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Der Jersey wellt sich beim Nähen | Näh-Wissen

Von Sabine
Jersey wellt sich

Du hast ein Shirt genäht und der Jersey wellt sich beim Nähen? Keine Sorge, es besteht Grund zur Hoffnung! Hier kommen meine Tipps zum Nähen mit Jersey!


 

Bei meiner Janome (absolute Empfehlung) war das Problem so schlimm, dass ich keine Lust mehr hatte, überhaupt noch was aus Jersey zu nähen. Wenn ich mich doch mal (mit großer Unlust) dazu überwunden hatte, habe ich mich beim Saum auf Bündchenabschlüsse oder Rollsäume beschränkt.

Bei den Bündchen hab ich dann auf das Absteppen verzichten müssen, weil sich auch dabei der Jersey gekräuselt hat wie blöd.


  • Ich habe noch mehr Jersey-Näh-Tipps aufgeschrieben – eigentlich alles, was du über Jersey wissen musst 🙂

Warum wellt sich der Jersey beim Nähen?

An das Versäubern mit Jersey-Streifen, das mir persönlich am besten gefällt, war gar nicht zu denken. Oder an gerundete Säume, die bei meiner kräftigen Figur einfach super aussehen! Und mal ehrlich. Ich fühle mich zu alt für diese ständigen Bündchen-Abschlüsse. Gerade für die Arbeit hab ich gerne was Klassisches, das nicht aussieht, als könnte ich zur Not auch darin schlafen…

Ich meine – wie traurig ist das, wenn man die schicksten Taschen und Täschchen näht, sich die herrlichsten Kosmetiktaschen und die verrücktesten Näh-Projekte ausdenkt, sich aber letzten Endes nicht mal ein gut sitzendes T-Shirt nähen kann ohne am Schluss alles heulend in die Tonne zu kloppen?

Was hab ich nicht alles ausprobiert, um den Jersey am Kräuseln zu hindern. Washi-Tape unter den Nähfuß, Washi Tape auf den Transporteur, Backpapier mit genäht, Küchenrolle auch, den Stoff auf Papier gelegt, verschiedene Garne ausprobiert, Jersey-Nadeln verschiedener Hersteller (letztlich bin ich dann trotzdem bei Schmetz geblieben).

Gar nicht davon zu reden, wie ich mit Nähfußdruck und Fadenspannung, mit Nähgeschwindigkeit und Stichlänge gespielt habe. Mit unterschiedlichen Stoffarten. Ich habe Jersey in Wäschestärke getaucht, getrocknet und praktisch bretthart in die Nähmaschine laufen lassen. Letztlich hat’s nichts oder kaum was genützt.

Dann kamen so Überlegungen: Brauche ich vielleicht eine andere Nähmaschine? Eine Coverlock? Bin ich unbegabt? Oder zu kritisch? Habe ich den Saum vielleicht nicht lange genug gebügelt? Nicht mit genug Dampf? Oder zu lange? Vielleicht erst nochmal waschen, bevor gebügelt wird? Sind Janome und Brother einfach nicht die richtigen Nähmaschinen für Jersey?

Als ich an diesem Punkt war, habe ich eine alte Näh-Freundin um Rat gefragt. Von der ich weiß, dass sie vor allem Kleidung näht. Die hörte sich mein Wehklagen an. An dieser Stelle des Gesprächs reichte sie mir ein Taschentuch.

Und fragte dann: “Ähm. Du benutzt aber für Jersey schon den Obertransport-Fuß, oder?”

Mein Herz setzte einen kleinen Schlag aus. Es können auch zwei gewesen sein.

Meine Freundin sah mich an, schüttelte ganz leicht den Kopf und meinte: “Tja, dann…”.


Warum wellt sich der Jersey? Du wirst bemerkt haben, dass sich der Jersey problemlos und wellenfrei mit der Overlock vernähen lässt. Das liegt am Differenzial der Overlock. Das transportiert den Stoff gleichmäßiger als der Transporteur der normalen Nähmaschine.

Was passiert, wenn Jersey mit der Nähmaschine genäht wird?

Der Transporteur – das sind die kleinen metallenen Raspelzähnchen, die unter dem Nähfuß aus der Stichplatte hervorschauen. Sein Job ist der Stofftransport. Und genau das tut er auch. Er transportiert beim Nähen den Stoff, der auf ihm liegt.

So weit so gut.

