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8 geheime Quellen für Stoffe: Günstig bis kostenlos

31.07.2019 von Sabine Schmidt

8 geheime Quellen für Stoffe: Günstig bis kostenlos

8 geheime Quellen für Stoffe: In diesem Beitrag erfährst du meine Tipps und Tricks, wie und wo  du kostenlos oder sehr günstig Stoffe zum Nähen kaufen kannst.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In diesem Beitrag erfährst du meine besten geheimen Quellen für günstige Stoffe
  • Das Nähen mit kostenlosen oder günstigen Stoffen kann sparsam, nachhaltig und praktisch sein
  • Auch für Nesselmodelle bietet es sich an, günstige oder kostenlose Stoffe zu verwenden, du solltest nur darauf achten, dass sie nach Möglichkeit ähnliche Eigenschaften aufweisen, die der Stoff für das geplante Näh-Projekt mitbringen soll
  • Günstige oder kostenlose Stoffe kannst du aus Sparsamkeitsgründen benutzen, weil du nachhaltig nähen und auf die Umwelt achtgeben möchtest oder weil du grundsätzlich große Stoffstücke z. B. zum Probenähen brauchst

Wenn du so gerne nähst wie ich, dann suchst du sicher auch gelegentlich nach Möglichkeiten, an günstige Stoffe für deine Näh-Projekte heran zu kommen.

8 geheime Quellen für Stoffe

8 geheime Quellen für Stoffe

Das kann aus Sparsamkeitsgründen so sein, weil du nachhaltig nähen und auf die Umwelt achtgeben möchtest oder weil du grundsätzlich große Stoffstücke z. B. zum Probenähen oder für Nesselmodelle (wie und warum du ein Nesselmodel nähen solltest, erfährst du hier) verwenden magst.

Diese "Probestoffe" müssen tatsächlich gar nicht teuer sein.

Sie sollten nur nach Möglichkeit ähnliche Eigenschaften aufweisen, die der Stoff für das geplante Näh-Projekt mitbringen soll.

Aber woher nehmen und nicht stehlen?

In diesem Beitrag erfährst du meine besten geheimen Quellen für günstige Stoffe.

Stoffe im Möbelhaus ergattern

Ja, du liest richtig. In Möbelhäusern kannst du oft nicht nur supergünstig sondern praktisch geschenkt an Stoffe kommen. Viele Möbelhäuser haben Probeläppchen von Bezugsstoffen parat. Manchmal sind auch ganz edle Lederstücke mit dabei. Aus diesen Probestücken lassen sich wunderbar süße Minitäschchen, Brustbeutel, Babyschuhe oder Patchwork-Taschen nähen! Einfach mal nett nachfragen, die meisten Möbelhäuser sind froh, wenn sie die Stoffproben nicht entsorgen müssen und sie noch einem "guten Zweck" (und anders kann man unseren Näh-Wahnsinn ja nicht nennen, oder?) dienen.

Aber auch zum Kaufen bietet sich hier Gelegenheit: Gerade in Möbelhaus-Ketten gibt es inzwischen oft sehr günstige Stoffe. Die Qualität kann variieren, aber zum Beispiel für Probemodelle neuer Schnittmuster oder Ähnlichem sind die Stoffe absolut okay und durchaus nützlich.

Und wer weiß: So manches Nesselmodell entpuppt sich im Nachhinein als superbequemes Lieblingsteil für Zuhause (zumindest bei mir!).

Mein Tipp: Falls du gerade kein Möbelhaus in erreichbarer Nähe hast (oder keine Zeit um hinzufahren), es gibt auch online ganz einfache und sehr günstige Nesselstoffe zu kaufen.

Meiner Erfahrung nach lohnt es sich auf jeden Fall, immer ein paar Meter Nesselstoff in petto zu haben. Damit kannst du nicht nur blitzschnell mal ein neues Schnittchen ausprobieren: der günstige und naturbelassene Baumwollstoff eignet sich auch ideal als ergiebiges Taschenfutter!

