Stoffe vor dem Nähen waschen

Stoffe vor dem Nähen waschen: Ja, nein, vielleicht?

von Sabine Schmidt

Stoffe vor dem Nähen waschen – ja oder nein? Die Geheimnisse rund um das Vorbereiten von Stoff vor dem Nähen lüften wir in diesem Beitrag.

Stoff vor dem Nähen waschen

  • Was wir alle wollen: Dass unsere selbst genähten Kleidungsstücke, Taschen und Accessoires genauso aussehen und sitzen, wie wir sie uns erträumt haben. Auch nach der ersten Wäsche.
  • Vielleicht kennst du auch diese bangen Momente, wenn du dein liebevoll genähtes Shirt zum ersten Mal aus der Waschmaschine holst und hoffst, dass es nicht eingelaufen ist? Damit ist nach dem Lesen dieses Beitrags Schluss 🙂
  • Durch SewSimple und meine Nähbücher habe ich natürlich eine Menge Erfahrung mit dem Waschen und Vorbereiten von Stoffen
  • Meine gesammelten Tipps und Tricks habe ich in diesem Beitrag für dich zusammengestellt
  • Deshalb ist das Vorwaschen für viele Stoffe das mittel der Wahl
  • Aber nicht alle Stoffe können, dürfen und müssen gewaschen werden
  • Schauen wir uns an, was du tun kannst, um deine Stoffe perfekt für das Nähen vorzubereiten

Warum du Stoffe vor dem Nähen waschen solltest

Vorwaschen bedeutet, dass du den Stoff mit derselben Temperatur in die Waschmaschine steckst, mit der auch das fertige Kleidungsstück gewaschen werden soll. Es gibt verschiedene Wege, Stoffe für das Nähen vorzubereiten. Waschen ist nur eine davon. Wenn dein fertiges Kleidungsstück gewaschen wird, dann sollte grundsätzlich auch der Stoff gewaschen werden. Das ist wichtig, damit der Stoff bei der ersten Wäsche nicht einläuft und dein neues Shirt möglicherweise zu klein ist. Das liegt daran, dass der Stoff eingelaufen ist. Und wenn er das tut, verzieht er sich womöglich auch noch. Damit dir das nicht passiert, verrate ich dir hier meine Tipps und Tricks.

Was für ein banger Augenblick, wenn man feststellt, dass die aufwändig genähte Hose zu kurz ist, der Sweater zu klein oder die Walkjacke zu eng. All die viele Arbeit, das Herzblut und – seien wir ehrlich – auch das Geld: einfach futsch!

Denn meist ist es mit dem Einlaufen ja nicht getan: Oft verziehen sich die Schnittteile auch noch dabei.
Das kann dazu führen, dass…

  • eine Seitennaht plötzlich halb auf dem Bauch sitzt
  • Patchworkteile krumpelig werden
  • sich Säume auf wundersame Weise kräuseln
  • Schulternähte verrutschen
  • Stoffkanten wellig werden
  • Hosenbeine sich komplett verdrehen

Aber was ist beim Vorwaschen zu beachten? Ein grundsätzlicher Tipp:

Stoffe so vorwaschen, wie auch das fertige Kleidungsstück gewaschen werden soll.

Dabei kommt es wirklich sehr darauf an: Nicht alle Stoffe dürfen bei derselben Temperatur gewaschen werden. Nicht alle Stoffe werden auf dieselbe Weise getrocknet oder gebügelt. Das sollten wir uns also näher anschauen, meinst du nicht? Okay, dann lass uns mit ein paar grundsätzlichen Hinweisen starten.

Stoffe für Kleidung vorwaschen – warum?

Es gibt verschiedene Gründe, Bekleidungsstoffe ein oder mehrmals vorzuwaschen.

Stoffe vorzuwaschen entfernt Chemikalien und Schadstoffe

Stoffe legen auf dem Weg von der Herstellung bis auf deinen Nähtisch oft sehr lange Strecken zurück. Damit sie unterwegs nicht von Schädlingen befallen werden, keinen Schimmel ansetzen oder durch Lichteinfall Farbfehler bekommen, werden sie vorbehandelt.

Die Chemikalien, Farbstoffe, Appretur, Anti-Schimmelmittel oder Insektizide, die im Stoff sind, können ungute Nebenerscheinungen mit sich bringen, wenn man sie vor dem Tragen nicht auswäscht.

Stoffe vorwaschen 1

Sabines Tipp: Was ist Appretur?

  • Das Wort Appretur kommt aus dem Französischen
  • apprêt bedeutet: ausrüsten oder zurichten
  • gemeint ist, dass die Oberfläche des Stoffes bereits beim Herstellungsprozess vorbehandelt wird
  • Dabei handelt es sich meist um eine Oberflächenbehandlung mit chemischen Zusätzen, die dem Stoff bestimmte Eigenschaften mitgeben soll
  • Gewünschte Eigenschaften können zum Beispiel Formtreue, Weichheit, Griffigkeit, Farbtiefe, Glanz oder Glätte sein
  • Appreturen verschwinden meist nach den ersten Waschgängen
  • Manche für die Appretur verwendeten Stoffe können Reizreaktionen auslösen und sollten deshalb ausgewaschen werden

Ich empfehle dir deshalb, Stoffe für Kleidung vor dem Vernähen zu waschen, um eventuelle Rückstände von Chemikalien, die während des Herstellungsprozesses verwendet wurden, zu entfernen. Das ist besonders wichtig, wenn die Kleidung aus empfindlichen Materialien wie Baumwolle oder Seide hergestellt wurde, da diese Materialien dazu neigen, Farbe und Form beim ersten Waschen zu verlieren. Auch bei Kleidungsstücken aus synthetischen Materialien kann das Vorwaschen helfen, um die Schadstoffrückstände zu reduzieren.

