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Patchworkdecke nähen: Ausführliche Anleitung (für Einsteiger geeignet)

Von Sabine
Patchworkdecke nähen

Patchworkdecke nähen: Ein wunderschönes Projekt, mit dem auch Einsteiger schnell erste Näh-Erfolge feiern können. Mit einfacher Anleitung zum Selbernähen!

Patchworkdecke nähen

Hast du auch mal wieder so richtig Lust, eine tolle Patchwork-Decke selbst zu nähen? Diese Decken sind ein ganz besonderes Geschenk an Familie, Freunde oder an dich selbst.

Und das Beste: Es ist ganz einfach, sie zu nähen! Mit meinen Tipps & Tricks gelingt dir so ein wunderschönes Unikat in ein paar Stunden. Und sieht dann aus wie vom Profi! 😉

Meine Patchworkdecke wird ganz einfach aus einem Panel und langen Stoffstreifen genäht. Sie bekommt statt einer Vlies-Einlage und einer Baumwoll-Rückseite eine kuschelige Rückseite aus Baumwoll-Fleece. Das ist einfacher zu nähen und hält so richtig kuschelig warm!

Patchworkdecke nähen: Die besten Tipps & Tricks

Starten wir mit den Tipps! Natürlich habe ich einige Erfahrung damit Quilts und Patchworkdecken zu nähen. Ich liebe es einfach, sie zu verschenken und mir vorzustellen, wie die Beschenkten sich behaglich darin einkuscheln können. Oder wie die Decken irgendwann das Wohnzimmer oder das Kinderzimmer zieren.

Denn, seien wir ehrlich: So eine selbst genähte Patchworkdecke sieht immer wertig und wunderschön aus, selbst wenn sie nicht perfekt ist – und seien wir ehrlich: Das ist sie nie!

Und hey, das muss sie auch nicht sein! Du drückst mit dieser Decke aus: Du bist mir wichtig, ich denke an dich und ich hab dich lieb. Da hat Perfektion keinen Platz.

Trotzdem soll die neue Patchworkdecke natürlich so schön wie möglich sein. Damit das gut gelingt, habe ich eine einfache Schritt für Schritt Anleitung für dich, mit der du zum Beispiel auch Patchworkdecken für Kinder nähen kannst.

Das Gute ist: Es gibt keine Größenvorgaben! Die Größe der fertigen Decke bestimmst ganz alleine du. Und dein Durchhaltevermögen, natürlich. 🙂

Patchworkdecke nähen

Mein erster Tipp ist gleich einer, den ich selbst sehr oft beherzige:

Tipp Nr. 1: Patchworkdecke aus Panel nähen

Du weißt nicht, was ein Panel ist? Eine super Sache, soviel ist sicher! Ein Panel ist ein Stoffzuschnitt mit Motiv, zu dem es meistes Kombi-Stoffe gibt.

Das Panel gibt das Thema deines Quilts oder deiner Patchworkdecke vor: Wenn du ein Patchworkdecke für ein Baby nähen möchtest, ist natürlich ein Kindermotiv ideal. Oft gibt es passende Unis oder klein gemusterte so genannte Low-Volume-Stoffe, die ideal zum Panel passen.

Das Coole am Panel ist, dass du deiner Decke damit direkt ein perfektes “Herzstück” verpasst. Und einen großen Teil des Quilt-Tops damit schon mal abhaken kannst. 🙂

Tipp Nr. 2: Waschen & bügeln

Achte darauf, alle Stoffe vor der Verarbeitung zu waschen und zu bügeln. Das ist wichtig, weil gerade Baumwollstoffe einen Krumpf von einigen Prozent haben. Im Anschluss an das Waschen und Trocknen solltest du den Stoff mit Dampf bügeln. So lässt er sich am genauesten zuschneiden.

Oft ist Baumwolle nämlich “in sich” noch ein bisschen “krumpelig”, wenn sie nicht gebügelt wird. Mach mal den Test und schneide ungebügelte Baumwolle zu. Anschließend bügelst du sie und schaust mal, was sich verändert hat. 🙂

Bei kleinen Projekten aus Baumwollstoff kann das einen enormen Unterschied machen.

