Alltagsmaske selber nähen: Du brauchst nicht viel, um einen schnellen Mundschutz zu nähen. Mit meinem kostenlosen Schnittmuster und der einfachen Anleitung schaffen das auch Anfänger.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die selbst genähte Alltagsmaske (auch Community-Maske genannt) kann dich nicht vor Corona schützen. Aber sie kann dabei helfen, dass du deine Krankheitserreger nicht an andere weitergibst
- Zum Nähen benötigst du nur ein bisschen Baumwollstoff und zwei Stück Gummiband
- Das Schnittmuster für die Alltagsmaske kannst du dir hier im Beitrag kostenlos herunterladen
- Anschließend kannst du es ausdrucken und direkt loslegen
- Um die Alltagsmaske für Kinder zu nähen kannst du das Schnittmuster zum Beispiel auf 80 - 90% verkleinern, abhängig vom Alter des Kindes
In diesem Beitrag stelle ich dir die Lieblingsmaske meines Mannes vor. Er kommt einfach nicht mit allen Masken klar. Diese Machart findet er aber besonders bequem und hat sich direkt einen ganzen Stapel neuer Masken bei mir bestellt.
Du möchtest diese Maske nähen und verkaufen?
Wenn du nach diesem Schnittmuster genähte Exemplare verkaufen möchtest, benötigst du dafür diese Lizenz.
Du kannst sie dir in meinem Shop einfach herunterladen, ausfüllen und per Scan, Post oder als Foto in einer eMail an mich schicken. Und schon kann’s losgehen!
Wie diese Alltagsmaske sitzt
Die Maske ist eher großzügig geschnitten und umschließt Mund und Kinn, sodass sie beim Sprechen nicht verrutschen kann.
Wenn du sie gerne fester auf der Nase fixieren möchtest, kannst du einen Nasenbügel wie in dieser Anleitung einfügen.
Wie kann man die Alltagsmaske waschen & pflegen?
Es ist wichtig, die Maske nach jedem Tragen zu reinigen. Beim Atmen können Krankheitserreger an den Stoff abgegeben werden, die sich im feuchten Milieu, das beim Tragen entwickelt, vermehren.
Alltagsmaske in der Waschmaschine waschen
Es empfiehlt sich, die Masken für die Wäsche in einen Waschhandschuh zu verpacken. Das hilft, den Stoff zu schonen.
Grundsätzlich halten aber viele Jerseys und Sweatstoffe Temperaturen von 60 – 90 Grad aus. Verwende ggf. einen Hygiene-Spüler. Zusätzlich kannst du die Maske auch bügeln. Dann hast du eine hohe Wahrscheinlichkeit, krankmachende Erreger abgetötet zu haben.
Einige Blog-Besucher haben gefragt, ob die Nasenbügel wohl in der Maschine rosten. Ich habe bei fast allen Masken Heftstreifen verwendet und kann keine Rostflecken entdecken.
Maske sterilisieren in der Mikrowelle
Eine Maske ist natürlich nichts für die Ewigkeit. Besonders die Wäsche in der Waschmaschine setzt den Stoffkanten zu.
Statt mit einer Heißwäsche kannst du die Maske auch in der Mikrowelle sterilisieren. Lege die Maske mit der Außenseite nach oben auf einen Teller und besprühe sie mit etwas Leitungswasser. Stelle noch eine zusätzliche Schale mit Wasser dazu. Schalte die Mikrowelle für 2 – 3 Min. auf mindestens 750 Watt ein.
Der beim Betrieb der Mikrowelle entstehende Wasserdampf sterilisiert die Maske und tötet rund 99% der Erreger ab.
Aber Achtung: Diese Methode eignet sich nur für Masken ohne Metallbügel!
Maske sterilisieren im Backofen
Auch das Sterilisieren von Mundschutz-Masken im Backofen kann eine gute Möglichkeit sein, die Masken schnell wieder in Betrieb nehmen zu können.
Lege die Maske auf eine geeignete Unterlage und gib sie für rund 10 Min. in einen bei mindestens 120 Grad vorgeheizten Backofen. Auch hier kann das zusätzliche Erzeugen von Wasserdampf helfen.
Das bedeutet, dass die Maske angefeuchtet werden darf. Du kannst auch zusätzlich ein Gefäß mit Wasser in den Backofen stellen.
Mundschutz sterilisieren mit dem Bügeleisen
Ebenfalls eine Möglichkeit, hitzeempfindliche Krankheitserreger wirksam abzutöten.
Bügle dafür den Stoff mit Dampf auf höchster Stufe für mindestens 2 – 3 Minuten. Danach ist die Maske wieder einsatzbereit.
Was du für die Alltagsmaske benötigst
Um die Alltagsmaske zu nähen, brauchst du gar nicht viel: ein bisschen Baumwollstoff, zwei Gummibänder und eine Nähmaschine. Und schon kann's losgehen.
Hinweis zum Zuschnitt: Eine Nahtzugabe von 1 cm ist im vorbereiteten Schnittteil enthalten.
Ich schneide die Masken übrigens gerne mit einem Rollschneider und dem Patchworklineal zu, weil ich finde, dass es sich damit am saubersten arbeiten lässt. Du kannst aber auch mit einer scharfen Schere arbeiten.
Wichtiges Zubehör für die einfache Maske
- Baumwollstoff
- Stecknadeln (das sind die praktischen Stecknadeln mit dem hitzebeständigen Köpfen aus dem Video)
- Gummiband
- Stoff-Clips
- Rollschneider
Ich habe für die Maske dezent zueinander passende Baumwoll-Popeline verwendet. Sie ist leicht, fein und kühl im Griff. Das macht sie besonders angenehm für Alltagsmasken.
Tipp zum Anpassen: Wenn du das Gummiband geteilt annähst, kannst du es auch prima mit einem Kordelstopper versehen. Die gibt's auch in ganz Mini... :)
Tipp von Blog-Leserin Coco:
Nachdem ich Hunderte von Masken fürs Altersheim genäht habe, kann ich nur einen Tipp weitergeben: Für's Gummibandeinziehen eine Häkelnadel! Geht viel schneller als die Sicherheitsnadel.
Hinweis zur Nähmaschine: Im Video nähe ich mit meiner Juki. Einen ausführlichen Test-Bericht zur Juki-Nähmaschine kannst du dir hier auf dem Blog anschauen.
Schnittmuster-Download
Download: Schnittmuster Alltagsmaske
Eine Nahtzugabe von 1 cm ist im Schnittmuster bereits enthalten.
Diese Stoffzuschnitte werden benötigt

- 2 x Masken-Schnittteil aus Oberstoff und Futterstoff (19 x 20 cm)
- 2 x kleines Seitenteil aus Futter oder Oberstoff (wahlweise)
- 2 x Gummiband 31 - 33 cm lang
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