Schadstoffe aus dem Stoff können über die Haut in den Körper gelangen. Besonders dann, wenn die Haut besonders dünn, zart und empfindlich ist, können Schadstoffe und Chemikalien allergische Reaktionen auslösen, die sich mit Juckreiz, Pusteln oder Ausschlägen bemerkbar machen.

Gerade bei Kleidung, die direkt auf der Haut getragen wird, ist ein Vorwaschen also eine gute Idee. Auch und besonders dann, wenn es sich um Kleidung für Kinder und Babys handelt, weil hier die schützende Hautbarriere erst nach und nach aufgebaut wird.

Das Vorwaschen von Leinen oder Webware hat noch einen weiteren positiven Effekt: Beim Waschen werden die Fasern weicher und anschmiegsamer. Du kennst vielleicht dieses leichte Piezen, das neuer Leinenstoff manchmal hat. Das sind die (Flachs-)Fasern, die aus dem Gewebe abstehen. Nach mehreren Wäschen brechen diese Fasern nach und nach und der Stoff wird wesentlich weicher.

Stoff vor dem Nähen waschen

Stoffe für Taschen und Accessoires vorwaschen

Taschen kann man aus vielen verschiedenen Stoffen und Materialien nähen. Wenn deine Tasche also waschbar sein soll, muss sie aus einem waschbaren Material genäht sein. Das ist zum Beispiel bei Einkaufstaschen wichtig, die mit Lebensmittel und ggf. auch Flüssigkeiten in Berührung kommen. Aber auch viele andere Taschen müssen einem kurzen Trip in die Waschmaschine Stand halten.

Webware, also Stoffe wie Baumwoll-Popeline, Canvas, beschichtete Stoffe, Dekostoffe oder Leinen sind per se gut waschbar. Hier kommt es immer auf die Pflegehinweise des Herstellers an. Bei guten Shops sind diese Hinweise in der Produktbeschreibung hinterlegt. Ich empfehle oft, sie vorzuwaschen, meine Kollegin Simone weist darauf hin, dass in vielen Fällen auch ein gründliches Abdämpfen genügt. Und sie gibt den Rat auf den Begriff “washed” (gewaschen) zu achten. Denn diese Stoffe benötigen ebenfalls kein vorheriges Waschprogramm in der Maschine.

Taschenstoffe wie Kunstleder, Kork, Filz, Textilpapier müssen nicht zwingend vorgewaschen werden, weil sie nicht einlaufen.

So kannst du Stoffe zum Waschen vorbereiten

Damit nichts schief geht bei der Vorwäsche kannst du deine Stoffe vorbereiten, bevor sie in die Waschmaschine wandern. Schauen wir uns an, wie’s funktioniert:

  • Wasche nur ähnliche Farben und Farbtiefen zusammen: Dunkler Denim und ein hellblaues Leinen gehören nicht zusammen in die Maschine, weil der Denim ausbluten und den helleren Stoff verfärben kann
  • Gib nicht zu viel Stoff in die Waschmaschine: Dadurch können helle Knicke und Streifen entstehen, die sich später nur schwer oder gar nicht mehr entfernen lassen
  • Versäubere die Stoffkanten vorab mit der Overlock oder einem Zickzackstich: Dadurch verhinderst du, dass die Stoffkanten ausfransen
  • Falte den Stoff im Fadenlauf und kettele die Stoffkanten rechts auf rechts zusammen: Das schon die Farben und stabilisiert den Stoff; er verdreht sich dann nicht so sehr und lässt sich besser trocknen und bügeln; außerdem bleibt auf diese Weise der Stoffbruch erhalten
  • Stecke besonders empfindlichen Stoff vor dem Waschen in einen ausgemusterten Kissenbezug: Auf diese Weise verdreht und verknotet er sich nicht in der Waschmaschine
Stoffe vor dem Nähen waschen: Webware kann mit einem 3- oder 4-Faden-Overlockstich vor dem Waschen versäubert werden
Webware kann mit einem 3- oder 4-Faden-Overlockstich vor dem Waschen versäubert werden

Was passiert beim Vorwaschen von Stoffen?

Stoffe vor dem Nähen waschen: Was passiert beim Vorwaschen?
Wichtig: Pflegehinweise der Stoffhersteller beherzigen

Stoffe vor dem Vernähen zu waschen bringt viele positive Effekte mit sich:

  • Die Fasern verdichten sich und werden weicher
  • Chemische Rückstände, Appretur und Schadstoffe werden ausgewaschen
  • Der Stoff springt ein
  • und bekommt seine endgültige Größe
  • Farbreste werden entfernt
  • Schmutz wird entfernt

Zusätzlich können beim Waschen die gewünschten Eigenschaften von Stoffen verstärkt werden. Walkstoffe zum Beispiel werden beim Vorwaschen dichter und stabiler. SnapPap bekommt einen coolen Used-Look. Cordstoff ebenso.