Übrigens siehst du beim Vorwaschen auch gleich, ob Stoffe ausbluten: Wenn sie es nicht tun, kannst du beherzt auch Schwarz und Weiß zusammen vernähen! Das ergibt starke Kontraste!

Tipp Nr. 3: Nach jeder Naht nachtrimmen

Wenn du deine Patchworkdecke aus Streifen nähst, solltest du gerade an den Ecken nach dem Bügeln und Öffnen der Nahtzugaben einmal schauen, ob alles noch gerade ist. Das geht am besten mit dem Patchworklineal und dem Rollschneider.

Patchworkdecke nähen

Tipp Nr. 4: Ziehen verboten!

Ja, du liest richtig. Auch Baumwolle verzieht sich! Oft unterscheiden wir ja (gerade beim Nähen von Kleidung) zwischen elastischen und unelastischen Stoffen. Und meinen damit Webware und Wirkware.

Dabei bringen auch Baumwollstoffe eine gewisse Elastizität mit sich. Wenn du einen Streifen-Quilt nähst, wirst du vielleicht feststellen, dass die verschiedenen Stoffe auch unterschiedlich élastisch sind.

Damit sich nichts verziehen kann, lege die Stoffe nur locker aufeinander und stecke sie fest. Dann kann nichts passieren.

Tipp Nr. 5: Richtig bügeln

Nach jeder Naht solltest du die Nähte bügel. Zunächst wird die Naht von rechts geglättet. Anschließend bügelst du die Nahtzugabe auf. Und zwar mit Dampf.

Du wirst feststellen, dass die Decke dadurch viel mehr “wie ein Ganzes” wirkt als ungebügelt.

Manche Patchworker, wie zum Beispiel Thea Schmalfeldt von der Hamburger Patchwork-Gilde, schwören darauf, die Nahtzugaben zu einer Seite zu bügeln. Sie sagt, das mache die Nähte haltbarer.

Am besten probierst du mal aus, was für dich am besten funktioniert.

Bitte achte beim Bügeln darauf, gleichmäßig zu arbeiten und auch jetzt nicht am Stoff zu ziehen. Am besten führst du das Bügeleisen mit leichtem Druck über den Stoff und lässt ihn anschließend auskühlen.

Wenn du den bügelwarmen Stoff zu schnell knickst, sind die Knicke besonders haltbar und schwer wieder zu entfernen. 🙂

Wichtig ist, dass du die Stoffe im Fadenlauf bügelst, nicht diagonal. Dann ist die Gefahr, dass sich etwas verzieht, relativ gering.

Tipp Nr. 6: Jede Kombi ist die richtige!

Auch wenn du Stoffe aussuchst, die auf den ersten Blick gar nicht so harmonisch zusammenpassen: Zu einem Quilttop zusammengefügt, wird ein ganz neues Bild daraus! Denn die Stoffe “beeinflussen” sich gegenseitig, oft erzählen sie sogar Geschichten!

Je zufälliger du Stoffstreifen zusammenbringst, desto überraschender das Ergebnis. Probier’s mal aus!

Toll ist, wenn du anschließend die Stoffe mit einem Steppmuster “vereinst”.

Trau dich, wild zu sein. Denn eins ist klar. Es ist deine Decke: Du bestimmst, wie bunt du’s treiben willst!

Übrigens war mir der Gustav-Klimt-Stoff so heilig, dass ich beschlossen habe, die Webkanten sichtbar mit zu verarbeiten. An manchen Stellen sieht man sogar schön die Punkte auf den Stoffkanten. Kennst du ihr Geheimnis?

Patchworkdecke nähen

Tipp Nr. 7: Bewegung durch Richtungs-Stoff

Mit einem Stoff, der nur in eine Richtung funktioniert (z. B. Blumenstoff, bei dem die Blüten und Stengel die Richtung vorgeben), kannst du Bewegung in deine Patchworkdecke bringen.

Nähst du die Stoffstreifen so zusammen, dass das Muster des Stoffes einmal rundherum läuft, gibt das deinem Quilt eine sehr interessante Bewegung ! Unbedingt mal ausprobieren!

