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Die schlimmsten Näh-Fehler (und wie du sie vermeidest)

Von Sabine
Näh-Probleme lösen

In einem sind wir uns ganz sicher einig:  Nähen ist das tollste Hobby der Welt. Solange man es schafft, die schlimmsten Näh-Fehler zu vermeiden. Ich helfe dir, Näh-Probleme aller Art zu lösen. Ganz ohne Stress.


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Nähfehler: Die schlimmsten Fauxpas vermeiden

Für manche Sache braucht man einfach ein bisschen Übung. Vor allem, wenn es darum geht, Näh-Problemen cool und gelassen zu begegnen – und nicht gleich das misslungene Näh-Projekt in die nächste Ecke (und die Nähmaschine aus dem Fenster) zu pfeffern.

Mit den Jahren macht man vielleicht nicht mehr unbedingt jeden Näh-Anfänger-Fehler.

Dafür macht man andere…

Mit diesem Beitrag möchte ich dir helfen, die schlimmsten Näh-Fehler und -Pannen zu vermeiden.

Damit dein Lieblingshobby dir noch mehr Spaß macht (und dich noch weniger Nerven kostet)!



  • Vorab: Ein altes Näh-Sprichwort sagt: Näh-Probleme werden immer in entgegengesetzter Richtung gelöst.

Also: Wenn der Faden UNTER dem Stoff Schlaufen wirft, solltest du erstmal nachsehen, ob der OBERFADEN richtig eingespannt ist. 🙂

 

Die Vlieseinlage klebt am Bügeleisen

Lösung:  Ich weiß nicht, wie oft mir das schon passiert ist. Vor dem Bügeln nochmal überprüfen, ob die Kunststoffnoppen der Vlieseinlage (bzwl. die glänzende Seite) auch wirklich zur Rückseite des Stoffs zeigen. Zur Sicherheit hilft: Geschirrtuch zwischen Vlies und Bügeleisen legen.

Übrigens: Wenn es nun schon passiert ist, gibt es unterschiedliche Methoden, das ruinierte Bügeleisen zu retten. Je nach Beschaffenheit des Bügeleisens kannst folgende Hausmittel ausprobieren:

  • Backofenspray auf die heiße (!) Bügelfläche sprühen, einwirken lassen und bei Bedarf wiederholen
  • Chromreiniger
  • Nagellackentferner (mit Aceton)
  • Ceranfeld-Reiniger
  • Essig-Essenz
  • Gesichtswasser
  • warme Bügeleisensohle mit einer Paracetamol-Tablette abreiben

Von Prym gibt es einen speziellen Reinigungsstift für Bügeleisen-Sohlen. Habe ich allerdings noch nicht getestet.

Übrigens habe ich HIER eine kleine Anleitung, mit der du dir ein praktisches Mini-Bügelbrett selber bauen kannst!

 


Die Nähmaschine wird immer lauter

Lösung: Wann hast du die Nähmaschine zum letzten mal gereinigt? Während du nähst sammeln sich Staub und Flusen unter der Stichplatte, im Bereich der Unterspule und auch im Innenraum deiner Nähmaschine.

Immer mal zwischendurch die Stichplatte runternehmen und die Maschine mit dem Staubsauger reinigen.

Ganz toll hilft dabei ein Borstenpinsel. Damit kommst du auch an Stellen, für die der kleine, bei dein meisten Maschinen mitgelieferte Pinsel zu kurz ist.

 


Die Nähmaschine näht einfach nicht

Lösung Nr. 1: Hat sich der Faden im Fadengeber oder im Greifer verheddert? Neu einfädeln.

Lösung Nr. 2: Ist der Stecker in der Steckdose?

Lösung Nr. 3: Ist das Nähfüßchen unten?

Lösung Nr. 4: Ist die Maschine auf Umspulen eingestellt?

 


Das Stoffdesign ist falsch herum

Lösung: Oder das Schnittmusster, je nach Sichtweise. Die größtmögliche Sicherheit hast du, wenn du deine Schnitt-Teile im Stoffbruch zuschneidest und alle Teile mit einem Textilmarker kennzeichnest. Besonders bei Baby- und Kinderkleidung näht man sonst gern schon mal Schrittnaht und Hosenbein zusammen. Ich spreche aus Erfahrung. 😉


 

Der Double gauze-Stoff lässt sich auf der Nähmaschine nur schwer verarbeiten

Lösung: Versuch mal, die Kanten vor der Verarbeitung mit Sprühstärke vorzubehandeln, ordentlich zu bügeln und dann mit der Overlock (erfahre alles über Overlock und Coverlock im Vergleich) zu versäubern. Ggf. kannst du auch einen Obertransport-Fuß einsetzen.

