Hauptseite Nähen lernen 15 unschlagbare Näh-Tipps für geniale Ergebnisse

15 unschlagbare Näh-Tipps für geniale Ergebnisse

Von Sabine
Näh-Tipps und Tricks

Hier kommen meine unschlagbaren Näh–Tipps und Tricks, mit denen du im Handumdrehen geniale Ergebnisse erzielst: Mit Volldampf ins nächste Näh-Level! 😉


Mit diesem Tipps meisterst du Hürden beim Nähen im Nullkommanix. Für mehr Spaß und weniger Stress bei deinem Lieblingshobby! 🙂Näh-Tipps und Tricks

1 Richtig guter Stoff

Seien wir ehrlich: Es gibt Stoff – und es gibt STOFF. Als ich mit dem Nähen anfing, wollte ich möglichst sparen. Immer mit dem Hintergedanken, dass meine Näh-Ergebnisse vielleicht nicht perfekt sind.

Eine selbsterfüllende Prophezeihung, wie sich gezeigt hat: Viele der Stoffe, die ich damals gekauft habe, waren auf den ersten Blick okay. Vor allem, weil so viel Appretur in ihnen steckte. Nach dem ersten Waschen zeigten die Stoffe allerdings ihr wahres Gesicht. Verloren Farbe und Haptik, wurde lappig und lummelig.

Wenn du wirklich gute Näh-Ergebnisse willst, solltest du in gute Stoffe investieren. Und dich an die folgenden Tipps & Tricks halten. Dann bekommst du garantiert professionelle Näh-Ergebnisse.

Kauf lieber den Anleitungen entsprechend genau auf den Zentimeter genug Stoff ein als einen halben Meter mehr von einem schlechten Stoff.

Übrigens: Den schönen Huhn- und Eier-Stoff habe ich in einem lauschigen kleinen Stoffladen in Upstate New York entdeckt. Findest du Hühnerstoffe auch so toll wie ich?

2 Gutes Garn & neue Nadel

Es ist kein Geheimnis, dass schlechtes Garn sich aufspleißt, flusig wirkt und beim Nähen reißt. Professionelle Ergebnisse sehen anders aus: Wenn du bei deinen Nähten wieder und wieder ansetzen musst, weil der Faden gerissen ist, leidet die Optik empfindlich.
Besorg dir ein gutes Allzweckgarn (meine Empfehlung geht klar zu Gütermann, damit nähe ich ALLES, von der Tasche bis zum Kleidungsstück).

Mit der Zeit wirst du herausfinden, welches deine bevorzugten Farben sind, davon kannst du dir dann ein paar größere Rollen anschaffen.

Mit den Nadeln ist es ähnlich: Billige Nadeln machen fiese Stiche. Du wirst feststellen, dass gute Nadeln nicht nur spitzer sind und das Gewebe besser schützen: Sie machen auch wesentlich schönere Nähte. Woran auch immer das liegen mag, das bleibt ein Geheimnis. Ist aber so.

3 Handliches Zubehör

Mir ist kürzlich was aufgefallen: Immer, wenn es wirklich drauf ankommt, zum Beispiel beim Säumen oder beim Annähen von Schrägband an kniffligen Kanten, dann versagen meine Stoffclips.

Das ist total ärgerlich, weil ist so die doppelte Arbeit habe und trotzdem nicht so sauber nähe wie ich mir das wünsche. Also habe ich mich auf die Suche nach Alternativen zu den herkömmlichen Stoffclips gemacht. Und was soll ich dir sagen? Ich habe die perfekten Clips für mich gefunden!

Sie halten bombenfest, verrutschen nicht sind ganz flach, sodass sie auch unter dem Nähfuß durchgeführt werden können. Und: Sie sind mit einer Skala ausgestattet, die mir sagt, wie weit ich den Saum z. B. umschlagen muss. Großartig, die Teile.

Mit den Stecknadeln ist es ähnlich. Lange habe ich gesucht, bis ich Stecknadeln gefunden habe, die so richtig gut in der Hand lagen. Und sich nicht ständig verbogen haben, auch wenn sie länger sind als normal. Aber was muss ich zu meinem extremen Missvergnügen feststellen? Wenn die schönen lila Griffe mit dem Bügeleisen Bekanntschaft machen, schmelzen sie dahin wie Butter in der Sonne.

