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Zum Nähen motivieren: 10 Tipps gegen den Näh-Blues

Von Sabine
10 Tipps gegen den Näh-Blues

Das kennt jeder: Keine Ideen, schlaufige Nähte, Wülste, Fadengewirr, Chaos. Da macht das Nähen keinen Spaß mehr? Schluss damit. Hier kommen meine ultimativen 10 Tipps gegen den Näh-Blues.


Zum Nähen motivieren – Meine 10 Tipps

Manchmal will einem einfach nichts gelingen. Dann brechen die Nadeln ab, Faden bilden Schlaufen und Nester, Nähte wellen sich – und dann kommt mit dem Frust der große Näh-Blues. Und die bange Frage Ist das überhaupt noch das richtige für mich?

Erst recht, wenn du gewerblich nähst. Viele meiner Blog-Leser besitzen einen eigenen Web-Shop oder verkaufen ihre Kreationen online. Dann steht hinter dem Näh-Blues vielleicht sogar ein gewisser Erfolgsdruck. Es muss ja nicht nur alles perfekt genäht sondern auch perfekt kombiniert und fotografiert sein.

Was hilft gegen den Näh-Blues?

Die gute Nachricht ist: Vieles!

Hier kommen meine 10 ultimativen Tipps, die dem Näh-Blues den Garaus machen! Denn dein Hobby soll Spaß machen – und sonst gar nichts! 🙂


10 Tipps gegen den Näh-Blues

10 Tipps für mehr Näh-Motivation

 

1. Entrümpeln macht den Kopf frei

Starte damit, dass du dein Näh-Zimmer entrümpelst. Dabei findest du vielleicht den Nahttrenner wieder, den du seit Monaten suchst. Oder stolperst über ein tolles Tool, das du noch gar nicht richtig getestet hast. Oder dir fällt beim Ordnen der Stoffe eine besondere Kombi ins Auge.

Und schon beginnt dein kreativer Kopf, ein neues Projekt zu planen.

10 Tipps gegen den Näh-Blues

2. UFOS gesichtet?

Wirf UFOS, also unfertige Objekte, großzügig weg. Sie rauben dir Energie und nerven dich jedesmal, wenn du sie anschaust. Weil du dich über den Stoff ärgerst, der dabei drauf gegangen ist. Und die Zeit, die du darauf verwendet hast. Und die Mühe, die es dich gekostet hat. Entsorge sie.

So schaffst du Platz. Im Näh-Zimmer und im Kopf.

3. Inspirieren statt transpirieren

Du musst nicht immer das Rad neu erfinden. Manchmal ist es ein Mini-Twist, der aus einer Näh-Idee DEINE Näh-Idee macht.

Eine witzige Applikation, eine hübsche Spitze oder eine Paspel können deinen selbst genähten Werken einen komplett neuen Look verpassen. Schau dich unbedingt auch mal bei Pinterest oder Instagram um. Die tollen Ideen bringen dich zum Träumen – da kommt die Näh-Lust von ganz allein.

4. Näh-Zeit zelebrieren

Manchmal haben kleine Veränderungen eine große Wirkung. Gerade wenn du gewerblich nähst, solltest du ab und zu deine Routine ändern, um kreativ zu bleiben. Denn nur Kreativität schafft wundervolle Unikate.

Probier’s doch mal mit einem großen Glas Wasser und ein paar Lockerungsübungen, bevor du dich an die Maschine setzt. Oder leg deine Lieblingsmusik auf.

Zeit, die du mit deiner Nähmaschine verbringst, ist besondere Zeit. Genieße sie mit einem köstlichen Obst-Snack, einem leckeren Stück Kuchen oder einem üppigen Latte Macchiato. So gestärkt näht es sich gleich nochmal so gut!

5. Allein und gemeinsam nähen

Nähen ist ein besonderes Hobby. Auch wenn du allein an deiner Nähmaschine vor dich hin werkelst: du bist Teil einer riesigen Community, die dich versteht und dein Hobby teilt. Deine Näh-Erfolge kannst du mit anderen Näh-Süchtigen zum Beispiel auf Facebook oder Instagram feiern.

Manchmal ist es aber auch toll, eine Nähfreundin zu haben, mit der man gemeinsame Stunden an der Nähmaschine verbringen und beim Nähen nach Herzenslust plaudern kann.  In unserer Facebook-Gruppe SewSimple – Nähanleitungen & Freebooks gibt es die Möglichkeit, gezielt nach Postleitzahlen nach Näh-Freund*Innen zu suchen. Probier’s mal aus!

6. Näh-Zeit ist Hör-Zeit

Die Wissenschaft hat es längst herausgefunden: Während man angenehme Dinge tut, ist das Gehirn besonders aufnahmefähig für neue Impulse. Statt nebenbei Soaps zu schauen: Wie wär’s mal mit einem spannenden Hörbuch oder einem tollen Podcast? So bist du bestens unterhalten, lernst womöglich noch was dazu – und bist nicht abgelenkt.