Diesen Trick kannst du auch bei anderen schwierig zu verarbeitenden Stoffen einsetzen.

Möchtest du mehr über Double gauze und Musselin wissen?

die schlimmsten Näh-Fehler


Der Jersey-Stoff wellt sich an der Naht

Lösung Nr. 1: Auf keinen Fall beim Nähen am Stoff ziehen! Die Maschine schafft den Transport ganz allein. 😉

Lösung Nr. 2: Ist der Nähfuß-Druck zu hoch eingestellt?

Manchmal ist es auch eine Kombi aus beidem.

Lösung Nr. 3: Nähst du mit einer Stretch- oder Jersey-Nadel?

Eine Erste-Hilfe-Checkliste zum Ausdrucken mit noch mehr Tipps findest du im Beitrag Hilfe, mein Jersey wellt sich!

 


Reißverschluss vergessen zu öffnen

Lösung: An die Wendeöffnung hast du bei deiner neuen Kosmetiktasche (zum Beispiel die hübsche Kosmetiktasche Alsterprinzessin) noch gedacht, beim Reißverschluss hat’s aber nicht so gut geklappt?

Rettung in der Not: Versuch mal, durch das Futter hindurch den Reißverschluss von unten ein winziges Stück zu öffnen.

Das geht, indem du den Schlitten (so heißt das Teil nämlich, das oft als Reißverschluss-Schieber bezeichnet wird) von unten mit dem Fingernagel greifst. Den Rest kannst du dann durch den Stoff hindurch öffnen.

Falls gar nichts anderes hilft: Naht ein Stückchen auftrennen und den RV öffnen. 🙂Nähprobleme lösen


Applikation durch Vorder- und Rückseite festgenäht

Lösung: Versuch mal, den Nähtisch deiner Nähmaschine abzunehmen. Dann kannst du z. b. das T-Shirt ganz locker über den Freiarm schieben und die Rückseite ist außer Gefahr.

Schon gewusst? Es gibt übrigens auch die Möglichkeit, Applikationen ohne Nähen aufzubringen.


Mit dem Nahttrenner Löcher in den Stoff geschnitten

Lösung Nr. 1: Ist dein Nahttrenner evtl. stumpf?

Dann brauchst du nämlich zuviel Kraft beim Auftrennen der Nähte. Durch den Druck passiert es dann leicht, dass du abrutschst und Löcher in den benachbarten Stoff schneidest. Lieber den alten Nahttrenner durch einen scharfen ersetzen.

Lösung Nr. 2: Bevor du den Nahttrenner in der Naht selbst (also zwischen den beiden Stoffteilen), versuch mal, die Naht von außen an ein paar Stellen zu öffnen.

Mein Tipp zum Nahttrenner: Bei mir ist der mit den Gumminoppen immer in Einsatz – das klingt jetzt merkwürdiger als es ist – , weil ich damit direkt die Fadenreste aus dem Stoff rubbeln kann.


Den Nahttrenner richtig benutzen

Dann kannst du den Nahttrenner zwischen den beiden Stoffteilen besser ansetzen. Achte darauf, dass die Nahtzugaben dabei zur Seite gefaltet sind.

Das kannst du auf dem Bild unten gut erkennen. Den Stoff beim Auftrennen unbedingt spannen oder mit der Dritten Hand (schau dir gerne auch mal meinen Beitrag Näh-Tipps total an) arbeiten.

Den Nahttrenner richtig genutzen


Der Faden reißt beim Einfädeln der Nähmaschine

Lösung: Ist evtl. der Nähfuß beim Einfäden unten? Nähfuß heben, neu einfädeln.

 


Der Faden reißt beim Nähen

Lösung: Sind womöglich Ober- und Unterfaden von unterschiedlicher Qualität?

Ober- und Unterfaden sollten möglichst von der gleichen Garnrolle stammen. Sowohl bei meiner Janome (hier kannst du meinen ausführlichen Janome-Testbericht über das Mega-Teil lesen) als auch beider Brother funktioniert übrigens das Gütermann Allesnäher am besten.

