Bernina B480 Testbericht

Test und Erfahrungsbericht der Bernina B480: Was sie kann und ob sie taugt

von Sabine Schmidt

Hier kommt mein persönlicher Erfahrungsbericht zur Bernina B480. Ich habe sie ausgiebig getestet und berichte dir in diesem Beitrag, was mir an dieser Nähmaschine gefällt – und warum ich sie trotzdem nicht behalten habe.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Bernina ist eine hochwertige Nähmaschine, die mit vielen Features punkten kann
  • Ich habe die Maschine nach meinen persönlichen Kriterien getestet und berichte in diesem Beitrag von den Ergebnissen
  • Die Kosten der Maschine liegen bei ca. 2000 Euro
  • Von mir bekommt die Bernina 480 eine Gesamtnote von 2,9

Du möchtest dir eine neue Nähmaschine kaufen? Dann geht es dir wie mir vor einiger Zeit. Mir war wichtig, mal ein Fabrikat ins Auge zu fassen, das ich bisher gar nicht auf dem Zettel hatte. Bisher habe ich mit meiner Juki DX7, der Janome 8200, meiner alten Industrienähmaschine und der Brother Innovis genäht. Natürlich habe ich auch noch viele weitere Nähmaschinen Probegenäht und bei Freunden getestet.

Jetzt wollte ich mal Bernina testen. Ich habe schon so viel Positives über diese Marke gehört, dass ich einfach mal für mich selbst herausfinden wollte, ob die Maschinen und ich zusammenpassen.

Hier kannst du die Bernina 480 kaufen.

Bernina 480 Testbericht

Wenn du auf der Suche nach einer neuen Nähmaschine bist, kannst du auch mal meine Beiträge Eine Nähmaschine kaufen und Die richtige Nähmaschine finden lesen. Darin erhältst du wichtige Infos, die dir helfen, die richtige Nähmaschine für deine Bedürfnisse auszusuchen.

Nähmaschine kaufen: Meine 12 persönlichen Kriterien

Natürlich kann man eine Nähmaschine nach vielen unterschiedlichen Kriterien bewerten. Aber ich habe gemerkt, dass mir bestimmte Dinge wichtiger sind als andere. Daher lege ich besonderen Wert auf folgende Punkte:

  1. Ist die Gebrauchsanleitung verständlich und handlungsleitend?
  2. Lässt sich die Maschine einfach einfädeln?
  3. Ist die Technik selbsterklärend und intuitiv bedienbar?
  4. Kommt die Maschine mit nützlichem Zubehör?
  5. Ist der Nähtisch groß genug?
  6. Hat die Maschine Platz für große Projekte?
  7. Wie sieht es mit Lautstärke und Vibration aus?
  8. Lassen sich die Füßchen leicht austauschen?
  9. Näht die Maschine Nahtanfänge (auch bei Jersey)?
  10. Wird sie auch mit dicken Stellen fertig?
  11. Ist das Nähen komfortabel (Einfädler, Fadenabschneider, Kniehebel, multifunktionales Pedal)?
  12. Punktet die Maschine mit Nähspaß?

Nach diesen Kriterien habe ich mir die Bernina angeschaut und mit einem System von Schulnoten, also von 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend gearbeitet . Schauen wir uns doch mal genauer an, wie ich die Maschine in Bezug auf die genannten Kriterien bewerte und warum.

Test- und Erfahrungsbericht der Bernina B480

Schon beim Auspacken fällt mir auf: Die Maschine ist schwer und wirkt gut verarbeitet. Was darauf hindeutet, dass hier nicht nur Plastik sondern Metallteile verbaut wurden.

Das Zubehör ist wertig, der Anschiebetisch stabil. Alles ordentlich verpackt, sodass die Maschine den Transport gut überstanden hat. Zusätzlich zum angekündigten Zubehör hat die Maschine noch ein Dreierset Mettler-Garne in Schwarz, Weiß und Rot und einen Zubehör-Katalog im Gepäck.

Wie gut ist die Bedienungsanleitung der Bernina B480

Hier wird’s direkt schon schwierig. Ich bin anscheinend von meiner Juki DX7 etwas verwöhnt und finde mich mit der Gebrauchsanleitung der Bernina nicht so gut zurecht. Für die Beschreibung des Einfädelns, hier speziell des Oberfadens (womit ja viele Einsteiger ohnehin Schwierigkeiten habe), braucht man viel Phantasie. Auf den Fotos ist nicht wirklich erkennen, wo genau der Faden im unteren Bereich entlang laufen muss.