Das Problem ist aber: Den darüber liegenden Stoff transportiert er eben nicht. Der läuft nur aus Sympathie mit, sozusagen. Weil er vom Transporteur ja nicht wirklich erfasst wird. Also läuft der untere Stoff schneller als der obere.

Die Folge: Die Naht verzieht sich und schlägt Wellen.

Kann man ihr das übel nehmen? Nein.

Kann man was dagegen tun? Logisch!


Jersey nähen – aber richtig!

Ich würde dir gerne sagen: Etwas Washi-Tape unter den Näh-Fuß und ab dafür! Ganz so einfach ist es aber leider nicht.

Um richtig schöne Jersey-Nähte ohne Wellen hinzukriegen braucht man etwas Feingefühl. Und ein klein wenig Aufwand ist es auch. Aber der lohnt sich. Wenn du meine Tipps beherzigst, wirst du ganz wild auf’s Nähen mit Jersey sein und dir in Nullkommanix eine komplette Garderobe nähen wollen. Und das gänzlich wellenfrei!

So wie bei unserem Kinder-Set Luv & Lee, schau mal:


Die Jerseykanten rollen sich – was tun?

Jersey ist grundsätzlich so gewirkt, dass er nicht ausfranst. Das ist zunächst mal gut.

Trotzdem kommt es bei manchen Jersey-Stoffen vor, dass sich die Schnittkanten aufrollen. Und das macht die Verarbeitung wirklich tricky.

Mein Tipp: Versäubere die Kanten! Aber nicht, wie du es von Baumwollstoff kennst, direkt an der Schnittkante, sondern 1/2 Zentimeter daneben. Dafür kannst du einen einfachen Zickzack oder einen dreifachen Zickzackstich verwenden.

Noch besser funktioniert das, wenn du den Bereich vorher mit elastischem Formband stabilisierst!


Rundungen bei Jersey nähen

Ein inzwischen gar nicht mehr so geheimer Tipp: Formband, das man direkt auf den Jersey aufbügeln kann, erleichtert das Nähen von Rundungen und hält sie schön in Form! Es ist schräg zugeschnitten und kann sich deshalb gut an die Rundungen anpassen. Auch toll, um Nähte (zum Beispiel Schulternähte!) zu stabilisieren!


Warum einen Obertransport-Fuß für Jersey?

Das erklärt sich eigentlich von selbst, wenn man die Geschichte mit dem Transporteur verstanden hat. Der Stoff muss gleichmäßig in die Maschine laufen. Dann haben Wellen kaum eine Chance.

Für meine Brother-Maschine (ich habe einen langen Artikel darüber geschrieben, wie sie einst in meinen Besitz kam… 😉  ) musste ich den (teuren) Obertransport-Fuß zusätzlich anschaffen. Benutzt habe ich ihn allerdings nicht für Jersey sondern ausschließlich für das Quilten von Decken. Schön blöd.

Bei der neuen Janome-Maschine waren direkt zwei Obertransport-Füße dabei. Ein schmaler und ein breiter. Das war nicht unbedingt kaufentscheidend, hat mir aber die Entscheidung ein wenig erleichtert. 😉

Jersey wellt sich


Es müssen aber noch andere Komponenten hinzukommen, damit alles glatt läuft.


Nähfuß-Druck beim Nähen mit Jersey

Das Problem: Jersey wellt sich, wenn er zuviel Nähfuß-Druck bekommt.

Die Lösung: Der Nähfußdruck darf bei Jersey auch schon mal auf der niedrigsten Stufe eingestellt werden. Das ist in Ordnung. Einfach vorher an einem Probestück ausprobieren!

Hab keine Angst, dass der Stoff nicht transportiert wird. Dafür sorgt ja der Stofftransporteur. Und der arbeitet auch bei niedrigem Nähfuß-Druck sehr gut!


Jersey wellt sich


Nähgeschwindigkeit bei Jersey

Selbst wenn deine Nähmaschine 2000 Anschläge in der Minute tippt – also, meine Janome schafft 1000 Stiche pro Minute – dann ist das viel zu schnell für Jersey.

Du hast entweder die Möglichkeit – wenn deine Maschine sich regulieren lässt – die Geschwindigkeit auf mittel bis langsam zu stellen oder du regulierst die Nähgeschwindigkeit per Pedal. Hier brauchst du viel Fußspitzengefühl.