Es eignet sich praktisch für alle Näh-Projekte, ist reißfest und macht schöne Nähte.

 


Beim Nähen von Kleidung Vorder- oder Rückenteil zweimal zugeschnitten

Lösung: Schnittmuster an das zugeschnittene Teil geheftet lassen. Dann steht es für Fehler dieser Art nicht mehr zur Verfügung. 😉

 


Dein automatischer Fadenabschneider funktioniert nicht richtig

Lösung: Könnte es sein, dass du das Nähstück nicht nach hinten unter dem Nähfuß rausgezogen hast?

Dann funktioniert bei manchen Maschinen der Fadenabschneider nicht. Hat mir mein Näh-Füsterer verraten…

 


Du hast über einen Metallreißverschluss genäht

Lösung: Schnell die Nadel austauschen. Wenn sie schief ist oder einen Grat hat, ruiniert sie möglicherweise das nächste Nähprojekt.

 


Die schlimmsten Näh-Fehler


 

Beim Quilten bilden sich Wellen im Stoff

Lösung Nr. 1: Der Untertransport deiner Nähmaschine ist vielleicht mit den vielen Stoffschichten überfordert. Versuch mal, beim Quilten einen Obertransport-Fuß zu benutzen.

Mein Tipp: Er eignet sich auch zum Verarbeiten von Jersey, Seide, Viskose oder anderen schwierigen Stoffen.

Lösung Nr. 2: Es kann helfen, wenn du alle Schichten deiner Patchwork-Arbeit gut mit Fixierspray zusammenheftest. Alternativ funktioniert es auch, wenn du alle Lagen mit groben Heftstichen kreuz und quer miteinander verbindest.

Mein Lieblings-Fixierspray ist das hier. Weil es bisher das einzige ist, bei meine Nähmaschiennadel nicht verklebt. Von Odif bin ich seit meiner Beschichtungs-Odyssee ja eh angetan.



 

Die Nähteile verrutschen beim Nähen

Lösung: Wenn du keine Lust zum Pinnen mit Stecknadeln hast, versuch mal Stoff Clips – oder einen ordentlichen Sprühstoß Fixierspray.



 

Die Nahtzugaben lassen sich nicht so gut auseinander bügeln

Lösung: Versuch doch mal, den Stoff über einen Holzlöffelstiel oder ein Nudelholz zu spannen. Dann kannst zu mit dem Bügeleisen problemlos die Naht aufbügeln.

 


Die Applikation ist verkehrt herum

Lösung: Wenn du gern applizierst, kennst du das sicher, dass du manchmal “spiegelverkehrt” denken musst. Wenn du das vergisst, passieren herrlich blöde Sachen…

Also: Nochmal kurz überlegen, bevor man die Applikation aufnäht. 😉

 


Mit der Overlock Löcher in den Stoff genäht

Lösung: Um das zu vermeiden hilft es, die Schnitt-Teile gut fünf Zentimeter von der Schnittkante entfern mit langen Stecknadeln zusammenzuheften, damit sich kein Zipfel Stoff in den Bereich des Overlock-Messers schmuggeln kann, der dort nicht hingehört.

Ganz wichtig dabei ist, dass die Stecknadeln einen ordentlichen Abstand zum Nähfuß und damit zum Messer haben!

 


Die schlimmsten Näh-Fehler


Das Messer der Overlock-Maschine schneidet nicht mehr richtig ab

Lösung: Hast du evtl. über eine Stecknadel genäht? Auch Reißverschlüsse tun dem Schliff des Messers einfach nicht gut. Kann ja mal passieren… 😉

Da bleibt dir nichts übrig als das Messer austauschen zu lassen.


 

Die angegebenen Maße des Schnittmusters passen nicht zum fertigen Nähprojekt

Lösung: Hast du vielleicht das Schnittmuster zu klein ausgedruckt? Achte auf die Kontrollkästchen: Schnittmuster auf 100% ausdrucken, nicht auf angepasste Seitengröße!

 


Das fertige Teil ist zu klein

Lösung: Du hast das Schnittmuster auf 100% Seitengröße ausgedruckt, trotzdem is das Teil zu klein?

War die Nahtzugabe im Schnittmuster enthalten oder musstest du sie hinzufügen?

Klär das am besten, bevor du mit dem Zuschnitt loslegst.