Tipp Nr. 8: Graue Mäuse gegen Vielfarbigkeit

Wenn du, so wie ich, gerne mit vielen Farben und Stoffen arbeitest, brauchst du ein Nähgarn, das dem gewachsen ist. Denn du möchtest ja sicher nicht nach jedem Streifen die Garnfarbe wechseln.

Mein Tipp: Verwende ein mittelgraues Allesnäher! Das fällt im Nahtschatten kaum auf und passt sich vielen Farben an.

Patchwork-Expertin Thea Schmalfeldt empfiehlt außerdem, wenn es passt, mal einen mittelbraunen Faden auszuprobieren. Sie sagt, das wirke besonders dezent.

Wenn du Schwarz-Weiß. oder andere starke Kontraste nähst, empfiehlt Thea, sich bei der Garnfarbe immer am dunkleren Stoff zu orientieren.

Tipp Nr. 9: Unterfadenspulen bunkern

Super ärgerlich, gerade bei langen Nähten, wenn plötzlich der Unterfaden ausgeht. Und man dann erstmal wieder spulen muss…

Mein Tipp: Spule dir, bevor es losgeht, genügend Unterfadenspulen in der Farbe des Oberfadens auf. Dann kannst du ganz schnell mal die Spule austauschen und weiterzaubern! 🙂

Tipp Nr. 10: Ganz einfach Streifen schneiden

Du kannst die Streifen für die Patchworkdecke ganz einfach mehrlagig zuschneiden. Das ist sehr genau und spart viel Arbeit. Zuschneiden kannst du sowohl mit dem Fadenlauf als auch im rechten Winkel dazu. Aber bitte nicht diagonal (wegen der Dehnbarkeit).

Ich viertele die Stoffe, bügele sie und richte dann den Stoffbruch an der Markierung der Schneidematte aus.

Patchworkdecke nähen

Wenn alles gut liegt, schneide ich mit dem Patchwork-Lineal 7 cm breite Streifen für Decke und Binding (also den Stoffstreifen am Rand) zu.

Tipp Nr. 11: Spitze Nadel, cooles Madel

Kein Scherz: Eine neue, spitze Nadel ist beim Patchworken viel wert! Und so ein Quilt ist ein Projekt, bei dem die Nadel schon ordentlich was leisten muss.

Damit meiner Nähmaschinennadel nicht zwischendurch die Puste ausgeht (ich bin ungeduldig und hasse es, wenn ich zwischendurch unterbrechen muss), nähe ich meine Patchworkdecken (und die meisten anderen Näh-Projekte) inzwischen mit Titan-Nadeln.

Die halten ewig, kosten kaum mehr als die “üblichen Verdächtigen” und machen sehr schöne Nähte!

Tipp Nr. 12: Der Solid bestimmt, wo’s lang geht!

Klingt geheimnisvoll, ist es aber gar nicht: Wenn du einfarbige Stoffe, also so genannte “Solids” in deinen Quilt einbaust, dann sollte dir bewusst sein, dass diese Solids mehr als die bunt bedruckten Stoffe, das Bild bestimmen. Weil sie einfach optisch massiver daher kommen als ein vielfarbiger Print, der durch ein Muster “aufgebrochen” wird.

Sei also umsichtig in der Wahl deiner Solids und achte darauf, dass sie deine schönen Prints nicht “übertönen”… 🙂

Tipp Nr. 13: Nicht perfekt ist das neue Perfekt!

Wenn du einen passionierten Patchworker fragst, wird er dir sagen: Es gibt keine perfekte Patchworkdecke. Jedes Projekt, das aus vielen Einzelteilen besteht, hat irgendwo eine kleine Schwachstelle. Oder eine größere.

Also: What shalls? Steh zu den Fehlerchen deiner Decke und genieße es, dass gerade die kleinen Patzer sie unverwechselbar machen! 🙂

Patchworkdecke nähen: Was brauche ich?

Du benötigst neben Bügelbrett & Bügeleisen (wichtig!) folgendes Basis-Nähzubehör:

Patchworkdecke nähen: Welcher Stoff ist der richtige?

