Hauptseite Näh-Anleitungen Tasche nähen: 22 Anleitungen und 25 Top-Tipps (so klappt’s beim ersten Versuch)

Tasche nähen: 22 Anleitungen und 25 Top-Tipps (so klappt’s beim ersten Versuch)

Von Sabine
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Eine Tasche selber nähen? Das klingt viel komplizierter als es ist. Ich verrate dir ein Geheimnis: Mit einem einfachen Schnittmuster und der richtigen Anleitung wuppen das auch Nähanfänger spielend.

Auf einen Blick

  • Ich beantworte die häufigsten Fragen zum Thema Tasche nähen – von der Auswahl des Schnittmusters bis zum passenden Stoff
  • Am Ende bist du startklar für deine erste selbst genähte Tasche: Du weißt genau, wie du anfängst
  • Mit den unten verlinkten Anleitungen nähen auch Anfänger im ersten Versuch erfolgreich eine Tasche
  • Näh-Einsteiger sollten für die erste ein professionelles Schnittmuster mit vielen guten Bewertungen wählen – so entsteht kein Näh-Frust
  • Als Bonus erwarten dich am Ende des Beitrags meine 25 Top-Tipps zum Thema Tasche nähen

Kann ich als Anfänger eine Tasche nähen?

Oh ja! Und zwar mit viel Spaß und einer steilen Lernkurve. Es gibt sooo viele tolle Schnittmuster für Taschen, die du auch als Anfänger nähen kannst. Ganz ohne komplizierte Nähtechniken. Und oft sogar ohne Reißverschlüsse.

Und das Beste dabei: Einfach geschnittene Taschen sind super vielseitige Begleiter beim Shopping-Bummel auf dem Wochen-Markt, zur Arbeit oder zum Yoga.

Mein wichtigster Tipp vorab: Lass dich nicht von einer langen Nähanleitung abschrecken. Lies dir die Anleitung in Ruhe durch und atme mal tief durch. Anschließend machst du einfach einen Schritt nach dem anderen. Du wirst merken: Dann ist es ein Kinderspiel. 🙂

Tasche nähen

Was muss ich können, wenn ich eine Tasche nähen möchte?

Das Wichtigste zuerst: Du brauchst Basiskenntnisse an der Nähmaschine. Mit der Betonung auf Basis. Das heißt: Mach dich mit deiner Nähmaschine und ihren Grundfunktionen vertraut.

Du solltest mit deiner Nähmaschine gerade Nähte und Kurven nähen können. Auch einen Zickzack-Stich solltest du schon mal genäht haben. Aber du musst nicht wissen, wie du einen Reißverschluss einnähst. Wenn für die Tasche ein Reißverschluss vorgesehen ist, arbeitest du dich einfach Schritt für Schritt durch die Anleitung. Dann klappt’s!

Du hast bisher nur Schals und Kissenhüllen genäht? Und du möchtest nun deine erste Tasche nähen? Mit einem Anfänger-Schnittmuster kriegst du das definitiv hin, versprochen. Am Ende dieses Beitrags findest du geeignete Vorschläge für einfache Taschen-Schnittmuster, die du auch als Anfänger zaubern kannst.

Wie entscheide ich mich für ein Schnittmuster?

Das ist der wichtigste Schritt. Er entscheidet über den Erfolg deines Projekts. Neben deinem ganz persönlichen Geschmack spielen diese drei Punkte eine wichtige Rolle:

Näh-Level

Schau dir die Beschreibung des eBooks oder Papierschnittmusters vor dem Kauf an: Sie verrät dir schon vorab, ob das Schnittmuster deinen Näh-Fähigkeiten entspricht. Perfekt ist, wenn du als Nähanfänger Schnittmuster aussuchst, die mit den Schwierigkeitsgraden “Anfänger”, “Level 1” oder “einfach” beschrieben sind.

Schau dir auch die Fotos genauer an: Wie verlaufen die Nähte? Gibt es Hürden, wie zum Beispiel die Verarbeitung besonders dicker Vliese, starrer Materialien oder den Einsatz von Reißverschlüssen? Wähle für den Start einen Taschenschnitt mit simplen Nähten und oder Knopflöcher? Wähle für den Start ein Kleid mit simplen Nähten und wenigen Schnittteilen.

Anleitung

Du bist schon ein etwas fortgeschrittener Näh-Hase? Dann reicht dir eine kurze, knackige Anleitung. Mit der Zeit wirst du den Bogen raus haben, mit welchen Anleitungen du gut klar kommst. Ebenso wie bei den Schnittmustern haben Designer und eBook-Macher auch bei den Anleitungen ihren eigenen Stil. Und diesen findest du meist bei allen Anleitungen dieser Marke wieder.