 

Deine Nähmaschine macht auf der Unterseite des Stoffs Fadensalat

Lösung: Ist die Unterspule ist nicht mit einem Klick im Spulenkorb eingerastet oder sitzt insgesamt nicht richtig drin? Rausnehmen, neu reinsetzen, auf den kleinen Klick beim Einrasten achten.

 


Der Rollschneider schneidet nicht richtig

Lösung: Möglicherweise bist du mit der Klinge über eine Stecknadel oder ins Lineal gefahren.

Am besten sofort die Klinge tauschen. Sonst ribbeln sich gerne einzelne Fäden ein, wenn du am Stoff ziehst und das ganze Gewebe wellt sich unschön.

 


Die schlimmsten Näh-Fehler


Ärger mit wulstigen Nähten

Lösung: Schneide nach Fertigstellung deines Nähprojekts die Nahtzugaben zurück. Vor allem an den Ecken solltest du diagonal bis 2 mm vor der Naht die Nahtzugabe einkürzen. Dann lassen sich die Ecken viel besser ausformen und stehen nicht unter Spannung.

Bei einfachen, unverstärkten Stoffen kannst du alternativ auch die Nahtzugabe mit Dampf auseinander bügeln. Dabei hilft zum Beispiel ein Nudelholz (siehe Beitrag zu den ungewöhnlichsten Nähzutaten).

Kennst du schon meinen Beitrag Über dicke Stellen nähen?


Die Nähmaschine lässt Stiche aus

Ärgerlich. Besonders, wenn du Steppnähte machen willst.

Lösung Nr. 1: Hier kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Es ist möglich, dass du die Maschine länger nicht gereinigt hast. Nimm die Stichplatte ab und befrei die Nähmaschine von allen Flusen, die sich mit der Zeit im Innenraum ablagern.

Kennst du meinen Beitrag Nähmaschine reinigen und ölen?

Lösung Nr. 2: Deine Nadel ist vielleicht stumpf – oder sie hat eine Macke. Die kann zum Beispiel daher kommen, dass du versehentlich über einen Metallreißverschluss (sowas würdest du sicher NIE absichtlich machen! 😉 ) – genäht hast. Also: Nadel austauschen.

Lösung Nr. 3: Die Nähmaschinen-Nadel (ich empfehle immer die von Schmetz – die sind unheimlich scharf und lange haltbar!) ist nicht komplett in die Führungsschiene geschoben. Das erkennst du daran, dass die Nadel auf die Stichplatte klickt. Schraube lockern, Nadel richtig in die Führungsschiene schieben und Schraube festdrehen.Also: Nadel tiefer in die Schiene schieben und Schraube gut festdrehen.

Lösung Nr. 4: Die Nadel ist evtl. (zum Beispiel vom Reißverschluss, über den du ja nicht drübergenäht hast) (oder weil du ungeduldig warst und am Nähgut gezogen hast, bevor du den Faden abschneiden konntest) leicht verbogen. Also: Nadel austauschen.

 


Der Faden reißt beim Nähen

Das kann daran liegen, dass du ein zu dickes Garn mit einer zu dünnen Nadel nähen willst.

Lösung: Probier mal, ob die Nadelstärke wirklich zum Garn passt. Das geht so:

Nadel auf den Faden auffädeln, Faden spannen und die Nadel hin und her gleiten lassen. Wenn das locker geht, ist die Nadelstärke richtig.

Kennst du meinen Beitrag Alles über Nähmaschinen-Nadeln?

 


Die schlimmsten Näh-Fehler



Der Stoff wellt/kräuselt sich beim Nähen

Lösung Nr. 1: Schau mal, ob du den Stofftransport deiner Nähmaschine wirklich arbeiten lässt – oder ob du vielleicht während des Nähens am Stoff ziehst oder ihn schiebst. Beides solltest du unterlassen.

Lösung Nr. 2: Ist die Nadel zu dick für den verarbeiteten Stoff? Probier mal eine andere Nadelstärke aus.

Lösung Nr. 3: Verarbeitest du einen sehr feinen, dünnen Stoff? Dann kann es sein, dass du den Stoff im Bereich der Naht durch eine Vlieseinlage stabilisieren musst. Alternativ kannst du auch versuchen, Backpapier oder ein Blatt Druckerpapier unterzulegen.