Da ich aber nun mal so gerne schnell über einen Saum bügele, solange die Nadeln noch stecken (sicher ist sicher), habe ich mich auf die Suche nach hitzebeständigen, griffigen Stecknadeln mit Überlänge gemacht. Und siehe da: Hier sind sie! Schön stabil, ganz ordentlich scharf und das Beste: Bügelhitze macht ihnen gar nix aus!

Okay, dass sie Magic Pins heißen ist vielleicht etwas übertrieben. Wenn es sich nicht um Stecknadeln handelte, würde ich sagen: Die kochen auch nur mit Wasser. Aber sie sind genau das, was ich gesucht hab. Nicht mehr, nicht weniger.

Und, seien wir ehrlich: Gut abgesteckt ist halb genäht, oder?

 

4 Ecken ausformen

Das A und O beim Taschen-Nähen: Das Ausformen der Ecken. Und damit meine ich nicht, einfach nur kurz die Ecken mitspitzen Fingern herauszupfen. Ich meine: Eine Pinzette durch die Wendeöffnung in die Ecke führen und jeden Millimeter ordentlich ausformen. Anschließend nochmal kurz bügeln, indem man von innen die Pinzette (du kannst auch eine geschlossene Schere oder einen Holzlöffel mit ganz dünnem Stiel nehmen) gegen den Stoff auf das Bügeleisen drückt.

Du wirst verblüfft sein, wie viel das ausmacht!

Den schönen Reißverschluss habe ich bei LajaW entdeckt, wo ich inzwischen alle meine metallisierten Reißverschlüsse bestelle. 🙂

 

5 Fädchen abschneiden

Eigentlich nicht der Rede wert, klar. Aber tust du es wirklich immer, konsequent und radikal? Fädchen lassen dein Näh-Projekt immer ein wenig unfertig aussehen. Also weg damit. Wenn du dich traust kannst du Fädchenreste auch mit einem Feuerzeug abflämmen. Ich mache das immer bei meinen Rope Bowls, weil ich dabei relativ oft absetze beim Nähen.

Rope Bowl nähen

6 Elektroschere

Was zuerst eine echte Herausforderung für uns Mädels ist, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen (und bei Leuten, die viel und gerne Kleidung nähen) als wahrer Segen! Elektroscheren sind blitzschnell, wenn es darum geht, Jersey oder andere elastische Stoffe zuzuschneiden. Die Stoffe werden nur minimal bewegt, die Schere gleitet praktisch durch den Stoff. So machen’s die Näh-Profis. Und ich auch.

Den Walstoff habe ich in Maine entdeckt – gerade einen Tag, nachdem ich Wale im offenen Meer bestaunen durfte. Ein unbeschreibliches Erlebnis. Der Stoff ist übrigens von Cotton + Steel – das sind gut verarbeitete Stoffe mit eindrucksvollen Mustern. Unbedingt mal anschauen!

7 Markierungen und Passzeichen ernst nehmen

Markierungen und Passzeichen auf den Stoff übertragen? Laaaaaangweiliiiiig! Denkste, Puppe! Markierungen und Passzeichen sind wichtig. Du denkst vielleicht, du weißt, wo sich was treffen muss. Aber ob das immer so stimmt? Ich mache da mal ein Fragezeichen hinter. Bei unseren Schnittmuster ist es manchmal so (gerade bei den größeren Größen), dass sich die Schnittteile ein wenig gegeneinander verschieben, damit das Shirt zum Beispiel gut über die Hüften fällt.

Nimm also unbedingt die Passzeichen und Markierungen ernst. Die Zeit, die du dafür aufwendest, ist wirklich gut investierte Zeit. Und dein neues, perfekt sitzendes Shirt ist die Belohnung für all die Mühen. 🙂

 

8 Zuschnitt mit Lineal und Rollschneider

Du denkst du hast es im Griff, wenn es um das Zuschneiden geht? Und bist dann ganz erstaunt, wenn deine Taschen immer ein wenig schief, die Reißverschlüsse immer ein wenig fragwürdig aussehen?