Extratipp: Um herauszufinden, ob du mit den Schritte-Anleitungen des jeweiligen Erstellers klar kommst, kannst du mal eins seiner Freebooks ausprobieren. Dann weißt du, ob er/sie eine anfängertaugliche Sprache spricht, ob du die Erklärungen verstehst und auch, ob dir der gesamte Stil gefällt.

Im nächsten Schritt kannst du ja dann ein Bezahlschnittmuster kaufen, wenn du magst. Denn dann weißt du ja, dass du mit der Anleitung gut zurecht kommen wirst. Denn nichts ist trauriger als ein Schnittmuster, das nicht genäht wird, oder?

Wenn du mit dem Taschennähen erst anfängst, rate ich dir: Suche dir ein Schnittmuster aus, das eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Bildern enthält. Mir helfen Bilder oft viel besser, um zu verstehen, was ich machen soll. Und für manche Schnitte gibt es sogar Video-Tutorials.

Kleiner Extra-Tipp: Schau dir die Bewertungen der Schnittmuster an. Natürlich sollten die Beschreibungen, die im Shop nachzulesen sind, alle wichtigen Eckdaten enthalten. Daneben können aber auch die Kundenbewertungen wichtige Anhaltspunkte zu Qualität, Passform, Variationsmöglichkeiten sowie Stärken und Schwächen des Schnittmusters liefern. Aber Vorsicht: Durchweg positive Bewertungen, die sprachlich ähnlich klingen sollten dich stutzig machen. 😉

Tasche nähen und verstärken

In der Anleitung seht meistens genau, welche Verstärkung deine Stoffe brauchen, damit die Form der Tasche auch wirklich gut rauskommt. Es gibt viele verschiedene Taschenvliese und Einlagen, die deinen Taschen einen schönen Stand verleihen. Hier kommen ein paar Beispiele:

Tasche nähen
  1. Schaumeinlage zum Einnähen wird für steife Taschen mit viel Shape verwendet. Die Schaumeinlage wird innerhalb der Nahtzugabe auf die Rückseite der Taschenteile aufgenäht. Eine sehr gebräuchliche Schaumeinlage ist Style-Vil, das sich wunderbar verarbeiten lässt und auch für kleinere Taschen perfekt ist. Du kannst damit zum Beispiel eine Boxy Bag nähen um das Material besser kennenzulernen. Neben Style-Vil ist übrigens Bosal ein sehr empfehlenswertes Material, das von amerikanischen Taschen-Nähfans sehr geschätzt wird. Ich selbst verwende es genauso gerne wie Style-Vil.
  2. Decovil light ist ein lederartiges Taschenvlies, das aufgebügelt wird und sehr fest auf der Stoffrückseite haftet. Es lässt sich für viele Arten von Taschen verwenden. Der große Bruder des Decovil light heißt einfach nur Decovil, ist wesentlich fester und auch schwieriger zu verarbeiten.
  3. Vlieseline H250: Ein universell einsetzbares Bügelvlies, das man auch bei Bedarf doppelt nehmen kann, um eine größere Festigkeit zu erreichen. Ich habe eigentlich immer einen Meter H250 zuhause, weil es neben H630 und H640 das Bügelvlies ist, das ich am häufigsten nutze.
  4. Baumwollvlies: besteht meist aus einem Gemisch von Baumwolle mit Kunstfasern, die das Ganze stabilisieren. Baumwollvlies ist toll für kleinere Taschen und Beutel. Es wird ganz klassisch innerhalb der Nahtzugabe auf die Stoffteile genäht.
  5. Volumenvlies: Manche Taschenprojekte schreien geradezu nach einer tollen Steppung, die ihnen Halt und Form gibt. Dafür kannst du hochflorige Volumenvliese aus Polyester nutzen. Sie haben kaum Eigengewicht (das ist bei Taschen echt nicht zu unterschätzen, niemand möchte mit 2 Kilo Tasche am Arm durch die Gegend wackeln, oder? ;), geben deiner Tasche aber trotzdem ein schönes Volumen.
  6. Dünnes Bügelvlies: immer gut für aufgesetzte Täschchen oder für kleine Taschen und Beutel. Außerdem ein Winner für Taschenklappen, Laschen oder Henkel!

Passende Stoffe

Apropos Beschreibung: Neben dem Näh-Level sollte dort auch vermerkt sein, welcher Stoff sich für das jeweilige Taschen-Schnittmuster eignet.

