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10 unschlagbare Tipps gegen Näh-Frust

Von Sabine
10 unschlagbare Tipps gegen Näh-Frust

10 unschlagbare Tipps gegen Näh-Frust: Kennst du das auch? An manchen Tagen geht nähtechnisch wirklich alles schief! Diese Tipps helfen effektiv gegen Näh-Krisen! 🙂

10 unschlagbare Tipps gegen Näh-Frust

Näh-Frust ade: Mit diesen 10 Tipps zu mehr Näh-Spaß!

Wer gerne näht, der kennt das: An manchen Tagen will einfach überhaupt nichts gelingen. Die Nähte werden krumm und schief, der Nahttrenner macht Löcher in den Stoff. Und beim Zuschnitt passieren die schlimmsten Patzer.

Am Ende des Tages kann man so richtig schön gefrustet sein. Kennst du das auch?

Dann habe ich eine gute Neuigkeit für dich: Oder vielmehr 10 gute Neuigkeiten.

Hier kommen meine 10 Tipps für mehr Näh-Spaß!

Gut geklebt ist halb genäht?

Meine Geheimwaffe Wondertape hat sich bei einem der letzten Nähprojekte zu einer richtigen Plage entwickelt. Ich habe den Reißverschluss meiner Lovis mit Wondertape fixieren wollen. Naja, das ging auch ganz gut. ZU gut, um genau zu sein. Am Schluss hat alles geklebt. Reißverschluss, Stoff, Hände, Nahttrenner UND: Die Nähmaschinen-Nadel.

Das war echt nervig. Da kam der Tipp einer Blog-Leserin gerade recht: Sie hat mir Anti-Glue-Nadeln empfohlen. Also: Anti-Kleber-Nadeln für die Nähmaschine. Stickmaschinen-Besitzer kennen sie vielleicht. Ich kannte sie allerdings noch nicht.

Anti-Glue-Nadeln sind mit Teflon beschichtete Nähmaschinenadeln, an denen Kleber nicht so leicht haftet. Ich sage nicht: gar nicht. Ich sage: Nicht so leicht.

Wenn ich so eine richtige Wondertape-Schlacht schlage, dann passiert es trotzdem hin und wieder, dass ich die Nadel mit Nagellackentferner oder Reinigungsbenzin abwischen muss. Aber danach geht’s direkt weiter! Sehr zu empfehlen!

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Schöne Bündchen schnell genäht

Cuff me! Das ist ein echtes Zauberwort für mich geworden! Ich nähe in letzter Zeit sehr gerne und oft mit Fertigbündchen. Habe ich mich lange nicht getraut, weil ich nicht so richtig wusste, wie ich sie verarbeite.

Inzwischen bin ich ein richtiger Fertigbündchen-Profi! Sind nicht nur fix genäht sondern sehen auch super aus!

Eine ausführliche Anleitung zum Nähen mit Fertigbündchen findest du hier auf dem Blog!

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Sichere Raupe!

Lange habe ich gedacht, Overlock-Raupen, also die Fadenketten von Overlock-Nähten bräuchten keine besondere Beachtung. Das böse Erwachen kommt nach ein paar Wäschen, wenn sich die Nahtanfänge zu dehnen beginnen!

Echt blöd! Vor allem, weil es wirklich null Zeit in Anspruch nimmt, die Ovi-Fäden zu vernähen!

Einfach in eine dicke Stopfnadel fädel und in die Naht ziehen. Wenn du es noch unauffälliger haben möchtest, zieh die Fadenkette zwischen die Stofflagen in der Naht, dann ist gar nichts zu sehen!

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Der Saum macht das Shirt

Weißt du eigentlich, wie oft mir das passiert? Jemand zeigt mir stolz sein selbst genähtes Shirt. Und mein Blick wandert sofort zum Saum? Naja, ehrlich gesagt: Wenn der Saum gut genäht ist, dann wertet das das gesamte Shirt auf!

Im Umkehrschluss: Ein Shirt kann noch so hübsch sein, der Schnitt noch so gut sitzen: Wenn der Saum nicht sauber genäht ist, gibt das Punktabzug in der B-Note.

Ein paar sehr schnelle und saubere Methoden, einen Saum zu nähen, zeige ich dir in einem separaten Beitrag.

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Basics schnell mal aufhübschen!

Wie schnell man ein schlichtes Schnittmuster aufhübschen kann, zeige ich dir in meiner Anleitung für eine coole Fake-Paspel. Dafür brauchst du nur ein passendes Schnittmuster, zum Beispiel meinen Oversize-Sweater Kjella!

Und: Ein paar Jersey-Streifen in einer schönen Kontrastfarbe. Ruckzuck hast du dir ein sportliches Oberteil gezaubert, ganz ohne Frust und Mühe!

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Endlos-Reißverschluss geschlossen einnähen – so geht’s!

Eigentlich das Einfachste von der Welt. Habe ich gedacht.

Bis immer wieder Fragen kamen, wie ich das denn bitteschön mache: Dass der Reißverschluss mit aufgefädeltem Zipper vollständig geschlossen ist.

Ein unschätzbarer Geheimtipp, wenn du die perfekte Kosmetiktasche nähen willst!

Und so wird’s gemacht!

An der Seite, an der die Zähnchen des Reißverschlusses ein wenig u-förmig nach unten zeigen, teile ich den Reißverschluss ein kleines Stück.

An einer Seite schneide ich die Zähnchen 1 cm weg.

Dann fädele ich an der langen Seite auf. Anschließend kommt die eingekürzte Seite dran.

