Hauptseite Nähen lernenAnfänger-Tipps Häufige Schnittmuster-Probleme: Hilfe, Tipps und Lösungen

Häufige Schnittmuster-Probleme: Hilfe, Tipps und Lösungen

Von Sabine

Häufige Schnittmuster-Probleme: In diesem Beitrag gehe ich so ziemlich auf alle Schnittmusterprobleme ein, die ich kenne. Fehlt was? Dann lass mir gerne einen Kommentar da 🙂

Das Wichtigste auf einem Blick

  • Schnittmuster-Probleme können viele Ursachen haben
  • Die Probleme können zum Beispiel beim Kopieren des Schnittes oder beim Übertragen auf den Stoff passieren
  • Viele typische Schnittmuster-Probleme von Anfängern und Profis lassen sich mit einfachen Mitteln vermeiden
  • In diesem Beitrag verrate ich dir praktische Schnittmuster-Tipps & Problemlösungen für Anfänger und Fortgeschrittene

Hilfe, mein Schnittmuster passt nicht!

Wenn ein Schnittmuster nicht passt, kann das viele Gründe haben. Das Übertragen und Verwenden eines Schnittmusters verläuft ja in mehreren Arbeitsschritten.

Wenn einer oder mehrere dieser Arbeitsschritte fehlerhaft ist, funktioniert der ganze Schnitt nicht. Dann sind plötzlich Schnittkanten unterschiedlich lang, Brustabäher unterschiedlich breit oder dasselbe Schnittmusster hat in derselben Größe eine völlig andere Passform.

Dabei passieren diese typischen Fehler nicht nur Anfängern: Auch fortgeschrittene Hobbynäherinnen (und -näher!) tappen gelegentlich in die Schnittmuster-Falle.

In diesem Beitrag klären wir, was schief gehen kann, worauf du achten solltest und wie Schnittmuster-Probleme gar nicht erst entstehen und wie man Schnittmuster verwendet. Du darfst gespannt sein! 🙂

Schnittmuster verstehen

Was bedeuten all die Zeichen auf den Schnittmustern? Und wie kann ich sie deuten? Diese Fragen hast du dir vielleicht auch schon mal gestellt.

Die Näh-Ideen und Schnittmuster von SewSimple sind bewusst so erstellt, dass sie ganz einfach und praktisch umzusetzen sind. In Verbindung mit den leicht nachvollziehbaren Anleitungen können auch Anfänger tolle Nähideen umsetzen und sich über erste Näh-Erfolge freuen.

Allerdings: Gerade wenn du Schnittbögen verwendest, auf denen viele Schnittmuster Platz finden sollen, kann das für Anfänger (und viele fortgeschrittene Hobbynäherinnen ebenfalls) vollkommen unüberschaubar sein. Das kann einem das Selbernähen ganz schön vermiesen. Viele geben dann auf und manche hängen sogar entmutigt dieses wunderschöne Hobby an den Nagel.

Soweit darf es natürlich auf keinen Fall kommen. In diesem Kapitel soll es um das Verstehen von Schnittmustern gehen. Damit du von Anfang an Freude an deinem tollen Hobby hast! 🙂

Hier ein paar Beispiele, was dir auf einem Schnittbogen (und auch auf meinen Schnittmustern!) begegnen kann.

Schnittlinien: Wie liest man Schnittmuster?

Bei vielen Kauf-Schnitten von Kleidung sind unfassbar viele Schnitte auf einen Bogen gepackt. Klar, irgendwo versteckt sich ein Hinweis, welche Teile zu welchen Modellen gehören. Aber das zu durchschauen ist auch für mich als Vielnäher unfassbar unübersichtlich. Vielleicht war das der heimliche Grund für mich, eigene Schnitte zu entwerfen. 😉

Der Unterschied zu Einzel-Schnitten: Auf den Schnittmusterbögen, die z. B. Zeitschriften oder Büchern beigelegt sind, sind viele Schnitte in Originalgröße (wenn du Glück hast) als Mehrgrößennest übereinander gedruckt.

Um die Schnittmuster und Größen voneinander unterscheidbar zu machen sind die Linien des Schnittmusters mal gepunktet, mal gestrichelt oder farbig gedruckt.

Das Muster ist für alle Schnittteil der betreffenden Größe gleich. Wenn du einfach alle in der selben Weise gestrichelten Schnittteile abpaust, kann gar nichts schief gehen.

Schnittmuster-Probleme

Fadenlauf

Der Fadenlauf zeigt dir an, wie das Schnittmuster auf den Stoff gelegt werden soll, um die optimale Passform zu erreichen.

Was aber ist der Fadenlauf?

Der Fadenlauf zeigt an, in welche Richtung die Kettfäden eines Stoffes verlaufen. Wenn dein Stoff eine Webkante hat, kannst du ihn ganz leicht daran erkennen: Der Fadenlauf liegt parallel zur Webkante. Schau dir gerne meinen Beitrag über Webkanten von Stoffen dazu an.

Was passiert, wenn man den Fadenlauf nicht beachtet?

Wenn du den Stoff im falschen Winkel zum Fadenlauf auflegst, passiert folgendes: Der Schnitt wird schräg zum Fadenlauf zugeschnitten.

Was erstmal nicht so dramatisch klingt, kann es aber beim fertig genähten Kleidungsstück sein. Dann passen Schnittkanten nicht mehr zusammen, Reißverschlüsse bekommen Dellen oder Schultern verlieren die Form.

Richte also als erstes das Schnittmuster am Fadenlauf aus. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du ihn wirklich erwischst, kannst du den Pfeil, der den Fadenlauf (im Englischen: Straight Grain) bezeichnet, einfach über den ganzen Schnittbogen verlängern. Dann kannst du gut sehen, ob er parallel zur Webkante verläuft.

Schnittmuster-Probleme

Brustabnäher

Brustabnäher sorgen für eine gute Passform. Du findest sie häufig bei Damenkleidung. Sie sitzen zum Beispiel im Brustbereich von Blusen, an den Schultern von Kleidern, an Jackentaillen oder am Boden von Taschen. Ihre Aufgabe: sie schaffen Raum für Formen und machen aus einem zweidimensionalen Schnitt ein dreidimensionales Kleidungsstück.

Auf dem Bild kannst du gut erkennen, dass sich die Größe des Brustabnähers mit der Größe des Schnittes verändert. Es ist wichtig, diese Markierung größenentsprechend auf den Stoff zu übertragen.

Schnittmuster-Probleme

Passzeichen

Die Passzeichen sorgen dafür, dass die Schnittteile sich treffen, wo sie sich treffen sollen. Du kannst sie mit kleinen Knipsen auf den Stoff übertragen.

Schnittmuster-Probleme

Markierungen

Markierungen können anzeigen, wo ein Reißverschluss endet, wo ein Schlitz beginnt oder wo ein Kragen ansetzt. Sie sind verantwortlich dafür, dass das genähte Teil in allen Größen den gleichen Look hat.

Schnittmuster-Probleme

Probleme beim Ausmessen

Die erste Hürde kann schon die Auswahl der richtigen Größe sein. Aber wie ermittelt man die Größen korrekt?

Richtig Maß nehmen

Bei diesem Schritt solltest du dir von jemandem helfen lassen. Das ist wesentlich einfach und genauer, als selbst zu messen. Warum? Weil das Maßband genau horizontal um den Körper herum gelegt werden sollte. Und das gelingt einfach besser, wenn ein Helferlein diese Aufgabe übernimmt.

Gemessen wird immer an den stärksten/schmalsten Stellen des Körpers. Also zum Beispiel an der stärksten Stelle der Brust, an der schmalsten Stelle der Taille, der stärksten Stelle der Hüfte usw.

