Shirt mit Wickelkragen nähen - das ist ganz einfach und schnell gemacht! Der Plus Size Kapuzenpulli kann alternativ mit einem raffinierten Wickelkragen genäht werden. Der Schnitt ist auch super für große Größen geeignet!
Das Wichtigste auf einen Blick
- Als Material zum Nähen von Guste eignen sich am besten elastische Stoffe wie z.B. Sweat, French Terry, Viskose-Jersey, Nicki oder elastischer Samt
- Ärmel und Rumpf sind körpernah geschnitten und am Saum leicht ausgestellt
- Die Ärmel von Guste sind zweiteilig gearbeitet
- Das Shirt Guste kann mit einem halsfernen Wickelkragen oder einer Kapuze genäht werden
- Du kannst dir das Schnittmuster für Guste ganz einfach hier auf dem Blog runterladen
Raffiniert: Shirt mit Wickelkragen nähen
Lust auf einen tollen Hoodie? Sicher kennst du schon den coolen Hoodie Pepper mit Unterteilungen. Viele Näh-Fans haben ihn schon genäht und sind von seiner Passform begeistert.
Sehr schnell kam der Wunsch nach einem zusätzlichen Hoodie-Schnitt ohne Unterteilungen auf. Da sage ich natürlich nicht Nein! :)
Guste ist ein Raglan-Kapuzenpulli mit großzügiger aufgesetzter Tasche.
Ärmel und Rumpf sind körpernah geschnitten und am Saum leicht ausgestellt.
Besonders praktisch: Du kannst den Schnitt statt mit Kapuze auch mit einem wunderschönen, halsfernen Wickelkragen nähen.
Statt eines umgeschlagenen Saums kannst du übrigens auch super einen Bündchen-Abschluss nähen.
Die Ärmel von Guste sind (wie alle meine Raglan-Schnitte) zweiteilig gearbeitet.
Das hat seinen Grund: Die Schnitte sollen auch in großen Größen passen.
Deshalb verstecken sich im Ärmel- und Schulterbereich jede Menge Abnäher, Brustweite etc.
Du siehst sie nicht, aber die gute Passform kommt daher, dass der Ärmel geteilt wurde.
Du kannst aber die Nähte wunderbar absteppen, dann sind sie schön flach und tragen nicht auf.

Aus welchen Stoffen kann ich das Shirt mit Wickelkragen nähen?
Das Shirt ist ein wenig figurbetont geschnitten. Deshalb eignen sich elastische Stoffe besonders gut für Guste.
- Sweatstoff: Aus dem weichen, innen angerauten Material lassen sich wunderschöne Hoodies für die kalte Jahreszeit oder für kühle Sommerabende nähen. Sweatstoff lässt sich einfach verarbeiten und eignet sich daher auch gut für ungeübte Näh-Fans.
- French Terry: Mein absoluter Lieblingssstoff! French Terry ist eine Art Zwischending zwischen Jersey uns Sweat. Er ist dünner als Sweat und dicker als Jersey und lässt sich sehr angenehm verarbeiten. Wer vor Jersey noch zurückschreckt, dem empfehle ich French Terry: Keine rollenden Ränder oder welligen Nähte. Und einfach super angenehm auf der Haut. French Terry eignet sich sehr gut auch für Kleidung in großen Größen, weil er kaum aufträgt!
- Jersey: Ebenfalls eine sehr gute Option! Aus Jersey lassen sich sommerliche Kapuzen-Shirts für den Strand oder als Kombi-Partner für Shorts und Capri-Hosen zaubern. Qualitativ gibt es hier viele Varianten, die vom festen Romanit bis zu weich fließender Viskose-Webware reichen.
- Nicki-Stoff: Kuschelig eingepackt und trotzdem gut angezogen sein? Mit streichelweichen Nicki-Stoffen kannst du gar nichts verkehrt machen. Allerdings ist der samtige Stoff nicht ganz einfach zu bändigen. Hier helfen dir sicherlich meine Tipps zum Nähen mit Nicki-Stoffen weiter!

Hier trage ich Guste in der Hoodie-Version in Größe 42. Genäht habe ich ihn aus einem absoluten Traumstöffchen: Ein wunderschöner French Terry in Bio-Qualität.
Das benötigst du zum Nähen
- Elastische Stoffe z. B. Sweat, French Terry, Viskose-Jersey, Nicki, elastischer Samt
- Nähgarn
- Stoffschere
- Bügeleisen
- Patchwork-Lineal
- Markierstift
- Nähmaschine, ggf. Overlock/Covermaschine

Hier trage ich Guste in einem maritimen Mix aus rot-weiß-gestreiftem und dunkelblauem French-Terry.
Wichtig: Wenn du, wie ich, gerne Streifen trägst, achte darauf, die aufgesetzte Tasche an den Streifen des Vorderteils auszurichten! Wenn du noch ungeübt bist, lies dir doch mal meine Tipps & Tricks zum Streifen-Stoff-Nähen durch!
Wieviel Stoff brauche ich für welche Größe?
- Größen 32 - 36 : 155 cm
- Größen 38 - 44: 175 cm
- Größen 46 - 50: 185 cm
- Größen 52 - 54: 210 cm
- Größe 56: 220 cm
- Größe 58: 225 cm
- Größe 60: 230 cm
Wie wird das Schnittmuster vorbereitet?
Drucke das Schnittmuster auf 100% ohne Seitenanpassung auf DIN A4 aus.
Überprüfe, ob das Kontrollquadrat 3 x 3 Zentimeter groß ist.
Klebe die Seiten des Schnittmusters nach Lageplan an den schmalen schwarzen Rahmen zusammen und schneide die einzelnen Schnittteile erst anschließend aus.
Eine Nahtzugabe von einem Zentimeter ist im Schnittmuster enthalten.
Wichtig: Lies dir die Nähanleitung einmal durch, bevor du loslegst.
Wie du Schnitte abpausen kannst, verrate ich dir in meinem Beitrag Schnittmuster kopieren - so geht's ganz leicht!

Welche Stoffzuschnitte brauche ich für das Shirt?
- pro Ärmel:1 Vorder-Ärmel,1 rückwärtigen Ärmel
- 1 Vorderteil, im Bruch zugeschnitten, Bruch am Halsausschnitt mit einem Knips markieren
- 1 Rückenteil, im Bruch zugeschnitten, Bruch am Halsausschnitt mit einem Knips markieren
- Kapuze: Alle Schnittteile 2 x (z. B. in einer Kontrastfarbe)
- Wickelkragen: Alle Schnittteile 2 x (z.B. in Kontrastfarbe)
- 1 Taschenzuschnittt in einfacher Stofflage
Raffiniert: Guste mit Wickelkragen statt mit Kapuze. Genäht habe ich das tolle Teil aus einem angenehmen marineblauem French Terry mit curryfarbenen Streifen. Ärmel und Kragen sind abgesetzt mit einem perfekt dazu passenden Sommersweat in curry-gelb.
Ich bin total verknallt in das Teil! Auf dem Foto kannst du übrigens auch nochmal sehen, wie ich die aufgesetzte Tasche ins Streifenmuster eingepasst habe. :)
Wie werden die Schnittteile für das Shirt vorbereitet?
Übertrage alle Passzeichen und Markierungen auf die Stoffzuschnitte.
Damit du während des Nähens nicht durcheinander kommst, solltest du die Schnittteile einzeln beschriften.
Die Ärmel bestehen aus zwei zusammengesetzten Schnittteilen. Das schmalere Schnittteil ist der hintere Teil des Ärmels.

Welche Größe benötige ich?

Happy simple sewing,
deine Sabine

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