Elastischer Stich bei Jersey

Jersey ist ein flexibles Material, das wir deshalb so gerne mögen, weil es sich so schön anschmiegt. Auf diese Eigenschaft müssen wir auch bei der Stichwahl Rücksicht nehmen.

Das heißt: Am besten lässt sich Jersey mit einem elastischen Stich nähen. Das können zum Beispiel Overlock- oder Zickzackstiche sein. Elastiche Stiche “gehen mit” und verhindern, dass kleine Löcher am Saum entstehen.

Hier heißt es, ausprobieren, was deine Maschine kann und wie sich Stoff und Stich miteinander verhalten. Am Besten an einem Probestück ausprobieren!

Ausnahme: Wenn du mit einer Zwillingsnadel nähst, funktioniert auch ein ganz normaler Geradstich prima!


Nicht am Stoff ziehen!

Auf gar keinen Fall darfst du beim Nähen am Stoff ziehen. Wir Baumwoll-Näher neigen ja manchmal dazu, weil es bei Baumwolle einfach kaum was ausmacht. Aber bei Jersey macht das einen gewaltigen Unterschied. Sogar dann, wenn nicht DU am Stoff ziehst, sondern das Eigengewicht des Stoffes, den du gerade nähst, die Naht etwas dehnt.

Achte also immer darauf, dass der Stoff ganz locker und frei in die Maschine fließt.


Die richtige Nadel für Jersey

Jersey lässt sich nicht gut mit einer “normalen” Nähmaschinen-Nadel nähen. Die ist zu spitz dafür und könnte die Fasern zerschneiden. Hier ist der Einsatz einer Jersey- oder Stretchnadel gefragt. Die ist nämlich mit einer abgerundeten Spitze ausgestattet, die verhindert, dass beim Nähen Löcher im Stoff entstehen. Ich habe es gefühlte 1000 mal gesagt, wiederhole es aber gern: Bei den Nadeln gibt es für mich aktuell keine Alternative als Schmetz/Prym. Isso.

Für die Säume ist eine Zwillingsnadel in Stretch-Ausführung absolut notwendig. Die damit genähten Säume sehen aus wie gekauft, du wirst staunen! Und wenn du den Nähfußdruck schön niedrig eingestellt hast, entsteht zwischen den beiden Nähten praktisch gar keine Wulst!


Doppeltransport-Balance-Regler bei meiner Janome-Nähmaschine

Meine Janome ist ein besonderer Fall. Das weiß ich ja schon länger.

Weil sie besonders gern von Quilting- und Patchwork-Fans benutzt wird, ist der Obertransport praktisch ihr Ding.

Aus diesem Grund hat das gute Stück, anders als die meisten handelsüblichen Nähmaschinen, einen Doppeltransport-Balance-Regler. Der ist dafür da, die Transportbalance zwischen oben und unten zu regeln. Wenn sich also die obere Stofflage kräuselt, stelle ich den Regler eher Richtung Minus.

Wenn sich die untere Stofflage wellt, drehe ich den Regler Richtung Plus.

Je nach Beschaffenheit des vernähten Stoffes muss man hier ein wenig spielen, bis man die richtige Einstellung gefunden hat. Und genau dieses Rumspielen lohnt sich!


Anleitung: Wellen im Jersey vermeiden (Schritt für Schritt)


Ein Saumabschluss mit der alten Näh-Technik genäht. Uaaah!


Jersey wellt sich


Okay, legen wir los und revolutionieren die Jersey-Wellen-Welt! 😉


  • Dafür wird erstmal die normale Nadel in eine Zwillings- (oder Jersey-)-Nadel ausgetauscht…

Jersey wellt sich


Jersey wellt sich


  • …und die gleiche Garnsorte für alle Spulen einsetzen (also: zweimal Oberfaden, einmal Unterfaden).

Jersey wellt sich


  • Nadel einfädeln

 

Jersey wellt sich


  • Jetzt kommt der große Obertransport-Moment!

Jersey wellt sich


  • Die Nähfuß-Halterung wird abgeschraubt…

Jersey wellt sich


Jersey wellt sich


  • …und der Obertransport-Fuß festgeschraubt.

Jersey wellt sich


Jersey wellt sich


  • Nun beide Fäden durch die Fadenführung im Nähfuß nach hinen links legen.
  • Den Nähfußdruck auf niedrigste Stufe stellen.

