Industrienähmaschine

Industrienähmaschine kaufen: Die 10 besten Tipps!

von Sabine Schmidt

Industrienähmaschine: Für viele Nähfans hat schon dieses Wort allein etwas Magisches. Aber was muss man bei industriellen Nähmaschinen beachten? Hier erfährst du’s!

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In diesem Beitrag bekommst du Tipps zum Kauf von gebrauchten Industrienähmaschinen
  • Ich gebe wichtige Hinweise zum Abbau und Transport
  • Du erfährst, wo man gebrauchte Maschinen kaufen kann
  • Ich erkläre, was Industrienähmaschinen von “normalen” Haushaltsnähmaschinen unterscheidet

Eine Industrienähmaschine für Zuhause?

Eine Industrienähmaschine habe ich mir schon ewig und drei Tage gewünscht. Natürlich bin ich total glücklich mit meiner Juki DX7 (hier geht’s zum Testbericht der Juki DX7) und mit meiner Juki UX8 (hier geht’s zum Testbericht der Juki UX8), gar keine Frage.

Trotzdem hat mich der Gedanke an eine ältere gebrauchte Industrienähmaschine schon lange umgetrieben. Für mich haben diese Maschinen eine enorme Anziehungskraft. Vielleicht deshalb, weil sie sowas Ursprüngliches an sich haben, eine gewisse Bodenständigkeit gepaart mit Schnelligkeit und Durchschlagkraft. Das war zumindest meine Phantasie.

Als vor einiger Zeit das ZDF anfragte, ob ich Interesse an einer gebrauchten Industrienähmaschine hätte, habe ich natürlich direkt Ja gesagt. Die Maschine sollte im Rahmen einer Geschäftsauflösung bei uns im Herzogtum Lauenburg zusammen mit einigen anderen abgegeben werden.

Jahrzehntelang war sie in einem weit über die Grenzen des Herzogtums bekannten Braut-, Abend- und Trachtenmodengeschäft in Linau im Einsatz. Und hat dort wohl viele tausend Kilomenter Nähte absolviert. In der Änderungsschneiderei des Modegeschäfts wurden die robusten Maschinen eingesetzt, um den Kunden die Kleidung von der Stange “auf den Leib zu schneidern” und für eine perfekte Passform zu sorgen.

Und so ein Schätzchen mit Geschichte sollte ich mein eigen nennen? Logisch, dass ich gesagt habe: Ja, ich will! Oder? 😉

Übrigens: Die ZDFreportage “Wir schließen für immer” kannst du dir in der ZDF Mediathek anschauen.

Ich bin also ganz unbedarft hingefahren und wollte mir meine Industrienähmaschine aussuchen und sie direkt einpacken. Schade, dass ich damals nicht wusste, was ich heute weiß.

Damit du nicht dieselben Fehler machen musst, die ich gemacht habe, kommen hier meine Tipps für Industrienähmaschinen. 🙂

Was können Industrienähmaschinen?

Kurze Antwort: Es kommt darauf an!

Lange Antwort: Es gibt Industrienähmaschinen wie Sand am Meer. Dadurch, dass sie so langlebig sind, bekommst du auch ganz alte Modelle auf dem Markt, die trotzdem laufen wie Lottchen. Gerade, wenn sie immer im Einsatz waren und gut gepflegt wurden, sind solche Schätzchen praktisch unkaputtbar.

Im Gegensatz zu heutigen Nähmaschinen bestehen alte Industrienähmaschinen zum größten Teil aus Metall und haben nur wenige Kunststoffelemente, die mit der Zeit kaputt gehen können. Das macht sie weniger defektanfällig.

Herkömmliche Industrienähmaschinen können nicht viele Stiche. Zierstiche suchst du hier vergeblich. Meist beschränkt sich das Ganze auf einen Geradstich. Höherpreisige Industrienähmaschinen haben manchmal auch einen Zickzack und nur ganz wenige können mehr.

Na klar, es gibt auch Industrienähmaschinen mit Einfädelautomatik, Fadenabschneider und LED-Beleuchtung. Für die blätterst du aber locker mehrere tausend Euro hin.

Was aber alle – und zwar auch die alten Maschinen – können: Sie nähen irrsinnig schnell. 5000 Stiche pro Minute sind ein guter Richtwert. Zum Vergleich dazu: Meine Jukis nähen 1500 Stiche pro Minute. Und das kommt mir schon rasend schnell vor.

Industrienähmaschine Konenhalter
Da sehen meine Mini-Garnröllchen schon ein bisschen mickrig aus: Garnständer für Riesen-Konen!

Sind Industrienähmaschinen für Anfänger geeignet?

Auf jeden Fall! Diese Maschinen sind so robust, dass du einfach nicht viel falsch machen kannst. An “normalen” Haushaltsnähmaschinen hast du oft viel mehr Einstellmöglichkeiten, als du als Anfänger tatsächlich brauchst. Leider können die wenigsten Industrienähmaschinen Zickzack. Ich finde, ein guter Zickzackstich ist zum Versäubern unabdingbar.

Wenn dein Herz also für eine Industrienähmaschine schlägt, solltest du dir zusätzlich eine Overlock anschaffen. Warum? Weil du mit ihr nicht nur elastische Stoffe nähen sondern auch Stoffkanten und Nahtzugaben versäubern kannst.