Lösung Nr. 4: Der Nähfußdruck ist nicht richtig eingestellt. Versuch mal, den Nähfußdruck zu verändern und schau, ob der Stoff dann gleichmäßiger transportiert wird.

Lösung Nr. 5: Ist evtl. die Oberfadenspannung zu hoch? Reguliere sie und schau, was passiert.

 


Das Stichbild ist ungleichmäßig

Lösung Nr. 1: Die Unterspule ist zu locker aufgewickelt. Der Faden wird dann ungleichmäßig abgewickelt. Neu aufspulen.

Lösung Nr. 2: Sind die Stiche evtl. zu kurz für das Material? Evtl. mal einen längeren Stich ausprobieren.

Lösung Nr. 3: Ist die Maschine länger nicht gereinigt worden? Dann aber mal los! 😉

 


Deine Nähte sind schief

Lösung: Kann es sein, dass du dich beim Nähen an der Nadel orientierst, nicht an der Stichplatte? Zur besseren Orientierung kannst du zum Beispiel den Freiarm deiner Nähmaschine mit Washi-Tape oder Gummibändern präparieren.

 


Deine Tunika aus Crinkle-Stoff ist zu eng

Lösung: Hast du den Stoff vorm Zuschnitt gebügelt? In meinem Beitrag Musselin | Das musst du wissen erfährst du mehr darüber.

 


Unsauberes Stichbild, Schlaufenbildung?

Lösung Nr. 1: Hier ist womöglich der Oberfaden nicht richtig einfädeln – merkst du daran, dass das Nahtbild chaotisch aussieht, der Unterfaden Schlaufen wirft. Also alles nochmal neu. Am besten auch den Unterfaden nochmal kontrollieren.

Lösung Nr. 2: Evtl. hast du bei deiner Nähmaschine die falsche Fadenspannung eingestellt. Die Fadenspannung des Unterfadens ist richtig, wenn sich der Faden ganz leicht abrollt, sobald man daran zieht.

Lösung Nr. 3: Ist die Maschine richtig eingefädelt?

 


Die schlimmsten Näh-Fehler


Der Faden bildet beim Nähen Schlaufen

Lösung: Vielleicht läuft der Oberfaden lan der Spannung vorbei. Das ist ein häufiges Problem bei älten Maschinen oder bei Industrie-Nähmaschinen. Das erkennst du ebenfalls an Schlaufbildung und unregelmäßigen Stichen. Neu einfädeln.

 


Die Nadel der Nähmaschine bricht ab

Lösung Nr. 1: Sitzt die Nadel richtig im Kolben?

Lösung Nr. 2: Hast du die Klemmschraube der Nadel richtig festgedreht?

Lösung Nr. 3: Hat die Nadel beim verwendeten Stichprogramm Kontakt mit dem Nähfuß? Nähfuß wechseln oder anderes Stichprogramm auswählen. Vorher unbedingt die Nadel in obere Position bringen. Auf keinen Fall das Programm ändern, während sich die Nadel im Stoff steckt.

Lösung Nr. 4: Ist der Stoff zu dick für die verwendete Nadel?

 


Soo viele Stoffreste – und keine Idee?

Lösung: Aus Stoffresten kannst du ganz wunderbar deinen eigenen neuen Stoff kreieren! Zum Beispiel mit der Pizzatechnik. Ganz klassisch und trotzdem richtig cool ist diese Methode zum Stoffreste-Nähen. Mit Anleitung und vielen Beispielen!


die schlimmsten Näh-Fehler


Du ärgerst dich über verdorbene Näh-Projekte

Lösung: Nach dem Motto “Wer nix macht, macht nix verkehrt”:

Jedes schiefgegangene Projekt ist eine Möglichkeit, etwas über das Nähen (und deine eigene Frustrations-Toleranz) zu lernen. Sieh das verdorbene Kosmetiktäschchen also als gute Lernerfahrung, mach einen Haken dran und wirf das Teil in die Tonne.

Wenn du es herumliegen lässt, vermittelt dir das verdorbene Projekt ein Gefühl des Scheiterns und blockiert dich.  Du ärgerst dich jedesmal auf’s Neue darüber. Und das ist schlecht für deine Kreativität! 😉

Du wirst sehen, sobald das Teil im Müll gelandet ist, durchströmt dich neue kreative Energie! Ergebnis: Du möchtest sofort ein neues tolle Näh-Projekt starten!