Auch die Beschreibung des halbautomatischen Einfädlers ist eher dürftig (und für mich auch nicht zielführend, ich musste lange ausprobieren, bis es geklappt hat).

Das nur als Beispiel. Der Teil, in dem die Sticheinstellungen gezeigt werden, ist wiederum ausführlich und gut nachzuvollziehen.

Die Bedienungsanleitung bekommt von mir die Note 3,5.

Wie lässt sich die Bernina 480 einfädeln?

An sich ist das Einfädeln kein Problem. Schauen wir uns zuerst den Oberfaden an. Bis zum halbautomatischen Einfädler lässt sie sich einfädeln wie jede andere Maschine, die ich kenne. Der Einfädelmechanismus ist allerdings etwas tricky: Man muss den Faden gespannt um den heruntergedrückten rutschigen grauen Kunststoff-Pinückel führen, dann vorne an der Nadel vorbei und in ein Metallhäkchen fädeln. Bevor man dann den Faden nach rechts oben führt und abschneidet. Dann kann man den “Einfädelfinger/Haken” (O-Ton Bernina) loslassen und der Oberfaden soll eingefädelt sein.

Einfädeler Bernina B480

Ich sag mal so: Bei mir hat das in 2 von 3 Fällen nicht funktioniert. Zeige ich auch nochmal im Video.

WENN es klappt, dass ganz leise, sauber und unaufgeregt. Der Faden bildet dann nicht, wie bei anderen Nähmaschinen eine Schlaufe sondern wird gerade hinter der Nadel nach oben geführt.

Die Unterfadenlösung wirkt auf mich etwas Vintage, sie verbirgt sich vorne unter der Stichplatte. Man kann also während des Nähens nicht sehen, ob noch Garn auf der Spule ist. Weil die Maschine mit ausgesprochen großzügigen Jumbo-Spulen (mit magnetischer Seite) ausgerüstet ist, hat man allerdings immer einen guten Garnvorrat auf der Spule.

Erfahrungsbericht Bernina B480

Das Aufspulen fand ich etwas nervig, weil meine Garnrolle mehrfach vom Garnrollenhalter gerutscht ist. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, bis das Aufspulen einigermaßen funktioniert hat. Auch wenn ich mich genau an die Anleitung gehalten habe, rutschte der Faden irgendwann immer unter die Spule und wickelte sich um den Halter.

Bernina B480

Das Einfädeln von Ober- und Unterfaden wird übrigens auch nochmal im Tutorial, das man sich direkt auf dem Monitor der Maschine anschauen kann, gezeigt. Leider ist der wichtigste Teil, nämlich wie der Faden aus der Unterfadenspule geführt wird, im Video abgeschnitten.

Der Einfädelvorgang bekommt von mir die Note 2,5.

Wie intuitiv lässt sich die Bernina 480 bedienen?

Ich sag mal so: Ich nähe schon lange und habe viele unterschiedliche Fabrikate ausprobiert. Bei keiner (ausnahmslos!) hat es so lange gedauert, irgendwie mit der Maschine warm zu werden.

Zunächstmal braucht die Bernina lange, bis sie “hochgefahren” ist. Bis ich soweit war, die erste Naht zu nähen, habe ich echt Blut und Wasser geschwitzt. Irgendwie hat es zwischen uns von Anfang an nicht gestimmt.

Als sie dann endlich eingefädelt und startklar war, war ich allerdings entzückt über die schöne Stimme (du wusstest nicht, dass Nähmaschinen eine haben? Hör mal genau hin!) der Maschine und die Präzision, mit der sie arbeitet.

Die Bedienung bekommt von mir die Note 3.

Welches Zubehör hat die Bernina B480 im Gepäck?

Wie schon oben erwähnt ist das Zubehör wertig aber nicht unbedingt üppig für eine Maschine in dieser Preiskategorie. In diesem Abschnitt schreibe ich dir ein paar Punkte, die mir in diesem Zusammenhang aufgefallen sind.