Dann ziehe den Reißverschluss zu und begradige ihn am Ende noch ein bisschen. Und schon kann’s ans Einnähen gehen!

Wichtig: Achte darauf, dass sich die Zähnchen nicht an einer Seite mehr ausbeulen als an der anderen. Der Zipper muss schön symmetrisch auf der Raupe sitzen. Ein schiefer Reißverschluss kann ein ganzes Täschchen unschön verziehen!

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Zwischen den Größen nähen

Gar nicht so einfach, wenn zwischen Brust und Hüfte mal eben schlappe drei oder vier Größen Unterschied sind! Da hilft nur eins: Zwischen den Größen nähen!

Wie das geht? Zeige ich dir in dieser Anleitung am Beispiel eines Sweaters!

Nur so ist gewährleistet, dass dein selbst genähtes Kleidungsstück auch wirklich genauso sitzt, wie du es brauchst!

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Probe für den Ernstfall?!

Ganz ehrlich, es nützt nichts: Bevor du einen Saum, einen Ausschnitt oder eine Tasche nähst, solltest du dich mit dem Stoff vertraut machen. Und zwar genau!

Mein Tipp: Nähe ein Probestück. Und zwar mit diesem Stoff, diesem Faden und dieser Nadel mit diesen Einstellungen!

Nur Testergebnisse unter realistischen Bedingungen garantieren dir, dass du nicht direkt zum Nahttrenner greifen musst, nachdem du die erste Naht vollendet hast. 🙂

Der Lineal-Trick

So einfach wie genial! Beim Zuschneiden von Schrägband habe ich seit einiger Zeit direkt zwei Lineale am Start. Mit dem rechten halte ich den Winkel ein und fixiere den Stoff, mit dem linken messe ich nach, ob das Schrägband auch die exakte Breite hat.

Übrigens siehst du auf dem Foto meinen neuen ergonomischen Rollschneider. Ein echt praktisches kleines Helferlein!

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Richtiger Stoff, richtiger Schnitt

Was damit gemeint ist? Bitte such dir keine Schnittmuster aus, die deine Fähigkeiten heillos übersteigen! Da ist der Frust schon vorprogrammiert.

Zuerst verfällt man in einen Zustand der Aufschieberitis (wissenschaftlich: Prokrastination). Vielleicht hat man sich den Schnitt gerade noch heruntergeladen und mal in die Anleitung geschaut. Ausgedruckt wird dann aber doch lieber “ein anderes Mal”.

Schade um den schönen Schnitt, oder?

Wie du das umgehen kannst: Such dir Schnitte, die dem Stand deiner Fähigkeiten entsprechen. Am besten sogar so, dass du mit jedem neuen Projekt eine Kleinigkeit dazu lernst.

Wohlgemerkt: Eine Kleinigkeit! Gerade beim Nähen von Kleidung kann es so sein, dass allein schon die Menge an Material für dich eine Herausforderung darstellt.

Da bist du dann froh, wenn du anderthalb Quadratmeter Stoff gemanaged bekommst. Und sie nicht zusätzlich noch in zwanzig Falten legen und mit einem Reißverschluss krönen musst.

Gleiches gilt natürlich für den Stoff: Such dir Stoffe aus, mit denen du schon ein wenig Erfahrung sammeln konntest. Oder kauf die vorab ein Stückchen davon zum Üben! Viele Stoffhändler vor Ort verkaufen in 10-cm-Abschnitten. Das solltest du nutzen um Probestücke zu kaufen.

An diesem Probestück kannst du dann nach Lust und Laune Nähte und Säume üben. Und: auswählen, mit welchem Schneidewerkzeug er sich am besten verarbeiten lässt. Für manchen Stoff sind Scheren super, andere Materialien schreien nach Elektroscheren oder Rollschneidern.

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Eine goldene Regel zum Schluss

Wenn du Neues ausprobieren möchtest: Such dir entweder für einen unbekannten Stoff ein bekanntes Schnittmuster. Oder teste einen neuen Schnitt beim ersten Mal mit einem Stoff, bei dessen Verarbeitung du fest im Sattel sitzt.

So wird daraus eine Reise ins Näh-Glück. Und kein Höllen-Ritt. 🙂

Happy simple sewing,

deine Sabine

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4 Kommentare

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4 Kommentare

Angela 11. März 2020 - 10:00

Hallo Sabine,
du hast vor kurzem einen Beitrag über Handnähnadeln geschrieben – ich finde den nicht mehr; kannst du mir da helfen???
Tausend Dank für deine tollen Beiträge…

Antworten
Sabine 11. März 2020 - 19:11

Hallo Angela,
meinst du vielleicht den Beitrag über Nähmaschinennadeln?
Über Handnähnadeln habe ich (glaube ich) noch nichts geschrieben. 🙂
Liebe Grüße, Sabine

Antworten
Angela 12. März 2020 - 10:10

Hallo Sabine,
doch, du hast mal Empfehlungen für verschiedene Handnähnadeln gegeben – ich weiß leider nicht mehr, wann das war…
vielleicht kannst du dich doch noch erinnern 😉

Antworten
Sabine 12. März 2020 - 13:55

Hallo Angela, ich glaube nicht, ehrlich.
Wäre aber mal ein gutes Thema.
Ich bin da sehr unorthodox und nähe meine Handnähte am liebsten mit langen Stopfnadeln!
Ich liebe sie, seit ich mal einen Stickkurs gemacht habe. Dabei wurden diese extra langen dünnen Nadeln verwendet, mit denen ich sehr gut zurecht komme.
Liebe Grüße, Sabine

Antworten

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