Also: Ab dafür. Es hat seinen Zweck erfüllt. 🙂


Happy simple sewing,

deine Sabine

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13 Kommentare

Andrea 13. März 2018 - 12:11

Danke für die Tipps! Ich nähe schon seit meiner Kindheit und meine Pfaff hat auch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel. Hab sehr oft Probleme mit “Frottier” auf der Unterseite. In Zukunft werde ich mehr auf die Fadenspannung und -führung achten und regelmäßig die Nadel wechseln!

Antworten
SewSimple 13. März 2018 - 18:24

🙂

Antworten
Petra 15. Mai 2018 - 12:47

Ich lese jetzt hier schon seit Stunden rum und komme von Höckchen auf Stöckchen. Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, was ich eigentlich hier wollte. *lach* Egal.

Bei deinem Bild mit dem Nahttrenner ist mir aufgefallen, dass das kleine Kügelchen am kurzen Ende oben ist. Dieses sollte aber zwischen den Stoffen liegen. Der Trenner gleitet so viel besser durch die zu trennende Naht und, das wichtigste, so schneidet man sich keine Löcher in den Stoff, der die scharfe Spitze liegt ja außerhalb der Naht und ist somit gut sichtbar.

Antworten
SewSimple 15. Mai 2018 - 19:00

Hallo Petra, erstmal vielen, vielen Dank für das tolle Kompliment!
Du hast bestimmt recht – es ist eine seltsame Angewohnheit: Ich bilde mir ein, genauer arbeiten zu können, wenn ich den Nahttrenner umdrehe.
Das nächste Mal, wenn ich ihn wieder verkehrt herum halte, werde ich mal an dich denken, versprochen! 🙂
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Mathilde 14. Oktober 2018 - 16:51

Hallo hallo,
Zur Reinigung des Bügeleisens braucht man nicht diese ganze Chemie, denn es geht super gut mit Kerzenwachs.
Kerzenwachs von einer Kerze abschneiden und in einem Küchentuch wickeln.
Mit dem Küchentuch (wo der Wachs drin ist) den Bügeleisen reinigen während er warm ist.
So mache ich es und es funktioniert einwandrei!!!

Antworten
SewSimple 14. Oktober 2018 - 18:50

Wow, das ist ja mal ein toller Tipp, Mathilde!
Das werde ich auf jeden Fall mal versuchen.
Ich hab nämlich gerade so ein Bügeleisen hier… 😉

Antworten
Anja 18. Oktober 2018 - 13:40

Hm, mir passiert das dauernd aber ich mache nicht so viel Aufwand… Ich habe immer ein altes Geschirrhandtuch beim Bügeln liegen… Ich bügel dann sofort ein paar mal fest auf dem Tuch hin und her und dann ist alles sofort weg. Liegt aber wahrscheinlich an meiner Sohle das es nicht so schnell haftet und verbrennt.

Antworten
Gabriele Otte 9. September 2019 - 22:13

Mein Tipp zum Reinigen von Bügeleisen kommt von meiner Nähfreundin Silke: bügele mit dem warmen Bügeleisen über ein Stück Alufolie. Klappt hervorragend!

Antworten
Sabine 10. September 2019 - 5:17

Danke für den Tipp, Gabriele, wird getestet! 🙂

Antworten
Marie 16. April 2019 - 0:16

Ich hatte das Problem, dass sich Unter- und Oberfaden bis zum Stillstand verheddert haben. Lösung war die falsche Form der Unterfadenspule – gerade oder gebogen.

Antworten
Sabine 16. April 2019 - 5:10

Guter Hinweis, Marie!

Antworten
Uta 15. Mai 2019 - 9:42

Hallo, ich habe ein Problem mit meiner Bernette Sew&Go8, also mein Stiche sind anders herum, ;(, ich meine, selbst wenn ich nur einen Geradestich mache ist die Naht, die eigentlich auf der “schönen” Seite zu sehen sein soll auf der anderen Seite. Ich hoffe es ist ein bisschen verständlich. Vielleicht kann es jemand verstehen und mir einen Tipp geben wie ich das wieder regulieren kann.
Vielen lieben Dank.
Gruß Uta

Antworten
Sabine 15. Mai 2019 - 19:12

Hallo Uta, das klingt ja seltsam. Ist alles richtig eingefädelt? Was sagt denn die Bedienungsanleitung?

Antworten

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