Das ist dabei:

  • BERNINA Freiarm-Anschiebetisch: Einer der besten, die ich je gesehen habe: Nicht so überdimensioniert wie bei Juki oder Brother, sondern ein wirklich praktischer, sehr sauber verarbeiteter, stabiler Anschiebetisch; der allerdings auch dringend notwendig ist, wenn man sich anschaut, wie winzig der Nähbereich, also der Platz rund um die Stichplatte ist. Für mich ist es ein absolutes No-Go, auf so kleinem Raum zu nähen. Also muss der Anschiebetisch immer dabei sein. Großes Plus: Er hat ein Klarsicht-Fensterchen, durch das man den Greiferdeckel sehen kann. Man muss den Tisch also nicht entfernen, wenn man die Spule austauschen möchte.
  • Zubehörbox: Geräumig und sinnvoll. Besonders schön: Man kann die aufrecht stehende Box mit Magnetkraft hinten an der Maschine fixieren. Wehrmutstropfen: Um das zu tun muss man den Anschiebetisch abbauen. Und wohin dann damit? Hier würde ich mir eine durchdachtere Lösung wünschen. Die für die Nähfüße vorgesehenen Halterungen in der Box sind schwer zu bedienen, die Halterungen für die Spulen auch.
  • Freihandsystem(FHS): Mir ist auch nach mehreren Tagen des Ausprobierens nicht gelungen, herauszufinden, was damit gemeint ist. In der Bedienungsanleitung finde ich den Begriff leider nicht wieder.
  • Kniehebel: Ausgesprochen praktisch, funktioniert sehr gut.
  • Snap-on Schaft: Gewöhnungsbedürftig, funktionierte allerdings super, nachdem ich es ein paarmal geübt hatte.
  • Rücktransportfuß Nr.1: Kannte ich so jetzt nicht, war an der Maschine vorinstalliert. Sieht aus wie ein normaler Zickzackfuß, der allerdings am oberen Ende ein Kunststoffteil eingebaut hat, dessen Funktion nicht erklärt wird und die sich mir auch nicht erschlossen hat.
  • Overlockfuß Nr.2: wirkt wertig, habe ich aber nicht weiter ausprobiert.
  • Knopflochsohle Nr.3
  • Reißverschlussfuß Nr.4: Funktioniert sehr gut, vor allem, weil man die Nadelposition kleinschrittig verändern kann. Allerdings funktioniert der Stofftransport nicht besonders gut, wenn der RVF installiert ist. Kein Wunder, dass ein Höhenausgleich serienmäßig dabei ist. Damit habe ich ganz schön zu kämpfen gehabt…
  • Blindstichfuß Nr.5
  • 3 Fadenablaufscheiben: durchaus sinnvoll für unterschiedlich große Garnrollen
  • 5 Spulen im Zubehör: Man spult auf diese Jumbo-Spulen ja eine erkleckliche Menge Garn. Folglich braucht man, wenn man viele Farben vernäht (so wie ich), auch viele Spulen. Eine 25er-Box Bernina Unterfadenspulen kostet rund 53 Euro. Ein stolzer Preis für 25 Spulen, finde ich. Auch wenn sie magnetisch sind.
  • Pfeiltrenner: Handelsübliche Qualität
  • Höhenausgleich: Absolut unersetzlich für diese Maschine. Falls du dir diese Maschine gönnst, solltest du darauf achten, dass dir der Höhenausgleich nicht abhanden kommt. Gerade bei dicken Nahtanfängen, Übergängen oder Reißverschlüssen bist du sonst nämlich rettungslos aufgeschmissen.
  • Schraubendrehe
  • 1 Schaumstoffteller: soll verhindern, dass sich der Faden am Garnrollenhalter festhängt.
  • Nadelsortiment: Original Bernina
  • Öler: mit Nähmaschinenöl. Wichtig: Bernina-Nähmaschinen verlassen das Werk wohl weitestgehend ungeölt. Das bedeutet, dass du sie nach Erhalt möglichst schnell ölen solltest. Mir hat dabei die Videoanleitung geholfen. Lediglich der Begriff “Öldepots”, die laut Bedienungsanleitung geölt werden sollen, war mir nicht klar. Es handelt sich dabei aber (das habe ich nach einigem Rätseln rausgefunden) um die kleinen Filzeinsätze. Sie verteilen anschließend das Öl dorthin, wo es gebraucht wird.
  • Pinsel
  • Fußanlasse: Ein besonders schönes, breites Exemplar. Die Voreinstellung werksseitig ist so, dass man bei Druck auf die vordere Kante des Pedals die Nadel senken kann. Mich hat das immer total aus dem Konzept gebracht. Man kann das Pedal aber auch mit anderen Funktionen programmieren.
  • Netzkabel
  • Staubschutzhaube
  • Bedienungsanleitung

Das Zubehör bekommt von mir die Note 2.

Wie groß ist der Nähtisch der Bernina 480?