Nebenbei was Gutes tun: Stoffe aus dem Sozialkaufhaus

Eine echte Fundgrube für Stoffe und Textilien aller Art!  Wenn du im Sozialkaufhaus shoppst, tust du damit nicht nur deinem Geldbeutel etwas Gutes. Oft finanzierst du mit deinem Einkauf dort auch Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderung oder Ähnlichem.

Im Sozialkaufhaus findest du Bettwäsche, Kissen, Second-Hand-Kleidung, Vintage-Tischdecken und vieles mehr. Genial ist es, wenn du die Stoffe anschließend auch noch z. B. mit Stoffdruck verschönerst. Wie Stoffdruck geht zeige ich dir in einem separaten Blog-Beitrag.

Sehr cool ist es auch, schicke Vintage-Stoffe z. B. mit Glitzer-Kunstleder zu kombinieren. Eine genaue Anleitung, wie das geht und was du damit Tolles anstellen kannst, bekommst du in meinem Blog-Beitrag zum Nähen mit Stoffresten.

Eins steht fest: Was immer du aus diesen Stoffen und Textilien fertigst, du nähst damit ein echtes Unikat!

8 geheime Quellen für Stoffe

Günstig für deinen Geldbeutel: Stoffe aus dem 1-Euro-Laden

Es gibt sie, die Billigläden mit echten Näh-Schnäppchen! Aber aufgepasst: Nicht immer ist alles wirklich gut, besonders schadstoffgeprüft oder qualitativ hochwertig, was du in diesen Läden erstehen kannst.

Aber es gibt immer auch mal wieder schöne und praktische Sachen zu entdecken. Zum Beispiel Decken, die du nicht nur für Mützen, Jacken oder als Unterseite von Patchwork-Decken verwenden kannst. In der dünnen Version eignen sie sich auch prima als Volumenvlies in Taschen und Täschchen.

Putztücher kannst du übrigens ebenfalls herrlich als Volumenvlies für Kosmetiktaschen & Co. einsetzen. Einfach mit einnähen! Feste Hamam-Tücher aus Baumwolle lassen sich auch wunderbar zu Shirts oder Taschen umfunktionieren und sind oft in sehr schönen Farben zu einem echt günstigen Preis zu haben.

Aber auch Sicherheitsnadeln, süße Knöpfe, Bänder oder Stempelchen sind in diesen Läden oft zu finden. Es lohnt sich also durchaus, mal vorbeizuschauen.

Und wenn du ein Stück übrig hast, nähst du aus den Resten blitzschnell ein Staubtuch für den Schrubber, wetten?

Nachhaltig nähen: Gardinen-Stoffe verwerten

Alte Gardinen sind ein echter Glücksgriff, wenn es um nachhaltiges Nähen geht. Sie lassen sich nämlich herrlich zu Gemüse- und Obstbeuteln verarbeiten! Noch dazu sehen die fertigen Beutel so hübsch aus, dass du die praktischen Einkaufshelferchen auch wunderbar verschenken kannst.

Und wenn deine beschenkte Freundin sagt: "Irgendwie muss ich immer an deine Küche denken, wenn ich die Obstbeutel sehe!", kannst du einfach wissend lächeln. ;)

Eine ausführliche Anleitung zum Nähen von Obstbeuteln findest du hier auf dem Blog.

8 geheime Quellen für Stoffe

Aufgewacht und nachgedacht: Bettwäsche

Bloß nicht einfach entsorgen! Aus alter Bettwäsche lassen sich herrliche Haremshosen und lässige Tuniken nähen. Besonders, wenn du die fertiggenähten Teile anschließend noch mit raffinierten Techniken färbst (zum Beispiel mit der coolen japanischen Shibori-Technik!) oder mit Stoffmalfarben bemalst (wie das geht zeige ich dir in dieser Anleitung) kannst du dich über wundervolle Unikate freuen.

Gemusterte Bettwäsche kannst du aber auch super für Taschen (z. B. für meine japanische Markttasche), als Futterstoff, als Wäschebeutel, Hotelschlafsäcke oder für Probenäh-Projekte verwenden.

