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Kleidung selber nähen: Alle Vorteile auf einen Blick!

Von Sabine
Kleidung selber nähen

Warum macht mir meine selbst genähte Mode eigentlich so viel Spaß? Und wieso sollte man überhaupt Kleidung selber nähen? In diesem Blog-Beitrag verrate ich dir, welche Vorteile das hat!


Kleidung selber nähen: Meine Lieblingsbeschäftigung 🙂

Seit meine Overlock und Coverlock (meinen Overlock und Coverlock Testbericht kennst du vielleicht schon?) im Haus ist, nähe ich einen Großteil meiner Garderobe selbst. Und spätestens seit unser Damenshirt Sedona das Licht der Näh-Welt erblickt hat, bin ich voll infiziert!


Kleidung selber nähen hat für mich viele Vorteile:

  • Da ich mit 1,83 cm aus dem üblichen Raster herausfalle, sind mit Ärmel, Hosenbeine oder Taillen oft zu kurz – wenn ich meine Kleidung selbst nähe, kann ich ganz individuell Änderungen vornehmen.
  • Mit Größe 42 trage ich zwar eine gängige Größe, meine Proportionen sind aber etwas eigenwillig – auch dieser Tatsache kann ich Rechnung tragen, wenn ich meine Kleidung selber nähe
  • Ich bekomme genau das Kleidungsstück, das ich mir wünsche – und sogar in der Farbe und aus dem Stoff, den ich mir vorstelle
  • Ich kann in der Zusammenstellung von Outfits viel kreativer sein als früher – und wenn mir ein Piece fehlt? Nähe ich es mir einfach!
  • Nicht zu unterschätzen: Kleidung nähen macht Spaß!
  • Das Gefühl, coole selbst genähte Klamotten zu tragen, ist einfach genial!
  • Auch toll: stolz zu sein auf die Fähigkeit, Kleidung selber nähen zu können.

Kleidung selber nähen

Manchmal muss es eben Jersey mit Vögelchen sein, oder? 😉

  • Selbst genähte Mode ist nachhaltig: Wenn ich mit Bio-Stoffen nähen möchte, bestelle ich sie mir meistens online. Meine Lieblingsquelle für Bio-Stoffe ist Hemmers. Da stöbere ich gerne, weil die Auswahl an Bio-Stoffen tatsächlich geschmackvoll ist – außerdem finde ich in deren Shop dann auch gleich die passenden Cuff me-Bündchen von Alp-Stoffe, in die ich total verknallt bin! Beides im Kombi ist einfach der Hammer, finde ich! Super auch, dass die Bündchen ebenfalls in Bio-Qualität sind.
  • Wenn ich die Stoffe für meine Kleidung selbst auswähle, habe ich die Sicherheit, dass sie nicht in Schwellenländern unter problematischen Bedingungen hergestellt wird – und auch bei der Stoffauswahl kann ich steuern: Zum Beispiel indem ich auf Prüfsiegel achte.
  • Insofern ist Kleidung selber nähen auch eine politische (oder weltanschauliche) Entscheidung – ich habe damit die Möglichkeit, unfaire Produktionsbedingungen zu boykottieren.
  • Kleidung selber nähen ist eine ganz besondere Liebeserklärung – das mache ich nicht für jeden! 😉

Kleidung selber nähen

Maxim trägt unser Männershirt Miles aus einen schwarz-weiß-geringelten Sommersweat.

  • Meine selbst genähte Kleidung ist hochwertig – die Qualität der Verarbeitung bestimmt ausschließlich ich. Und ich sorge natürlich dafür, dass Säume richtig sitzen und Nähte haltbar sind.
  • Wenn ich Kleidung selber nähe, liegt sie mir besonders am Herzen – das ist für mich noch mal eine andere Form der Wertigkeit: Wenn es mich Zeit und Mühe gekostet hat (egal, wie viel Freude mir das Nähen selber macht), dann schätze ich das fertige Stück besonders. Diesen Effekt kenne ich schon vom Zusammenbau gewisser schwedischer Möbel. Wenn ich den Hocker selbst zusammengekloppt habe, finde ich ihn viel cooler als alles, was ich fertig kaufen kann.

Kleidung selber nähen

Auf dem Foto trage ich meine neue Lieblings-Tunika Tomris in einem mit Blumen bestickten Jeans-Stoff. Den Stoff habe ich dir in meinem Beitrag über die schönsten Frühlingsstoffe ja schon vorgestellt.