Schau dir unbedingt vorab an, welche Stoffe für das Schnittmuster vorgesehen sind. Im günstigsten Fall hast du mit dem Stoff schon mal genäht. So weißt du sicher, ob du mit ihm klarkommst. Wenn nicht, empfehle ich dir: Näh eine Probetasche aus günstigem Stoff. Man nennt das auch Nesselmodell. Auf diese Weise findest du heraus, wie sich der Stoff unter der Nadel verhält. Das schont nicht nur deine Nerven und deinen Geldbeutel sondern auch deinen allerliebsten Lieblingsstoff. Den solltest du erst anschneiden, wenn du wirklich sicher bist, dass alles stimmt.

Wenn du noch unsicher bist, welcher Stoff sich für dein geplantes Projekt eignet, schau gerne mal in meinem Beitrag Welcher Stoff für was? nach.

Tasche nähen

Welche Stoffe eignen sich?

Ob Baumwolle, Leinen, Taschenstoffe, Dekostoffe, Canvas, Cord, Jeans: Viele mittelschwere bis schwere Stoffe eignen sich für Kleider. Es kommt immer auf den Schnitt und die Taschengröße an. Auf jedem Schnittmuster stehen Stoff-Vorschläge drauf. Das hilft dir, bei der Stoffwahl eine gute Entscheidung zu treffen.

Neben dem richtigen Stoff kommt es bei Tasche in vielen Fällen auch auf die richtige Verstärkung an: Manchmal erhalten Taschen erst durch ein spezielles Taschenvlies, eine Einlage oder ein Volumenvlies ihre besondere Form. Verzichtest du auf diese Art der Stoffverstärkung, kann dein Ergebnis am Ende vom ursprünglichen Plan abweichen. Das muss nicht immer schlimm sein. Aber es sollte dir bewusst sein, dass Designer aus bestimmtem Grund Materialempfehlungen aussprechen.

Letztlich entscheidet die Kombi aus Stoff und Vlies/Einlage darüber, wie leicht schwer die Tasche zu nähen ist. Vorsicht also bei superdicken oder schwer zu nähenden Materialien wie Leder oder Wachstuch. Nicht jede Nähmaschine ist in der Lage, mehrere Lagen dieser festen Materialien problemlos zu bewältigen. Gerade an Übergängen, an denen viele Stofflagen zusammentreffen, kann es hier zu Nadelbruch und Stress kommen.

Ich will damit nicht sagen, dass beide Materialien per se für Anfänger ungeeignet sind – sie sind nur einfach nicht für jedes Taschenprojekt zu empfehlen.

Aus meiner Sicht die beste Stoffwahl für Anfänger? Baumwolle! Die gibt es in unfassbar vielen tollen Designs, Farben und Qualitäten. Sie ist leicht zu verarbeiten, problemlos zu waschen und: Du kannst die Nähte ohne Stress auftrennen, wenn doch mal ein Patzer passiert ist.

Für Taschen, bei denen du eine wasserabweisende Oberfläche haben magst, empfehle ich dir statt Wachstuch beschichtete Baumwolle. Sie ist ebenfalls easy zu verarbeiten, ist wasserundurchlässig und inzwischen in vielen Farben und Mustern zu haben. Falls du magst, kannst du natürlich auch selber Stoff beschichten oder die Tasche aus selbst gemachten Wachstuch nähen.

Stoffempfehlungen

Du kannst Taschen aus 1001 Stoff zaubern. Hier verrate ich dir die besten Stoffarten und zeige dir Beispiele, was für Taschen du daraus nähen kannst.

  • Baumwollstoff: Ein echter Klassiker, der sich für praktisch jede Taschenart eignet. Aus Baumwolle entstehen lässige Beuteltaschen genauso wie Utensilos, stylische Umhängetaschen ebenso wie Taschen-Organizer. Lies hier mehr über Nähen mit Baumwollstoffen. Super angesagt sind übrigens so genannte Bordürenstoffe, auf denen sich das Muster etwas unregelmäßig zeigt. Beschichtete Baumwolle ist für Anfänger übrigens mindestens genauso geeignet, da der Stoff durch die Beschichtung nicht ausfranst. Beschichtete Baumwolle ist dünner als Wachstuch und lässt sich wunderbar verarbeiten.

Hier kannst du Baumwollstoffe bestellen.

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Tasche nähen
  • Canvas: Ein kräftiger Baumwollstoff mit Leinwandbindung, der besonders für größere Taschen wie Markttaschen oder Einkaufsbeutel zum Einsatz kommt, weil er sehr belastbar ist. Besonders bekannt und beliebt sind die herrlichen japanischen Kokka-Stoffe, die auch den einfachsten Taschenschnitt zum Hingucker machen.