Jersey wellt sich


  • Die Nähgeschwindigkeit nach unten regeln. Im Zweifel lieber ein wenig langsamer nähen.

Jersey wellt sich


  • Das ist bei der Janome der Moment, in dem ich den Doppeltransport-Balance-Regler bediene.
  • Üblicherweise steht er auf Null, bei Jersey muss ich ein wenig damit spielen…

Jersey wellt sich


  • Und dann kann es losgehen mit der ersten perfekten, wunderschönen, glatten Jersey-Naht!

Jersey wellt sich


  • An den Streifen erkennst du, dass ich sogar einen gerundeten Saum genäht habe.
  • Was in der Tat mit meiner bisherigen Technik undenkbar war!

Jersey wellt sich


Gut, oder?

Übrigens habe ich die Stoffkante meines Shirts einfach mit der Overlock versäubert, einmal daumenbreit umgeschlagen und dann von rechts mit der Zwillingsnadel genäht. Kein Hexenwerk, oder?

Jetzt bin ich total kribbelig, mir endlich noch viel mehr Shirts aus Jersey zu nähen!

Okay, also, ich fühle mich vielleicht zu alt für Bündchen – aber nicht für tolle Jersey-Stoffe!

Hach! 🙂

Näh dir doch auch was Schönes!

Hier nochmal alle Punkte zusammengefasst.

Falls du dir die Liste, wie ich, über den Nähtisch hängen möchtest:

Rechte Maustaste, Bild speichern und ausdrucken.

Checkliste: Jersey

Jersey wellt sich


  • Optional: Ist der Doppeltransport-Balance-Regler richtig eingestellt?

Happy simple sewing,

deine Sabine

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37 Kommentare

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37 Kommentare

Ulrike Behnke 1. Oktober 2017 - 9:10

Puhhh da hatte ich mit meinen Nähmaschinen bisher immer Glück, mit meiner ersten billigen von Aldi genauso wie mit dem Erbstück meiner Großtante, der Jersey hat bei mir nie Wellen geschlagen. Und das Billigding von Aldi hatte nicht mal einen verstellbaren Nähfussdruck.
Aber schön, dass du es doch noch hinbekommen hast.
Liebe Grüße
Ulrike

Antworten
Kathmann 1. Oktober 2017 - 13:01

Vielen lieben Dank für diese tolle Erklärung .. ich habe “nur” eine normale Nähmaschine und jahrelang nichts genäht. Da kommt man zum Nähen zurück und ganz viel ist aus Jersey … und nun? eine Overlook kaufen …Nein … du hast mir Mut gemacht und mir den richtigen Weg gezeigt und ich werde es probieren … muss nur noch ein paar wenige Teile kaufen .. aber dann !!! ♥ G.L.G. karin

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SewSimple 1. Oktober 2017 - 19:43

Wirst sehen, das klappt, Karin! 🙂

Antworten
SewSimple 1. Oktober 2017 - 19:43

🙂

Antworten
Ara 27. Oktober 2017 - 19:26

Hallo Sabine,
nachdem das Doppelripp-Jersey-Shirt schon in der Tonne war, ich aber nur diesen Stoff in meiner Wunschfarbe fand und kaufte, warst du nun MEIN Retter in der Not! Alles klappte mit der Ovi und an den Ärmelsäumen mit ner Zwillingsnadel, bloß der Saum nicht!!! Zerfix abba auch. 3x getrennt, immer wellig, so nicht tragbar und in die Tonne gehauen… :-/ Ich konnte aber einfach nicht glauben, dass es so nicht funktioniert! Und wälzte Seite um Seite im WWW 😉
Bis ich auf deine stieß und beim Obertransportfuß dachte, na ja – alles haste ausprobiert, bloooß deeen nicht! Also: probieren geht über studieren!
Was soll ich noch groß sagen? Der erste Saum mit dem Obertransportfuß ist genäht, wellt sich nicht und ich weiß nun – Dank dir! – wie’ s geht! Juchuuuu….
Also – hab’ vielen Dank bzw. an deine Freundin, die diese Gretchenfrage ja an dich stellte! 😉 Blog ist abonniert :-0)
Schönes Nähwochenende (das Wetter ist ideal dafür) und ganz herzliche Grüße von Ara derweil.