Geeignet sind alle nicht-elastische Stoffe wie:

Falls du, wie ich, Kokka-Stoffe liebst, empfehle ich dir wärmstens, mal bei Etsy vorbei zu schauen. Dort gibt es eine riesige Auswahl der leckersten und seltensten Japan-Stoffe!

Solltest du noch nie mit Kokka-Stoffen genäht haben: Probier’s mal aus! Sie lassen sich unglaublich gut verarbeiten und sehen gerade für Schnittmuster im Japan-Stil super gut aus. 🙂

Wichtig: Der verwendete Stoff sollte vor dem Nähen gewaschen werden, damit er nicht mehr einläuft. Dadurch kann sich eine Patchworkdecke in sich sehr verziehen und ist dann alles andere als schön. 🙂

Patchworkdecke nähen

Rückseite der Patchworkdecke nähen: Woraus?

Das ist sehr einfach: Statt einer 3-Lagen-Technik, einem so genannten Quilt-Sandwich, bestehend aus dem Top (also der Oberseite), einem Vlies und einer Baumwoll-Rückseite verwende ich in dieser Anleitung einen wunderbar weichen Baumwoll-Fleece in Bio-Qualität.

Das hat mehrere Gründe

  1. ist es viel einfacher zu nähen – gerade für Anfänger, die mit drei Lagen meist ganz schön zu kämpfen haben
  2. ist ein Bio-Fleece gerade für Kinder eine ideale Alternative, weil es ja oft direkt in Kontakt mit der Kinderhaut kommt
  3. lässt sich Baumwoll-Fleece gut waschen und trocknet schnell und
  4. fühlt sich Baumwoll-Fleece wunderbar weich und kuschelig an und hält schön warm.

Mein Baumwoll-Fleece habe ich bei Hemmers gefunden und auf die Farben meines Patchwork-Tops abgestimmt. Vor dem Vernähen sollte der Fleecestoff aber einmal gewaschen werden, weil er dann dichter und fester wird. Ggf. läuft er auch noch ein wenig ein.

Wo kann man Patchworkstoffe kaufen?

Ich bin für viele Patchwork-Projekte bei den Patchwork-Stoffen von Stoffe.de und Hemmers fündig geworden. Unglaublich gut gefallen mir die Rico-Stoffe von Idee. Die habe ich ja für die japanischen Furoshiki-Taschen verwendet und war restlos begeistert, wie toll sich diese Stoffe verarbeiten lassen. Das Phantastische an den Ricos ist, dass sich die Stoffe untereinander super kombinieren lassen. Also ideal für Patchwork-Projekte.

Schöne Patchtork-Panels findet man immer auch mal bei Amazon. Eine echte Fundgrube ist der Stoffe-Shop von Anne Deus. Dort habe ich auch die herrlichen Gustav-Klimt-Stoffe gefunden, mit denen ich die Patchworkdecke in der Anleitung nähe.

Patchworkdecke nähen aus Stoffresten

Stoffreste sind ideal zur Verarbeitung in einer Patchworkdecke. Wichtig ist, dass du die Stoffe vorab wäschst. Wenn du viele kleine Stoffe hast, kannst du sie z. B. in einem Gemüsenetz waschen. Dann geht nichts in der Waschmaschine verloren.

Patchworkdecke nähen: Welcher Stich?

Für eine Patchworkdecke wähle ich meist einen 2,5 oder 3,0 cm langen Stich, wenn es um das Zusammenfügen der Stoffteile geht. Zum Absteppen verwende ich einen 3,5 oder sogar 4,0 mm langen Stich.

Du kannst auch prima mit Zierstichen arbeiten. Wellenmuster oder viele andere dekorative Stiche eignen sich gut, um Partien deiner Decke hervorzuheben.

Quilt im Nahtschatten quilten: Wie geht das?

Wenn auf dem Stoff schon “viel passiert”, er also bunt bedruckt ist, steppe ich oft einfach im Nahtschatten. Dafür setze ich den Nähfuß so auf den Stoff, dass die Nadel genau in die Naht zwischen zwei Stoffteilen einsticht.