Denn mit elastischen Nähten tut sich die Industrienähmaschine schwer. Schwere Stoffe, leichte Stoffe, Organza, Samt, Leder, Jenas und alles was schwierig und herausfordernd ist: Kein Problem. Solange es sich um Webware handelt.

Sobald es um sehr elastische Stoffe geht, solltest du auch einen elastischen Stich parat haben. Denn sonst dehnen sich die Nähte beim Tragen nicht mit und reißen. Zur Not kann es hier übrigens auch ein elastisches Garn tun, dann kannst du mit der Industrienähmaschine auch elastische Stoffe verarbeiten.

Trotzdem: Für Taschenprojekte und alles, was aus Webware genäht werden kann, sind Industrienähmaschinen super. Hohe Durchschlagkraft, hübsche Nähte und wundervolle Nähfüße (die sind so ästhetisch, finde ich!) – das spricht einfach für sich!

Industrienähmaschine Einfädelweg

Eine gebrauchte Industrienähmaschine kaufen – lohnt sich das?

Mal ehrlich: Wenn du eine neue Industrienähmaschine kaufen willst: Tu es! Es gibt wirklich sehr gute Modelle auf dem Markt. Aber zum Einstieg tut es in den meisten Fällen auch ein gebrauchtes Modell.

Für meine Industrienähmaschine habe ich 180 Euro bezahlt. Leider konnte mir niemand mehr sagen, wie alt die Maschine ist. Ich tippe auf die Fünfziger oder Sechziger…

Draufgelegt habe ich nochmal 100 Euro für eine Wartung mit allem Zipp und Zapp. Ein zusätzliches Füßchenset für Industrienähmaschinen, passende Nadeln (mit Rundkolben) und ein gutes Maschinenöl kamen obendrauf.

Für rund 300 Euro habe ich jetzt eine unglaublich soft laufende Industrienähmaschine, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn ich “mal schnell!” was nähen will. Oder eine Maschine mit hoher Durchschlagkraft brauche. Gerade für Leder, Jeans oder Taschenprojekte mit vielen Stofflagen, aber auch zum Patchworken ist meine alte GLOBAL ein Winner.

Industrienähmaschine Global

10 Tipps zum Kauf einer gebrauchten Industrienähmaschine

Du bist auf der Suche nach einem Schnäppchen? Hier kommen meine Tipps zum Kauf einer gebrauchten Industrienähmaschine.

  • Teste sie, bevor du sie kaufst! Wenn es aus unerfindlichen Gründen nicht möglich sein sollte, die Maschine einzuschalten und auszuprobieren: Finger weg. Es hat sicher seine Gründe, warum der/die Verkäufer:in dir nicht ermöglichen will, die Industrienähmaschine Probe zu nähen. Sowas lässt sich vorab auch telefonisch abklären.
  • Nimm dir ein paar Restestücke deiner bevorzugten Stoffe mit und schau dir an, wie die Nähte aussehen
  • Kläre ab, ob die Maschine mit oder ohne Tisch verkauft wird. Oder ob der Tisch extra kosten soll
  • Frage nach, ob das Original-Zubehör dabei ist
  • Gibt es ein Wartungsheft, in dem die Wartungsintervalle eingetragen worden sind?
  • Wann war der letzte Ölwechsel?
  • Frage nach, welche Werkstatt die Maschine betreut und gewartet hat (falls überhaupt), lass dir die Kontaktdaten für Rückfragen und Infos geben.
  • Bei gewerblich genutzten Maschinen klebt manchmal sogar ein Aufkleber mit Kontaktdaten der Werkstatt auf dem Gerät selber
  • Wichtig: Erkundige dich, ob es noch das alte Handbuch oder eine Bedienungsanleitung gibt
  • Gegebenenfalls kannst du aber auch ein Handbuch als PDF im Internet bekommen
  • Manchmal können auch die Maschinen-Hersteller weiterhelfen
Industrienähmaschine Bedienungsanleitung

Was muss man beim Abbau einer gebrauchten Industrienähmaschine beachten?

Hierfür solltest du wissen, dass die meisten (älteren) Industrienähmaschinen eine Ölwanne haben, in der sich mehrere Liter Öl ansammeln können. Das Öl wird mit einer Art Docht in die Maschine gezogen und sorgt dafür, dass alle beweglichen Teile jederzeit gut mit Öl benetzt sind und beweglich bleiben.

Bevor du die Maschine transportieren kannst, muss das Öl abgelassen werden. Denn du willst ja keine Ölpest im Kofferraum.

  • Kläre vorab: Wer sorgt für das Ablassen des Öls?
  • Schau dir an, wie das Öl aussieht: Hat es die Konsistenz von schwarzem Joghurt: Finger weg; dunkles Öl kann ein Hinweis darauf sein, dass der letzte Ölwechsel ewig her ist oder dass die Maschine stark verschlissen ist.
  • Ist das Öl hingegen sauber und klar, dann ist es der letzte Ölwechsel möglicherweise noch nicht lange her
  • Denk daran, dass die Maschine schwer ist. Du wirst sie also wahrscheinlich nicht allein transportieren können. Organisiere dir gegebenenfalls Hilfe.
  • Decke deinen Kofferraum mit einer Plane ab: Auch wenn das Öl abgelassen wurde, wird die Maschine beim Transport Öl verlieren.
Industrienähmaschine

Industrienähmaschine reinigen und aufbauen – so geht’s!