  • Selbst genähte Kleidung ist günstig: Sogar bei einem Meterpreis von 18 Euro kostet meine maßgeschneiderte Tunika (abhängig von der Konfektionsgröße) unter 40 Euro. Garn, Strom und Nerven inklusive.
  • Mit meinen selbst genähten Kleidungsstücken bin ich ganz unabhängig von der Mode und dem, was gerade in den Shops auf der Stange hängt. Der Inhalt meines Kleiderschranks ist so hip oder klassisch, wie ICH es möchte – damit entziehe ich mich dem Diktat der Modemacher und Designer.
  • Die Qualität wird mit jedem genähten Kleidungsstück immer besser – und ich habe total viel Spaß daran, meine Fähigkeiten zu erweitern und Neues zu lernen!
  • Ich – und niemand sonst – bestimme meinen Stil. Und das ist mir wichtig. Ich möchte nicht aussehen wie alle anderen. Und dafür nehme ich die “Mühen des Nähens” (und der schweißtreibenden Stoffmarktbesuche… 😉 ) gerne auf mich!

Kleidung selber nähen

Hier trage ich unsere Longjacke Calista aus einem grauen Viskose-Jersey mit Polka-Dots.


Und die Nachteile?

Die halten sich wirklich in Grenzen – so sehr, dass ich dafür gar keine Liste anlege.

Natürlich ist selbst genäht Mode arbeitsaufwändiger! Aber allein die Zusammenstellung der Materialien, das lustvolle Stöbern im Stoffladen, das Gespräch mit Verkäuferinnen und anderen Näh-Begeisterten – und letztlich: das Zeigen der fertig genähten Stücke in unserer Facebook-Gruppe – all das macht zwar Arbeit, aber vor allem: Freude!

Tatsächlich hat es aus meiner Sicht nur Vorteile, meine Kleidung selber zu nähen. Natürlich kaufe ich auch gelegentlich ein Stück und kombiniere es dann mit meinen selbst genähten Sachen. Und an eine Jeans habe ich mich auch noch nicht ran getraut. Aber das kommt, da bin ich sicher!

Bis ich mich an eine Jeans wage, kommt aber noch so viel anderes! Selbst genähte Haremshosen zum Relaxen, Tights und Leggings für Yoga und Pilates, Shirts für den Urlaub, Cardigans für’s Büro (kennst du schon unseren phantastischen Cardigan Catrien?), ein Kleid aus grauem Cord, von dem ich schon ganz lange träume… – die Liste ist praktisch endlos!

Je mehr ich nähe, desto mehr traue ich mir zu!

Und je mehr ich nähe, je mehr ich meine Fähigkeiten schule, desto länger wird sie:

Denn ich traue mir immer mehr zu! War vor drei Monaten noch ein Beleg eine echte Herausforderung für mich, meistere ich ihn heute ganz locker – und freue mich an schicken Ausschnitt-Lösungen, flachen Säumen und sauberen Schlitzen im Rocksaum.

Ein Nachteil – wenn man es so sehen will, ist, dass man sich die Fähigkeiten erst nach und nach aneignen muss. Aber auch das macht mir persönlich einen Riesenspaß! 🙂


Möchtest du jetzt auch deine Kleidung – oder die deiner Lieben – selber nähen?

Dann schau schnell in meinem Shop vorbei und lade dir ein passendes Schnittmuster runter.

Und dann: Nichts wie ran an die Nähmaschine! 🙂

Happy simple sewing

deine Sabine

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6 Kommentare

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6 Kommentare

Gabi Strehly 19. Mai 2018 - 9:59

Liebe Sabine, Du sprichst mir aus der Seele!
Mir geht es genauso, ich habe auch angefangen zu Nähen, weil ich in den Geschäften nichts passendes finden konnte (oder in meiner Größe 52 nur sehr teuer). So habe ich Einzelstücke und bin sehr stolz darauf.
Viele Grüße aus Salzburg!

Antworten
SewSimple 19. Mai 2018 - 10:38

Schöne Rückmeldung, Gabi! Danke dir! 🙂

Antworten
Ionovia 19. Mai 2018 - 11:28

Mir geht es auch so, ich bin 1,82 m groß und zur Zeit trage ich Kleidergröße 46. Und das mit den zu kurzen Ärmeln, Hosenbeinen und Taille, das kenn ich auch zur genüge.
Ich Nähe auch nicht nur für mich, sondern auch für meinen Mann und meinen Sohn, und es macht einfach nur riesigen Spaß zu sehen, wir aus einem Stück Stoff ein Kleidungsstück entsteht.

Antworten
SewSimple 19. Mai 2018 - 13:24

Stimmt, Lonovia! Das ist auch so eine Sache: Durch die Läden streifen, einen genialen Stoff finden – und ihn am nächsten Tag als Unikat tragen. Herrlich!

Antworten
Silvia 28. März 2019 - 8:11

Ich kann mich den Kommentaren nur anschließen.
Bei meiner Figur ( gr.48/50) , um die Brust eine kleinere Größe als um die Hüfte, ist es schwierig gut sitzende shirts zu bekommen.
Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle einmal für den tollen und immer wieder hilfreichen kreativen newsletter bedanken.

Antworten
SewSimple 28. März 2019 - 19:09

Super gerne, Silvia!
Ganz lieben Dank für das Lob!

Antworten

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