Welche Stoffe müssen nicht vorgewaschen werden?

Alle Stoffe, die von Haus aus nicht einlaufen, müssen – wenn es rein um den Krumpf, also das Einlaufen geht – nicht vorgewaschen werden. Um Schadstoffe zu entfernen, empfiehlt es sich aber trotzdem. Falls die Stoffe waschbar sind.

Zu den Stoffen, die bei der ersten Wäsche nicht einlaufen zählen zum Beispiel

  • Kunstleder
  • Softshell
  • Regenjacken-Stoffe
  • Nylonstoffe
  • Polyester
  • Vinyl
  • Korkstoff
  • Nähpapier wie Tyvek

LESETIPP: Welcher Stoff für was?

Was passiert beim Einlaufen?

Bei den ersten Wäschen passiert etwas Magisches: Der Stoff läuft ein. Er sieht also nicht mehr so aus wie direkt nach dem Kauf, sondern zieht sich in der Länge, in der Breite oder in beide Richtungen zusammen. Dieses Schrumpfen, auch manchmal Einsprung (nicht zu verwechseln mit Eisprung!) oder Krumpf genannt, kann bei Naturfasern auch schon mal 30% und mehr ausmachen.

Die Fasern verdichten und verkürzen sich, der Stoff wird fester und stabiler. Das Einlaufen ist übrigens kein Qualitätsmangel sondern gehört einfach dazu. Wichtig: Denk beim Stoffkauf den Einsprung direkt mit und kauf von Baumwollwebware, Musselin, Walk, Leinen & Co entsprechend mehr. Falls du zuviel Stoff übrig hast, findest du bei uns tolle Projekte um Stoffreste zu verarbeiten.

Was muss man beim Trocknen der Stoffe beachten?

Hier kommt es auf die Pflegehinweise der Hersteller an. Ich empfehle dir, dich daran zu orientieren, damit dein Stoff auch wirklich schön bleibt. Es kann helfen, in deinem Nähtagebuch (zum Beispiel das SewSimple Nähjournal) die Waschhinweise zu notieren.

Wenn das fertige Kleidungsstück auch künftig zum Trocknen in den Wäschetrockner wandert, dann sollte das auch bei der ersten Wäsche passieren. Denn auch beim Trocknen laufen viele Stoffe nochmal ein.

Bei Stoffen, die hängend getrocknet werden, kann es durch Wäscheklammern zu Druckstellen kommen, die sich später nur schwer entfernen lassen. Deshalb ist es oft besser, die zusammengekettelten Stoffstücke einfach locker über die Leine zu legen ohne sie zu klammern.

Es hilft auch, ein Handtuch unterzulegen und/oder, falls du auf Wäscheklammern nicht verzichten willst, ein doppelt gefaltetes Stück Frottee oder ein Putztuch zwischen Klammer und Stoff zu klemmen. Dadurch kannst du Druckstellen vermeiden.

Was bedeuten die Pflegehinweise eigentlich?

Die vielen Pflegezeichen verwirren dich? Kein Wunder! Um es dir einfacher zu machen habe ich hier mal eine Übersicht für dich vorbereitet:

Stoff vor dem Nähen waschen

Ersetzt Bügeln das Vorwaschen von Stoffen?

Ein wirklicher Ersatz für das Vorwaschen kann Bügeln eigentlich nicht sein. Denn durch Bügeln werden Chemikalien und Appreturen nicht entfernt. Und auch das Entfernen von Farbrückständen funktioniert durch Bügeln natürlich nicht.

Deshalb finde ich es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Stoffe, die am Körper getragen werden, vorab auch gewaschen werden sollten.

Wenn du dagegen eine Tasche, ein Etui oder ein Accessoire zaubern möchtest, genügt es in vielen Fällen, den Stoff ordentlich mit Dampf zu bügeln. Auch dabei geht der Stoff etwas ein und die Fasern glätten sich.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Wenn du Musselin verarbeiten möchtest (oder einen anderen Stoff mit Struktur), solltest du auf das Bügeln unbedingt verzichten. Wenn du Musselin bügelst, glättest du ihn. Wird er dann zugeschnitten, behält er zwar diese glatte Oberfläche. Aber bei der ersten Wäsche springt er in seine Kräuselung zurück. Ergebnis: Das Kleidungsstück ist zu eng.

LESETIPP: Musselin nähen – alles was du wissen musst

Baumwoll-Webware waschen

Baumwollstoffe mit Prints können bei mäßiger Hitze (30-40°C) in der Waschmaschine gewaschen werden. Verwende ein mildes Waschmittel und wähle einen Schonwaschgang, falls verfügbar. Baumwollstoffe können (je nach Herstellerangabe) auch im Trockner getrocknet werden, jedoch sollten sie nicht zu heiß gebügelt werden, um Verformungen zu vermeiden.

Damit der Stoff, zum Beispiel für das Nähen von Taschen, anschließend wieder schön stabil ist, kannst du ihn mit Sprühstärke behandeln. Das lohnt sich immer dann, wenn die Verarbeitung einen griffigen Stoff notwendig macht. Durch das Stärken werden die Stoffkanten stabil und dehnen sich beim Nähen nicht (ja, das passiert auch bei Webware!).