Antworten
SewSimple 27. Oktober 2017 - 20:15

Hallo Ara, wie cool ist DAS!?
Freu mich echt, dass dir meine Tipps weitergeholfen haben!
Dankeschön für die Rückmeldung und für’s Abonnieren! 🙂

Schönes Wochenende und liebe Grüße, Sabine

Antworten
Susanne 9. Februar 2018 - 20:20

Hallo,
Ich habe auch das Problem mit meiner Janome und Jersey.
Jetzt bin ich am überlegen ob ich mir den Obertransportfuß oder aber den Raupennähfuss kaufen soll.

Hast Du zufällig mit dem auch Erfahrung sammeln können?

Liebe Grüße
Susanne

Antworten
SewSimple 9. Februar 2018 - 20:27

Hallo Susanne, ich habe den Raupenfuß für die Janome nicht ausprobiert, komme aber mit dem OTF bei ihr sehr gut zurecht! Besonders mit dem schmalen OTF bin ich echt glücklich, weil der so wendig ist! Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Katja 3. April 2018 - 12:16

Danke! Danke! Dankeeee! :o)))
Ich hab mich von der Problematik her sehr verstanden gefühlt. Hatte mir sooo einen tollen dünnen Sommerfrottee gekauft und sah das total lässige Shirt schon vor mir, wie ich es tragen und lieben werde. Naja… lässig sah’s dann halt nicht aus, eher so, als hätte es quasi einen angenähtes Rüschenröckchen… :o/
Du hast mir Mut gemacht, es noch einmal zu probieren! Ich hab alles gut verstanden, was bei schriftlichen Anleitungen meistens bei mir nicht der Fall ist. (Großes Kompliment an dich für deine tolle Art zu schreiben!)
Deine Blog hab ich mir gleich mal gespeichert.
Viele Grüße
Katja

Antworten
SewSimple 3. April 2018 - 18:55

Dann sind wir ja beide glücklich, Katja: du mit den Tipps, ich mit deiner herrlichen Rückmeldung!
1000 Dank dafür! 🙂

Antworten
Katja 10. April 2018 - 11:17

Juhuu, es hat tatsächlich funktioniert!
Ich habe mir für meine Brother Innov 20 einen Obertransportfuß gegönnt und deine Checkliste ausgedruckt (denn besonders die Tipps, dass man langsam nähen und nicht am Stoff ziehen soll, musste ich mir immer wieder vor Augen führen…!) und jetzt habe ich ein schönes Shirt, das tatsächlich tragbar ist! Stoffnachschub ist schon geordert. :o)

Antworten
SewSimple 10. April 2018 - 20:14

Das tollste Feedback, das ich mir wünschen kann, Katja!
Vielen, vielen Dank dafür! 🙂

Antworten
Katharina 26. Mai 2018 - 18:00

Du sprichst mir so aus der Seele! Ich als Taschen-Näherin habe seit Jahren immer wieder vor, mir tolle Shirts usw zu nähen und sobald ich einfach normal säumen will, ist da viiiiieeel zu viiiiieeeel “Wellengang” 😉
Und dann lasse ich es meist für einige Monate wieder sein. Meine Pfaff hat schon einen Dualtransport, aber an den anderen Parametern werde ich auf jeden Fall nochmal drehen 🙂 Danke für die Tipps!

Antworten
SewSimple 7. Juni 2018 - 5:06

Hallo Katharina, das ging mir ganz lange genauso. Und jetzt hab ich so viel Freude an meinen selbst genähten Klamotten, dass ich sogar meine eigenen Schnittmuster dafür entwerfe. Ist schon verrückt irgendwie. Viel Erfolg beim Ausprobieren und liebe Grüße, Sabine

Antworten
Barbara Lienhart 29. Mai 2018 - 5:27

Vielen Dank für die tolle Beschreibung und die Checkliste! 🙂

Antworten
SewSimple 29. Mai 2018 - 17:17

Super gerne, Barbara! 🙂

Antworten
Barbara 21. August 2018 - 21:52

Sehr guter und hilfreicher Hinweis. Ich habe bei dehnbaren Stoffen immer einen schmalen Streifen Futterstoff mitlaufen lassen und diesen dann abgezogen und kleine Rückstände weggezupft. Hat zwar ein bisschen gedauert, aber ich habe diese Methode quasi schon im Blut und läuft ganz gut. Aber mit diesen Tipps wird es doch leichter werden und vor allem schneller 😅

Antworten
SewSimple 22. August 2018 - 4:53

Cool! 🙂 Die Idee mit dem Futterstoff kannte ich noch nicht.