“Stitch in the Ditch” nennt man das. Wenn du den Nahtschatten genau triffst, ist von der Naht selbst nichts zu sehen.

Wenn du ein vielfarbiges Quilt-Top, also eine bunte Patchworkdecken-Oberseite gezaubert hast, dann kannst du mit einem neutralen Faden absteppen, z. B. Mittelgrau oder Mittelbraun.

Patchworkdecke quilten mit der Nähmaschine

Dies ist die einfachste Methode, ein Quilt-Top mit der Rückseite zu verbinden. Grundsätzlich solltest du das machen, weil sich sonst die Oberseite bei der Benutzung der Decke immer von der Rückseite löst und keine Einheit bildet.

Ein weiterer Vorteil des Quiltens mit der Nähmaschine: Du kannst mit Nähten schnell und effektiv Akzente setzen. Oft bringen einfache Linien oder Wellen deine Patchworkdecke erst richtig zum Leuchten!

Patchworkdecke nähen

Baby-Patchworkdecke nähen

Für eine schnelle Baby-Patchworkdecke eignet sich diese Anleitung ebenfalls sehr gut.

Die Grundfläche für eine Baby-Patchworkdecke kann 70 x 100 cm betragen. Wenn du eine Krabbeldecke nähen möchtest, kannst du aber auch 100 x 100 cm oder 140 x 140 cm als Grundmaß nehmen.

Patchworkdecke nähen aus alter Kleidung

Eine schöne Möglichkeit, alte Kleidung nachhaltig zu verwerten und bleibende Erinnerungen zu schaffen, ist das Nähen von Patchworkdecken aus Hemden, Jeans, Jacken, Blusen oder Kleider. Auch aus cool bedruckten T-Shirts lassen sich Patchworkdecken zaubern, wenn die Shirts vorab mit Bügelvlies verstärkt wrden.

Patchworkdecke nähen: Anleitung

Um einen Streifen-Quilt zu nähen benötigst du lange Baumwollstreifen. Ich habe sie in einer Breite von 7 cm zugeschnitten und oft zwei zusammengenäht um eine ausreichend lange Bahn zur Verfügung zu haben.

Begradige die Stoffkanten des Baumwoll-Fleece. Ich verwende dafür meine Schneidematte als “Lineal” und meine elektrische Schere. Schneide den Stoff auf die gewünschte Größe + ca. 3 cm rundherum zu.

Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen

Und dann kann es auch schon losgehen mit dem Patchwork-Spaß! 🙂

Begradige die Seiten des Panels.

Patchworkdecke nähen

Als erstes ordnen wir die Streifen so an, wie sie später vernäht werden sollen

Lege das Panel mit der rechten Seite nach oben.

Rahme das Panel mit Stoffstreifen ein. Falls deine Stoffstreifen zu kurz sind, um die länger werdenden Seiten einzurahmen, nähe zwei oder mehr Streifen zusammen.

Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen

Schneide die Streifen lang genug, dass sie sich an den Ecken überlappen.

Wenn du zufrieden bist (oder, wie ich, keinen Platz mehr zum Auslegen hast), kannst du damit beginnen, die Streifen anzunähen.

Ich nähe dafür immer zuerst die beiden Streifen an den langen Seiten.

Lege die Streifen rechts auf rechts an die langen Seiten des Panels und stecke sie fest.

Nähe die Streifen mit einem Geradstich und einer Nahtzugabe von 1 cm an.

Bügle die Nahtzugaben auseinander und nähe den oberen und unteren Streifen an.

Patchworkdecke nähen

Begradige die Ecken.

Patchworkdecke nähen

Jetzt kannst du schon die nächsten Streifen annähen. So lange, bis alle Streifen “ihren Platz” gefunden haben.

Bügle nach jeder Runde die Nahtzugaben sauber auseinander und achte darauf, nicht am Stoff zu ziehen.

Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen

Dann wird dein Quilt schön glatt und faltenfrei.

Patchworkdecke nähen

Wenn dein Quilt-Top so ist, wie du es dir vorgestellt hast, breite es sorgfältig auf dem Baumwoll-Fleece aus. Die linke Seite des Fleece liegt dabei nach oben.