Beim Schleudern solltest du auf zu hohe Schleudertouren verzichten, damit der Stoff keine Knicke bekommt. Mit 600 bis 800 Schleudertouren kommt das aber bei den meisten Baumwoll-Webwarestoffen hin.

Reine Baumwoll-Webware kann durchaus mit starker Hitze und Dampf gebügelt werden.

Kleiner Tipp: Viele Patchworker schwören darauf, ihren Stoff vor dem Nähen nicht zu waschen. Gerade für pingeliges Paper Piecing oder fummelige Quiltblocks (lies doch mal unsere Beiträge über’s Quilten und über Patchwork!) werden die Stoffe oft so verarbeitet, wie sie gekauft wurden.

Lesetipp: Baumwollstoffe nähen

Jersey und Sweatstoff vor dem Nähen waschen

Sweatstoff und Jersey können in der Regel bei niedriger bis mäßiger Hitze (30-40°C) in der Waschmaschine gewaschen werden. Verwende ein mildes Waschmittel und wähle einen Schonwaschgang, falls deine Maschine einen hat. Ein Schnellwaschgang bei niedriger Temperatur ist ebenfalls eine gute Idee. Achte darauf, dass der Stoff nicht zu stark geschleudert wird. Und auch hier heißt es wieder: Pflegehinweise des Herstellers beachten.

Es ist auch wichtig, Sweatstoff und Jersey nicht zu heiß zu bügeln, um Verformungen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, die Wäschestücke auf links zu drehen und bei niedriger Hitze zu bügeln. Und natürlich vorab: die Stoffkanten rechts auf rechts mit der Overlock zusammenzunähen.

Diese Overlocknaht wird nach dem Bügeln einfach abgeschnitten.

Es ist übrigens auch manchmal empfehlenswert, Sweatstoff und Jersey nicht im Trockner zu trocknen, sondern sie auf einer Wäscheleine oder auf einem Wäscheständer zu trocknen. Falte ihn dabei sorgfältig, damit er sich niciht durch sein Eigengewicht verzieht.

Lesetipp: Jersey mit der Nähmaschine nähen

Muss man Vlies vor dem Nähen waschen?

Lass uns über Patchwork-Vliese sprechen: Vlies sollte vor dem Nähen im Allgemeinen gewaschen werden, um eventuelle Schrumpfungen oder Farbveränderungen vor dem endgültigen Projekt zu vermeiden. Es ist wichtig, die Waschanleitung des Herstellers zu befolgen, da sich die Anweisungen je nach Vliestyp unterscheiden können. Einige Vliestoffe können bei niedriger Hitze in der Waschmaschine gewaschen werden, während andere handgewaschen oder professionell gereinigt werden sollten. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Vlies nicht im Trockner trocknen sollte, sondern liegend oder auf einer Wäscheleine.

Lesetipp: Stoffe und Vliese für Patchwork

Wenn wir aber über Bügelvliese wie Vlieseline H250, S302, H630 oder ähnliche mehr reden, sieht das anders aus: Diese Vliese schrumpfen nicht oder fast nicht bei der Wäsche. Du kannst sie ungewaschen verarbeiten. Und ich rate sogar dazu, weil ein Waschgang die Struktur der Vliese beschädigen kann. Wirklich stabil sind viele der Bügelvliese erst, wenn sie durch Hitze fest mit einem Stoff verbunden und ausgekühlt sind.

Zipper auf den Reißverschluss schieben

Simones TIPP: Muss man Reißverschlüsse vorwaschen?

Meistens ist es unnötig, Reißverschlüsse vor dem Nähen zu waschen. Allerdings empfehle ich es, wenn der Reißverschluss zum Beispiel in eine Jacke eingenäht werden soll. Denn auch Reißverschlüsse können einlaufen. Wird der Jackenstoff also vorgewaschen, der Reißverschluss aber nicht, kann es sein, dass der RV bei der ersten Wäsche einspringt und wellig wird.

Denk dran, die Waschanweisungen des Herstellers zu lesen, bevor der RV in die Maschine wandert, weil sich die Anweisungen je nach Material und Art des Reißverschlusses unterscheiden können. Zum Beispiel kann ein Reißverschluss aus Metall oft nicht in der Waschmaschine gewaschen werden, während ein Reißverschluss aus Polyester in der Regel problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden kann.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass man Reißverschlüsse nicht im Trockner trocknen sollte, sondern sie liegend oder auf einer Wäscheleine trocknen lassen sollte.

Simone empfiehlt übrigens, Taschenreißverschlüsse vor dem Vernähen mit Dampf zu bügeln, weil das den Einsprung reduzieren kann.

Wie werden Walk und Wollstoffe vor dem Nähen gewaschen?

Als bekennender Walkstoff-Fan (kennst du eigentlich das Schnittmuster für unsere Jacke LOVIS? Die ist grandios um Walkstoffe zu verarbeiten!), habe ich da eine Menge Erfahrung. Die meisten raten davon ab, Walkstoffe vor dem Nähen zu waschen, weil sie eingehen.