Verglichen mit Brother, Juki, Janome: winzig. Das empfinde ich als echtes Manko. Für mich funktioniert die Maschine tatsächlich nur in Kombination mit dem Anschiebetisch.

Die Nähtisch-Größe bekommt von mir die Note 5.

Hat die Maschine Platz für große Projekte?

Auch hier leider: Wenig. Die Maschine wirkt gedrungen, rechts von der Nadel ist wenig Platz. Keine guten Voraussetzungen zum Nähen von großen Kleidungsstücken oder Patchworkdecken.

Mit Anschiebetisch ist aber wenigstens links ordentlich Raum zum Arbeiten.

Das Platzangebot bekommt von mir die Note 4.

Freiarm Bernina

Wie laut ist die Bernina 480? Vibriert sie beim Nähen?

Die Lautstärke ist durchaus okay, ich empfinde sie als etwas lauter als meine Juki. Vom Klang her ist sie angenehm, allerdings ist mir aufgefallen, dass die Maschine auch auf meinem Massivholztisch erstaunlich vibriert. Das ist wirklich präzisem Nähen aus meiner Sicht eher abträglich.

Für Lautstärke und Vibration bekommt die Maschine von mir eine 4.

Lassen sich die Füßchen der Bernina 480 einfach austauschen?

Jein. Oder: Ja. Wenn man weiß, wie’s geht. Bernina hat ein ganz eigenes Nähfuß-System. Das hat mich beim Kauf total gereizt, weil es so gut aussieht.

Die Füßchen haben oben eine Aussparung, in die die kegelförmige Metallspitze des Befestigungssystems eingeführt wird. Anschließend wird das Ganze mit einem Haken befestigt.

Bernina 480 Fuß austauschen

Sobald man das verstanden hat, ist es ganz einfach.

Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt, ist die enorme Breite des vorinstallierten Universalfüßchens. Der Vorteil liegt zwar klar auf der Hand: Der Stofftransport funktioniert aufgrund des breiten Füßchens besonders gut. Aber der Nachteil, dass man wenig vom Stoff sieht, überwiegt hier für mich.

Das Nähfuß-System von Bernina bekommt von mir die Note 2.

Näht die Bernina 480 Nahtanfänge präzise?

Hier hat mich die Maschine erstaunt. Sie näht die Nahtanfänge von Jersey, Viskose und rutschigem Netzstoff wirklich sehr gut. Auch das Vernähen am Nahtanfang klappt tadellos, bei meinen Versuchen wurde in keinem Fall der Stoff unter die Stichplatte gezogen.

Für das Nähen von Nahtanfängen bekommt die Bernina von mir eine 1.

Wie näht die Bernina 480 dicke Stellen?

Leider muss ich sagen: Nicht gut. Immer wieder blockierte die Maschine, immer wieder wies mich der Bordcomputer darauf hin, dass ich den Nähfuß senken sollte. Die Maschine nähte einfach nicht weiter. Und das bei einer ganz normalen Tasche, also eine Lage Kunstleder, eine Lage Stoff. Absolutes Versagen.

Und ja, auch mit Unterleg-Scheiben, mit gut Zureden, mit Maschine an- und wieder ausschalten. Nichts hat geholfen.

Um die Tasche fertigzustellen bin ich dann wieder auf meine altbewährte Janome umgestiegen.

Für das Nähen von dicken Stellen bekommt die Bernina von mir eine 5.

Wie komfortabel ist die Bernina 480?

Gedacht ist die Maschine mit Sicherheit als komfortable, leicht bedienbare Maschine. Zumindest, wenn man sich das Zugehör anschaut: Gedacht ist die Maschine mit Sicherheit als komfortable, leicht bedienbare Maschine. Zumindest, wenn man sich das Zugehör anschaut.

Einfädler, Kniehebel, Fadenabschneider, Vernähfunktion, multifunktionales Fußpedal: Im Grunde sind das alles Features, die einem Nahfan das Leben leichter machen.

Für den Einfädler kann ich das aber wirklich nicht behaupten. Dass sowas besser geht zeigen Brother und Juki vor allen anderen. Janome schwächelt in diesem Punkt übrigens auch bei einigen Maschinen.

Der Kniehebel ist easy zu installieren und tut was er soll. Der ist wirklich super.

Fadenabschneider und Vernähfunktion sind Klasse, keine Frage.

Und das Fußpedal ebenfalls. Angenehm zu bedienen, die Programmierung habe ich allerdings nicht ausprobiert.