Patchworkdecke nähen

Hefte das Quilt-Top mit Sprühzeitkleber schön glatt und gleichmäßig auf das Fleece. Streiche es dabei von innen nach außen fest. Ich hebe nacheinander alle vier Ecken, sprühe das Fleece ein (lieber nicht die Baumwollstoffe, manche vertragen keinen direkten Kontakt mit dem Kleber!) und hefte dann das Top an.

Schneide das überschüssige Fleece zurück.

Patchworkdecke nähen

Jetzt brauchst du einen 7 cm breiten Baumwollstreifen, mit dem du die Patchworkdecke einfasst.

Patchworkdecke nähen: Rand einfassen

Der Baumwollstreifen soll etwas länger als alle vier Seiten der Decke zusammen sein. Ich verwende dafür eine Kombi aus allen Stoffen, die ich vernäht habe.

Patchworkdecke nähen

Falte den Stoff links auf links längs und lege ihn bündig mit den offenen Kanten an die Stoffkante an.

Der Streifen wird jetzt festgesteckt, mit den Nähen beginnst du aber erst ca. 15 cm nach dem Anfang des Streifens.

Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen

Nähe mit einem Geradstich und 1 cm Nahtzugabe bis 1 cm vor der ersten Ecke.

Patchworkdecke nähen: So werden die Ecken genäht

Vernähe vor der ersten Ecke und hebe den Nähfuß.

Patchworkdecke nähen

Falte den Stoffstreifen nach rechts, sodass eine diagonale Falte in der Ecke entsteht.

Falte den Stoffstreifen dann nach links, sodass er bündig zur eben genähten Kante und zur nächsten Kante liegt.

Patchworkdecke nähen

Drehe den Stoff und beginne in der Ecke die nächste Seite einzufassen.

Wiederhole diese Arbeitsschritte an allen vier Ecken.

Wenn du am Ende angekommen bist, beende die Naht ca. 15 cm vor dem Punkt an, dem Anfang und Ende sich treffen.

Lege die Streifen geöffnet rechts auf rechts zusammen und stecke sie so zusammen, dass sie genau an die Stoffkante passen.

Patchworkdecke nähen

Nähe Anfang und Ende des Streifens mit einer geraden Naht zusammen.

Patchworkdecke nähen

Schneide die Nahtzugabe bis auf 1 cm zurück und falte sie auseinander.

Patchworkdecke nähen

Falte den Streifen jetzt links auf links zusammen und fasse auch die restliche Kante mit dem Stoffstreifen ein.

Falte den Streifen um die Stoffkante herum und stecke ihn rundherum fest.

Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen

Das Feststecken funktioniert meist mit Stoffclips besser als mit Stecknadeln.

Wenn du bei einer Ecke ankommst, falte zuerst den Streifen an beiden Seiten sauber um.

Dann faltest du den Streifen zuerst von der einen, dann von der zweiten Seite zur Ecke hin.

Patchworkdecke nähen
Patchworkdecke nähen

Steppe den Stoffstreifen knappkantig mit einem längeren Geradstich fest.

Patchworkdecke nähen

Wenn du magst, kannst du jetzt Quilt-Top mit Fleece durch ein paar Steppstiche oder Nähte im Nahtschatten verbinden.

Patchworkdecke nähen

Wenn es dir leichter fällt, kannst du den Quilt auch eng zusammenrollen. Dann ist es einfacher, die große Stoffmenge zu navigieren. 😉

Patchworkdecke nähen
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Und mit Textilstift noch eine kleine Widmung drauf schreiben. 🙂

Patchworkdecke nähen

So sieht die fertige Patchworkdecke aus!

Patchworkdecke nähen
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Willst du noch mehr über Quilten in den USA, über Patchwork-Tools und das Nähen einfacher Quilts wissen? Dann klick dich gerne mal durch die Links und schau dir die weiter führenden Beiträge an.

Fragen? Anregungen? Schreib mir gerne was in den Kommentaren!

Happy simple sewing,

deine Sabine

Patchworkdecke nähen
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Häufig gestellte Fragen

Aus welchen Stoffen kann man eine Patchworkdecke nähen?