Du hast es geschafft, deine gebrauchte Industrienähmaschine nach Haus zu bringen, sehr cool! Bevor es ernst wird, solltest du ihr eine Wellness-Kur in Form einer Generalüberholung gönnen. Das musst du nicht selber machen: Für kleines Geld übernimmt das ein Reparaturservice, der möglicherweise sogar zu dir nach Hause kommt.

Es ist wichtig, dass die Maschine nach dem Transport grundgereinigt wird. Mit dem flüssigen Öl, das in der Maschine unterwegs ist, können Nadeln oder andere Metallteile, Schmutz und Partikel in der Maschine verteilt werden und Schäden verursachen.

Nach der Grundreinigung sollten alle beweglichen Teile einmal vorsichtig geölt werden. Anschließend kannst du eine frische Nadel einsetzen. Viele Industrienähmaschinen arbeiten mit Rundkolbennadeln. Das Handbuch deiner Maschine sagt dir welches Nadelsystem das richtige ist.

Wenn alles aufgebaut ist, bekommt deine Maschine frisches Öl. Dafür wird die Maschine “aufgeklappt”, das Öl wird in die Ölwanne gegossen. Fülle nur soviel Öl ein, dass die Markierung gerade erreicht ist. Mehr geht immer. Aber wieder Öl rausholen, wenn du versehtlich zuviel eingefüllt hast, ist schwierig.

Stelle deine Maschine an einem Platz auf, der eine Steckdose in Reichweite hat. Warum? Kann ich dir sagen.

Die Maschine selbst braucht natürlich Strom, eh klar.

Aber die meisten älteren Modelle haben keine Beleuchtung. Du solltest also nicht nur für ausreichend Tageslicht sondern auch für eine starke LED-Lampe sorgen, die den Nähtisch beleuchtet und zum Einfädeln flexibel verstellt werden kann.

Ich habe mir für meine GLOBAL eine von diesen neuen superhellen LED-Tageslichtlampen gekauft, damit kriege ich auch das Einfädeln super gebacken.

Zusätzlich habe ich die Maschine direkt unter einem Dachfenster aufgestellt, sodass ich beim Arbeiten auch vom Tageslicht profitieren kann.

Was ist der Unterschied zwischen einer Haushaltsnähmaschine und einer Industrienähmaschine?

Eine Haushaltsnähmaschine

  • hat eine große Stichauswahl
  • besitzt oft ein Fadenabschneidesystem
  • kann auch elastische Stoffe nähen
  • ca. 1000 – 1500 Stiche pro Minute
  • muss nur punktuell (oder gar nicht) geölt werden
  • besitzt eine eingebaute Beleuchtung
  • ist leicht und kann gut transportiert werden

Eine Industrienähmaschine

  • hat oft nur Geradstichfunktion
  • näht rund 5000 Stiche pro Minute
  • ist oft unbeleuchtet (außer die ganz neuen!)
  • braucht jede Menge Öl
  • hat oft einen Nähtisch, auf dem du auch arbeiten kannst
  • ist schwer und kann nur im Notfall transportiert werden

Wie ist eine Industrienähmaschine aufgebaut?

Ehrlich gesagt: Da bin ich keine Expertin. Ich kann dir aber sagen, dass meine GLOBAL (übrigens ein niederländisches Unternehmen, das immer noch Industrienähmaschinen herstellt) ein breites Fußpedal hat. Unter dem Nähfuß kannst du den Motor erkennen, vorne den Kniehebel mit breitem Polster.

An der Tischkante kannst du das wunderschön abgenutzte Lineal erkennen.

Die Kette vorn im Bild verbindet Pedal mit Motor.

Industrienähmaschine Kniehebel und Motorblock

Über dem Motorblock kannst du die Ölwanne aus Aluguss erkennen.

Industrienähmaschine Pedal und Kniehebel

Mit rund 60 Kilo ist die Maschine schon ein regelrechtes Schwergewicht, das muss man einfach vorab wissen. Allerdings reduziert das hohe Gewicht auch die Vibration der Maschine, was ein ruhiges Arbeiten ermöglicht.

So wird die Maschine aufgeklappt:

Links im Bild siehst du die beiden Dochte, die das Öl aus der Ölwanne in die Maschine leiten.

Welche Industrienähmaschine ist empfehlenswert?

Grundsätzlich habe ich als JUKI-Fan eine hohe Affinität zu diesen Maschinen. Vielleicht, weil ich jede Juki, mit der ich bisher zu tun hatte, als durchweg vertrauenserweckend und sehr nutzerfreundlich erlebt habe.

Von Juki gibt es auch Industrienähmaschinen, die ich an anderer Stelle schon testen durfte und die mich sehr überzeugt haben.

Hier fand ich besonders die JUKI 8000 APMS besonders bemerkenswert. Sie ist mit einem schweren, blendfrei beschichteten Nähtisch ausgestattet und wirkt sehr robust. Mit rund 1600 Euro ist sie natürlich kein Schnäppchen. Sie hat allerdings auch nur die notwendigsten Grundfunktionen.

Eine für Patchwork-Fans empfehlenswerte Industrienähmaschine ist die Juki TL-2020, die als Limited Edition in Platin-Optik erschienen ist. Über sie lese ich überall nur gute Bewertungen. Besonderes Plus: Die Maschine kommt ohne Nähtisch, wodurch du sie wunderbar transportieren kannst.