Trotzdem wirkt die Bernina im Gebrauch sperrig, zögerlich und nicht besonders willig. Das ist so ein Gesamteindruck, der sich während der Zeit, in der ich sie getestet habe, immer wieder bestätigt hat.

Präzise, ja. Und auch in vielerlei Hinsicht unglaublich genau einstellbar, z.B. was Näheinstellungen wie Fadenspannung, Stichlänge, Stichbreite etc. angeht. Hier kann man sogar auf dem Monitor live verfolgen, wie sich die Sticheinstellung verändert, wenn man am Knöpfchen dreht. Sowas habe ich bisher bei keiner Maschine gehabt und finde das ausgesprochen angenehm.

Trotzdem finde ich die Maschine insgesamt eher stressig und anspruchsvoll in der Bedienung. Vielleicht, weil ich sie als besonders empfindlich und zickig erlebt habe.

Für Komfort bekommt die Bernina von mir die Note 3.

Bernina 480

Wieviel Nähspaß bringt die Bernina 480 mit?

Ganz ehrlich: Nachdem ich mich zuerst über die wertige Verarbeitung gefreut hatte und fest entschlossen war, mit der Maschine glücklich zu werden, war ich mit der Zeit immer mehr darüber genervt, wie sehr mich das Nähen mit ihr angestrengt hat.

Nichts lief einfach nur glatt, immer gab’s was einzustellen, zu bedenken, auszuprobieren. Einfach drauflos nähen funktioniert mit dieser Maschine aus meiner Sicht überhaupt nicht. Die Nähte sehen gut aus, allerdings nicht so gut wie bei meiner Juki.

Diese Erfahrung teilt übrigens auch eine meiner Nähfreundinnen mit mir.

Leider kann ich in Puncto Nähspaß der Bernina nicht mehr als 3,5 geben.

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Mein Fazit zur Bernina 480

Mit einem Wort: Eine echte Enttäuschung. Nachdem ich so hohe Erwartungen hatte, ist diese Maschine für mich und meine Nähbedürfnisse tatsächlich vollkommen ungeeignet. Wer auf wertige Verarbeitung steht und eine etwas sperrige Handhabung in Kauf nimmt, der kann mit der Bernina 480 durchaus glücklich werden.

Ich kann es leider nicht – und du kannst mir glauben, dass ich mich nicht leicht damit tue, bei so einer Herausforderung einfach aufzustecken.

Allerdings kommt die Maschine mit einer Gesamtnote von 2,9 gar nicht so schlecht weg, finde ich.

Hier kannst du dir die Bernina 480 bestellen.

Für mich wird es länger dauern, bis ich mich mal wieder an ein Bernina-Modell herantraue, denke ich. Und finde das, ehrlich gesagt, bedauerlich. Gerade weil die Maschine aus der Schweiz kommt und einen so vertrauenserweckenden Eindruck macht. 🙂

Welche Erfahrungen hast du mit Bernina gemacht? Kannst du vielleicht sogar eine Maschine empfehlen? Schreib es mir gerne in den Kommentaren. Ich würde mich freuen, von dir zu lesen!

Happy simple sewing

deine Sabine

Testbericht Bernina 480

Häufige Fragen

Ist die Bernina B480 empfehlenswert?

Aus meiner Sicht ist die Bernina 480 eine durchaus solide Maschine, bei der, nach meinem persönlichen Empfinden allerdings der Nähspaß etwas auf der Strecke bleibt.

Ist die Bernina 480 für Anfänger empfehlenswert?

Ich würde Anfängern diese Maschine nur bedingt empfehlen, weil sie nicht so intuitiv bedienbar ist, wie ich es mir wünschen würde.

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79 Antworten zu „Test und Erfahrungsbericht der Bernina B480: Was sie kann und ob sie taugt“

  1. Gabriela

    Hallo Sabine, ich nähe seit über 40 Jahren auf Bernina Maschinen und war immer zufrieden. Nun habe ich mir vor ca. 2,5 Jahren eine Bernina B480 zugelegt und bin ziemlich enttäuscht 😞 Das Nahtbild ist nicht schön, der Unterfaden ist oft zu stramm….und sie wird laut, wenn sie nicht ständig Öl bekommt. Laut Händler brauch sie alle 6Nähstunden Öl….finde ich etwas fragwürdig 🤨 Das Problem mit dem Jersey kenne ich auch….ja es ist schade ☹️ ich werde mit ihr nicht warm. Vor Kurzem habe ich eine teure Wartung machen lassen mit einem neuen Update…Aber besser ist es nicht geworden. Ich denke wir werden uns bald trennen und ich werde mich umorientieren.