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Tasche nähen
  • Dekostoffe: Sind oft kräftige Baumwoll- oder Mischgewebe, die meist recht günstig zu haben und groß bedruckt sind; ihre Leinwandbindung gibt ihnen einen leichten Leinenlook, die Designauswahl macht sie perfekt für große Taschenprojekte, auf denen richtig “was zu sehen” ist…

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  • Jeans: Ein schöner, strapazierfähiger Stoff für alle nur denkbaren Taschenarten: je größer die Tasche, desto fester sollte auch das Jeansgewebe sein. Wichtig: Im Handel ist oft Stretch-Jeans erhältlich; dieser eignet sich wegen der Elasthan-Beimischung nicht immer für jede Art von Taschen. Auch Upcycling deiner ausgemusterten Jeans ist hier übrigens eine gute Idee!

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  • Cord: Weiche Schale, rauer Kern; Cord ist ein sehr strapazierfähiges Material, das früher für Arbeitshosen, die so genannten Manchester-Hosen, verwendet wurde. Manche älteren Nähfans nennen deshalb Cord heute noch Manchester. Cord hat eine weiche, gerippte Flor-Oberfläche, die einem fest gewebtem Untergrund aufsitzt. Cord eignet sich ebenfalls eher für größere Taschenprojekte, sieht aber auch als Kombistoff bei kleineren Taschen super aus.

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  • Leinen: Leinen ist ein nicht ganz so stabiles Gewebe und eignet sich deshalb gut für etwas kleinere Taschen. Wenn du ein größeres Taschenprojekt aus Leinen angehen möchtest, solltest du den Stoff vorab verstärken. Wichtig ist, ein Vlies zu finden, dass dem Ton des Stoffes entspricht. Also: Ein heller Leinenstoff verlangt nach einem weißen Vlies, ein dunkler Leinenstoff sollte mit einem dunklen/schwarzen Vlies verstärkt werden. Warum? Das Vlies schimmert gelegentlich durch die lockere Stoffstruktur hindurch. Das sieht bei der fertigen Tasche nicht wirklich gut aus. Gerade diese lockere Struktur sorgt übrigens manchmal dafür, dass Leinen sich beim Nähen etwas verzieht. Aus meiner Sicht ist Leinen nicht unbedingt der ideale Stoff für die ersten Taschenprojekte. Wenn du mehr darüber wissen möchtest, lies mal meinen Blogbeitrag zum Thema Nähen mit Leinenstoff. Darin verrate ich dir Tipps & Tricks, wie deine Leinen-Projekte gut funktionieren können.

Hier kannst du Leinen bestellen.

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  • Oilskin: Gewachste Baumwolle bzw. gewachstes Canvas gibt es in vielen Qualitäten. Nicht nur die Stärke des Trägerstoffes kann dabei sehr unterschiedlich sein, auch die Beschichtung kann unterschiedliche Eigenschaften haben. Es gibt Wet Oilskin, der sich deutlich fettig bzw. wachsig anfühlt und nicht waschbar ist. Er bekommt beim Tragen und Nähen deutliche Knickfalten, was ihm seinen charakteristischen Used Look verpasst. Das Wachs kann bei Berührung oder Reibung Flecken hinterlassen. Dry Oilskin ist meiner Erfahrung nach für Anfänger besser geeignet, weil es sich trockeren anfühlt und sich einfacher verarbeiten lässt. Der Used-Look ist ähnlich wie beim Wet Oilskin, allerdings fettet Dry Oilskin nicht ganz so stark auf andere Gewebe ab. In meinem Beitrag Nähen mit Wachstuch erfährst du mehr über dieses tolle Material.

Hier kannst du Oilskin bestellen.

Tasche nähen
Gute Kombi: Oilskin in Ockergelb und beschichtete Baumwolle
  • Steppstoffe: Fertig gesteppte Taschenstoffe sind eine gute Idee, wenn du keine Lust hast, Stoffe zu verstärken oder selbst abzusteppen. Beachte aber, dass diese Stoffe oft etwas dicker sind. Dennoch halte ich sie auch für Anfänger für empfehlenswert, weil die Stoffe meist gar nicht oder nur sehr wenig ausfransen und sich hervorragend verarbeiten lassen. Hier sind besonders die Taschenstoffe von Swafing zu empfehlen, aus denen sich phantastische Taschen mit einem sehr professionellen Look zaubern lassen. Super übrigens auch als Kombi-Stoffe.

Hier kannst du Steppstoffe bestellen.

Tasche nähen
Drei Taschen-Stars auf einen Blick: Hinten Kokka-Stoff, in Grün ein Steppstoff und in Pink eine einfache Baumwolle im Batiklook.
  • Kunstleder/Vinyl: Ist ein wunderschönes Material für professionell aussehende Taschen. Besonders für Taschenböden ist Kunstleder ein hervorragendes Material, weil es neben Standfestigkeit auch eine unempfindliche Oberfläche mitbringt. Dass Kunstleder oft von Haus aus fest ist und nicht verstärkt werden muss, macht das Material zu einem der beliebtesten Stoffe für Taschen überhaupt. Mehr Infos bekommst du in meinem Blogbeitrag Kunstleder nähen. Du kannst aber auch komplette Taschen aus Kunstleder nähen. Zum Beispiel Kosmetiktasche Dillie.