Mein TIPP: Gerade deshalb sollte man Walk vor dem Nähen waschen. Der Stoff wird viel dichter, weicher, weist Feuchtigkeit und Wind besser ab. Nach der ersten Wäsche hältst du wirklich ein ganz anderes Stöffchen in Händen. Und du kannst sicher sein, dass deine fertige Jacke nicht bei der ersten Wäsche schrumpft. Denn Wolle hat viele kleine, hakelige Fäserchen. Beim Waschen (wie beim Walken!) verhakeln sich die Fasern, verbinden sich und sorgen dafür, dass das Gewirk fest und stabil wird.

Wollstoffe sollten grundsätzlich mit der Hand gewaschen oder professionell gereinigt werden, um die natürlichen Eigenschaften der Wolle zu erhalten und Verformungen zu vermeiden. Wenn du deine Wollstoffe in der Waschmaschine waschen möchtest, ist es wichtig, dass du sie vorab in einen Wäschebeutel packst, damit sie sich nicht verheddern oder verformen. Verwende ein Wollwaschmittel oder ein mildes Shampoo und wähle einen Wollwaschgang. Viele Wollstoffe mögen es auch, mit der Hand gewaschen zu werden.

Es ist auch wichtig, dass man Wollstoffe nicht im Trockner trocknen sollte, sondern sie liegend oder auf einer Wäscheleine trocknen lassen sollte, und sie, falls überhaupt, nur bei milder Hitze bügelt.

Lesetipp: Dicke Stoffe nähen

Samt vor dem Nähen waschen

Samt ist ein Stoff, der aus Baumwolle, Seide, Leinen oder synthetischen Fasern hergestellt wird und eine besonders weiche, flauschige Oberfläche hat.

Er wird oft für Möbel, Kleidung und Accessoires verwendet. Samt sollte nicht in der Waschmaschine gewaschen werden, da er dadurch nachhaltig Schaden nehmen kann. Deshalb wird Samt auch nicht vor dem Nähen gewaschen.

Stattdessen empfiehlt es sich, den Samt professionell reinigen zu lassen oder ihn mit einem feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel vorsichtig von Hand abzuwischen. Es ist wichtig, dass der Samt nicht nass wird und das Wasser nicht in den Stoff eindringt.

Bügeln ist bei den meisten Samtstoffen ebenfalls tabu, da dies die Fasern beschädigen kann.

Etwas anders verhält es sich bei Pannesamt, Stretch-Samt, oder Stretchvelours. Sie können meistens bei 30 Grad gewaschen und von links bei milder Hitze gebügelt werden.

Seide vor dem Nähen waschen

Seide ist ein natürliches Proteinfasermaterial, das hauptsächlich von Raupen der Seidenraupe produziert wird. Es ist bekannt für seine glatte Textur und seinen Glanz. Seide sollte bei niedriger Temperatur und mit einem milden Reinigungsmittel in der Hand oder im Schonwaschgang gewaschen werden. Es ist wichtig, die Waschanweisungen auf dem Etikett zu beachten und das Waschen von dunklen Farben zu trennen. Wringe am besten die Seide nicht aus, sondern drücke sie sanft, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

Zum Trocknen sollten Seidenstoffe flach ausgebreitet oder auf einem Wäscheständer gehängt werden. Gebügelt wird, wenn überhaupt, nur bei ganz milder Hitze.

Wie wäscht man Stoffe aus Kunstfasern vor?

Kunstfaserstoffe sind synthetische Faserstoffe, die aus chemischen Substanzen hergestellt werden. Sie umfassen Materialien wie Polyester, Nylon, Acryl und Polyacryl. Sie sind bekannt für ihre Haltbarkeit, Formbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Flecken und Schmutz.

Die meisten Kunstfaserstoffe laufen nicht ein. Weil es aber so viele verschiedene Kunstfaser-Arten gibt, gebe ich an dieser Stelle nur die allgemeine Empfehlung, den Pflegehinweisen des Herstellers zu folgen. Die meisten Kunstfasern vertragen das Waschen in der Waschmaschine gut, sollten aber nur bei milder Hitze gebügelt werden. Wenn überhaupt.

Leinen vorwaschen

Leinen ist ein natürliches Fasermaterial, das aus der Rinde der Flachspflanze gewonnen wird.

Es ist bekannt für seine hohe Festigkeit, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsaufnahme. Es kann in der Regel in der Waschmaschine gewaschen werden, aber es ist wichtig, die Waschanweisungen auf dem Etikett zu beachten. Leinen läuft bei der ersten Wäsche ordentlich ein, deshalb ist es super wichtig, den Stoff vorzuwaschen. Mal abgesehen davon, dass der Stoff beim Waschen nach und nach viel weicher wird.

Simones Tipp: Vor dem Waschen den Leinenstoff versäubern. Entweder mit der Overlock oder einem Zick-Zack-Stich der Haushaltsnähmaschine. Während des Waschgangs können Fäden gezogen werden und diese verhaken sich gegenseitig. Der Stoff könnte als verheddertes Knäuel aus der Maschine kommen.

Verwende zum Waschen ein Waschmittel, das den Stoff nicht bleicht. Dunkle Farben sollten unbedingt getrennt gewaschen werden. Es ist am besten, Leinen auf der Leine zu trocknen, anstatt es in den Trockner zu geben, da es in der Trocknung verziehen kann. Und natürlich sollte Leinen, weil der Stoff wirklich stark ausfransen kann, an den Kanten versäubert werden, bevor er in die Maschine wandert.