Die 9000er-Serie von Juki legt hier noch einen Zacken drauf. Sie hat einen automatischen Fadenabschneider, Kniehebel und verriegelt automatisch. Dafür legst du allerdings auch knapp 3000 Euro hin.

So eine Maschine kauft sich meiner Erfahrung nach nur, wer es wirklich ernst meint mit dem Nähen. 🙂

Wie näht die gebrauchte Industrienähmaschine?

Die ersten Projekte mit ihr waren für mich gewöhnungsbedürftig. Was unter anderem daran lag, dass sie so schnell ist. Soviel Speed muss man erstmal managen können.

Toll ist der Kniehebel, der es mir erlaubt, mit beiden Händen am Stoff zu bleiben, während das rechte Knie mittels Kniehebel den Nähfuß hebt. Auch das große Pedal ist super angenehm zu bedienen, vor allem, weil es fest installiert ist und nicht wegrutscht. Das nervt mich an “normalen” Nähmaschinen und Overlocks manchmal… 😉

Industrienähmaschine

Die Vernähfunktion ist ebenfalls blitzschnell und funktioniert mit einem breiten Hebel, der rechts an der Maschine angebracht hast.

Das Einfädeln kam mir irgendwie mittelalterlich vor. Aber wer jahrelang durch japanische Ich-tu-alles-für-dich-Maschinchen verweichlicht wurde, muss sich erstmal an grundlegende Einfädelwege und Nähfunktionen gewöhnen, schätze ich. 🙂

Industrienähmaschine

Was ich an dieser Maschine mehr liebe als ich sagen kann: die unglaublich sauberen, hübschen Nähte und die enorme Durchschlagkraft. Bisher gab’s nichts, was die GLOBAL nicht geschafft hätte.

Auch Leder und Kunstleder sind ganz easy zu wuppen. Allerdings brauchte es dafür doch den Anti-Haft-Fuß. Der “normale” Geradstichfuß (den ich übrigens wunderschön finde und der vielleicht der ausschlaggebende Grund für mich war, mir so eine Maschine überhaupt anzuschaffen) haftet wirklich stark an derartigen Materialien.

Eine echte Entdeckung: Die GLOBAL näht mehrere Lagen Taschenfilz. Das kann selbst meine Juki nicht…

Damit ich künftig flexibel bin, habe ich mir direkt ein komplettes Füßchenset gekauft.

Nähfüße Industrienähmaschine

Industrienähmaschine mit Wohlfühlfaktor

Wenn du beides möchtest, eine leicht zu bedienende Nähmaschine mit den guten Eigenschaften einer Industrienähmaschine, dann empfehle ich dir die JUKI TL-2020, die als Sammler-Edition erschienen ist. Sie wird nicht in den Nähtisch eingebaut, sondern lässt sich flexibel überall aufstellen. Ich habe sie leider selbst noch nicht nähen können, verspreche mir aber viel davon. Übrigens näht sie auch nur geradeaus. Für viele Patchworker und Quilter ist sie ein echter Traum, weil sie eine riesige Arbeitsfläche hat. Das Gehäuse ist aus Alu-Druckguss. Das sieht nicht nur super edel aus, es macht die Maschine auch besonders robust.

Wenn du mehr Sticharten und Komfort möchtest, ist die Juki UX8 womöglich etwas für dich. Sie ist mit Elementen gebaut, die ursprünglich für den Industriebereich entwickelt wurden, besitzt aber gleichzeitig alle guten Eigenschaften einer “normalen” Haushaltsnähmaschine.

Mich fasziniert an dieser Maschine (neben vielen anderen phantastischen Features) ganz besonders der Boxtransport. Das bedeutet, dass der Transporteur den Stoff nicht in einer kreisförmigen Bewegung von vorn nach hinten transportiert, sondern box-förmig. So sieht das dann aus:

Unterschied zwischen Box-Transport und konventionellem Stofftransport

Man merkt bei der Juki UX8, dass der Stoff deutlich gleichmäßiger transportiert wird. Das wirkt sich übrigens auch auf die Nähte aus. Die sehen auch gleichmäßiger aus. Und was die Durschlagkraft betrifft, da muss sich meine Juki auch nicht hinter der Industrienähmaschine verstecken.

Allerdings: mehrere Lagen Leder oder Taschenfilz schafft auch meine Juki nicht. Deshalb freue ich mich, wenn ich für diese besonderen Projekte die alte Global einsetzen kann.

Wenn du mehr über die Juki UX8 erfahren möchtest, lies mal meinen Erfahrungs- und Textbericht über die JUKI UX8.

Fazit

Ich habe es keine Sekunde bereut, mir eine gebrauchte Industrienähmaschine gekauft zu haben. Sie hat mir in der relativ kurzen Zeit, die ich sie habe, schon das ein oder andere Mal aus der Patsche geholfen. Gerade dann, wenn es um Taschenhenkel, schmales Absteppen oder dicke Stoffe geht, ist meine alte GLOBAL ein echter Schatz. Der Tisch ist übrigens super schwer und stabil. Das macht ihn perfekt um drauf zu arbeiten.

Um erst einmal ein Feeling für Industrienähmaschinen zu bekommen, empfehle ich dir, mit einer gebrauchten Maschine zu starten. Dann kannst du sehen, ob dir das Nähen mit den absoluten Grundfunktionen liegt oder ob du dir mehr Extras wünschst.