Hier kannst du Kunstleder bestellen.

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  • Wachstuch: Denk an Großmutters geblümte Wachstischdecke – das ist Wachstuch. Eine Kunststoffschicht, die auf ein meist ebenfalls aus Kunstfaser bestehendes Gewebe aufgebracht wird. Wachstuch kann durch aus als Waschtasche oder Kulturbeutel gute Dienste tun. Meist ist es allerdings so fest, dass es als Material für ein erstes Nähprojekt nicht zu empfehlen ist. Neben der negativen Umweltbilanz bringt Wachstuch auch eine Sprödigkeit beim Nähen mit, sodass es am besten mit Teflonfuß oder Obertransportfuß verarbeitet werden sollte.

Hier kannst du Wachstuch bestellen.

  • Leder: Vielleicht nicht für das erste Projekt – aber auf jeden Fall, wenn du schon etwas sicherer im Umgang mit der Nähmaschine bist. Leder ist ein tolles Material und lässt Taschen wertig aussehen. Um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie Leder nähen funktioniert, kannst du damit beginnen, Lederreste als hübsche kleine Patches auf deine Taschen aufzusteppen. 🙂

Hier kannst du Leder bestellen.

  • Papierstoffe: Egal ob SnapPap, Tyvek oder Texipap – Papierstoffe verleihen deiner selbst genähten Tasche viel Stand und einen außergewöhnlichen Look. Bevor du startest, ist es sinnvoll, ein paar Nähte an einem Probestück auszuprobieren, weil diese Materialien sich unter der Nadel anders verhalten als Stoff. Als Kombipartner mit Webware sind Papierstoffe unschlagbar.

Hier kannst du SnapPap bestellen.

Hier kannst du Tyvek (Papierstoff) bestellen).

Hier kannst du Texipap bestellen.

Tasche nähen
  • Korkstoff: ein unkompliziertes, sehr strapazierfähiges Material, aus dem sich die schönsten Taschen zaubern lassen. Korkstoff ist fest und abwaschbar und dass er nicht ausfranst, macht ihn zu einem idealen Material für Einsteiger. Wichtig: Keine Projekte aussuchen, bei denen viele Lagen aufeinander treffen!

Hier kannst du Korkstoff bestellen.

  • Stoffreste: Das Material, aus dem Taschenträume sind Nähen mit Stoffresten ist nicht nur super kreativ sondern auch anfängerfreundlich. Warum? Weil du keinen teuren Stoff anschneiden musst sondern einfach das Beste aus Resten machen kannst. Viele Tipps dazu findest du in meinem Blogbeitrag Nähen mit Stoffresten.
Tasche nähen

Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, stöbere auch mal in den Stoffläden oder Stoffmärkten der Umgebung nach einem neuen Taschenstoff. Du weißt, dass du den richtigen gefunden hast, wenn sein Anblick direkt Nählust bei dir auslöst und du sofort eine Idee davon hast, wie die fertige Tasche aussehen könnte.

Welche Nähmaschine brauche ich?

Keine Sorge: Du brauchst keine spezielle Nähmaschine mit zahlreichen Nutz- und Zierstichen. Du kannst zum Tasche nähen deine ganz normale Haushaltsnähmaschine nutzen.

Eine Overlock-Maschine ist nicht nötig: Sie spart dir zwar etwas Zeit, weil sie in einem Schritt vernäht, versäubert und schneidet. Allerdings ist sie zum Tasche nähen nur bedingt geeignet. Du könntest mit ihr die Schnittteile versäubern. Aber das kannst du genauso gut mit einem einfachen Zickzack- oder Überwendlichstich deiner Nähminna erledigen… 🙂

Lesetipp: Mehr zur passenden Nähmaschine erfährst du hier: Eine Nähmaschine kaufen (die besten Tipps).

Welches Zubehör brauche ich noch, um eine Tasche zu nähen?

Du brauchst das gleiche Zubehör wie bei den meisten anderen Näh-Projekten:

Achso! Und das Schnittmuster plus Stoff brauchst du natürlich auch. Alles andere – zum Beispiel ein Rollschneider – ist optional. Oder hängt vom Schnittmuster ab: Vielleicht brauchst du Bügeleinlage oder Schrägband … Das steht aber alles in der Nähanleitung für deine Tasche.

Tasche nähen

Kann ich eine Tasche ohne Schnittmuster nähen?

Die kurze Antwort: Ja!