Ideal sind einfache Baumwollstoffe, entweder bunt bedruckt, einfarbig oder eine Mischung aus beidem. Aber auch Stoffreste lassen sich prima zu einem schönen Quilt zusammenfügen.

Muss ich die Stoffe vorm Nähen waschen?

Das solltest du auf jeden Fall tun. Erstens siehst du dann, ob die Stoffe, die du kombinieren möchtest, abfärben. Und zweitens verhinderst du damit, dass sich die fertige Decke bei der ersten Wäsche ungleichmäßig verzieht und einläuft.

Mit welchem Nähgarn kann man bunte Patchworkdecken nähen?

Super geeignet ist ein “neutrales” Garn, das im Nahtschatten verschwindet: Ein Mittelgrau oder ein Mittelbraun eignen sich perfekt dafür!

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14 Kommentare

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14 Kommentare

HeRa 14. April 2020 - 19:36

Super schöne Decke. Du hast mich angefixt. Ich probierst auch ??

Antworten
Sabine 14. April 2020 - 19:50

Hey, cool! Viel Spaß! 🙂

Antworten
Anke 9. Juli 2020 - 20:29

Eine sehr schöne Decke und eine supertolle Idee ein Panel einzuarbeiten. Diese Idee werde ich übernehmen. Das Panel von Gustav Klint ist großartig, ich bin ein großer Fan seiner Bilder.
Vielen Dank für die geniale Idee!!!
LG Anke

Antworten
Sabine 10. Juli 2020 - 13:59

Sehr gerne, Anke! 🙂

Antworten
Gabriele Hassels 11. April 2020 - 8:53

Eine wunderschöne Decke! Ich habe gerade eine Jelly Roll für eine Kinderdecke gekauft, für die nãchste Decke nehme Ichs ein Paneel- so eine grandiose Idee!
Ich wünsche dir ein schönes Osterfest, Sabine?
Gabriele

Antworten
Sabine 11. April 2020 - 9:44

Danke für das tolle Kompliment, liebe Gabriele!
Hab du auch schöne Ostern! 🙂

Antworten
Sühnke 10. April 2020 - 21:19

Deine Decke ist ein Traum…. ? so ein wunderbares Motiv ?! und vielen herzlichen Dank für deine Mühe diese ganze Anleitung aufzuschreiben , mit so vielen tollen Tipps., ich habe mich bisher nicht ans Patchworken getraut, aber ich glaub das hat sich gerade geändert. Vielen lieben Dank !

Antworten
Sabine 10. April 2020 - 21:23

Würde mich echt freuen, wenn dich mein Beitrag ermutigen könnte, dich auf unbekanntes Terrain zu begeben, Sühnke! 🙂
Diese Patchwork-Decken sind ja echt was für’s Leben! 🙂

Antworten
Frau Kichererbse 10. April 2020 - 20:51

tolles Tutorial,. Meine Tochter näht gerade ihre erste Decke. Ich werde sie nacher gleich auf Deinen Blog schicken. vielen Dank für den Beitrag.
herzlich Maron

Antworten
Sabine 10. April 2020 - 21:25

Oh, wie toll! Vielen Dank für das schöne Kompliment! 🙂

Antworten
Andrea 10. April 2020 - 20:00

Wow!
Richtig toll geworden und wie immer prima beschrieben.
Ich liebe Klimt.
Die hätte ich sehr gerne hier zu Hause…
?

Antworten
Sabine 10. April 2020 - 21:26

Vielen Dank für das schöne Kompliment, Andrea! 🙂

Antworten
Pia 28. März 2020 - 9:50

Was für eine wunderschöne Decke, Sabine! <3 <3<3
Die Idee mit dem Paneel ist super, sieht aus wie ein Gemälde!
Ich liebe patchen und quilten, da ist man in einer anderen Welt und wie man bei deiner Decke sieht, ist sie so schön geworden, wie aus einer anderen Welt 😉
Liebe Grüsse
Pia

Antworten
Sabine 28. März 2020 - 10:56

Oh, was für ein tolles Kompliment, Pia!
Ich freu mich sehr, danke!

Antworten

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