Beim Bügeln musst du dich bei den meisten Leinenstoffe nicht zurückhalten: Leinen wird meist erst richtig glatt, wenn es bei hoher Hitze gebügelt wird.

Lesetipp: Nähen mit Leinenstoff

Cord vorwaschen

Cordstoff ist ein robustes, gewebtes Material, das aus Baumwolle, Wolle oder synthetischen Fasern hergestellt wird. Es ist durch die charakteristischen, parallel verlaufenden Rippen gekennzeichnet, die dem Stoff eine auffällige Struktur verleihen. Cord wird manchmal auch “Manchester” genannt, weil er dort wohl zuerst industriell hergestellt wurde.

Cordstoff kann in der Regel in der Waschmaschine gewaschen werden, aber es ist wichtig, die Waschanweisungen auf dem Etikett zu beachten. Verwende ein Allzweckwaschmittel und wasche den Cordstoff bei niedriger bis mittlerer Temperatur.

Trockne den Cordstoff im Trockner bei niedriger bis mittlerer Hitze oder auf einem Wäscheständer. Bei Bedarf kann er bei milder bis mittlerer Hitze gebügelt werden.

Jeans vor dem Nähen waschen

Jeans ist eigentlich der Name des Endprodukts. Der eigentliche Name des Stoffes, von dem hier die Rede sein soll, lautet: Denim.

Denim-Stoff ist klassischer Weise indigo-blau, wunderbar robust und sehr haltbar. Man näht typischerweise Hosen daraus, aber auch Jacken, Röcke und andere Kleidungsstücke können aus Jeans gefertigt werden. Die Hersteller bieten inzwischen nicht nur Hosen-Denim sondern auch Hemden-, Bordüren- oder Stretch-Denim in vielen Spielarten und Farben an. Wenn dein Jeans-Stoff schon vorgewaschen ist, musst du nicht mit einem großen Einsprung rechnen. Denim, der nicht vorgewaschen ist, läuft allerdings bei den ersten Wäschen ordentlich ein. Das solltest du in deiner Stoffkalkulation berücksichtigen.

Jeans sollte man normalerweise in der Waschmaschine waschen, auf links gedreht, bei mäßiger Hitze. Es ist auch empfehlenswert, ein spezielles Waschmittel für Denim zu verwenden. Um die Farbe und Form zu erhalten, sollte man ihn nicht zu oft waschen und ihn an der Luft trocknen lassen. Wenn nötig, kann man ihn bügeln, aber auf niedriger Hitze und auf der falschen Seite.

Lesetipp: Neues aus alten Jeans

Viskose vor dem Nähen waschen

Viskose ist eine chemische Faser, die aus Holzresten hergestellt wird. Chemisch bedeutet also in diesem Fall: Das Ursprungsmaterial ist natürlich, es wird aber chemisch in seine Einzelteile zerlegt und zu Fäden versponnen. Es gibt unterschiedliche Verarbeitungsarten für dieses glatte, kühle, leicht gleitende Material.

Beliebt ist er als Webware, als Viskose-Jersey oder als Beimischung zu Baumwolle oder Leinen. Im Mix entfaltet der tolle Stoff seine positiven Eigenschaften. Und macht beispielsweise Leinen weniger knittrig, weicher und viel angenehmer zu tragen (und zu bügeln).

Viskose sollte immer bei milder Temperatur (30 – 40 Grad) gewaschen und entsprechend den Herstellerangaben gebügelt werden. Weil auch Viskosestoffe einlaufen, ist eine Vorwäsche auf jeden Fall ratsam.

Lesetipp: Viskose und andere rutschige Stoffe nähen

Bündchenstoffe vor dem Nähen waschen

Bündchenstoffe bestehen meist aus einer Mischung aus Baumwolle und Elasthan. Sie werden auf auf Rundstrickmaschinen gestrickt, sind also Maschenware. Durch die spezielle Herstellungsart kommen sie meistens als Schlauchware in den Handel.

Es gibt glatte, aber auch gerippte Bündchenarten. Auch in der Stoffstärke können sich Bündchen unterscheiden.

Allen gemeinsam ist aber die Aufgabe, Kleidungsstücke an den Säumen mit einem am Körper anliegenden Abschluss zu versehen. Deshalb muss das Bündchen elastisch sein. Die spezielle Struktur des Stoffes sorgt dafür, dass sich das Bündchen dehnt, wenn man den Kopf durch den Ausschnitt zieht. Anschließend findet der Bündchenstoff durch Rippstruktur und Elasthananteil wieder in seine alte Form zurück und legt sich an den Ausschnitt an.

Bündchenstoffe sollten vor der Verarbeitung bei 30 – 40 Grad gewaschen werden, damit sie einlaufen können. Sie sollten hängend getrocknet werden. Auf das anschließende Bügeln kannst du aber verzichten: Bündchenstoffe können durch Bügelhitze ausleiern. Besser ist, sie in feuchtem Zustand sanft in Form zu streichen.

Lesetipp: Bündchen annähen

Was bedeutet eigentlich “chemische Reinigung”?

….und warum ist diese Waschtechnik bei manchen Stoffen wichtig?