10 Tipps gegen den Näh-Blues

7. Neue Näh-Pläne

Solltest du eigentlich ein halbes Dutzend Jeans für deine Kinder kürzen, verlängern oder flicken? Wartet das Hemd deines Mannes auf neue Knöpfe? Musst du bis morgen eine ganze Kiste voll Shirts enger nähen? Allein bei dem Gedanken an solche Zwangs-Arbeiten packt viele von uns schon der Frust.

Pack dir ganz viele solcher Aufgaben auf – das ist der sicherste Weg, deine Näh-Lust für lange, lange Zeit zu killen.

Mein Tipp: Lass alles stehen und liegen, hol dir ein paar frische Inspirationen auf Pinterest, lad dir ein tolles Schnittmuster runter und leg los, dir einen persönlichen Näh-Traum zu erfüllen.

Das macht glücklich. Und Glück ist bekanntlich die kleine Schwester von Näh-Lust.

8. Coole Tools & Stoffe

Wenn die Inspiration auf sich warten lässt, gönne ich mir manchmal ein spezielles Näh-Tool, auf das ich schon lange scharf bin. Zum Beispiel eine besonders edle Schere (über meine Superfection habe ich ja schon mehrfach berichtet!), praktische Stecknadeln, mit denen ich schon länger geliebäugelt habe (wie diese feinen Teilchen mit Griff, die seit ihrem Einzug bei mir im Dauer-Einsatz sind) – oder ein besonders schöner Stoff, an dem ich einfach nicht vorbei komme.

Wichtig ist, dass Stoffe & Zubehör mich wirklich anmachen – dass sie mein kreatives Hirn zum Rattern bringen. Es geht nicht darum, Dinge zu besitzen: Sie sollen deinen Näh-Spaß vergrößern. Wenn das gelingt, machst du alles richtig! 🙂

9. Buch-Führung mal anders

In meinen Tipps für Näh-Anfänger habe ich schon mal darauf hingewiesen: Führe ein Näh-Tagebuch. Das klingt erstmal komisch, weil du ja nicht schreiben willst sondern nähen. Es wird sich aber als überaus nützlich erweisen, wenn deine Kreativität gerade eine Flaute hat.

Schreibe alles auf, was dich inspiriert, zeichne Projekte, Taschen, Shirts auf. Notiere dir kreative Gedanken und skizziere, was du mal ausprobieren willst. Klebe Fotos und Stoffproben ein, sammle Prospekte und Flyer. Und gestalte so deine ganz persönliche Inspirations-Bibel.

Wenn dann die Flaute kommt, kannst du ganz entspannt mit deinem Näh-Tagebuch (du kannst es auch Sewing Diary nennen) auf dem Schoß auf dem Sofa kuscheln, einen würzigen Chai Latte schlürfen und die Inspiration mit einem entspannten Lächeln begrüßen.

10. Lächel-Lust statt Nörgel-Frust

Lächeln ist ein gutes Stichwort. Lächle gelegentlich beim Nähen. Das entspannt dich. Während du lächelst, schüttet dein Körper Glückshormone aus. Selbst wenn du gar nicht glücklich bist, weil dir vielleicht gerade wieder eine tückisch verbogene Nähmaschinen-Nadel das Leben zur Hölle macht.

Lächle trotzdem. Und siehe da: Direkt geht dir alles leichter von der Hand.

Lächeln entspannt dich. Und Kreativität kommt nur zu entspannten Menschen.

Je mehr du dir Mühe gibst, desto mehr verkrampfst du (das ist ein bisschen wie beim Sex). Also: Mach dich locker, atme, lächle – und erlebe den Näh-Orgasmus, von dem du schon immer geträumt hast.

Very happy simple sewing,

deine Sabine

10 Tipps gegen den Näh-Blues

 

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2 Kommentare

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2 Kommentare

Sabine 8. Juli 2018 - 16:51

Danke für diesen Beitrag! Ich habe ihn amüsiert gelesen.Werde gleich Mal meine UFOS rausschmeißen. Du hast meine Gefühle und Gedanken auf den Punkt gebracht. Vielen Dank!
Alles Liebe
Möge dich der Blues niemals einholen.
Lieben Gruß aus Wien
(Ebenfalls) Sabine

Antworten
SewSimple 9. Juli 2018 - 19:10

Hallo Sabine,
das ist so lieb, Dankeschön!

Doch, ehrlich gesagt hatte ich erst vor zwei Wochen den Blues als ich ein schickes Blusenshirt (also: Es sollte eins werden!) total verschnitten und verhunzt habe.
Ich habe dann aus Trotz das unfertige Shirt bei Nähen getragen. Und es dann entsorgt. 🙂

Danach ging’s mir besser.
Naja, man lernt ja jedesmal dazu, stimmts?

Liebe Grüße,
Sabine

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