Mein Tipp: Schneide deine Stoffe mit Rollschneider und Lineal zu – vor allem gerade Stoffkanten werden damit wirklich akkurat. Und Akkuratesse ist eine der sieben guten Näh-Feen, wusstest du das nicht?

9 Stoffe erst verstärken, dann zuschneiden

Es hat wirklich eine Weile gedauert, bis ich drauf gekommen bin: All die akkurat geschnittenen Teile verziehen sich aufs Herrlichste, wenn man sie rückseitig mit Vlieseline bebügelt. Ist DAS ärgerlich!

Was also tun? Ganz einfach: Bügele zuerst die Vlieseline auf den Stoff und schneide nach dem anschließenden Abkühlen die Schnittteile wie gewohnt zu. Du wirst sehen: Der Zuschnitt ist einfacher und die Teile halten wunderbar ihre Form. Eine klassische Win-Win-Situation, stimmt’s? 😉

10 Passgenaue Streifen

Du kannst dir noch so viel Mühe geben: Wenn die Streifen deines Shirts nicht harmonisch zusammenpassen, sieht dein Shirt immer ein wenig handgemacht, wenn nicht sogar hausbacken aus. In meinem Beitrag über perfekte Streifen zeige ich dir ganz genau, wie du Ringelstoffe richtig verarbeitest. Damit du künftig als perfekt gekleidetes Streifenhörnchen unterwegs sein kannst!

Oversize-Shirt nähen

11 Fertig-Bündchen

Nicht die Nase rümpfen! Fertig-Bündchen sind super trendy! Näh dir ein simples Shirt und motze es mit einem hammerharten Fertig-Bündchen auf. Schon hast du ein neues IT-Piece in deinem Kleiderschrank. Und das mit praktisch null Aufwand!

 

12 Nahtzugaben öffnen

Was für die Ecken gilt, gilt ebenso für Nahtzugaben. Wenn du die Nahtzugaben nicht öffnest, musst du dich nicht wundern, wenn deine Taschen und Kleidungsstücke nicht so aussehen wie sie sollen.

Nicht nur, dass die Nähte flach liegen: Geöffnete Nahtzugaben stabilisieren dein fertiges Nähprojekt und sorgen für glatte Seiten. Einfach wie beim Ecken-Ausformen von innen den Stiel eines Holzlöffels gegen die geöffnete Nahtzugabe halten und das Bügeleisen dagegen pressen.

Das bringt’s, wetten?

 

13 Lange Stichlänge für sichtbare Nähte

Doktere nicht mit kurzen Stichlängen herum, wenn du sichtbare Nähte nähst. Schau dir mal deine Kaufklamotten an (falls du noch welche trägst): Die sichtbaren Nähte sind fast durchweg mit langen Stichlängen genäht. Nimm dir ein Beispiel daran und mach dich auf eine Überraschung gefasst!

15 Stoff vor dem Zuschnitt stärken/Booster

Instabilen Stoff zuschneiden? Das ist eine echte Herausforderung, besonders, wenn man nicht ständig damit zu tun hat. Meine zwei Geheimwaffen helfen dir, damit es künftig besser klappt.

Um Stoffe schön zu stabilisieren und griffig zu machen kannst du wunderbar Sprühstärke einsetzen. Gerade bei Bamwoll-Webware kannst du damit echte Erfolge feiern.

Knifflig wird die Sache bei Lycra-Stoffen oder Spitze. Hier hilft dir ein Fabric Booster unglaublich weiter. Er wird einfach auf den liegenden Stoff gesprüht. Anschließend darf der Stoff liegend trocknen. Am nächsten Tag wirst du deinen Augen nicht trauen: Der Stoff ist richtig fest geworden und wartet nur darauf, dass du ihn mit unter die Nähmaschine nimmst.

Der Booster verschwindet übrigens bei der ersten Wäsche. 🙂

 

Lass mir gerne einen Kommentar da, wenn du Lust hast!

Happy simple sewing,

deine Sabine

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14 Kommentare

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14 Kommentare

Petra 22. August 2019 - 7:46

Oh – Danke für den Tipp mit diesen flachen Clips! Die kannte ich noch nicht, klingt super.