    Gruß Gabriela

    1. Hallo liebe Gabriela, ich verstehe, was du meinst.
      Die Bernina braucht wirklich regelmäßig Öl. Ich habe ja einen neuen Versuch gewagt und mir die Bernina 770 gekauft. Und habe mich stürmisch neu verliebt. Allerdings braucht mein Schätzchen ebenfalls Öl. Und zwar öfter als nur alle 6 Nähstunden. 🙂

  2. Luise

    Hallo,
    nach der Bewertung, vor allem das Nähen von dicken Stellen hatte ich bei meiner kleineren B335 Bedenken, die ich jedoch ausräumen konnte.
    Das Nähen von dicken Stoffen – Flanell, Wollvlies, Bündchen, Kapuze und Außenjacke (Oilskin) (7 Stofflagen) – war kein Problem.
    Bei der Bedienungsanleitung gebe ich Dir vollkommen Recht, jedoch hat Bernina einen tollen Youtube Kanal, wo alles sehr gut erklärt wird.
    Das Einfädeln klappt bei mir tadellos. Ohne Anschiebetisch kann man meiner Ansicht nach, den Nähplatz nicht bewerten, der würde bei einer Brother oder Janome deutliche kleiner ausfallen, wenn man sie im Freiarmmodus benutzt.
    Natürlich kann man die 480 nicht mit der 335 vergleichen, dennoch wollte ich meine Erfahrung – vor allem beim Nähen von Dicken Stoffe – teilen.
    Denn dies war der Grund, warum ich mich für eine Bernina entschieden habe bzw. warum sie mir empfohlen wurde.

    1. Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung, liebe Luise!

  3. Dein Test ist interessant zu lesen. Es zeigt sich auch hier wieder ganz deutlich, wie unterschiedlich Anforderungen sind und damit auch die “Bedienerfreundlichkeit” jeder Nähmaschine.
    Dazu kommt auch der Gewohnheits-Effekt und der spielt eine sehr grosse Rolle. Speziell beim Einfädeln, bei der Bedienung allgemein und auch bei den Näheigenschaften.
    Deshalb ist es enorm wichtig, für sich den richtigen Näh-Partner (=Maschine) – und damit vor allem auch die kompetente Beratung zu finden! Online-Kauf führt nicht selten zu grossem Frust.

    1. Da hast du vollkommen recht, liebe Judith.
      Danke für deine offene Rückmeldung.

  4. Stella

    Ich habe die bernina 480 und bin nicht wirklich zufrieden. Ich finde, dass sie sehr laut ist, ich Öle und reinige die Maschine regelmäßig und gewissenhaft. Beim Nahtanfang muss man sehr genau darauf achten, dass sie Fäden exakt nach hinten gerichtet sind, sonst zieht sie die Fäden nach unten. Was man bei Bernina auch bedenken sollte, das Zubehör ( Füßchen, Stichplatte, Ersatzspulen…)ist teuer.
    Es braucht eine Zeit, bis man mit ihr wirklich warm wird. Ich nähte 40 Jahre auf einer Brother, ich denke, dass die neue Freundschaft bei passender Gelegenheit beendet wird.

      1. Olo Nö

        Guten Tag ,

        Vorgeschichte :
        Ich bin mit einer Pfaff 130 aufgewachsen . Ich liebe Mechanik.
        Dann kam eine Pfaff 1475 dazu .Ober -Unterfadenspannung finden nicht wirklich zu einer Freundschaft.
        Jetzt möchte ich mir eine Bernina 480 zulegen , da mir schweizer Fabrikate bisher immer hohe Präzision und Wertigkeit vermittelt haben .

        Über das Fazit der 480 bin ich erschrocken .
        Bin ich da vollkommen abhängig vom Computergedöns?
        Primär möchte ich eine leise , schnörkellose mit großem Spulenvolumen Maschine.
        Hat Juki und Janome uns überholt ?.
        Können , dürfen Sie mir eine Empfehlung aussprechen .
        Ich brauche keinen Firlefanz ; die neue sollte sein wie die 130 von Pfaff nur leiser mit größerer Spule., und ja ich brauche nicht 600 Programme.
        Bei der 1475 habe ich vielleicht 10 genutzt , den Computer gar nicht .

        Im Umfang bescheiden und im Ergebnis Spitze.

        mit freundlichen Grüßen
        Olo

        1. Hallo Olo, ich würde einfach mal ins Fachgeschäft des Vertrauens gehen und mich beraten lassen. 🙂

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