Notiere alle Messwerte und vergleiche sie mit den Fertig- und Körpermaßtabellen. Das Fertigmaß gibt an, welche Größen das tatsächlich genähte Kleidungsstück hat. Du kannst die Maße mit deinem Lieblings-Kleidungsstück vergleichen. Dann weißt du, ob alles passt wie es soll.

Ist dein Maßband wellig?

Wenn du dein Maßband gerollt in der Schublade aufbewahrst, kann es sein, dass das Band eine Dauerwelle bekommt.

Schnittmuster-Probleme

Maßbänder, die so wellig sind, eignen sich nicht wirklich gut zum genauen Ausmessen. Du kannst sie aber in die andere Richtung aufrollen und einige Zeit liegen lassen, das entfernt einen großen Teil der Dauerwellen.

Eine gute Alternative sind Maßbänder, die sich auf Knopfdruck aufrollen. Dabei treten diese Schwierigkeiten meist gar nicht erst auf. Und du hast keinen Maßband-Salat, wenn du die Schublade öffnest. Das hat was für sich.

Probleme mit dem Ausdrucken von Schnittmustern

Viele Schnittmuster-Probleme beginnen schon bei Ausdruck. Damit dir das (künftig) nicht (mehr) passiert, kommen hier die konkreten Probleme und die besten Lösungen dazu.

Das Schnittmuster wird schief ausgedruckt

Wie kann man Schnittmuster ausdrucken? Und warum sind sie manchmal schief?

Meist liegt das daran, dass die Druckerseiten schief eingezogen werden. Um das zu vermeiden solltest du die Gebrauchsanleitung deines Druckers studieren. Im Papierfach des Druckers sind kleine Kunststoffschienen, mit deren Hilfe man das Papier fest und gerade einfüllen kann. Die solltest du nutzen.

Das Kontrollkästchen stimmt nicht mit der Angabe auf dem Schnitt überein

Wenn das passiert, liegt das meist daran, dass du das Schnittmuster mit einer anderen als der angegebenen Einstellung ausgedruckt hast.

Für die Schnittmuster von SewSimple gilt: Der Drucker wird auf 100% ohne Seitenanpassung eingestellt.

In jedem Fall ist es aber wichtig, das Kontrollkästchen nachzumessen, bevor du loslegst. Es sollte mit den Referenz-Angaben auf dem Kästchen übereinstimmen.

Schnittmuster-Probleme

Nur wenn das Kontrollkästchen korrekt ist, wurde auch das Schnittmuster richtig ausgedruckt.

Die Größen werden nicht auf dem Schnittmuster angezeigt

Von diesem Problem berichten viele Hobbynäher: Wenn das Schnittmuster auf dem Bildschirm angezeigt wird, sind alle Markierungen noch da.

Auf dem fertigen Ausdruck fehlen die Markierungen aber. Wie kann das passieren?

Im Druckermenü hast du ganz unten den Punkt “Druckereinstellungen”. Wenn du dort z. B. nur “Dokument” eingestellt hast, wird ggf. nur das Schnittmuster gedruckt. Aber ohne die Markierungen.

Stelle deshalb immer “Dokument und alle Markierungen” ein. Dann klappt’s auch mit den Größen. 🙂

Schnittmuster-Probleme

Probleme beim Schnittmuster-Übertragen

Auch das Abpausen, Kopieren oder Übertragen des Schnittmusters kann für Ungenauigkeiten und Fehler sorgen. Und damit für eine mangelhafte Passform des fertig genähten Teils. Schauen wir uns an, was passieren kann und wie du es vermeidest.

Beim Kopieren des Schnittmusters in der Linie verrutscht

Wenn du das Schnittmuster ganz klassisch ausdruckst und kopierst oder ein fertiges Papierschnittmuster in der benötigten Größe abpaust, kann es leicht passieren, dass du mit den Linien durcheinander kommst.

Schnittmuster-Probleme

Denn die Linien sind sehr dünn, das Schnittmusterpapier ist ein wenig milchig. Und ruckzuck ist es passiert, dass du obenrum eine 36 kopierst, an der Taille aber eine 40. 🙂

Das kannst du verhindern, indem du die Linie auf dem Originalschnittmuster vor dem Kopieren mit Bleistift oder feinem Edding fettest. Beim anschließenden Kopieren hebt sich die Linie deutlich hervor und dir unterlaufen keine Übertragungsfehler mehr.

Schnittmuster-Probleme

Schnittmuster mit zu dickem Stift kopiert

Es macht durchaus einen Unterschied, ob du ein Schnittmuster mit einem Fineliner oder einem Edding kopierst. Solltest du zum Edding greifen wollen, empfehle ich dir einen Stift mit feiner Spitze.

Allerdings rate ich eher zu einem Fineliner, der durchgängig satte Linien malt und mit dem du genau auf der Schnittlinie bleiben kannst.

Das Kopierpapier verrutscht

Eine ganz gemeine Sache, weil es gar nicht so einfach ist, alles wieder auszurichten.

Ich habe mir angewöhnt, das Kopierpapier mit Stecknadeln auf dem Original zu fixieren. Manche Profis und Schnellnäher nutzen auch Stoffgewichte.

Für mich sind Nähgewichte aber nicht so praktikabel, weil ich Strecken gerne mit Lineal kopiere (z. B. mit einem Kurvenlineal). Gewichte sind mir da im Weg.

Schnittmuster-Probleme

Das Kopierpapier rollt sich

Kopierpapier, dass auf der Rolle aufbewahrt wird, hat die fiese Eigenschaft, sich wie ferngesteuert aufzurollen.

Schnittmuster-Probleme

Das kannst du ganz einfach verhindern: Falte das Kopierpapier am oberen und unteren Rand doppelt um. Dann liegt es schön flach und du kannst präzise drauf zeichnen.

Schnittmuster-Probleme

Schnittmuster zusammenkleben

Viele Fehler passieren auch, wenn man die einzelnen Seiten des Schnittmusters zusammenklebt. Immer wieder passiert es, dass man die langen Schnittteil-Bahnen, die gerade Jacken und Oberteile benötigen, dann “irgendwie” zusammenfügt. Ohne darauf zu achten, ob alle Linien passgenau aufeinander treffen.

Für SewSimple-Schnittmuster gilt: Die Schnittmuster werden an den schwarzen Rahmen zusammengeklebt.

Schnittmuster-Probleme

Häufig ist es am Besten, den Rahmen an einer langen und einer kurzen Seite abzuschneiden und an der nächsten Seite zu belassen. Die Papierstreifen außerhalb der Linie können dann als Klebekante dienen.

Schnittmuster am Fenster kleben und abpausen

Wenn du ganz sicher sein möchtest, dass sich alle Linien genau treffen, kannst du das Schnittmuster auch am Fenster zusammensetzen oder kopieren.

Wenn du die Ausdrucke ans Fenster klebst, kannst du genau die Schnittlinien verfolgen und das Schnittmuster korrekt zusammenkleben.

Das Schnittmuster wurde schief geklebt

Damit mir das nicht passiert, verwende ich Rollkleber oder Washi-Tape. Dann kann ich die Seiten des Schnittmusters ggf. noch einmal von einander lösen und neu ausrichten. Das finde ich ausgesprochen hilfreich.

Schnittmuster-Probleme

Schnittmusterteile bündig kleben

Bei Kleidung bestehen viele Schnittteile aus mehreren Druckseiten. Damit beim Zusammenfügen keine Fehler entstehen und die Schnittkanten bündig sind, empfehle ich dir, die Schnittteile zuerst oben und unten mit Kleber zu fixieren. Danach kannst du die Strecke dazwischen zusammenkleben.

Dabei solltest du darauf achten, dass sich Markierungen und Passzeichen treffen.

