Nähtricks helfen dir, dein Stress-Level zu senken! Gerade als Anfänger helfen dir meine bewährten Nah-Tipps und Hacks um besser klar zu kommen!
Kennst du das auch? Je mehr du nähst, desto häufiger passiert es, dass du dich auf unbekanntes Terrain wagst. Das macht auf jeden Fall Spaß, weil man so viel dabei lernen kann.
Aber es ist auch eine Herausforderung. Vor allem an deine Nerven. :)
10 Nähtricks, die du kennen musst!
Ich habe ein paar tolle Näh-Tipps für dich zusammengestellt, die deine Nerven (und deinen Geldbeutel) schonen! :)
Reißverschluss-Reste sind Gold wert!
Wirf Reste von Reißverschlüssen nicht einfach weg! Du kannst daraus herrlich griffige Schlaufen kreieren, die sich in die Seitennähten von Taschen einsetzen lassen.

Natürlich kannst du auch D-Ringe dabei mitfassen. Die Reißverschluss-Schlaufen sehen witzig aus und verpassen deinem Täschchen eine Extra-Portion WOW-Faktor!
Ganz toll eignet sich diese Näh-Idee für unser Schnittmuster Nanami, das in allen 5 Größen echt rasant aussieht (und praktisch ist, klar!). ;)

Stumpf war gestern: Rollschneider-Klingen schärfen

In Zeiten von Zero Waste sollten wir uns wirklich gut überlegen, was wir alles wegschmeißen. Ich habe mir vorgenommen, Rollschneider-Klingen zu sparen. Das kommt nicht nur der Umwelt sondern auch dem Budget zugute. Denn gute Klingen haben ihren Preis.
Um meine guten Vorsätze ins Werk zu setzen habe ich mir einen ganz simplen aber wirkungsvollen Rollschneider-Schärfer zugelegt.
So funktioniert er:

Klinge aus dem Cutter nehmen.
Die Halterung des Schärfers auseinander schrauben.

In die Halterung des Schärfers klemmen.

Jede Seite der Klinge zuerst über die grobe, dann über die feine Seite des Schärfer-Rings führen.

Anschließend die Klinge wieder einsetzen und weiterschneiden!
Übrigens gibt es den Klingenschärfer auch für 28-mm-Klingen!
Messbar besser: Washi-Tape als Messhilfe!

Du machst dein Schrägband gerne selber? Dann habe ich hier den ultimativen Tipp für dich! Statt das Lineal immer wieder mühsam zu justieren kannst du einfach entlang der gewünschten Markierung (bei Schrägband 45 Grad) 2 - 3 Lagen Washi-Tape kleben.
Nach dem Bekleben überstehendes Tape mit dem Rollschneider abschneiden.

Auf diese Weise erhältst du eine Klebemarkierung, die dir nicht nur optisch sondern auch haptisch hilft, dich beim Schneiden gut zu orientieren.

Der bloß-nicht-schlappmachen-Trick
Verzweifelst du auch manchmal an Viskose, Spitze, Lycra & Co.? Es ist gar nicht so leicht, diese rutschigen Stöffchen zu nähen! Ich habe jetzt ein ganz tolles Mittelchen gefunden, mit denen ich diese (und auch andere Widerspenstler, wie zum Beispiel Jersey!) bändigen kann!
Odif (das ist die Firma, die auch das berühmte Odicoat-Gel zur Stoffbeschichtung herstellt; mehr dazu und wie es funktioniert liest du im Beitrag Stoffbeschichtung mit Odicoat).
Das Ganze ist ein Stoff-Stabilisator (Fabric-Booster, wooowhooo!), mit dem der widerspenstige Stoff eingesprüht wird. Dann lässt du ihn trocknen, und zwar flach liegend.
Anschließend wirst du dich wundern: Selbst zarteste Spitze ist gebändigt und lässt sich anstandslos verarbeiten.
Der Nahtzugaben-Nähtrick
Es soll ja immer noch Schnittmuster ohne eingebaute Nahtzugabe geben. Natürlich nicht bei SewSimple. Anfänger-freundliche Schnitte enthalten die Nahtzugabe, sodass du nur ausschneiden und loslegen musst.
Wenn das mal nicht der Fall ist, kannst du dir ab sofort selbst einen variablen Abstandhalter für die gewünschte Nahtzugabe basteln.


Nimm dafür 3 - 4 Neodym-Magnete und hefte sie an die Schneide deiner Schere. Bevor du loslegst solltest du unbedingt checken, ob die angegebene Stärke des Magnet-Stapels mit der benötigten Nahtzugabe übereinstimmt.
Und dann kann's losgehen!

Auch praktisch: Wenn du ein paar Neodyms übrig hast, kannst du sie unter ein Schälchen kleben und das Ganze als magnetisches Nadelschälchen nutzen!
Der Anti-Verrutsch-Hack
Macht es dich auch verrückt, wenn das Fußpedal deiner Nähmaschine überall ist, aber niemals da, wo es sein soll?
Damit ist jetzt Schluss! Schneide dir ein Stück einer Teppich-Anti-Rutsch-Matte zu und lege es unter das Pedal
Gleiches kannst du übrigens auch mit rutschenden Schneidematten tun!

Der Riesen-Schneidematten-Näh-Trick
Für große Näh-Projekte ist es klasse, eine doppelt große Schneidematte zu haben. Wie das geht?
Anti-Rutsch-Matte zuschneiden.

Zwei Schneidematten auf Stoß darauf platzieren und die Markierungen aufeinander abstimmen.



Auf dem Bild siehst du übrigens meine Olfa-Matten, mit denen ich sehr zufrieden bin. Möchtest du mehr über selbstheilende Schneidematten erfahren (und wie man sie reinigen kann)?
Der falsche Saum-Trick
Keine Zeit oder keine Lust auf aufwändige Säume?
Dann regel die ganze Sache doch mit aufbügelbarem Saumband! Einfach zwischen die beiden linken Seiten des Saums gebügelt hält der Saum bombenfest. Und das ganz ohne Naht!
Der Nahtzugaben-Helferlein-Nähtrick

Kennst du das, wenn du versuchst, eine exakte Nahtzugabe freihändig hinzukriegen? Unmöglich! Ich habe für solche Zwecke ein kleines magnetisches Smiley, das einfach auf die Stichplatte der Nähmaschine geklickt wird.
Dann kann ich den Stoff ganz einfach daran entlang führen und sicher sein, dass ich die korrekte NZG erwische. ;)

Ein ähnliches Helferlein gibt es übrigens auch von Prym.
Nicht nur für Schrauber: Stoffgewichte aus Unterlegscheiben
Wie praktisch ist das denn? Einfache große Unterlegscheiben aus dem Baumarkt habe ich in Päckchen von 2 - 3 Stück mit Stoffresten und Kordel umwickelt.

Einfach aufgelegt verhindern sie allein durch ihr Gewicht, dass das Schnittmuster beim Zuschneiden verrutscht.
Wenn du jetzt noch eine elektrische Schere zum Zuschneiden verwendest, machst du's wie die Profis! ;)
Meine Erfahrungen mit der Elektro-Schere und mit Scheren generell kannst du auch nochmal nachlesen!

Gefallen dir meine Nähtricks und Hacks?
Dann lass mir gerne einen Kommentar da, wenn du magst!
Happy simple sewing,
deine Sabine

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