LG
Petra

Antworten
Sabine 22. August 2019 - 14:53

Ja, cool, freut mich, dass ich helfen konnte! 🙂

Antworten
Waltraud Etzel 29. September 2019 - 22:12

Hätte gerne alle Sterne gegeben, aber sie haben nicht reagiert. Die Tipps waren alle genial, besonders die langen Klammern. Danke!😀😀

Antworten
Sabine 29. September 2019 - 22:29

Freut mich! 🙂

Antworten
Roswitha Reck 23. August 2019 - 7:53

Ja, nun naehe ich schon seit 45 Jahren (Hobby), und kann doch tatsächlich profitieren, von einigen, wirklich tollen Ideen. Vielen Dank und weiter so!

Antworten
Sabine 23. August 2019 - 17:49

Sooo lieb von dir, Dankeschön, Roswitha! 🙂

Antworten
Melitta. Stegmaier@web.de 23. August 2019 - 11:28

Hallo Sabine, habe heute deinen tollen Beitrag wieder gelesen und habe gemerkt, daß ich so manches( Rollschneider oder Stecknadel ) nicht kenne.
Ich muß dir in allen Punkten recht geben ( guter Faden, Nähnnadel u.s.w)
Bei den Stoffen mache ich es so, ich kaufe nur Stoffe die man waschen kann und wasche sie vor dem zu schneiden, so wie ich sie waschen würde, dann sehe ich auch gleich wie sie gebügelt werden müssen, ob sie abfärben oder ob sie einlaufen( auch da habe ich schon schlechte Erfahrung gemacht). Es gibt aber auch preiswerte Stoffe die sehr gut und schön sind.
Im Stoffgeschäft sieht man was man kauft, nicht
beim Online Handel.
Einen Rollschneider und eine elektrische Schere werde ich mir kaufen, das wollte ich schon länger wußte aber nicht welche, auch längere Stecknadel werde ich mir zulegen, damit ich noch mehr Spaß beim nähen habe .
Ich freue mir jetzt schon auf deinen nächsten berichtete
LG Melitta

Antworten
Sabine 23. August 2019 - 17:47

Hallo Melitta (ich finde deinen Namen sehr schön!),
wie toll, dass ich dich inspirieren konnte.
Kannst ja mal berichten, ob du mit den Klämmerchen auch so gut klar kommst wie ich.
Lange Stecknadeln sind bei mir ein absolutes Muss, ich nehme gar keine kurzen mehr. 🙂
Liebe Grüße und schönes Wochenende,
Sabine

Antworten
Angelika Cremer 9. Oktober 2019 - 1:27

Hallo Sabine, ich fange gerade mit dem Nähen an und bin für jeden Tipp sehr dankbar die langen Stoffklipse kenne ich nicht werde ich mir aber zulegen, ebenfalls die langen Stecknadeln. Danke für deine tollen Tipps sie helfen mir ein gutes Stück weiter.

Antworten
Sabine 9. Oktober 2019 - 7:44

Hallo Angelika, es ist total lieb, dass du mir ein Feedback gibst.
Super, dass dir die Tipps weiterhelfen. 🙂

Antworten
Elke 2. September 2019 - 10:10

Hi Sabine, lese gerne deine Blognachrichten. Habe da aber mal ne Frage zu den neuen Klammern die ich mir auch kürzlich zugelegt habe. Leider komme ich damit überhaupt nicht klar. Ich kann sie nicht unter der nadel vorbei laufen lassen, weil mir dann die Nadeln draufhaken und abbrechen. Vielleicht kannst du mir Hilfestellung geben was ich falsch mache. Vielen lieben Dank im voraus.

Antworten
Sabine 2. September 2019 - 18:54

Hallo Elke, die Klammern dürfen nicht mit der Nadel in Berührung kommen, sonst besteht die Gefahr, dass die Nadel bricht. 🙂

Antworten
Elke 10. September 2019 - 21:54

Die Tipps haben mir gut gefallen

Antworten
Sabine 10. September 2019 - 21:58

Sehr cool, Elke, ich freu mich! 🙂

Antworten

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