Unsauberer Zuschnitt durch lose Schnittmuster-Ränder

Eine Gefahrenquelle beim Zuschnitt: Wenn das Schnittmuster nicht an den Rändern fixiert wird. Dadurch kann es passieren, dass man plötzlich unter dem Schnittmuster schneidet.

Das kannst du dadurch vermeiden, dass du die Schnittränder einfach mit einem langen Patchwork-Lineal beschwerst. Der Zuschnitt mit dem Rollschneider wird dadurch ebenfalls wesentlich einfacher.

Schnittmuster-Probleme

Markierungen auf dem Schnittmuster einzeichnen

Es ist wichtig, dass du die Markierungen auf das Schnittmuster überträgst. Gerade bei langen Strecken kann die Passform davon abhängen, ob du die Schnittteile “nach Gefühl” zusammenheftest. Oder ob du sie an den Markierungen zusammensteckst. Wenige Zentimeter können einen Riesen-Unterschied machen.

Das sagt dir eine, die anfangs auch lieber “Freestyle” gearbeitet hat. Wie wichtig die Markierungen sind, wurde mir erst bei Jacke Lovis bewusst. Die Brustpartie der Jacke lebt von der richtigen Verteilung der Stoffbahnen.

Schnittmuster-Probleme

Achte beim Übertragen der Markierungen drauf, sie nicht außerhalb sondern auf dem Schnittmuster einzuzeichnen.

Das Betrifft zum Beispiel auch den Punkt, an dem sich der höchste Punkt der Armkugel und die Schulternaht treffen. Oder die Ansatzpunkte von Kapuzen und Krägen.

Schnittmuster-Probleme

Ich übertrage nicht nur die Markierungen sondern beschrifte auch die Schnittteile. Ich verzeichne, wie oft ich das jeweilige Schnittteil aus welchem Stoff zuschneiden muss, wie breit die Nahtzugabe ist, welche Größe ich kopiert habe und auch nochmal den Namen des Schnittes.

Oft kommen auch noch die Anzahl der Knöpfe oder Gummimaße hinzu. Wenn alles auf dem Schnittmuster vermerkt ist, bist du auf der sicheren Seite. 🙂

Schnittmusterpapier ist faltig

Weder faltiger Stoff noch faltiges Schnittmusterpapier sind gute Voraussetzungen für präzise Schnittteile.

Wenn Schnittmuster gefaltet gelagert werden, haben sie natürlicherweise Knickfalten. Bügle die Seiten, bevor du sie auf dem Stoff auflegst und feststeckst.

Schnittmuster-Probleme

Schnittmusterpapier oder auch normales Papier vertragen Bügelhitze recht gut. Reguliere sie evtl. ein wenig nach unten. Und wenn du das Schnittmuster mit Tesa zusammengeklebt hast, kannst du eine Lage Backpapier zwischen Bügeleisen und Papier legen. Dann kann nix schiefgehen. 🙂

Haltbare Schnittmuster herstellen

Wenn ein Schnittmuster öfter genutzt werden soll, lohnt es sich, es auf festes Papier zu übertragen, es muss aber noch so dünn sein, dass man es festpinnen kann. Architektenpapier ist eine gute Lösung.

Viele Hobbynäher verwenden auch transparente Plastik-Müllsäcke, weil sie sich faltenfrei lagern lassen und nicht viel Platz benötigen.

Schnittmuster richtig auflegen & auf den Stoff übertragen

Vielleicht hast du dich auch schon mal gefragt: Wie lege ich Schnittmuster auf den Stoff? Und wie übertrage ich es?

Du ahnst es schon: In diesem Arbeitsschritt lauert eine hohe Fehlerquote. Lass uns darüber sprechen, was dabei alles passieren kann. Und wie du Fehler ganz einfach vermeiden kannst.

Der Stoff steht unter Zug

Nicht jeder hat einen Zuschneidetisch von 2 x 2 Metern, wie man ihn für manche Nähprojekte echt bräuchte.

Bei kleineren Tischen kann es passieren, dass der Stoff über die Tischkante hängt und dadurch unter Zug gerät.

Wird der so gespannte Stoff dann zugeschnitten, kann das die Passform vollständig verderben.

Beschwere überhängende Stofflängen mit Stoffgewichten und breite den Stoff locker aus, damit er nicht unter Spannung gerät.

Falls das nicht möglich ist, verlege den Stoffzuschnitt auf den Fußboden.

Der Stoff ist faltig

Vor der Verarbeitung sollte der Stoff vorgewaschen werden um nachträgliches Einlaufen zu vermeiden. Mehr dazu weiter unten.

Und: Natürlich solltest du den Stoff auch bügeln, bevor du das Schnittmuster darauf feststeckst.

Warum du das machen solltest? Weil sich aus Stoff, der faltig zugeschnitten wird, vollkommen ungenaue Schnittteile ergeben. Die Kanten, die Größe, die Form: im Grunde stimmt da gar nichts mehr.

Schnittmuster liegt nicht genau am Stoffbruch

Werden Schnittteile im Stoffbruch zugeschnitten, sorgt das für eine schöne Symmetrie. Vorausgesetzt, die Kante des Schnittmusters liegt wirklich genau an der Bruchkante des Stoffes.

Rückst du das Schnittmuster vom Stoffbruch weg, ergibt sich daraus nicht nur Mehrweite: Das Rückteil passt plötzlich nicht mehr zum Vorderteil, der Ausschnitt wird größer oder die Taschenposition verändert sich.

Schnittmuster-Probleme

Richte das Schnittmuster also genau am Stoffbruch aus und stecke es gut fest. Alternativ kannst du den Schnitt auch mit Stoffclips am Stoffbruch festklammern.

Der Stoffbruch liegt nicht flach

Das ist ein Problem, das sich besonders bei dicken, voluminösen Stoffen ergibt. Oder bei Stoffen, die besonders starr und unflexibel sind, wie zum Beispiel bei Taschenstoffen.

Was hilft? Du kannst den Stoffbruch bügeln, bevor du das Schnittteil anlegst. Bei manchen Stoffen hilft das sehr gut.

Falls das nicht funktioniert, kannst du das Schnittteil auch offen zuschneiden.

Lege den Stoff dafür einlagig hin. Lege das Schnittmuster an und markiere die mit “Stoffbruch” markierte Linie auf dem Stoff.

Schneide das Schnittteil mit Hilfe des Schnittmusters zu. Lege es dann entlang der Linie auf die andere Seite und schneide so ein symmetrisches Schnittteil aus.

Neben der Schnittmusterlinie geschnitten

Mit dem Rollschneider ein Stück vom Schnittmuster abgeschnitten und dann improvisiert nach dem Motto “wird schon schiefgehen”? Naja, genau das tut es ja dann auch.

Wenn’s mal wieder schnell gehen muss passiert es auch mir durchaus, dass ich neben der Schnittmuster-Linie schneide. Und den Schnitt dadurch verkleinere. Aber das ist nur ein Teil des Problems. Das zweite mit diesem Schnittmuster zugeschnittene Schnittteil ist auch deutlich kleiner.

Also unbedingt darauf achten, genau neben der Linie zu schneiden. 🙂

Schnittmuster-Probleme

Innen oder außen entlang der Schnittlinie schneiden

Es macht durchaus einen Unterschied, ob du rechts oder links der Linien deines Schnittmusters schneidest. In der Summe können da schon ein paar Zentimeter zusammenkommen, die das fertige Kleidungsstück verderben können.

Schneide genau auf der Linie um die bestmögliche Passform zu erreichen.

Markierungen im Schnittmuster nicht beachtet

Schnittmuster-Probleme

Übertrage unbedingt die Markierungen vom Schnittmuster auf den Stoff.