Antworten
Anke 5. September 2018 - 21:41

Hallo.
Super erklärt.
Nur die Sache mit dem Horizontal-Greifer solltest du korrigieren..
Das hat mit dem Obertransportfuß überhaupt nichts zu tun 🙂…
Liebe Grüße
Anke

Antworten
Mechelke 6. September 2018 - 20:58

Vielen Dank für deinen tollen Beitrag und deinen wunderbaren Stil zu schreiben.
Selten, dass ich dass Lächeln des Autors zwischen den Zeilen so fühlen kann. Ich habe richtig gespürt, wie seelig du warst den Trick mit dem Obertransport raus gefunden zu haben und es uns allen erzählen zu können.
Vielen Dank und liebste Grüße, Mechelke

Antworten
SewSimple 6. September 2018 - 21:47

Wie wundervoll, dass meine Freude bei dir ankommt, Mechelke. Was Schöneres kann ich mir gar nicht wünschen. Danke dir!

Antworten
Lena 12. Oktober 2018 - 21:54

Hallöchen, vielen lieben Dank für die tollen Tips!! Da habe ich doch mal eine Frage: kann man mit dem Obertransportfuß auch den Fake- Overlockstich an der Nähmaschine nähen? Das wollte mir nicht recht gelingen.
Liebe Grüße

Antworten
SewSimple 12. Oktober 2018 - 23:09

Hallo Lena,

eine gute Frage, mit der ich mich bei Gelegenheit mal näher beschäftigen werde!
Liebe Grüße
Sabine

Antworten
Linda 11. Februar 2019 - 10:35

Hallo Sabine,
vielen Dank für die umfangreichen Erläuterungen. Die Webseite ist toll, werde wohl öfter hier reinschauen.
Das Problem mit gekräuseltem Jersey hatte ich auch – bis ich mir vor zweieinhalb Jahren eine Pfaff Expression 3.5 zugelegt habe, die über den „Integrierte Dual Transport“, kurz IDT-System genannt, verfügt. Damit wird der Stoff gleichmäßig von oben und unten transportiert (doppelter Stofftransport). Zudem verwende ich den „elastischen Jerseystich“, damit beim Dehnen des Kleidungsstücks die Naht nicht reißt. Selbstredend, dass eine Jerseynadel zum Einsatz kommt, die von Zeit zu Zeit erneuert wird, da auch bei Nadeln Verschleißerscheinungen zu bemerken sind. Einzig eines nervt beim Verarbeiten von Jersey, und das liegt nicht an der Nähmaschine: Die Ränder rollen sich ein. Wenn Du hierfür eine Lösung parat hättest, wäre ich sehr sehr dankbar.
Beste Grüße von
Linda

Antworten
SewSimple 11. Februar 2019 - 22:12

Hallo Lisa,
beim Zuschneiden kannst du die Ränder dadurch stabilisieren, dass du sie mit Zickzackstich versäuberst (oder mit einem anderen Versäuberungsstich).
Was auch toll gegen das Aufrollen wirkt ist Fabric Booster. Der macht den Stoff richtig fest – funktioniert übrigens auch genial bei Spitze, Viskose, Lycra & Co!
Und nach dem Nähen wird er einfach rausgewaschen.

Antworten
Nicole 21. April 2019 - 23:16

Hallo,
Ich hab die Pfaff expression gebraucht gekauft und verzweifle gerade.
Wenn ich von 2 Lagen Jersey auf 3-4 Lagen (Ärmelausschnitt mit Bündchen zusammennähen beim Seitennaht schließen oder wenn Spitze mit verarbeitet wurde) nähen will, schiebt mir der Nähfuß den oberen Stoff vorne weg.
Was kann ich da denn tun?