Die ausführliche Antwort: Hast du schon Erfahrung im Nähen von Taschen? Dann kannst du eine Tasche einfach nach Gefühl und ohne kommerzielle Schnittmuster nähen. Im Prinzip bestehen alle Taschen aus geometrischen Formen. Du könntest den Schnitt von einer Lieblings-Tasche abmalen. Oder du nimmst ein A4-Blatt und verwendest es als Schnittvorlage.

Du bist Nähanfängerin? Dann rate ich dir: Übe erstmal mit einem professionellen Schnittmuster. Das nimmt dich beim Nähen an die Hand und erspart dir frustrierende Erlebnisse. Außerdem kannst du dann gezielt Taschenmodelle aussuchen, die du von der Funktion her gerade brauchst, zum Beispiel Rucksäcke, Handtaschen oder Messenger Bags.

Wo bekomme ich schöne Reißverschlüsse für meine Taschen?

Ja, eine gute (und berechtigte!) Frage. Ich habe selbst lange gesucht bis ich eine zuverlässige Quelle für meine geliebten Endlos-Reißverschlüsse aus metallisiertem Kunststoff gefunden habe. Denn ich benutze so gut wie nie welche aus Metall. Ist mir einfach zu aufwändig. Und zu nadelbruch-gefährlich.

Mein Lieblings-Shop für Reißverschlüsse ist Simones (hier auf dem Blog schon mehrfach empfohlener) Etsy-Shop. Dort gibt’s wunderbar solide Reißverschlüsse in den genialsten Farben ever. Und noch dazu zu einem absolut akzeptablen Preis. Unbedingt mal vorbeischauen!

Hier geht’s zu den besten Reißverschlüssen!

Meine 22 besten Taschen-Nähanleitungen

Ausschneiden, nähen und direkt deine neue Lieblingstasche ausführen: Diese Schnittmuster sind im Nullkommanix genäht. Sie haben alle ausführliche Anleitungen für ein entspanntes Näh-Erlebnis.

Kleiner Extra-Tipp: Wenn du noch unsicher bist, ob du die Anleitung auch wirklich verstanden hast, näh doch erstmal ein Probestück. Das geht auch prima aus Nesselstoff. Wenn du dann auch noch Baumwoll-Nähgarn verwendest, kannst du dein Probestück nach Fertigstellung in deinen Lieblingsfarben batiken. Dann hast du nicht nur die Gewissheit, dass alles funktioniert: Du hast auch direkt ein cooles Unikat!

Windmühlentasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwollstoffreste, Baumwollstoffe
  • Du kannst diese Tasche wunderbar aus Stoffresten nähen und benötigst keine Schnittmuster!

Jetzt nähen: Windmühlentasche

Tasche nähen

Origamitasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwollstoffe, Canvas, Dekostoffe

Eine wunderschön geformte Tasche, die viel aushält und schnell genäht ist.

Jetzt nähen: Origami-Tasche

Tasche nähen

XL-Shopper nähen

  • Schwierigkeit: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Canvas, Kunstleder, Dekostoffe
  • Bewertung: 5 von 5

Ein ganz einfacher Schnitt, der sich zu einer raffinierten Tasche formt. Die Loxx-Verschlüsse sind super einfach anzubringen. Der in die Taschenklappe eingesetzte Reißverschluss sichert ein kleines Extra-Fach, indem Platz ist für Schlüssel, Smartphone & Co.

Jetzt nähen: XL-Shopper Bodega

Tasche nähen

Tablet-Tasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Steppstoffe, Canvas
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Die Tasche ist für Anfänger einfach zu nähen, weil der Reißverschluss einfach auf die mit Schrägband versäuberten Kanten gesteppt wird.

Jetzt nähen: Tablet Tasche

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Ziehharmonika-Tasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans (auch Upcycling-Jeans)
  • Bewertung: 5 von 5

Alle Taschenteile werden vorab mit Schrägband versäubert und anschließend einfach zusammengesteppt. Du kannst das Schrägband selber machen. In meinem Blogbeitrag Schrägband annähen zeige ich dir außerdem, worauf du achten solltest.

Jetzt nähen: Ziehharmonika-Tasche

Tasche nähen

Foldover Tasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger 
  • Stoffe: Webware, Kunstleder, Steppstoffe, SnapPap, Texipap
  • Bewertung 5 von 5
  • Sieht extravagant aus, ist aber ganz easy zu nähen: die obere Taschenkante wird bei der Foldover Tasche lässig umgeklappt. Das eBook enthält 2 Schnittmustergrößen.

Jetzt nähen: Foldover Tasche San Diego

Tasche nähen

Umhängetasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans (auch Upcycling-Jeans), Steppstoffe, Kunstleder
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Eine klassische Handtasche ohne viel Zipp und Zapp.

