Hauptseite Nähen lernen Näh-Problem gelöst: 10 Näh-Helfer, die du garantiert nicht kennst!

Näh-Problem gelöst: 10 Näh-Helfer, die du garantiert nicht kennst!

Von Sabine
Näh-Helfer

Du kennst dich in der Welt des Nähens richtig gut aus? Und hast schon alle Näh-Probleme im Griff? Wir stellen wir 10 Näh-Helfer vor, die du garantiert noch nicht kennst! 🙂


Bei manchen Sachen haben wir uns wirklich gefragt, wie wir so lange ohne sie auskommen konnten! Wir hätten uns echt viel Sucherei, viel Geld, viele Näh-Unfälle und noch mehr Nerven sparen können, wenn wir sie schon früher gefunden hätten.

Damit dir das nicht genauso geht, stellen wir dir unsere Fundstücke in diesem Beitrag vor!


Wie bewahrt man Unterspulen auf?

Wie bewahrt man eigentlich Unterspulen so auf, dass man sie auch dem jeweiligen Obergarn richtig zuordnen kann?

Diese Silikon-Spulen lösen das Problem: Einfach Unterspule aufgesteckt und in die Garnrolle gesetzt. Fertig.

Die Teile, die ich zur Aufbewahrung verwende, heißen übrigens MagiDeal. Die Variante daneben in Pink, Lila und Türkis heißt Bobbin Buddy.


Wie ändert man Kleidung und Schnittmuster ab?

Wenn du wie ich gern Kleidung nähst, passt du sicher auch die Schnittmuster gelegentlich deinen Maßen an. Ich finde das gelegentlich sehr herausfordernd. Gerade wenn es darum geht, Armlöcher anzupassen. Oder Shirts an den Seiten symmetrisch enger zu nähen.

Für solche Herausforderungen (z. B. auch zum Engernähen von Kleidung!) gibt’s ein Helferlein von Prym. Nennt sich Kurvenlineal. Und ist vor allem in professionellen Schneidereien beheimatet.

Da können wir Normal-Näher uns echt noch was abschauen.


Wie bügelt man Säume?

Ebenfalls ein Profi-Näh-Helfer: Ein fest gestopftes Bügelpolster von Prym, mit dem du ganz leicht die Nahtzugaben von Kleidung auseinanderbügeln kannst. Natürlich kannst du es auch für das Bügeln von Hemden (die Manschetten!) zu Hilfe nehmen. Gibt’s in rundlich und länglich.


Wer verrät mir Profi-Näh-Tipps?

Inge Szoltysik-Sparrer ist Schneidermeisterin. In diesem Taschenbuch hat sie alle ihre Profi-Tipps zu Näh-Techniken, Tricks, Zubehör, Materialkunde, Schnitterstellung und vielem mehr gesammelt.

Das Buch richtet sich sowohl an Anfänger, die gerade über den Kauf ihrer ersten Nähmaschine nachdenken, wie auch an Fortgeschrittene, die sich mit den Feinheiten des Nähens beschäftigen.

Leicht verständlich (und mit vielen Bildern und Skizzen versehen) finde ich das Nähgesetzbuch. Es hilft dabei, Herausforderungen auf jedem Näh-Level anzugehen – und zu meistern.


Wie verhindert man Verletzungen beim Nähen und Bügeln?

Geht es dir auch so wie mir (und wie Dobby!)? Gerade wenn ich Schrägband selbst herstelle oder Nahtzugaben auseinander bügeln will, passiert es. Und dann ist erstmal Pusten und Kühlen angesagt.

Für solche Fälle gibt es diese kleinen Freunde hier. Nennt sich Silikon-Fingerschutz. Und parkt, seit mir das neulich eine Blog-Leserin empfohlen hat, immer auf dem Bügelbrett. 🙂

Sie kommen direkt in drei Größen. Super auch zum Quilten und Sticken, weil die Nadel auf dem Silikon nicht so leicht abrutscht.


Auf der Schneidematte bügeln – geht das?

Klar geht das. Aber um zu verhindern, dass die Schneidematte sich wellt und verformt, kommt bei mir dieses Schätzchen zum Einsatz:

Eine hitzereflektierende Bügeldecke.

Der große Vorteil: Du kannst sie auf dem Arbeitstisch neben der Nähmaschine verwenden.  Und ganz nebenbei beim Nähen mal schnell eine Naht auseinanderbügeln ohne aufzustehen.

Das Problem hatten wir ja neulich auch in diesem Artikel angesprochen – und uns kurzerhand ein Mini-Bügelbrett selbst gebaut. 🙂


Wie vermeidet man es, versehentlich in die Naht zu schneiden?

Ist DAS ärgerlich? Neues T-Shirt fertig genäht. Will ich heute Abend zum Treffen mit meinem Freundinnen tragen. Die werden staunen! Jetzt noch schnell die Nahtzugaben zurückschneiden und ZACK! ist es passiert.

Tellerschere heißt das Zauberwort. Manchmal wird sie auch Applikations-Schere genannt. Weil sie genau dafür auch genutzt werden kann: Durch den breiten Rand hilft die Tellerschere, Nahtzugaben akkurat einzukürzen ohne die Naht selbst zu verletzen.

Übrigens auch eine gute Idee für Quilter, Patchwork-Liebhaber und Applikations-Junkies. 🙂

 


Wie spitzt man Schneiderkreide an?

Die Kreide ist stumpf und malt zentimeterdicke Striche? Wie soll man da akkurat arbeiten? Ganz einfach! Da hilft ein Kreideschärfer! Im Grunde ist das eine Kunststoff-Schachtel mit Klingen, über die die schmale Seite der Kreide gezogen wird. Der feine Kreidestaub sammelt sich am Boden und kann anschließend für befüllbare Kreidestifte verwendet werden.