Das funktioniert sehr gut mit kleinen Knipsen, also Einschnitten innerhalb der Nahtzugabe. Ich nutze dafür eine kleine extra scharfe Schere, die bis in die Spitze gut knipst. Die Schere von Fiskars erfüllt diese Kriterien meiner Erfahrung nach von allen Scheren die ich besitze am Besten.

Sie eignet sich übrigens auch fabelhaft um Nahtzugaben einzuschneiden oder einzukürzen oder als Fadenschere. Ich möchte sie nicht mehr missen.

Alternativ zu den Knipsen kannst du die Markierungen auch mit Kreidestift oder anderem Textilmarker übertragen. Denke aber daran: Wenn du im Laufe des Arbeitsprozesses das Schnittteil bügelst, verschwinden manche hitzelöschbaren Textilmarker einfach.

Und es ist enorm schwer (und sehr ungenau), Markierungen vom Schnittmuster auf bereits vernähte Teile zu übertragen.

Wenn Stoffe besonders grob sind, ist es manchmal schwierig, Markierungen zu übertragen. Ich stecke dann zur Markierung gerne Nadeln in den Stoff.

Unterschiedliche Nahtzugaben für dasselbe Schnittmuster verwendet

Es soll ja immer noch Schnittmuster-Ersteller geben, die keine Nahtzugabe in ihre Schnittmuster einbauen. Mich, als Nutzer, nervt das sehr. Weil es aufwändig ist und auch ein hohes Fehlerpotenzial hat, Nahtzugaben einzuzeichnen oder zu markieren.

Ein besonders beliebter Fehler: Wenn du für die Schnittteile desselben Schnittmusters versehentlich unterschiedliche Nahtzugaben anzeichnest.

Ein großes Plus kann der Einsatz von Nahtzugaben-Markierhilfen sein. Sie haben meist ein kleines Loch in der Mitte, in die die Spitze des Stiftes gesteckt wird. Dann führst du die äußere Kante der Markierhilfe am Schnittmuster entlang und zeichnest parallel.

Das Ergebnis ist das Schnittmuster samt der gewünschten Nahtzugabe. Die Breite der Nahtzugabe ist meist auf den Markierhilfen aufgedruckt, damit du nicht durcheinander kommst.

Nahtzugabe der Nähmaschine weicht vom Schnittmuster ab

Ebenfalls schwierig: Wenn du nicht die Nahtzugabe des Schnittmusters verwendest sondern die Einstellung der Nähmaschine.

Auf den meisten Schnittmustern mit einberechneter Nahtzugabe ist die Breite der Nahtzugabe angegeben. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Schnittmuster-Probleme

Was passiert aber, wenn eine Nahtzugabe von 1 cm angegeben ist, du die Nahtzugabe deiner Maschine aber gar nicht kennst?

Nahtzugabe der Nähmaschine ermitteln

Du kannst die Nahtzugabe der Nähmaschine leicht ermitteln, indem du die Strecke zwischen Nadel und Kante des Nähfußes misst.

Bei mir beträgt die voreingestellte Nahtzugabe 0,7 cm. Um die Nahtzugabe zu verändern kann ich die Nadelposition nach rechts oder links verstellen. Das geht bei meiner Juki einfach auf Knopfdruck. Du solltest mal in der Bedienungsanleitung nachschauen, ob deine Maschine das vielleicht auch kann.

Nahtzugabe der Overlock ermitteln

Bei der Overlock kannst du die Nahtbreite ermitteln indem du die Naht einfach mit dem Lineal ausmisst.

Auch hier lässt sich die Nahtbreite einstellen.

Schnittmuster-Probleme

Passform-Probleme bei Schnittmustern

Bis hierher alles richtig gemacht? Dann kommen wir jetzt in die Königsklasse der Schnittmuster-Probleme.

Fadenlauf beim Zuschnitt verschoben

Ein weiteres Problem, das beim Zuschnitt passieren kann.

Schnittteile, die in unterschiedlichen Winkeln zum Fadenlauf zugeschnitten werden, können sich vollkomen unterschiedlich verhalten.

Was passiert, wenn ein Schnittteil nicht mit sondern schräg zum Fadenlauf zugeschnitten wird? Dadurch wird der Stoff elastischer als wenn er im Fadenlauf zugeschnitten würde.

Denk nur an Schrägband: Es wird diagonal zum Fadenlauf zugeschnitten. Dadurch bekommt der eigentlich feste gewebte Stoffe Elastizität und kann sich mühelos um Rundungen und Kurven legen.

Brustabnäher unterschiedlich breit genäht

Brustabnäher können eine kleine Herausforderung an deiner Geduld stellen. Allein das korrekte Übertragen des Schnittmusters kann viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen. Aber das lohnt sich.

Stelle sicher, dass die Brustabnäher auf beiden Seiten schön symmetrisch sind. Das kommt der Passform deines neuen Kleidungssstücks sehr zugute.

Schnittmuster-Probleme

Wichtig ist außerdem, dass beide Abnäher in dieselbe Richtung gelegt und fixiert werden. Du solltest sie kräftig bügeln und dann sorgfältig in der Naht mitfassen.

Schnittteile verwechselt

Im Eifer des Gefechts kann das schon mal passieren: Schnittteile, die sich ähneln, können seitenverkehrt eingenäht werden. Das passiert oft bei Ärmeln oder Rückenteilen.

Für die Passform kann das eine große Rolle spielen.

Hier wäre es auch mir fast passiert:

Schnittmuster-Probleme

Dabei sieht man auf den ersten Blick, dass es so herum richtig ist:

Schnittmuster-Probleme

Wichtig ist, die Schnittteile immer einzeln und mit “rechts” und “links”, “vorne”, “hinten” etc. zu beschriften.

Schnittteile müssen im selben Fadenlauf zugeschnitten werden

Widerstehe der Versuchung, Schnittteile einmal längs und einmal quer zum Fadenlauf zuzuschneiden. Auch wenn es sich um nicht dehnbare Webware handelt.

Der Stoff kann sich quer zum Fadenlauf vollkommen anders verhalten und die Passform gründlich verderben.

Woran du merkst, dass du im Fadenlauf unterwegs bist? Im Fadenlauf schneiden wird sauberer und ist viel einfacher. Es braucht wesentlich weniger Kraft zum Schneiden im Fadenlauf als schräg dazu.

Dicke Stoffe zuschneiden

Hochflorige, dicke oder flauschige Stoffe zuschneiden ist oft gar nicht so einfach. Es wird leichter, wenn du die Kanten des Schnittmusters mit Hilfe eines Lineals auf den Stoff drückst und dann mit einem Rollschneider zuschneidest.

Verwende einen Rollschneider mit großer oder extra-großer Klinge. Kleine 28mm-Klingen werden mit dicken Stoffen nicht fertig.

Alternativ kannst du auch eine Elektroschere verwenden. Speziell dann, wenn du das Gefühl hast, der Rollschneider würde den Stoff vor sich her schieben.

Schnittmuster-Probleme

Besonders heikle Stellen wie enge Kurven oder Ecken solltest du mit einer scharfen Schere mit großen Schneideblättern zuschneiden.

Zuschnitt mit stumpfem Rollschneider

Bevor es an den Zuschnitt geht, solltest du an einer kleinen Stoffprobe prüfen, ob dein Rollschneider noch die erforderliche Schärfe hat.

Der Rollschneider muss scharf sein, damit der Stoff sich nicht vor der Klinge wellt. Und damit nicht einzelne Fäden stehen bleiben, die du im Nachgang noch einmal mühsam durchtrennen musst.

Schnittmuster-Probleme

Das Problem dieser Einzelfäden: Wenn du nicht alle erwischst und den Stoff anhebst, kann es passieren, dass Zug auf die Fäden kommt und der Stoff sich einkräuselt oder beschädigt wird.

Der Stoff wurde nicht vorgewaschen

Der häufigste Grund, warum selbst genähte Kleidung nach der ersten Wäsche nicht mehr passt: Viele Stoffe haben ein gewisses Maß an Krumpf.