Lg Nicole
Einen verstellbaren Nähfußdruck gibt es ja nicht…

Antworten
Sabine 22. April 2019 - 6:47

Hallo Nicole,
das klingt nach einem Problem, das man in den Griff bekommen kann.
Da ich die Pfaff Expression nicht kenne, schlage ich vor, du fragst mal
in meiner Nähgruppe bei Facebook.
Da wird dir sicher weitergeholfen.
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Christiane Krumins 25. März 2019 - 5:13

Hallo Sabine! Sehr guter Artikel- alles noch einmal präzise zusammengefasst. Man vergisst doch schon mal das eine oder andere. Ich habe beim Jerseynähen noch nie den Oberstofftransport benutzt und vermisst.Das Nähergebnis war trotzdem immmer einwandfrei.Aber nach Deinem Artikel werde ich es mal ausprobieren. Danke dafür!! Alles Liebe Christiane

Antworten
SewSimple 25. März 2019 - 5:46

Hallo Christiane, hast vollkkommen recht.
Manche Maschinen kommen mit Jersey einfach besser zurecht als andere!
Hab vielen Dank für die Rückmeldung und ganz liebe Grüße
Sabine

Antworten
Natalie 27. Oktober 2019 - 15:33

Liebe Sabine, du hast mir mal wieder den Tag gerettet. Ich wollte ein einfaches Shirt aus einem superweichen Jersey nähen. Schulter- und Seitennähte gingen ja noch. Halsausschnitt hab ich einfach umgeschlagen und wollte mit dem Jerseystich drumherum, hat bei anderen Jerseystoffen auch durchaus schon geklappt. Diesmal nicht. Der Ausschnitt wurde länger und länger und wellte sich ohne Ende. Ich habs natürlich noch bis zum Ende durchgezogen, statt sofort aufzuhören. Wegschmeissen wollte ich das gute Stück nicht, der Stoff war so unwiderstehlich weich. Also: mal sehen, ob Sabine was dazu schreibt. Und siehe da! Es gibt einen Obertransportfuß? Bisher dachte ich, Obertransport kann man oder nicht. Und da meine Maschine eine etwas ältere Dame von Janome ist (die ich -fast- wie meine Oma liebe) wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sie sowas kann. Im Internet geguckt – bestellt – in der Zwischenzeit die alte Naht aufgetrennt. Hat Stunden gedauert, und die Stoffkante ist davon echt nicht schöner geworden. Mit viel Dampf bügeln, hab ich mal bei Sabine gelesen. Aha, schon besser. Fadenreste vorher mit dem Fusselroller entfernt, hab ich auch bei Sabine… Ihr wisst schon. OTF draufgefummelt (liebe Leute von Janome, eine Anleitung dazu wär echt hilfreich), kontrastfarbenen Jerseystreifen als Bündchen angenäht, und siehe da! Kuschelweiches Shirt gerettet. Vielen herzlichen Dank, was würde ich nur ohne dich tun?

Antworten
Sabine 27. Oktober 2019 - 18:19

Wie genial, Natalie!
Toll, dass dir meine Tipps wirklich weiterhelfen. 🙂

Antworten
Yvonne 30. Oktober 2019 - 22:59

Danke für den Tipp, leider zu spät 😭, mein schöner Jacquard Pulli schlägt am Saum übele Wellen. Hilft da nur abschneiden und einmal neu oder lieber auftrennen und neu? Oder ist es für letzteres zu spät und der Stoff ist schon verzogen?
Liebe Grüße
Yvonne

Antworten
Sabine 31. Oktober 2019 - 6:31

Hallo Yvonne,
du hast verschiedene Möglichkeiten.
Wenn du auftrennst, könntest du erstmal gescheit bügeln und dann mit Fabric Booster den Stoff schön fest machen.
Anschließend könntest du einen neuen Saum versuchen. Mit Zwillingsnadeln zum Beispiel.
Oder du schneidest den Pulli über dem Saum ab und machst z. B. einen Stufensaum aus einem anderen Material dran. So im Lagenlook. 🙂
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Yvonne 31. Oktober 2019 - 8:39

Prima, danke für die schnelle Antwort das versuche ich mal. Hatte schon extra mit einer Zwillingsnadel für Stretch genäht. Und zum Glück den Schnitt verlängert. Liebe Grüße

Antworten
Sabine 31. Oktober 2019 - 8:42

…in weiser Voraussicht? 😉

Antworten
Sabrina 1. November 2019 - 18:53

Huhu,
Ich kenne das auch mit den Wellen! Habe mich auch viel damit auseinandergesetzt gesetzt und jetzt klappt es! Den Nähfußdruck kann ich bei meiner Pfaff nicht verändern! Deswegen hilft mir persönlich der Tipp nicht!
Mir hilft dann größere Stichlänge! Und zum Schluss, noch bügeln!
Die Liste finde ich Top!
Lg Sabrina

Antworten
Sabine 1. November 2019 - 19:06

Dankeschön, Sabrina! 🙂

Antworten

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