Insgesamt ist meine alte Global eine Maschine mit Persönlichkeit, die in ihrem Nähleben schon viel geschafft hat. Und das weiß ich zu schätzen. 🙂

Schreib mir in den Kommentaren gerne mal von deinen Erfahrungen mit Industrienähmaschine, ich bin gespannt!

Happy simple sewing

deine Sabine

Industrienähmaschine

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Industrienähmaschine und einer Haushaltsnähmaschine?

Die Haushaltsnähmaschine hat oft eine große Stichauswahl, näht 1000 – 1500 Stiche/min. ist leicht und transportabel. Die Industrienähmaschine verfügt oft nur über einen Geradstich, näht rund 5000 Stiche/min und ist mit ihrem schweren Nähtisch nur bedingt zu transporieren.

Für wen lohnt sich eine Industrienähmaschine?

Eine Industrienähmaschine ist genau das richtige, wenn du gerne Webwaren, Leder oder Jeans verarbeitest, wenn du Patchwork liebst und Taschen nähen möchtest.

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38 Antworten zu „Industrienähmaschine kaufen: Die 10 besten Tipps!“

  1. Liebe Sabine, ich bin durch “Zufall” hehe gerade auf deine Seite gekommen und habe schon voll fasziniert einige Beiträge gelesen.
    Meine Frage an dich wäre, ich möchte ein Halsband aus Softshell und Gurtband für meine Hündin nähen. Nun bin ich am überlegen welche Nähmaschine ich mir in Zukunft zulegen sollte damit sie auch solche Lagen gut nähen kann? Funktioniert das auch gut mit einer normalen Haushaltsmaschine oder benötigt es eine Robustere?! Hast du da eine gute Marke zu empfehlen?
    Ich freue mich auf deine Antwort 😉
    Liebe Grüße Andrea

    1. Hallo liebe Andrea, für sowas würde ich immer eine Juki empfehlen.
      Lies gerne mal meine Testberichte dazu!

  2. Hallo Sabine,
    über die Suchfunktion nach INM bin ich über Deine Seite “gestolpert” – selten war ich über einen Stolperer so glücklich.
    Für meine Projekte suchte ich nach einer NäMa, die viel Platz rechts der Nadel, einen ordentlichen Hub und eine hohe Durchschlagkraft hat,
    dabei aber keine “Zicke” ist.
    Seit knapp 10 Jahren nähe ich auf meinen 2 alten Pfaff Schätzchen mit Obertransport… tolle alte Qualitätsmaschinchen, aber bisschen mehr Platz rechts wäre doch toll… Nun denn, mit den “neuen empfindlichen Computer Modellen” kann ich nix anfangen.
    Mein Nähmaschinen Dealer hat mir dann zu einer INM geraten, bei der Recherche bin ich über Deine Seite gestolpert, und Deine Ausführungen haben mich darin bestärkt mich an einer INM zu versuchen, mein Dealer hat mir eine Uralt Pfaff mit 3 fach Transport besorgt, sie ist gestern bei mir eingezogen, wohnt aber noch in der Garage, bis Sohnemann sie heute in mein Nähzimmer hieven kann. 🙂
    Ich freue mich schon auf eine tolle Kennenlernzeit, nicht zuletzt durch Deine Ausführungen liebe Sabine, dafür herzlichen Dank.
    Bestimmt werde ich noch oft auf Deiner Seite stöbern, habe ich doch schon beim Querlesen viele wertvolle Tipps gesehen.
    Es ist sehr schön, in der heutigen Egoistenwelt immer wieder mal auf Menschen wie Dich zu stoßen, die Ihr Wissen mit anderen teilen und sich darüber freuen, dass diese Tipps weiter helfen. Ein dickes Lob und herzliches Dankeschön.

    1. Ganz herzlichen Dank für deine liebe Rückmeldung, Petra.
      Es freut mich, dass dich mein Beitrag ermutigt hat, für dich eine gute Entscheidung zu treffen.
      Ich wünsche euch beiden eine schöne Kennenlern-Zeit. 🙂

  3. Liebe Sabine,
    Danke für den großartigen Beitrag! Genau die Infos brauche ich gerade. Wie ist das denn bei der Industrienähmaschine mit dem Obertransport? Braucht es den oder gibt es den da überhaupt? Habe ihn an meiner normalen Pfaff und kann mir gar nicht mehr vorstellen ohne zu nähen, weil ich viele dickere Stoffe mit mehreren Lagen verarbeite…
    Das ist der einzige Punkt bei dem ich mir noch unsicher bin.
    Liebe Grüße
    Lisa

    1. Hallo Lisa, das kommt sicher auf die Maschine an.
      Ich kenne keine Indu mit zusätzlichem OTF.
      Müsste man mal recherchieren…
      Die meisten Indus packen viele Stofflagen locker, weil sie eine hohe Durchstichkraft besitzen.

  4. Hallo Sabine!
    Vielen Dank für Deinen tollen und wieder einmal sehr lehrreichen Beitrag, den ich gerne gelesen habe, denn ich habe mir gerade selber einen Industrienäher bestellt und warte nun sehnsüchtig auf die Lieferung **grins

    Ich liebe Deinen Blog, Deine Anleitungen, und auch deine Videos – sie sind sehr gut zu lesen/ sehen/ hören (vor allem Letzteres das kann man nun wirklich nicht von den meisten YT-Videos behaupten!), und man merkt allem immer an, wie sehr Du Deine Berufung liebst und wie wichtig es Dir ist, dass auch andere Menschen Freude daran haben.