Krumpf? Was ist das? Damit ist das Einlaufen des Stoffes bei der ersten Wäsche gemeint. Ein Krumpf, also ein Einlaufen von bis zu 10% kann als normal betrachtet werden.

Übersetzt heißt das: Ein Shirt, das vor der Wäsche noch 60 cm breit ist, kann also nach der Wäsche durchaus nur noch 54 cm breit und damit viel zu klein sein.

Ein guter Grund, den Stoff vor der Verarbeitung zu waschen, oder? 🙂

Spezielle Fragen zu Schnittmuster-Problemen

In diesem Kapitel habe ich häufige Fragen für dich zusammengestellt. Lass mich gern in den Kommentaren wissen, wenn du auch Fragen zu Schnittmuster-Problemen hast.

Warum sind meine Schnittkanten unterschiedlich lang?

Es kann passieren, dass sich zum Beispiel beim Zusammenstecken langer Strecken, zum Beispiel bei einem Ärmelausschnitt oder bei der Seitennaht eines Rockes, ein Überstand an einem der Schnittteile ergibt. Also zu Deutsch: Eine Schnittkante ist länger als die andere.

Wenn du korrekt zugeschnitten hast, kann es daran liegen, dass du die Markierungen und Passzeichen auf dem Schnitt nicht beachtet und einfach die Schnittteile in eine Richtung zusammengeheftet.

Was du tun kannst um die Schnittkanten korrekt zusammenzustecken?

Stecke die Kanten zuerst an beiden Enden zusammen. Und dann an den Markierungen und Passzeichen. Anschließend kannst du die Strecken dazwischen stecken, indem du die Kanten schön smooth aufeinder legst. Du wirst sehen, dass das auch beim fertigen Kleidungsstück optisch einen großen Unterschied machen kann. 🙂

Welche Schnittmuster gibt es?

Für fast alles gibt es Schnittmuster: Für Babykleidung, Kinderkleidung, Mode für Frauen und Männer, Taschen, Deko und vieles mehr.

Jeder Schnittmuster-Ersteller hat seinen eigenen Stil und eine eigene Tabelle für Konfektionsgrößen. Die meisten arbeiten mit so genannten Schnittprogrammen, die die Ideen der Designer in nähbare Schnitte verwandeln.

Meist ist der Schwierigkeitsgrad des jeweiligen Modells angegeben. Daran kannst du dich beim Ausssuchen und Stöbern gut orientieren. Wenn du wissen möchtest, ob ein Schnitt etwas taugt und welche Schwierigkeiten lauern können, kannst du dir immer auch die Bewertungen dazu anschauen.

Wie funktionieren Download Schnittmuster?

Schnittmuster eBooks: Wie funktionieren die eigentlich?

Das ist viel einfacher als es klingt: Download-Schnittmuster gibt es in Online-Shops im Internet zu kaufen gibt.

In den meisten Shops kannst du als Gast bestellen oder ein Kundenkonto eröffnen. Wenn du als Gast bestellst, bekommst du meistens einen Downloadlink zugeschickt, mit dem du das Schnittmuster mit Nähanleitung (man nennt die Kombi auch eBook, also elektronisches Buch) auf deinen PC, den Laptop, das Handy oder Tablet laden kannst.

Das eBook enthält Dateien, in denen die Nähanleitung, Tabellen, Beispielfotos und das Schnittmuster (meist in mehreren Versionen und mit Varianten) hinterlegt sind. Weil die Dateien so groß sind, sind sie meist gezippt. Das heißt zu einem handlichen Datei-Päckchen geschnürt. Das musst du entpacken. Ich verwende dafür gerne ein kostenloses Entpackungsprogramm, zum Beispiel 7Zip. Das kannst du dir im Internet herunterladen.

Du musst die Email mit dem Link gut aufbewahren, damit du dir immer wieder die aktuellste Version des eBooks herunterladen kannst. Einen eBook-Reader wie einen Kindle brauchst du dafür nicht.

Wenn du ein Kundenkonto hast (eine Variante, die ich bevorzuge), kannst du dir im Kundenbereich deine gekauften Schnittmuster immer wieder neu herunterladen. Außerdem hast du dort eine gute Übersicht, welche Schnitte du dir schon gekauft hast.

Um das Schnittmuster benutzen zu können, muss es natürlich ausgedruckt werden. Viele Kleidungsschnitte werden nicht nur im A4-Format zum Ausdrucken zuhause angeboten, sondern auch als A1, A2 oder A0-Variante. Die kannst du dann entweder auf einen USB-Stick ziehen und im Copy Shop ausdrucken lassen. Oder du lädst diese Schnitte bei einem Online-Plotterservice hoch.

Dort legst du dir ebenfalls ein Kundenkonto an. Wenn der Schnitt hochgeladen ist, kannst du dir aussuchen, auf welchem Papier und in welcher Qualität er gedruckt werden soll. Und auch, wie er gefaltet werden soll. Das wird maschinell gemacht. Für dich hat das den großen Vorteil, dass du dir ein Format aussuchen kannst, das sich für deine Schnittmuster-Bibliothek (oder deinen Ordner) besonders gut eignet.

Ein paar Tage nach der Bestellung beim Potterservice kommt das Schnittmuster dann per Post zu dir und du kannst loslegen.

Probier es ruhig mal aus! Viele Nähfans lassen ihre Schnittmuster inzwischen online drucken. Das ist echt unkompliziert und man muss nicht selbst alles zusammenkleben. Eine enorme Arbeitserleichterung.

Wie näht man nach Schnittmuster?

Wie benutze ich ein Schnittmuster? Das ist eine Frage, die viele Einsteiger bewegt.

Die erste Entscheidung: Kaufst du dir ein Schnittmuster, das schon fertig gedruckt ist oder druckst du das Schnittmuster selber aus und klebst es zusammen?

Beim Kleben kann man das Schnittmuster bereits ein bisschen besser kennenlernen, kann sich Markierungen anschauen und überlegen, welche Variante einem gefällt.

Den Schnittmustern liegt immer auch eine Nähanleitung bei. Diese zeigt und erklärt dir, wie die Stoffteile zusammengenäht werden.

Das Schnittmuster wird auf den Stoff gelegt. Dann wird der Stoff ausgeschnitten und du kannst mit dem Nähen starten.

Was bedeutet gegengleich zuschneiden beim Schnittmuster?

Manchmal begegnet dir in einem Schnittmuster oder einer Anleitung das Wort gegengleich.

Es bedeutet, dass zwei Schnittteile gespiegelt zugeschnitten werden. Stell dir eine Kapuze vor: Dabei liegen die Innenseiten aufeinander, die Außenseiten liegen voneinander weg. Die beiden Teile der Kapuze haben aber die identische Form.

Schnittmuster-Probleme

Gegengleich zuschneiden machst du immer dann, wenn zwei Schnittteile zum Beispiel für rechts und links gedacht sind, also: rechter Ärmel, linker Ärmel. Rechte Tasche, linke Tasche, rechter Beleg, linker Beleg usw.

Hier siehst du zum Beispiel die Ärmel und Rückenteile von Jacke Lovis. Man kann gut erkennen, dass die Rückenteile in der Mitte gespiegelt zugeschnitten sind.

Schnittmuster-Probleme

Am Einfachsten funktioniert das gegengleich Zuschneiden, wenn du den Stoff im Bruch hinlegst. Das bedeutet, du faltest ihn eben so breit, dass das Schnittteil genau drauf passt.

Dabei liegen entweder die rechten oder die linken Stoffseiten aufeinander. Das ist beim gegengleichen Zuschnitt egal. Hauptsache ist: Die schönen Seiten liegen nicht in derselben Richtung.