Die chemische Reinigung, auch Trockenreinigung genannt, ist für empfindliche Stoffe, wie Wolle und Seide, sowie für Kleidungsstücke, die verschiedenen Materialien enthalten, wichtig. Diese Form der Reinigung eignet sich um Beispiel auch für Samt und stark bestickte Stoffe. Hier kommen verschiedene Fasern zusammen.

Für diese feinen Stöffchen könnte das Waschen in der Waschmaschine traurige Folgen haben. Die Waschlauge könnte die Fasern dieser Stoffe die Fasern aufquellen und ihre Form verlieren lassen.

Die chemische Reinigung wird, wie der Name schon sagt, mit Chemikalien wie Benzin, Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff oder Kohlenwasserstoff (und einigen mehr, deren Namen ich nichtmal aussprechen kann) vorgenommen, nicht mit Wasser.

Stoffe, die in die chemische Reinigung gehören, müssen nicht vorgewaschen werden, weil sie nicht einlaufen.

Was kann man mit eingelaufener Kleidung machen?

Was tun, wenn’s passiert ist? Zunächst mal: Nicht ärgern, sondern wundern. Meistens lassen sich auch aus eingelaufener Kleidung noch großartige Sachen zaubern.

Aus eingelaufenen Pullis kannst du

Aus eingelaufenen Jeans kannst du

Aus eingelaufenen Shirts kannst du

Mein Fazit: Es kommt darauf an!

Puh! Soviel Info! Kannst du noch? Dann lass uns nochmal kurz schauen, was wir gelernt haben:

  • Wenn deine fertig genähten Teile gewaschen werden sollen, sollte auch der Stoff vorab in die Waschmaschine wandern
  • Die Vorwäsche lässt die Stoffe einlaufen, entfernt überschüssige Farbe, Staub, Schmutz und Chemikalien
  • Auch Stoffe, die nicht einlaufen, können deshalb vom Vorwaschen profitieren
  • Es ist wichtig, beim Waschen, Trocknen und Bügeln den Pflegehinweisen der Hersteller zu folgen
  • Auf diese Weise bleibt der Stoff lange schön
  • Versäubere vor dem Waschen die Stoffkanten und falte den Stoff im Fadenlauf
  • Um zu vermeiden, dass sich der Stoff in der Waschmaschine verdreht und verheddert, kannst du ihn in einem ausgemusterten Kissenbezug stecken
  • Nach dem Trocknen und Bügeln werde die Stoffkanten knapp aufgeschnitten und der Stoff kann vernäht werden

Ich hoffe, der Beitrag hat dir weitergeholfen. Schreib mir gerne deine Meinung zum Thema. Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

Happy simple sewing, deine Sabine

Häufige Fragen

Wie wäscht man Stoffe vor dem Nähen?

Falte deine Stoffe rechts auf rechts im Fadenlauf und nähe die Stoffkanten mit der Overlock zusammen. Das verhindert ein Ausfransen oder Aufrollen der Kanten in der Waschmaschine. Jerseystoffe werden bei 30 – 40 Grad mit Colorwaschmittel gewaschen. Baumwollwebware und Leinen verträgt eine Waschtemperatur von 40 – 60 Grad und kann heiß gebügelt werden.

Wie Jersey vorwaschen?

Grundsätzlich sollte Jersey mit einem hohen Elasthan-Anteil eher bei niedriger Temperatur gewaschen werden, weil die dehnbaren Elasthan-Fasern sonst Schaden nehmen könnten. Grundsätzlich sollte Jersey vor dem Nähen bei 30 – 40 Grad mit einem Buntwaschmittel gewaschen und nach Herstellerangabe getrocknet und gebügelt werden.

Welche Stoffe laufen beim Waschen ein?

Stoffe aus Naturfasern wie Baumwolle, Wolle oder Leinen laufen meist stark ein. Mischgewebe mit einem Kunstfaseranteil gehen bei der ersten Wäsche nur um wenige Prozent ein, wenn überhaupt. Kunstfaser-Stoffe wie Polyester-Stoffe, Softshell oder Regenjackenstoffe laufen so gut wie gar nicht ein.

Welcher Stich zum Versäubern?

Bevor deine Stoffe in die Waschmaschine wandern, sollten die Stoffkanten versäubert werden. Dadurch verhinderst du, dass sie ausfransen oder sich rollen. Als Versäuberungsstich kannst du sehr gut einen Zickzackstich oder einen Überwendlichstich deiner Nähmaschine nutzen. Noch schneller geht es mit einem 3- oder 4-Fadenstich der Overlock.

Was heißt “vorwaschen”?

Neue Stoffe legen auf dem Weg in den Handel oft lange Strecken zurück. Auf ihrer Reise müssen sie vor Staub, Schimmel, Insektenbefall und Farbfehlern geschützt werden. Das passiert mit Chemikalien. Diese sollten vor dem Nähen aus dem Stoff entfernt werden. Das funktioniert, indem man die Stoffe in der Waschmaschine wäscht. Dabei läuft der Stoff auch ein.

Welche Stoffe dürfen nicht vorgewaschen werden?

Nur wenige Stoffe sollten nicht in die Waschmaschine wandern. Zu ihnen gehörten beispielweise manche Samt- oder Seidenstoffe. Hier ist es wichtig, den Herstellerangaben zu folgen. Auch Lederarten können beim Waschen spröde und brüchig werden. Imprägnierte Stoffe sollten nicht vorgewaschen werden. Nach der ersten Wäsche werden sie neu imprägniert.