Jetzt nähen: Tasche Red Rocks

Tasche nähen

Kosmetiktasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: alle Taschenstoffe
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Eine klassische Kosmetiktasche mit ausführlicher Anleitung speziell für das “erste Mal”.

Jetzt nähen: Kosmetiktasche Dillie

Tasche nähen

Kulturbeutel nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: alle Taschenstoffe
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Du möchtest eine Tasche mit Reißverschluss nähen? Rae ist eine Kosmetiktasche mit weiter Öffnung und wunderschöner Form. Das eBook enthält den Schnitt in 3 praktischen Größen

Jetzt nähen: Kulturbeutel Rae

Tasche nähen

Japanische Tasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans, Cord
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Du möchtest eine große Tasche nähen? Du hast sie gefunden! Hier kommt eine geräumige Tasche, die für den Marktbesuch genauso gut funktioniert wie für den schicken Shopping-Bummel. Sie ist ohne Schnittmuster schnell aus einem Meter Stoff genäht.

Jetzt nähen: Japanische Tasche

Tasche nähen

Utensilo nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans, Cord, Steppstoffe, Korkstoff, SnapPap
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Unverzichtbarer Ordnungshelfer, der sich gut als erstes Nähprojekt für Taschen-Neulinge eignet.

Jetzt nähen: Utensilo

Tasche nähen

Furoshikitasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Stylische japanische Knotentasche, die sich wundervoll als Bento-Tasche oder Utensilo mit Henkel eignet. Mehrere Größen im ebook enthalten.

Jetzt nähen: Furoshiki-Tasche

Tasche nähen

Ledertasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Leder, Kunstleder, Korkstoff, SnapPap
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Einlagig genähte einfache Ledertasche mit markanter Mittelnaht.

Jetzt nähen: Ledertasche Mattea

Tasche nähen

Tasche nähen mit Kunstleder

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans (auch Upcycling-Jeans)
  • Bewertung: 5 von 5
  • Eine klassische Tasche mit Teilung im Goldenen Schnitt. Die Anleitung mit Nähvideo ist bewusst ausführlich, damit auch Anfänger “in Echtzeit” mitnähen können. Das eBook enthält 3 Taschengrößen.

Jetzt nähen: Kosmetiktasche Alsterprinzessin

Tasche nähen

Tasche mit Reißverschluss nähen

  • Näh-Level: geübte Anfänger
  • Stoffe: Webware, Kunstleder
  • Bewertung: 4,8 von 5
  • Unsere Nanami-Tasche mit Reißverschluss ist eins der beliebtesten Schnittmuster bei SewSimple. Wegen des eingesetzten Reißverschlusses im Vorderteil solltest du sie erst in Angriff nehmen, wenn du schon mal einen Reißverschluss genäht hast. Alternativ kannst du die Tasche aber auch ohne den zusätzlichen Verschluss nähen.

Jetzt nähen: Nanami-Tasche mit Reißverschluss

Tasche nähen

Rucksack nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Webware, Kunstleder, SnapPap
  • Bewertung: 4,7 von 5
  • Schneller Rucksack, den auch Anfänger ganz easy nähen können.

Jetzt nähen: Maritimen Rucksack mit Kunstleder

Tasche nähen

Hüfttasche nähen

  • Näh-Level: Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans (auch Upcycling-Jeans)
  • Bewertung: 5 von 5
  • Hinweis: Einfache Hüfttasche in flacher Form. Durch die schräg eingenähten Gurte erübrigen sich Ansatzstücke. Das macht die Hüfttasche (oder Bauchtasche) noch anfängerfreundlicher.

Jetzt nähen: Hüfttasche Napirai

Tasche nähen

Eckige Tasche nähen

  • Näh-Level: geduldige Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans (auch Upcycling-Jeans)
  • Bewertung: 4,6 von 5
  • Ein Tasche in klassicher Biscornu-Form. Die einzelnen Taschenteile werden zuerst mit der Nähmaschine vorbereitet und anschließend mit Leiterstichen verbunden.

Jetzt nähen: Eckige Tasche Manta

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Beuteltasche nähen

  • Näh-Level: geduldige Anfänger
  • Stoffe: Baumwolle, Cavas, Jeans (auch Upcycling-Jeans)
  • Bewertung: 4,9 von 5
  • Sieht raffiniert aus, ist aber ganz easy: Der geräumige Stoffbeutel mit Japan-Flair ist schnell genäht und bietet viel Platz für Einkäufe & Co. Ein tolles Projekt für kräftige Canvas-Stoffe mit großen Mustern.