Ein kleiner Trick für den gegengleichen Zuschnitt: Wenn du zu wenig Stoff übrig hast, um die Teile gespiegelt im Stoffbruch zuzuschneiden, kannst du das Schnittmuster auch in einfacher Stofflage auflegen. Wenn du darauf achtest, dass die Schrift des Schnittmusters beim ersten Zuschnitt zu sehen ist und beim Zuschnitt nicht, dann hast du alles richtig gemacht. Wichtig auch hierbei: Den Fadenlauf beachten. 🙂

Welche Folie für Schnittmuster?

Worauf lassen sich Schnittmuster gut kopieren? Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Viele Hobbynäherinnen arbeiten gern mit klassischem Seidenpapier für Schnittmuster. Oft bekommst du es gefaltet in einem Kunststoffbeutel, nicht auf einer Rolle.

Wenn du gerne Taschen oder Projekte mit geraden Kanten nähst, kannst du Kopierpapier mit Zentimeter-Einheiten verwenden. Damit kannst du überprüfen, ob alle Kanten schön gerade sind.

Manche Nähfans schwören auf Architektenpapier: Es ist fest und schön transparent. Außerdem lässt es sich sehr gut mit einem Bleistift beschriften.

Ein Schnittmuster, das du immer wieder nähen möchtest, kannst du auch auf Schnittmuster-Folie kopieren. Sie lässt sich gut rollen, klein falten, nimmt nicht viel Platz weg und lässt sich sehr geschmeidig auf dem Stoff feststecken. Sie ist haltbarer als Papier.

Es gibt die Schnittmusterfolie ebenfalls im Päckchen gefaltet oder auf der Rolle als selbst haftende Version. Die hat den Vorteil, dass sie nicht verrutscht und auch nicht mit Nadeln festgesteckt werden muss.

Wie vergrößere ich ein Schnittmuster?

Dein Lieblings-Schnitt ist nicht in deiner Wunschgröße erhältlich? Dann kannst du dir mit einem Kurvenlineal behelfen. Verlängere die Eckpunkte eines Schnittteils, indem du mit dem Lineal eine Linie durch beide Punkte nach außen ziehst. Die nächst größere Schnittline zeichnest du dann im selben Abstand ein, den auch die anderen Größen haben.

Wichtig: Du kannst spezielle Kleidungsschnitte nicht dadurch vergrößern, dass du sie mit mehr Prozent ausdruckst. Dadurch verlieren sie Form und Proportionen.

Wie nutze ich ein Kopierrad?

Du kannst einen Schnitt kopieren, indem du seine Linien mit einem Kopierrad nachrädelst.

Schnittmuster-Probleme

Wenn du unter den Schnitt ein spezielles Kopierpapier legst, drücken die Zähnchen des Kopierrades den Umriss des Schnittes farbig in den Stoff.

Schnittmuster-Probleme

Du kannst das Kopierrad aber auch verwenden, um Stoffe oder Abnäher zu markieren. Dann kannst du auf das Kopierpapier auch verzichten und einfach der eingedrückten Linie folgen:

Schnittmuster-Probleme

Häufige Fragen

Wie Schnittmuster ausdrucken?

Wähle für deinen Haushaltsdrucker die A4-Schnittmuster-Datei aus. Lasse dir das Schnittmuster am Bildschirm anzeigen. Klicke auf Drucken und dann auf “Eigenschaften” oder “Druckereinstellungen”. Wähle “keine Skalierung” oder “keine Seitenanpassung” und “Dokument mit allen Markierungen drucken”. Dann kannst du starten.

Wie benutze ich ein Schnittmuster?

Ein Schnittmuster ist eine zweidimensionale Zeichnung für ein dreidimensionales Modell. Es hilft dir, den Stoff in der richtigen Form und Größe für dein Projekt auszuschneiden. Stecke es auf den Stoff fest und schneide den Stoff mit Hilfe des Schnittmusters aus.

Wie kopiert man ein Schnittmuster?

Um ein Schnittmuster zu kopieren legst du eine Lage Transparent-Papier oder Schnittmuster-Folie in der Größe des Schnittteils auf. Stecke die Folie fest und pause die Linie des Schnittmusters in der Größe, die du benötigst, ab. Um sie besser erkennen zu können kannst du die Linie auf dem Schnittmuster vorab auch mit einem gut sichtbaren Stift fetten.

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50 Kommentare

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50 Kommentare

Caren 9. Dezember 2020 - 9:24

Hallo Sabine,
eigentlich “treibe” ich mich nicht auf Blogs herum, aber Deinen verfolge ich ständig mit großem Interesse und Freude.
Ich habe vor über 30 Jahren von meiner lieben Schwiegermutter ein bisschen Nähen und Handarbeiten gelernt, aber dann viele Jahre nicht mehr genäht. Im letzten Sommer wünschte sich meine Enkelin einen Jumpsuit den es so nicht zu kaufen gab, also habe ich wieder angefangen meine Nähkenntnisse aufzufrischen. Dabei bin ich auf deinen Blog gestoßen und war und bin begeistert. Du gibst dir so viel Mühe deiner Community immer wieder neue Tricks und Tipps zu zeigen die auch mit sehr viel helfen, dafür möchte ich Dir hier einmal ein großes und herzliches Dankeschön sagen :). Inzwischen habe ich einige Deiner Schnittmuster erworben und schöne Kleidungsstücke und kleine Geschenke angefertigt und bin sehr glücklich und zufrieden damit (auch wenn ich, wie einige andere, aufgrund meiner geringen Körpergröße die Schnitte ein bisschen modifizieren muss – aber das geht in der Regel ganz gut).
Ich wünsche dir und deiner Familie eine schöne Adventszeit.
Bleibt alle gesund.
Liebe Grüße Caren

Antworten
Sabine 9. Dezember 2020 - 17:12

Liebe Caren, deine Rückmeldung bedeutet mir sehr, sehr viel.
Und ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dir die Zeit für einen ausführlichen Kommentar nimmst.
Schön, dass du SewSimple entdeckt hast. 🙂

Antworten
Nicole Paßmann 8. Dezember 2020 - 11:37

Hallo Sabine, wieder einmal ein wirklich super Post, ich dachte, ich wisse schon alles, aber nein, einige Anregungen habe ich noch bekommen. Aber ich habe auch eine für dich/die anderen LeserInnen. wenn es um selbsthaftendes Schnittmusterpapier geht, kann man prima Freezer Paper nehmen (bei Amazon danach suchen, von Reynolds aus einer 12 m Rolle). Das kann man immer wieder auf den Stoff bügeln und dann hält es beim Zuschneiden wunderbar. Die Rolle kostet einen 10er und wie gesagt, man kann den Schnitt nicht nur einmal verwenden.
Bin schon gespannt auf den nächsten Beitrag 🙂

Liebe Grüße

Nicole

Antworten
Sabine 8. Dezember 2020 - 17:45

Hallo Nicole,
super Tipp! Ich habe Freezer Papier sogar schon selbst gemacht!

Antworten
Christine Manzl 6. Dezember 2020 - 12:02

Hallo Sabine,
vielen Dank für die Ausführungen zu den Schnittmuster-Handhabungen. Nach langer Nähpause möchte ich mich wieder an die Nähmaschine setzten und durchstarten und hier kommt dein Beitrag gerade zur richtigen Zeit. Ich bin noch am Schnittmuster abpausen.
Nun ist es mir gerade durch den Kopf geschossen in Bezug auf den Fadenlauf, dass bei den derzeit so beliebten Karostoffen in der Textilindustrie nicht darauf geachtet wird, dass das Karomuster an der Körperseite z.B bei Rock oder Hose zusammenpassen sollte. Hier sind die Muster immer verschoben und das finde ich einfach nur mega Scheußlich. In meiner Lehrzeit 1981-1984 (Stoffeinzelhandelskaufmann) waren die Karomuster für Schottenröcke auch sehr beliebt und wir haben immer den Kunden den Stoffmusterrapport mehr dazu mit verkauft.
Vielleicht als Anregung darüber hier mal einen Beitrag für den Mehrverbrauch bei Karostoffen zu berichten.
Wünsche Dir noch einen schönen 2. Advent.
Viele Grüße Christine aus Bayern

Antworten
Sabine 7. Dezember 2020 - 18:22

Hast total recht, Christine.
Vielleicht sollte ich dazu mal einen separaten Beitrag machen.
Ganz lieben Dank für den Hinweis.

