hervorragende Inspirations-Quelle.

Dadurch lernst du deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse kennen.

Entwickele ein Gespür dafür, was dir gefällt. Und kreiere daraus deinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Diesen Stil wirst du mit der Zeit immer weiter entwickeln.

Es macht keinen Spaß, so zu nähen, wie alle anderen.

Sei mutig. Sei verrückt. Wecke die Entdeckerin in dir!

Nähen ist ein Hobby, bei dem du alles genau nach deinen Ideen gestalten kannst.

Und genau das macht den eigentlichen Zauber des Nähens aus.

Denn wer nähen lernen möchte, lernt sich auch ein bisschen besser selbst kennen 🙂

 


Nähen lernen

 


Das richtige Nähzubehör (wichtig!)

Ein an deinen Bedarf angepasstes Sortiment an Näh-Zubehör ist absolut notwendig – und keineswegs ein Luxus. Wichtig ist, nicht einfach drauflos zu kaufen, sondern sich zu informieren.

In diesem Beitrag habe die die Top Ten des besten Näh-Zubehörs für dich zusammengestellt. Sie sind nicht nur die Lieblings-Helfer, die ich persönlich empfehlen kann, sondern auch bei Amazon die absoluten Bestseller.

Es kann helfen, Bewertungen genau zu lesen, um herauszufinden, ob ein bestimmtes Zubehör den Weg in dein persönliches Nähkästchen finden sollte. Nähen lernen heißt auch, gutes Zubehör von schlechtem Näh-Zubehör unterscheiden zu können und zu wissen, welche Helfer man wirklich braucht.

 


Lass dich von deiner Lust leiten!

Das klingt schon ein bisschen frivol, zugegeben. Aber es trifft den Kern der Sache.

Nähen macht Spaß. Es macht glücklich, kreativ zu sein.

Und kreativ ist man nur, wenn man seinem Entdeckerdrang, seiner Näh-Lust folgt.

Auftragsarbeiten (s. u.) killen die Kreativität und bringen dich dazu, deine Nähmaschine (mitsamt den unerledigten Auftragsarbeiten) einzumotten.

Und das will ja keiner, oder?



Welche Stoffe eignen sich für Nähanfänger?

Gerade am Beginn deiner Näh-Karriere müssen es nicht unbedingt die teuersten Stoffe sein, die du vernähst. Die Fehlerquote ist am Anfang noch relativ hoch. Und je teurer der Stoff war, desto schwerer fällt es dir, dich von misslungenen Näh-Projekten zu verabschieden.

Aber genau dieser Abschied ist wichtig. Mach dir klar, was schief gelaufen ist, bedank dich gedanklich bei deinem Projekt und dann leg es liebevoll – in den Mülleimer.

Nur so machst du dich frei für neue Projekte – und aufregende neue Lernerfahrungen!

Stoffe von Tedox, Roller oder Ikea sind absolut ausreichend, um erste Näh-Projekte zu realisieren. Sie sind auch später für viele Näharbeiten eine super Lösung.

Noch günstiger ist es, mit Hilfe von Upcycling nicht nur etwas für deine Näh-Skills zu tun sondern auch für die Umwelt!

Taschen aus Jeans, Cord & Co sehen super cool aus – und sind ein sehr persönliches Geschenk für jemanden, den du wirklich gern hast.

Wenn du Kleidung aus Jersey nähen möchtest, habe ich hier eine Check-Liste für dich. Darauf sind alle Punkte vermerkt, auf die man beim Vernähen von Jersey achten sollte, um schöne Näh-Ergebnisse zu bekommen.

Die Liste kannst du dir ausdrucken und gut sichtbar über deinen Nähtisch hängen. Dann kann gar nichts schiefgehen! 🙂

Am Anfang deiner Näh-Karriere hast du sicher noch keine so große Stoffauswahl am Start. Für kleinere Projekte wie Taschen und Täschchen, Topflappen oder Applikationen sind Stoffpakete super! Da bekommt man direkt einen ganzen Schwung unterschiedlicher Muster, mit denen man kombinieren kann. So sehen Stoffpakete aus.

Manche sind kunterbunt zusammengewürfelt, andere wieder sind in unterschiedlichen Nuancen einer Farbfamilie zusammengestellt:

Zum Nähen lernen finde ich diese Stoffabschnitte ideal. Du kannst sie klasse mit einfarbigen Stoffen kombinieren. Und es macht Spaß, mit Farben und Kombis experimentieren zu können. Gleichzeitig schult das dein Gefühl dafür, was dir persönlich gefällt – und was nicht.


Lass dich nicht einspannen!

Auch wenn Freunde und Familie sich freuen, wenn da plötzlich jemand ist, der für lau Hosen kürzen und Gardinen umnähen kann: Wenn du keine Lust auf solche Jobs hast, solltest du das deinen Lieben direkt sagen.

Sonst kommst du blitzschnell zu nichts anderem mehr.

 


Auf zu neuen Ufern!

Auch wenn es verlockend ist, immer nur das zu nähen, was du schon kannst, solltest du gelegentlich dein sicheres Terrain verlassen.

Genieße es, Fehler zu machen.

Fehler sind einfach nur in Schleifpapier verpackte Geschenke.

Trau dich, Neues zu lernen. Das ist gut für dein Selbstbewusstsein.

Und es fühlt sich einfach so wahnsinnig toll an, eine neue Hürde zu meistern!

 


Magst du meine Tipps für Näh-Anfänger, um nähen zu lernen?

Lasse mir gerne einen Kommentar da 🙂

Happy simple sewing,

deine Sabine

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6 Kommentare

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6 Kommentare

Emma Huber 10. April 2019 - 10:35

Ich habe schon einen Nähkurs gebucht. Deine Zeilen machen richtig Lust aufs erste Projekt.
Lg Emma

Antworten
Sabine 10. April 2019 - 18:50

Wie cool! Dann viel Spaß beim Näh-Start, liebe Emma! 🙂

Antworten
Susanne 29. Juli 2019 - 12:10

Vielen Dank für diesen schönen Text!

Antworten
Sabine 29. Juli 2019 - 16:23

Immer wieder gerne, Susanne 🙂

Antworten
Anita 27. Oktober 2019 - 21:11

Hallo Sabine, habe erst begonnen. Habe Dich abonniert. Habe Probleme beim eingefassten Reißverschluss, Knubbelbindung und Loch nach dem wenden😆, werde üben!! Dankeschön fürs begleiten meiner ersten Schritte

Antworten
Sabine 28. Oktober 2019 - 5:01

Hallo Anita,
toll, dass du mich in den Weiten des Internets entdeckt hast!
Ich glaube, über die Sache mit dem Reißverschluss sind wir alle schon mal gestolpert.
Kennst du schon meine 10 Tipps für die perfekte Kosmetiktasche?
Und den Beitrag, wie man die Stelle neben dem RV näht? 🙂
Liebe Grüße, Sabine

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