Stoffgewichte selber machen: Schnittmuster mit Stecknadeln fixieren? Zeit raubend! Mit meinen Nähgewichten aus schön bemalten Steinen geht's viel schneller! ;)
So leicht ist das: Nähgewichte selbst gemacht!

Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass das einen Profi vom Hobby-Näher unterscheidet:
Der
Hobbynäher fixiert Schnittmuster aufwändig mit Stecknadeln auf dem Stoff und schneidet mit der Schere zu.
So macht's der Profi: Er beschwert den Schnitt mit Nähgewichten und schneidet den Stoff mit der
Elektroschere (auf die mein Mann regelmäßig ein bisschen neidisch ist...).
Okay, ich bin kein Profi sondern
schreibe einen Nähblog. Auf der anderen Seite: Man darf sich doch ruhig den ein oder anderen Trick von den Profis abgucken, oder? ;)
So geht's: Die Nähgewichte werden passend zum Schnittteil ausgesucht und so aufgelegt, dass sie beim Zuschnitt nicht stören. Ich habe große Fixiergewichte für große Schnittteile und kleinere für Teile wie Krägen, Taschen usw.

Zuschneiden mit der Elekroschere mache ich schon lange. Speziell bei
Kleidungsschnitten aus
Jersey, Walk oder
Softshell greife ich immer zur Elektrischen, weil das viel schneller und sauberer geht als mit
Schere oder Rollschneider.
Gerade wenn der Stoff etwas mehr Volumen mitbringt, finde ich alles andere mittlerweile nur noch Nerv raubend.

Hier siehst du, wie ich mein T-Shirt Mirabell, das nur aus zwei Stoffteilen besteht, mit der Profi-Methode zuschneide. Weil der Schnitt super schnell umzusetzen ist und das Schneiden echt fix geht, brauche ich für das T-Shirt keine halbe Stunde.

Der Vorteil von Fixiergewichten liegt also auf der Hand.
Ich habe mich lange mit meinem Türstopper als Fixiergewicht über Wasser gehalten. Aber so richtig gefiel mir das nicht mehr.
Also habe ich beschlossen, meine
Stoffbeschwerer ab sofort selber zu machen. Und weil mein süßes Tochterkind jetzt auch vom
Näh-Virus befallen ist (und einige nähende Freundinnen sich gleichfalls über ein buntbemaltes Wichtelgeschenk freuen), bin ich direkt in die Großproduktion eingestiegen.
Noch ein Wort zum Zweck der Fixiergewichte
Seit ich oft und gerne Kleidung für mich selber nähe, stelle ich immer wieder fest, dass große Stoffstücke dazu neigen, über die Kante des Schneidetischs zu wandern. Dann kann es passieren, dass der Stoff unter Spannung steht, was dazu führt, dass sich das gesamte Schnittteil verziehen kann.
Ich lege also die Stoffgewichte nicht nur auf das Schnittmuster, um es auf dem Stoff zu fixieren: Es ist auch hilfreich, das gesamte Stoffteil damit zu beschweren um Spannungen vorzubeugen.

Die schön bemalten Steine sind nämlich
nicht nur als Fixiergewichte für Stoffe zu gebrauchen:
Sie machen sich auch toll als Tischdeko auf der Kaffeetafel, als kleiner Hingucker im Garten und auf der Terrasse, als Glücksstein auf dem Schreibtisch lieber Kolleg*innen oder aufgereiht als Deko auf dem Fensterbrett.

Ich muss gestehen: Inzwischen bin ich regelrecht süchtig danach, Steine zu bemalen und liebe es, sie zu verschenken. Muss ja niemand wissen, dass der handbemalte "Hab-dich-lieb"-Stein seine Existenz meiner Näh-Sucht verdankt... ;)
Als erstes sind wir mal an die Ostsee gefahren und haben an Stränden und Flussufern schöne, große runde Steine gesucht. Die lassen sich wunderbar bemalen und beschweren den Stoff optimal.

In meiner Anleitung verrate ich dir, wie ich meine Stoffgewichte selbst gemacht habe.
Wichtig: Du solltest du dich vor dem Sammeln der Steine erkundigen, ob das im angepeilten Gebiet wirklich erlaubt ist. Gerade in Naturschutzgebieten ist es oft verboten, Pflanzen und Steine zu entfernen, natürlich aus gutem Grund!
Übrigens: Wenn du nicht an einem Ort lebst, wo du solche schönen
Steine findest, kannst du sie dir auch einfach online in verschiedenen Größen bestellen.
Das brauchst du um Stoffgewichte aus Steinen selber zu machen
Mein Tipp: Wenn deine Steine ein wenig wacklig unterwegs sind, kannst du sie mit 1 - 2 Filzgleitern "ruhig stellen". Dann sind sie auch wirklich Fixier-Gewichte und keine Wackelkandidaten. ;)
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