Antworten
Inge Thome 6. Dezember 2020 - 1:28

Hallo liebe Sabine vielen lieben Dank, dass du so unterschiedliche Fehlerquellen einfach sehr verständlich erklärst. Ich freue mich immer über deine so ausführlichen Beiträge. Vielen Dank dafür, da passt man doch gleich doch noch mal besser auf. Danke für deine große Mühe, so ausführlich alles zu erklären. Lg und eine schöne Adventszeit bleib gesund. Inge

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:17

Freut mich sehr, dass dir der Beitrag weiterhilft, liebe Inge.
Danke für deinen Kommentar!

Antworten
Marina 5. Dezember 2020 - 21:06

Hallo Sabine, vielen Dank für Deine hilfreichen Tipps.
Was mich bei einem Schnittmuster am Meisten beschäftigt, welche Größe ich den nähen muss. Meine Kaufgröße liegt bei 42/44. Wenn ich meine Maße messe, komm ich immer auf eine Schnittmuster Größe von 48.
Also nähe ich die 48. Mit dem Ergebnis, daß mir das Kleidungsstück viel zu groß ist. Und dann wirklich aber jemand passt, der Kaufgröße 48 hat. Wie kann das sein? Woher kommen da die Unterschiede?
Was ich auch nicht verstehe, warum sind Unterschiede zwischen den Maßen der Maßtabelle den Maßen des fertigen Kleidungsstück? Wie es zum Beispiel bei Shirt Mirabell der Fall ist.
Vielen Dank.

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:28

Hallo Marina,
vielen Dank für die Frage!
Im Näh-Bereich hat die Kaufgröße wenig mit den Schnittmustergrößen zu tun.
Sie kann nur einen groben Anhaltspunkt bieten, weil jeder Designer seine eigene Größentabelle nutzt.
Die Größen sind nicht genormt.
Wenn die Größe des fertigen Kleidungsstücks von der Fertigmaßtabelle abweicht, kann das am Stoff liegen. Oder auch an einer veränderten Nahtzugabe.
Wichtig ist in jedem Fall, vorab ein Nesselmodell aus preisgünstigem Stoff zu fertigen.
Dann bist du auf der sicheren Seite.
Liebe Grüße
Sabine

Antworten
Olm 5. Dezember 2020 - 20:52

Hallo Sabine,

gerade bei Jersey Stoffen finde ich es super schwer, den Stoff korrekt im Bruch zu legen.
Aufgefallen ist mir das bei einem Stoff mit schmalem Streifenmuster. Hatte ich die Webkanten genau aufeinander gelegt, dann waren die Streifen der beiden Stofflagen nicht korrekt aufeinander (hab die Streifen abgezählt bzw. von links nach rechts verfolgt und es war schief). Der Stoff ließ sich exakt an den Streifen zusammenlegen und sah dann nicht verzogen aus. – Sonst gibt es eine solche Orientierung nicht. Wonach richte ich mich nun? Ist der Stoff vielleicht durch das Waschen und Bügeln verzogen? Oder schaffe ich es einfach nicht, den Stoff spannungsfrei zu legen? Wie macht man das bei Jersey richtig?
Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, es hundertprozentig hinzubekommen? Hast Du vielleicht einen Tipp für mich?

Liebe Grüße und vielen Dank für Deinen fröhlichen Blog.
Über Deinen Newsletter freue ich mich immer.

Stefanie

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:31

Hallo Stefanie,
du hast recht, beim Waschen und Bügeln verziehen sich unverarbeitete Stoffe häufig.
Du kannst vorab die Kanten mit der Ovi versäubern, das stabilisiert den Stoff ein wenig.
Wenn du genügend Stoff am Start hast, kannst du die Kanten auch passgenau zusammenketteln, bevor der Stoff in die Waschmaschine wandert.
Lies gerne auch mal meinen Beitrag über die Verarbeitung von Ringelstoffen. 🙂
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Marion 5. Dezember 2020 - 20:28

Hallo Sabine, vielen Dank für die Tips. Ich habe zum ersten Mal Fertigbündchen gekauft. Muss/Kann ich diese vor dem Vernähen auch vorwaschen, so wie ich es mit allem anderen auch mache?

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:32

Hallo Marion,
meiner Erfahrung nach ribbeln sich Fertigbündchen in der Waschmaschine sehr leicht auf.
Lieber mit Dampf bügeln!
Liebe Grüße
Sabine

Antworten
Bärbel Seifert 5. Dezember 2020 - 19:03

Ich habe eine Passformfrage! Für welche Körpergröße sind deine Schnitte? Ich bin nur 1,58 m groß und trage normalerweise K-Größe. Deine Schnitte sind mir viel zu lang!
Deine Anleitungen und Tipps sind klasse! Ich weiß aus Erfahrung, wie viel Arbeit im Bebildern von Nähanleitungen steckt!
Großes Lob für dich!!

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:36

Hallo Bärbel,
vielen Dank für die Frage.
Die Körpergröße ist bei SewSimple immer in der Körpermaßtabelle hinterlegt.
Die kannst du dir zum Beispiel mal bei Hoodigan Marla anschauen.
Und ja, du hast recht, meine Schnitte sind keine K-Schnitte sondern N.
In den meisten Fällen lassen sich die Schnitte jedoch ohne großen Aufwand kürzen.
Wichtig: Unbedingt vorab mal ein Nesselmodell fertigen, damit du keinen “guten” Stoff verschwendest. 🙂
Liebe Grüße
Sabine

Antworten
Brita 5. Dezember 2020 - 16:16

Hallo liebe Sabine,
eine tolle Zusammenstellung. Mir fällt noch eine Ergänzung ein (weil ich gestern beim Zuschnitt das Problem hatte). Wenn das Muster auf dem Stoff eine Richtung hat, sollte man auch drauf achten, dass es nicht auf einem Schnittteil plötzlich Kopf steht. Auch bei Stoffen mit “Strich” darf man das nicht vernachlässigen.
Bei sehr feinem Jersey ist es manchmal nicht ganz einfach den Fadenlauf zu sehen. Beim Zuschnitt gestern Abend habe ich deshalb mit Leuchtlupe in der einen Hand und Nähnadel mit konstrastfarbigem Nähgarn in der anderen Hand einen Fadenlauf auf den Stoff geheftet. War etwas mühsam, aber besser, als wenn nachher alles “windschief” ist. :-))
Viele Grüße
Brita

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:42

Sehr guter Hinweis, Brita.
Ganz lieben Dank dafür.