Sauber verarbeitet: Handtücher

Ausgediente Handtücher einfach in den Müll werfen? Bloß nicht! Alte Handtücher sind prima um daraus zum Beispiel praktische Abschminkpads zu nähen! Auf SewSimple gibt's eine ausführliche Anleitung für Abschminkpads mit Wäschebeutel.

Handtücher machen sich aber auch gut als Einlage in Topflappen oder Ofenhandschuhen! Einfach mal ausprobieren: Die Links führen dich direkt zu  meinen kostenlosen Anleitungen!

8 geheime Quellen für Stoffe

Überraschung garantiert: Stoffe vom Flohmarkt

Für echte Entdecker gibt es auf Flohmärkten tolle Sachen zu erobern! Nicht nur Stoffe, Lederjacken zum Zerschnippeln (daraus lassen sich großartige Taschen oder Smartphone-Hüllen herstellen!), Tisch- und Bettwäsche sondern auch geniales Nähzubehör, das es oft so heute gar nicht mehr zu kaufen gibt, findet das geübte Auge hier.

Aber Vorsicht: Du solltest dort wirklich nur kaufen, was du auch vor Ort ausprobieren kannst. So mancher Nähmaschinenkauf auf dem Flohmarkt endete schon mit einer Enttäuschung, weil man die Maschine vor Ort nicht ausprobieren konnte.

Einmal bezahlt, zweifach genutzt: Kleidung upcyclen

Was für Flohmarktfunde gilt, gilt umso mehr für deine eigene Kleidung: Bevor Alte Wollpullis in den Kleider-Container wandern, überleg mal, ob du sie nicht als Rohmaterial zum Nähen verwenden magst.

Aus Wollpullis lassen sich wunderbare Mützen und Stulpen nähen! Eine Anleitung für warme Armstulpen findest du übrigens gratis hier auf SewSimple.

Aus Hemden, Jackets, Schlipsen oder Blusen lassen sich stylische Patchwork-Decken nähen, die sich auch als sehr persönliches Geschenk gut machen. Selbiges gilt übrigens für Jeans. Ein Quilt aus verschiedenen Jeansstücken, jedes in einem anderen Verwaschungs-Grad und dann vielleicht noch mit einem schönen Binding eingefasst: Gibt's eine schönere Picknick-Decke?

Ganz genial übrigens: Einkaufsnetze aus alten Shirts und Sweatern! Wie's geht? Zeige ich dir in meinen Blog-Beitrag: Einkaufsnetz aus T-Shirts nähen!

Für meine Kinder habe ich zum Auszug von Zuhause übrigens individuelle Quilts aus getragener Kleidung von uns allen (also auch den Geschwistern) genäht. So kann man sich, wenn einen mal ausnahmsweise das Heimweh plagt (oder der Liebeskummer) gemütlich in ein Stückchen Heimat einkuscheln und fühlt sich gleich ein bisschen besser. ;)

Happy simple sewing,

deine Sabine

8 geheime Quellen für Stoffe

Die häufigsten Fragen

Wofür kann ich günstige oder kostenlose Stoffe benutzen?

Du kannst die günstigen und kostenlosen Stoffe z.B. als Probestoff oder Nesselmodell benutzen und sie eignen sich häufig ebenfalls gut als Futterstoff für Taschen oder Täschchen.
Aus kostenlosen Probestücken aus dem Möbelhaus lassen sich z.B. wunderbar süße Minitäschchen, Brustbeutel, Babyschuhe oder Patchwork-Taschen nähen!

Woher bekomme ich günstige oder kostenlose Stoffe?

Es gibt einige geheime Stoffquellen, von denen ich hier in diesem Beitrag berichte. Dazu gehören z.B. Möbelhäuser, Sozialkaufhäuser und Flohmärkte.

Welche Materialien kann ich zum Upcyclen verwenden?

Du hast bestimmt einige Materialien zu Hause, die du noch verwenden kannst. Z. B. Bettwäsche, Gardinen, Handtücher und Klamotten, die du eigentlich aussortieren wolltest, kannst du wunderbar upcyclen. Oder frag mal in deiner Umgebung nach, du hast bestimmt dankbare Spender, die sich darüber freuen, wenn ihre aussortierten Sachen nochmal verwendet werden.

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