    Lieben Dank, und liebe Grüße aus dem Landkreis Lüneburg,
    Meike

    1. Liebe Meike, kannst du dir vorstellen, wie sehr ich mich über deine wunderschöne Rückmeldung gefreut habe?
      1000 Dank, dass du dir die Zeit für einen Kommentar genommen hast.
      Dann wünsche ich euch beiden eine herrliche Zeit zusammen. Welche Maschine hast du dir denn gegönnt?

  5. Hallo Sabine,
    Ich traf zufällig auf die Sendung, und blieb sofort hängen, weil mich Berichte von Werkstätten sofort fesseln😊, dazu gehören auch die Schicksale, die aktuell viele Familienbetriebe treffen.
    Trotz Maskenschutz bei deinem Kaufgespräch hab ich dich sofort erkannt. Das ist doch die Sabine von sewsimple,😄.
    Du hast dir im Laufe der Jahre was Gutes aufgebaut und es ist ein Teil von uns echten “Stoffsüchtigen, die an der Nadel hängen”, dass die Würdigung dieser alten wunderbaren Schätze dazugehört.
    Ich bin spontan bei Google durch dein 1. Schnittmuster für die Mundabdeckungen auf dich gestoßen, als ich noch mit Taschentöchern und 1xWaschlappen eine Prototypen ausprobierte, um sofort bei Ausbruch von Corona unser ganzes Seniorenhaus versorgen zu können. Du warst die Einstiegsrettung in die Massenproduktion bis Mitternacht – um am nächsten Tag im Frühdienst die Rettungsprodukte zu verteilen. Anfangs fragten einige Skeptiker, ob ich von der RAF sei, als ich schon lange vor den Auflagen demonstrativ die Schutzmasken verteilte und auch trug.
    Danke für die gute Fügung. Deine Erklärungen sind immer sehr verständlich und ich lerne gerne als “Quereinsteigerin” dazu, obwohl ich auch ohne Jodeldiplom schon seit 60 Jahren meiner Leidenschaft mit Stoffen fröhne und aktuell mekn Rentenkonto immer noch a bisserl aufpeppen kann.
    Alles Liebe und bleib gesund, LG von AnnA aus Nordfriesland 🕊🌊🌊🌊

    1. Hallo liebe Anna, dein Kommentar hat mich so berührt, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
      Außer: DANKE.
      Schön, dass du da bist.

  6. Hallo Sabine , ich lese Deine Beiträge stets mit Interesse – vielen Dank dafür – dieser jedoch hat bei mir absolut in schwarze getroffen. Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema, da ich beim Taschennähen gerade beim finalen Topstich mit einer sonst tollen Maschine massive Probleme habe. Mich beschäftigt darüber hinaus allerdings das Nähgarn. Habe inzwischen vielfach gelesen, daß man mit dem Standardnähgarn nicht gut beraten ist und ein kräftigeres nehmen muß ( und kann ). Stimmst Du dem zu oder ist das nicht so pauschal zu beantworten ?

    1. Hallo Peggy, genau, würde ich auch so sehen:
      Das kann man nicht pauschal beantworten.
      Bei Taschen aus kräftigem Canvas z. B. würde sich durchaus eine Steppnaht aus robustem Denimgarn gut machen.
      Während für eine zarte Blümchentasche das Allesnäher durchaus passend ist.
      Muss aber nicht sein. Das ist ja das Schöne: Alles kann, nichts muss. 🙂

  7. Liebe Sabine,
    auch wenn eine solche Maschine für mich nicht in Frage kommt, ist deine Begeisterung über dein neues “Schmuckstück” zu spüren. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wieviel Zeit deine Recherche in Anspruch genommen hat! Für mich war dein Beitrag trotzdem sehr interessant. Und wie ich sehen kann, können viele davon profitieren und manche sogar noch wertvolle Hinweise ergänzen.
    Der Beitrag aus der Mediathek war sehr informativ – aber schmerzlich. Es wundert mich, dass man keine Tränen hat fließen sehen – meine sind geflossen.
    “Mein” Stoffladen (Mutter und Tochter) hat diese kritische Zeit überlebt. WIR sollten uns alle bewusst sein, dass WIR eine evtl. Ladenschließung auch ein Stück weit mit in der Hand haben!
    Beispielsweise haben wir Stammkunden während des Lockdown bei “unserem” Stoffladen angerufen, bestellt und nach Terminvereinbarung abgeholt.
    Das ging oft sogar am selben Tag. Kundinnen und Kunden, die nicht mehr so rüstig sind, wurden von der Inhaberin beliefert oder wir Kunden haben die Waren mitgenommen und sie ausgehändigt.
    Und wie schnell geht das im Onlineshop? Was tun die Leute, die sich mit einem Computer nicht auskennen, wenn solche Läden schließen?
    Und wenn ich jetzt höre bzw. lese, dass die Containerkosten für den Transport aus Asien um das 13-fache steigt, da kann man nur hoffen, dass die heimischen Produkte wieder bevorzugt (in Läden) gekauft und somit auch Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden.