Antworten
Sabine 5. Dezember 2020 - 13:18

Liebe Sabine,
der Beitrag ist der Hammer!! Vielen vielen Dank für die tollen Tipps und die Mühe, die du dir damit gemacht hast. Ich nähe zwar schon etwas länger, aber manches war auch für mich noch neu. So weiß ich jetzt endlich, wie ich mit dem Kopierrädchen richtig umgehe – Kopierpapier heißt das Zauberwort!! Das werde ich als nächstes ausprobieren.
Bitte mach weiter so – deine Tipps sind einfach genial! Und herzlichen Dank für die tollen Freebies, die ich eifrig nutze 🙂
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:47

Freut mich sehr, dass dir der Beitrag weitergeholfen hat, Sabine.
Kannst ja mal berichten, wie es mit dem Kopierrad geklappt hat, wenn du magst. 🙂

Antworten
Claudia 5. Dezember 2020 - 10:31

Liebe Sabine, danke für deine ausführliche Erklärung. Einiges war für mich neu z.B. bezüglich der Nahtzugabe. Super. Dir und deiner Familie wünsche ich eine schöne Adventszeit und auf jedenfall Gesundheit

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:52

Dir und deinen lieben ebenfalls eine schöne Adventszeit, liebe Claudia.
Und herzlichen Dank für den tollen Kommentar. 🙂

Antworten
Julia N. 5. Dezember 2020 - 10:13

Wow! Vielen lieben Dank für deine Mühe alles zu Papier zu bringen. Ich finde den Beitrag wirklich wahnsinnig hilfreich und werd ihn speichern und auch weiterleiten.
Manche Sachen hat man woanders schon mal gehört/gelesen, aber es sind auch ein paar Tipps dabei, an die ich sonst nie gedacht hätte.

Lieben Dank!

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:55

Mehr Wertschätzung als den Beitrag an nähbegeisterte Freund*innen weiterzuleiten – das geht eigentlich gar nicht.
Ich freu mich sehr über dein Feedback, Julia.

Antworten
Eva Rother 5. Dezember 2020 - 8:35

Guten Morgen Sabine, sitze “immer” noch ganz entspannt bei meinem Kaffee und “lese und lerne”. Ich neige auch gern aus Faulheit dazu die Knipse ect. nicht so ernst zu nehmen, nach deiner Lektüre wird sich das ändern. Vielen Dank für die tollen Tipps und Tricks.
Liebe Vorweihnachtsgrüße EvaLotte, bleib gesund

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 8:02

Klingt super gemütlich, liebe Eva.
Ging mir auch lange so, dass ich Knipse und Passzeichen nicht übertragen (und mich anschließend geärgert) habe.
Sei ganz lieb gegrüßt! 🙂

Antworten
Ramona Kräußling 5. Dezember 2020 - 7:53

Liebe Sabine,

freue mich immer über Deine Ratgeber. Dieser hat nochmal aufgefrischt, was man im Laufe der Zeit einschleichen lässt. Gestern war es bei mir das genaue im Bruch legen 🤣

Antworten
Sabine 5. Dezember 2020 - 7:56

Vielen Dank für das Feedback, Ramona!

Antworten
Moni 4. Dezember 2020 - 16:30

Ein ganz toller Beitrag und sehr hilfreich. Ich bin ein begeisterter sewsimple Fan.

Antworten
Sabine 5. Dezember 2020 - 8:03

Ach, das ist ja lieb! Dankeschön!

Antworten
Gabi 4. Dezember 2020 - 12:40

Super toller Beitrag, auch für Nicht Anfänger noch jede Menge zu lernen :-)))))

Antworten
Sabine 4. Dezember 2020 - 14:50

Merci! 🙂

Antworten
Dani 4. Dezember 2020 - 15:34

Also da hast Du ja eine riesen Arbeit geleistet, so vielen Dank dafür!!!!!

Antworten
Sabine 5. Dezember 2020 - 8:03

Hihihi, sehr gerne!
Danke für das Feedback!

Antworten
Lisa-Marie 4. Dezember 2020 - 11:04

Vielen Dank, dass du das Thema so ausführlich ausgearbeitet hast!

Antworten
Sabine 4. Dezember 2020 - 14:51

Sehr gerne!:)

Antworten
Friederike Muth 5. Dezember 2020 - 8:52

Super ausführliche und verständliche Erklärungen und auch für alte Hasen gibt es immer noch was zu lernen. Die Druckereinstellungen muss ich mir unbedingt notieren…
Ich kopiere meine Schnitte gerne auf dickere Malerfolie, die kann man wieder verwenden und reißt beim Stecken nicht so leicht ein wie Papier.
Vielen Dank mal wieder für deine Mühe, Sabine

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 8:01

Freut mich, dass dir der Beitrag weitergeholfen hat, liebe Friederike.
Malerfolie ist übrigens ein ganz wertvoller Hinweis, danke dafür.

Antworten
Uta 5. Dezember 2020 - 17:59

Liebe Sabine,
vielen lieben Dank für die ausführliche Anleitung. Du schreibst immer so, das es auch Nähanfänger verstehen. Ich lese bei meinen Fragen immer zuerst bei Dir nach und dann komme ich schon ein Ende weiter.
Mach bitte weiter so.
LG Uta

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:38

Oh, das freut mich aber sehr, liebe Uta. Vielen Dank!

Antworten
Eva Schmidt 4. Dezember 2020 - 10:49

Hi Sabine, deine ausführliche Anleitung hat mich nochmal daran erinnert diszipliniert und exakt zu arbeiten. Ich neige schon eher zum freestyling. 😉 Das hat schon öfter mal zu Auftrennaktionen geführt.
Danke für die ausführliche Erklärung, sie war wie immer sehr hilfreich.
Liebe Grüße Eva aus BaWü

Antworten
Sabine 4. Dezember 2020 - 14:52

Ganz lieben Dank, liebe Eva!

Antworten
Silvia N. 4. Dezember 2020 - 9:28

Hallo Sabine,
vielen lieben Dank für die ausführliche Sammlung an Fehlerquellen 😉
Was das Ausmessen angeht, beschäftigt mich schon länger eine Frage: Was muss ich dabei anhaben? Gibt es Unterschiede je nachdem, was ich nähe?
Wenn ich T-Shirts oder Longsleeves nähe, messe ich bspw. den Brustumfang nur mit BH und ggf. Unterhemd aus.
Wenn ich nun eine Jacke für den Winter nähen möchte, kommt dann noch ein Pulli dazu, der mit eingerechneten werden soll?
Bei vielen Schnittmustern gibt es keine Fertigmaßtabelle, an der ich mich orientieren kann…

Ich danke dir schon mal im Voraus für deinen Rat und deine Infos!
Hab eine tolle Adventszeit und bleib gesund!

Liebe Grüße
Silvia

Antworten
Sabine 5. Dezember 2020 - 8:05

Hallo Silvia,
egal, welches Kleidungsstück du nähen möchtest:
Es gelten die Maße in Unterwäsche.
Bei Frauen eben auch mit BH, weil der ja die Position und den Umfang der Oberweite auch verändern kann.
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Silvia N. 5. Dezember 2020 - 13:50

Das hilft mir sehr! Vielen lieben Dank für deine prompte Antwort! 🙂

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:44

Gerne! 🙂

Antworten
anne 5. Dezember 2020 - 15:23

Ergänzend zu den wirklich sehr guten Ausführungen möchte ich noch sagen, dass es mir sehr geholfen hat, ein neues schnittmuster immer erst auf einem einfachen, nicht teurem Stoff (kann auch Nessel sein) zu nähen und habe davon viele weitere stücke genäht mit Abänderungen inform von reissverschluss hinten/vorn, lange/kurze Ärmel usw.usw.usw.
Der Vorteil ist, dass man sicher weiss, dass alles passt – und man kann nicht sehen, dass das Grundmodell immer das gleiche ist.

Antworten
Sabine 6. Dezember 2020 - 7:44

Meine Rede, Anne!
Danke für den Hinweis, den ich auch persönlich wirklich, wirklich wichtig finde.
Vom Nesselmodell hängt so viel ab…

Antworten
Eva Grimm 4. Dezember 2020 - 8:09

Super erklärt, viele hilfreiche Tipps !! Danke

Antworten
Sabine 5. Dezember 2020 - 8:05

Ganz herzlichen Dank, liebe Eva!

Antworten

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