Warum Stoffe vorwaschen?

Um Staub, Schmutz, Chemikalien oder Farbreste aus dem Stoff zu entfernen, wäscht man Stoffe vor dem Nähen vor. Dabei bekommen sie auch ihre endgültige Form, weil viele Stoffe bei der ersten Wäsche einlaufen. Wenn du ungewaschene Stoffe verarbeitest, sind sie deshalb möglicherweise nach ersten Wäsche zu klein.

Was passiert beim Einlaufen von Stoff?

Beim Waschen wirken mehrere Faktoren auf den Stoff ein: Feuchtigkeit, Wärme und Bewegung. Dadurch ziehen sich die Fasern zusammen und werden dicker. Die Fasern krallen sich ineinander wie kleine Haken und machen den Stoff dichter. Deshalb sind besonders Baumwollstoffe, Leinen aber auch Wollstoffe nach dem Waschen kleiner als vorher.

Kann Stoff zweimal einlaufen?

Besonders Stoffe aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Wolle neigen dazu, auch bei der zweiten oder dritten Wäsche noch einzulaufen. Deshalb kann es sinnvoll sein, Bekleidungsstoffe auch 1 – 3 mal zu waschen, bevor sie vernäht werden. Durch das Versäubern kannst du verhindern, dass die Stoffkanten beim mehrmaligen Waschen ausfransen.

Stoff vor dem Nähen waschen

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10 Antworten zu „Stoffe vor dem Nähen waschen: Ja, nein, vielleicht?“

  1. Brigitte

    Tolle Hinweise und Informationen!!

    Leider ist mir des Öfteren beim Vorwaschen von Baumwollstoffen (uni und bedruckt> vorgewaschen in der nicht zu befüllten Waschmaschine mit wenig Waschmittel und 40° C, geringe Schleuderzahl) passiert, dass der Stoff mit vielen Knicken (auch z.T. aufgehellte Stofffalten) herauskam, die auch beim Bügeln nicht weggingen. Teilweise war dadurch der Stoff derart unansehnlich, dass ich ihn nicht mehr vernähen konnte.

    Beim Kauf eines Stoffes in einem Stoffgeschäft kam vor einigen Tagen auch dieses Thema auf und ich bekam dazu folgenden Hinweis, den ich hier gerne weitergeben möchte.

    Es wurde empfohlen, Stoffe OHNE Waschmittel vorzuwaschen. Begründung: je nach Appretur des Stoffes sind chemische Reaktionen mit dem Waschmittel nicht auszuschließen und diese führten dann zu den besagten Knicken und aufgehellten Streifen.
    Werde dies das nächste Mal ausprobieren und hoffe, das ich nie mehr aufgrund dieser Knicke Schreianfälle kriege 🙂

    Liebe Grüsse aus Berlin und ganz herzlichen Dank für Deine tolle Website!!!
    Brigitte

    1. Vielen Dank für deinen informativen Kommentar, liebe Brigitte!

  2. Kersi

    Super kompetent und leicht verständlich für Nähbeginner:innen erklärt. Einfach toll!!!

    1. Ganz lieben Dank! 🙂

  3. Angelika Preuße

    Für mich ist dieser, und die vielen anderen Beiträge/Podcast immer wieder sehr hilfreich. Auch wenn das Nähen schon lange meine Leidenschaft ist, so lerne ich durch deine vielen Tipps und ausführlichen Erklärungen immer wieder dazu. Liebe Sabine: vielen Dank dafür, und……………. fünf Sterne auf alles!!!

    Liebe Grüße von Angelika ( die gerade ihre allererste Bewertung geschrieben hat)

    1. Hallo liebe Angelika, es bedeutet mir viel, dass du dir die Zeit für einen so lieben Kommentar genommen hast.
      Toll, dass dir die Beiträge weiterhelfen. 🙂

  4. Sabine22

    Hallo Sabine,

    der Beitrag mit dem Schrägband von der anderen Sabine hat mich irritiert. Ich kaufe Schrägband ja gerade deswegen, weil es mir Arbeit erspart. Wenn ich es nun vorwaschen und nachbügeln muss, kann ich mir besser gleich einen Schrägbandformer besorgen und mein Schrägband selbst herstellen.
    Frage also: geht gekauftes Schrägband beim Waschen wirklich ein?

    LG Sabine

    1. Hello, das kann man nicht so pauschal sagen.
      Meiner Erfahrung nach: Ja.

  5. Sabine Baumgart

    Hallo Sabine und Simone,
    ich nähe sehr viel Kinderkleidung und wasche auch das Schrägband vor. Was nützt es, wenn ich alles andere wasche und ausgerechnet das Einfassband nicht gewaschen ist und auf der Haut Irritationen hinterlässt. Es ist zwar mühselig, es anschließend wieder in Form zu bügeln, aber mein Gewissen ist damit auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ich lasse es in der aufgewickelten Form und packe es in ein Waschnetz.
    Auch Jersey und die waschbare Wolle kommt bei mir, mit eingefasster Naht, in ein Waschnetz oder Kopfkissen.
    Danke, für den Tipp mit dem Reissverschluss, den hatte ich bisher überhaupt nicht auf dem Zettel.
    Viele Grüße
    Sabine

    1. Vielen Dank für das Feedback!

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