Das Profi-Gerät findet sich vor allem in Schneidereien – und in Näh-Zimmern, in denen viel Kleidung genäht wird.


Wie markiert man Nahtzugaben?

In Schneidereien nimmt man für solche Aufgaben einen Doppel-Markierer. Das Prinzip ist denkbar einfach: Das eine Rädchen fährt am Schnittmuster entlang, während das zweite Rädchen im vorher eingestellten Abstand die Nahtzugabe markiert.

Und hier kommt jetzt der Kreidestaub zum Einsatz, der sich im Kreideschärfer gesammelt hat! Mit diesem feinen Kreidestaub lässt sich die Patrone preiswert wieder befüllen.

Das Parallel-Kopierrad ist auch eine super Sache, wenn du Taschenschnitte vergrößern oder ein Schnittmuster abnehmen möchtest.


Wie misst man Nähfußbreite?

Ich selbst habe das lange mit einem gewöhnlichen Lineal gemacht und mich immer wieder “vermessen”. Weil es dabei immer um Millimeter geht. Aber beim fertigen Näh-Projekt sieht man trotzdem hinterher die Ungenauigkeiten. Irgendwann ist mir das zu dumm geworden und ich hab bei der Schneiderin meines Vertrauens (die übrigens neuzeitliche Nähmaschinen meidet und ausschließlich auf herrlichen, unglaublich schweren und schnellen Industriemaschinen näht) gefragt, wie sie das macht.

Bea hat mir dann ein dünnes Metall-Lineal gezeigt, an dem sich ein Plastikzähnchen befindet. Sie nennt das Saum-Lineal.

So sieht es aus:

Wird an der Nadel eingehakt und mit dem Kunststoff-Zähnchen wird die benötigte Nahtzugabe exakt bestimmt. Eignet sich übrigens auch für das Abmessen von Nahtzugaben oder für’s Maßnehmen beim Stricken. Danke für den Tipp, Bea! 🙂


Magst du meine cleveren Lösungen für Näh-Probleme aller Art?

Lass gerne einen Kommentar da 🙂


Happy simple sewing,

deine Sabine

Näh-Helfer

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8 Kommentare

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8 Kommentare

Elke 19. Januar 2019 - 17:15

Liebe Sabine,
vielen Dank für Deine Tipps. Eigentlich sind sie sehr gut zu gebrauchen, das einzige was mich stört, dass dies alles Tipps sind, die man mit reichlich Euro bezahlen muss. Es gibt soviele Alternativen dazu, die man sich leicht selber machen kann. Bestes Beispiel ist das Bügelei von Prym. Selbst gemacht kostet es einen Bruchteil dessen, was man bezahlen müsste wenn man es kauft. Sorry, für meine Ehrlichkeit, doch ich finde das muss man mal sagen dürfen.
Liebe Grüße Elke Schuster

Antworten
SewSimple 19. Januar 2019 - 20:28

Hallo Elke, da hast du vollkommen recht! Man kann ganz vieles selber machen.
Und manches, wie zum Beispiel das selbstgemachte Freezer Papier oder das Mini-Bügelbrett habe ich auch schon als Anleitung hier auf dem Blog.
Selbstgemacht machen die Sachen gleich doppelt soviel Spaß.
Und wenn man keine Zeit zum Selbermachen hat? Dann hilft mein Blog-Beitrag weiter! 😉

Antworten
Renate 20. April 2019 - 13:06

Das mit der Applikationsscheren ist ein super Tip. Ich bin jetzt auch fündig geworden. Habe schon lange danach gesucht. Ich bin nämlich Linkshänder und überall bei meinen Nähmaschinenläden in der Nähe gab’s diese Schere nur für Rechtshänder. Nach langer Suche im Internet habe ich jetzt eine gefunden und bin voll begeistert mit der Handhabung. Ich möchte sie nicht mehr missen.

Antworten
Sabine 20. April 2019 - 13:57

Toll, dass ich dich da auf Ideen bringen konnte, Renate! 🙂

Antworten
Ille 27. Mai 2019 - 18:24

Selbst das Saumlineal kann man selber machen, ich habe eine etwas festere Pappe genommen und die erforderliche Saumbreite eingeschritten eingekerbt und fertig war es..Hat kein Cents gekostet. So haben wir es auch in der Firma gemacht.

Antworten
Sabine 27. Mai 2019 - 19:00

Tolle Idee, Ille, das probiere ich mal aus! 🙂

Antworten
Bente 16. Oktober 2019 - 14:03

Hallo Sabine,
zum Thema Nahtzugabe habe ich noch einen Tipp : eine clevere Näherin hat einen kleinen Helfer entwickelt, der per Magnet an die Schere geheftet wird. Die gewünschte Zugabe lässt sich einstellen. Es gibt das Teil in zwei Größen und heißt “Karl”. Da ich nicht weiß, wie es hier mit unerlaubter Werbung ist, sag ich jetzt mal ich, wo es das gibt. Wir haben ja alle Suchmaschinen 😉
Ich hab mit das Teil gekauft und finde es ganz hilfreich. Allerdings muss man dann konsequent in einer Richtung um das schnittmuster schneiden. Sonst funktioniert es nicht. Und um mir nicht meinen Stoff zu zerschneiden, weil es ungewohnt ist, damit zu Arbeiten, habe ich das ganze lieber am schnittmuster geübt und mir einfach direkt die NZ mit ausgeschnitten.

LG, Bente

P. S.. Tolle Seite, habe schon ganze viele Tricks, Tipps und Kniffe bei dir gesammelt! 👍🏻

Antworten
Sabine 16. Oktober 2019 - 19:54

Ah, vielen Dank für den Tipp, Bente! 🙂

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