    1. Hallo Lillian,
      ganz lieben Dank für deine Rückmeldung.
      Mich hat die Schließung des Traditions-Modegeschäfts hier in Linau auch echt traurig gemacht.
      Viele hier im Herzogtum Lauenburg kennen das Geschäft seit vielen Jahren und verbinden Erinnerungen damit.

  8. Liebe Sabine,
    es ist toll, dass du jetzt als Fernsehstar noch Zeit hast so ausführliche und nützliche Berichte zu schreiben 😉
    Dafür danke ich Dir.
    Ich bin schon einige Zeit auf der Suche nach einer INM, habe aber noch keine Gebrauchte hier in der Nähe auftun können, die ich auch persönlich kennenlernen durfte. Aber ich halte die Augen auf und nehme Deine wertvollen Ratschläge mit. Das Problem mit dem Verrutschen der Pedale bei Haushalts NM, habe ich mit Teppichstoppern in den Griff bekommen.
    Liebe Grüße aus Rheinhessen, Patricia

    1. Hallo Patricia,
      vielen Dank für die liebe Rückmeldung. 🙂
      Der Teppichstopper ist eine gute Idee.
      Therabänder helfen auch super!

  9. Hallo, ich habe seit einigen Jahren eine ganz alte Pfaff-Industriemaschine. Leider schafft die kein dickes Leder usw. Deshalb hab ich mir jetzt eine ebenso alte Adler mit alternierendem Füßchen gekauft. Die hab ich von einem pensionierten Nähmaschinenmechaniker. Er hat mir auch noch einen ganz neuen Motor eingebaut, damit sie auf 220 Volt läuft. Man kann das auch mit einem Kondensator umstellen, aber dann verliert sie an Leistung (ist bei meiner alten Pfaff so). Die Adler näht sogar vier Lagen Leder problemlos. Ich musste mich allerdings auch erst wieder an die Geschwindigkeit gewöhnen. Bin sehr zufrieden!!!

    1. Hallo Susanne, vielen Dank für deinen informativen Kommentar.
      Nähst du mit der Indu auch Kleidung?

  10. Hallo Sabine,
    ich habe den Bericht in der Mediathek gesehen, Glückwunsch zu der Maschine. Ich habe mal einen halben Tag bei meiner Freundin in der Sattlerei an einer Industrienähmaschine gearbeitet. Das finde ich eine krasse Umstellung. Aber die Kraft der Maschine hat mich auch fasziniert. Leider habe ich keinen Platz für so einen Schatz.
    Liebe Grüße von
    simone.liebt.stoffe

    1. Hallo liebe Simone, hast echt recht, die Maschine ist schon raumgreifend. 🙂
      Zum Glück hatte ich noch ein Plätzchen frei.
      Danke für deinen lieben Kommentar.

  11. Hallo Sabine… mich faszinieren diese Maschinen auch…habe aber keine. Dafür habe ich die alte Pfaff 262 meiner Mutter lieben gelernt. Sie ist grottenschwer, aber läuft wie am Schnürchen und das ziemlich flott. Nur dicke Sachen kriege ich nicht so leicht unter den Fuß…. Danke für deine vielen Berichte und Ratschläge..

    1. Total gerne! Ja, diese alten Maschinchen sind echt unkaputtbar.
      So eine fehlt mir noch in meiner Sammlung… 😉

  12. Vor einigen Jahren interessierte mich auch eine Industriemaschine. So bin ich bei Juki gelandet, denn die Haushaltsmaschine wurde daraus entwickelt. Das versprach in meinen Augen eine solide Maschine. Ich nähe mit der DX7 und der Juki Mo 1000/Overlock und bin total glücklich in meiner Nähwelt !!

    1. Das ist genau das, was ich auch an Juki schätze, Christiane! 😉
      Ganz lieben Dank für dein Feedback.

  13. Moin! Vielen Dank für den tollen Bericht mit den vielen hilfreichen Informationen!
    Meine Freundin hat vor ein paar Wochen die Juki-Platinum-Edition TL2200 bei A.. bestellt, es kam aber leider die US-Ausführung mit 110V Spannung und amerikanischem Stecker an. Die Rücksendung gestaltet sich sehr schwierig. Jedenfalls kam daraufhin die Information, dass die Platinum auf dem deutschen Markt nicht lieferbar sei. Vielleicht erspare ich damit jetzt jemandem eine riesige Enttäuschung, meine Freundin jedenfalls war „not amused“. Ich selbst habe die Juki TL2200 qvp mini und bin super glücklich damit! Liebe Grüße!

    1. Puh. Das war bestimmt nervig! Hoffentlich hat letztlich doch alles gut geklappt?!

  14. Meine Pfaff93 ist lt. http://www.naehmaschinenverzeichnis.de noch eine halbe Industriemaschine: 8 Stiche, aber robust. Und ich hab bei Rucksäcken bislang keine Probleme gehabt. Allerdings arbeite ich viel mit Handrad, weil ich das so bei einer Schneidermeisterin gelernt hab, und könnte mir vorstellen, daß Du das dann nicht mehr als ‚komfortabel‘ bewertest?
    Ich hab hier noch eine Pfaff8 (Geradstichmaschine), die aber einen Zickzackfuß hat: Da ruckelt der Fuß den Stoff hin und her, so daß ein Zickzack entsteht.
    Danke auf jeden Fall für Deine Übersicht!

    1. Sehr gerne, liebe Gudrun. Aber nein, ich finde das Nähen mit dem Handrad oft ausgesprochen nützlich!

  15. Liebe Sabine

     

    Guter Bericht. Ich bin ebenfalls von den Haushaltsmaschinen auf Industrie-Maschinen umgestiegen. Mich hat genervt, dass alles nur noch aus Plastik ist…

    Allerdings habe ich bewusst die Maschinen über einen Händler gekauft:

    1. ich weiss, dass die Maschine perfekt funktioniert.

    2. ich habe eine Garantie / Gewährleistung

    3. ich habe einen Ansprechpartner bei Fragen

    4. er verkauft nur Maschinen, bei denen auch Ersatzteile erhältlich sind.

    5. ich verstehe (bin zwar handwerklich sehr geschickt) zu wenig von Maschinen um selber die möglichweise nötigen Reparaturen zu machen.

     

    Ich zahle zwar mehr, aber ich habe mir dies lange überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass es mir das zusätzliche Geld wert ist. Mein “Hauptgrund” war, dass ich keine Geld für eine gebrauchte Maschine ausgeben will, dass – wenn sie doch nicht ganz in Ordnung ist – möglicherweise auf der kaputten Maschine sitzen bleibe, weil es keine Ersatzteile mehr gibt oder die Reparatur exorbitant hoch sein wird…. (Gebranntes Kind…)

     

    Liebe Grüsse aus der Schweiz…

    Deine Anita

    1. Das kann ich sowas von verstehen, liebe Anita! Aus demselben Grund kaufe ich auch gerne beim Fachhändler!

  16. Interessanter Beitrag liebe Sabine, ich bin auch mit einer Industrienähmaschine ausgestattet, einer Juki und ich nähe eigentlich alles darauf. Nur für Knopflöcher usw. habe ich noch eine Pfaff Haushaltsmaschine. Leider war bei meiner Juki die Steuerung kaputt, deshalb schneidet sie jetzt den Faden nicht mehr ab zum Schluss und die Nadel bleibt im Stoff stecken am Ende, man gewöhnt sich an alles, ich muss einen Knopf drücken, damit sie hoch geht. Aber trotzdem ist sie die beste Industrienähmaschine die ich je hatte. Es lohnt sich echt.

    1. Hast vollkommen Recht, liebe Heike.
      Aber schöner ist natürlich, wenn alles funktioniert!
      Danke für die ausführliche Rückmeldung. 😍

  17. Super Infos. Vermisse nur den Hinweis das es Industriemaschinen auch mit 380 V gibt. Das sollte man auch
    vorher prüfen. Nicht jede Maschine läuft auf 220 V.

    1. Super Hinweis! Ich lerne auch immer noch was dazu, was Industriemaschinen angeht. 🙂
      Danke dir!

      1. Hallo Sabine!
        Danke für die vielen Tipps. Mir wurde letztens auch eine Industrie NäMa angeboten… Ich weiß aber noch nichts über sie. Jetzt bin ich in jedem Fall schlauer und werde Deine Tippsbeim nächsten Gespräch, beherzigen! 😁
        LG Beate

        1. Haha, voll cool, liebe Beate!
          Kannst ja mal erzählen, wenn du eine hast. 🙂

    2. Hallo Sabine,
      ja ich kann deine Freude verstehen und ich teile sie auch mit dir. Auch bei mir ist seid ein paar Wochen eine Industriemaschine eingezogen. Eine Juki aus der 9000der Serie. Ich bin gelernte Schneiderin, habe aber zu Hause immer nur Haushaltsmaschinen gehabt. Meine Firma, in der ich seid 10 Jahren als Zuschneiderin arbeite, schließt Ende Februar für immer die Tore. Und da habe ich mir eine geschnappt.
      Du hast alles super gut erklärt, dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Da kann jede Nähfrau/mann sich gut orientieren, bei Bedarf. Übrigens, die ‘neueren’ auch gebrauchten Maschinen laufen eigentlich alle mit Normalstrom. Nur ganz alte, oder Spezialmaschinen haben Starkstrom. Schön bei meiner ist der Fadenabschneider, ist im Trittpedal intrigriert, ebenso den ‘Kniehebel’ macht man auch mit dem Pedal, zum verriegeln gibt es einen Knopf vorne. Und man kann nicht nur feste, dicke Stoffe, Jeans problemlos nähen, auch sehr feine Seidenstoffe lassen sich so gut mit den Industris nähen, da macht es Spaß so dünne Stoffe zu verarbeiten. Da hat man doch bei Haushaltm. oft Probleme mit.
      Zum Schluss möchte ich noch anmerken, ich bin begeistert von deinen Schnitten, Erklärungen und Hinweisen. Auch ich als sehr alter Nähhase (64) habe auch so manches umgesetzt von deinen Ideen.
      Viel Spaß mit deiner Global, schön das die Gute ein neues Zuhause gefunden hat 😍

      1. Hallo liebe Gisela, du hattest mir ja Fotos deiner wunderschönen Juki gemailt.
        Ein echtes Traumteil! Ja, ich freue mich auch, dass die Maschine bei mir ihr Gnadenbrot bekommen kann.
        Ich verspreche auch, mich immer gut um sie zu kümmern. 🙂
        Lieben Dank für deine schöne Rückmeldung, es freut mich, dass du dir die Zeit für einen ausführlichen Kommentar genommen hast.

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