Jetzt nähen: Beuteltasche

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Einkaufstasche nähen

  • Näh-Level: geduldige Anfänger
  • Stoffe: Webware, Kunstleder
  • Bewertung: 4,7 von 5
  • Schön schlicht: Einkaufstasche Irma bietet viel Raum für kreative Gestaltung! Die schöne Form hält sie einerseits durch die Vlieseinlage, andererseits durch die Einfassung mit Schrägband.

Jetzt nähen: Einkaufstasche

Tasche nähen

Tasche nähen ohne Schnittmuster

Du siehst schon an meinen Nähbeispielen: Nicht in jedem Fall ist ein Schnittmuster notwendig. Oft genügt schon ein einfaches Quadrat oder Rechteck als Schnittvorlage. Oder du schneidest den Stoff direkt mit Lineal und Rollschneider auf der Schneidematte zu.

Anschließend kannst du für einen schlichten Stoffbeutel einfach Seiten und Boden schließen, den oberen Rand doppelt umfalten und absteppen. Ein aufgenähtes Gurtband dient als Henkel. Schon ist dein schneller Beutel fertig!

Tasche mit einem kostenlosen Schnittmuster nähen

Du wagst dich zum ersten Mal an eine Tasche und willst nicht direkt eine Nähanleitung kaufen? Stöber mal durch unsere Sammlung Freebooks: Tasche nähen. Dort findest du zahlreiche kostenlose Schnittmuster.

BONUS: 25 Top-Tipps zum Tasche nähen

  • Stoff vor dem Zuschnitt verstärken: Stoff, der vor dem Zuschnitt verstärkt wird, lässt sich präziser zuschneiden. Weiterer Pluspunkt: Er kann sich durch das Aufbügeln der Kunststoffeinlage nicht mehr verziehen.
Tasche nähen
  • Gerade Kanten Rollschneider und Lineal zuschneiden, enge Kurven mit Schere oder kleinem Rollschneider: So kannst du sicher sein, dass alle Kanten sauber zugeschnitten werden. Je sauberer der Zuschnitt, desto schicker die fertige Tasche.
  • Bei großen Taschen ggf. zusätzlich das Futter verstärken: Manchmal genügt es nicht, nur die Außenteile der Tasche zu verstärken. Um der Tasche mehr Stand zu verleihen ergibt es manchmal Sinn, auch die Futterteile mit einem Vlies zu festigen.
Tasche nähen
  • Nähte verriegeln: Bei Taschen stehen die Nähte oft sehr unter Spannung. Umso wichtiger ist es, Anfang und Ende der Nähte durch Vor- und Zurücknähen zu verriegeln. Das sorgt dafür, dass die Nähte deiner Lieblingstasche haltbar sind.
  • Gutes Markennähgarn verwenden: Ein gutes Markengarn ist ein wichtiger Gelingfaktor für schöne Taschenprojekte. Gute Garne erkennst du an ihrem sanften Glanz und der festen Zwirnung. Deine Garnrollen sind fusselig? Dann weg damit!
Tasche nähen
  • Unterfadenspule mit dem Oberfaden bespulen: Hier ist ebenfalls kein Sparmodus angesagt! Der Unterfaden ist genauso wichtig die der Oberfaden. Viele Maschinen produzieren auch Fehlstiche, wenn hier unterschiedliche Garne im Spiel sind. Weiteres Plus: Du kannst Steppnähte auch von der linken Stoffseite ausführen!
  • Mit neuer Nadel nähen, die der Stärke des Stoffs entspricht: Gerade bei Taschen kommt es auf schöne, präzise Nähte an. Eine neue Nadel ist dafür unerlässlich. Wichtig: Wenn du einen festen Stoff wählst, sollte deine Nähmaschinennadel der Stoffstärke entsprechen. Lies dazu gerne mal meinen Blogbeitrag über Nähmaschinennadeln.
  • Fadenspannung dem Stoff anpassen: Dicke Stoffe brauchen manchmal etwas weniger Fadenspannung als dünne. Hier solltest du ausprobieren, was bei deinem Stoff am besten aussieht – natürlich in mehreren Lagen, wie sie auch im Taschenprojekt vorkommen!
Tasche nähen
  • Dicke Stoffe mit längerem Stich nähen: Same here! Dicke Stoffe werden mit längeren Stichen genäht. Du kannst einfach an einem Probestück testen, welche Stichlänge am schicksten aussieht. Wenn du zwischendurch Pause machst oder die Maschine ausschaltest, solltest du die Einstellungen der Maschine vorher fix mit der Handykamera abfotografieren. Dann kannst du da weitermachen, wo du aufgehört hast.
  • Mehrlagige Projekte oder Kunstleder mit Obertransportfuß nähen: Bei Taschenprojekten ist der Obertransportfuß dein bester Freund. Er hilft dir, viele Stofflagen gleichmäßig zu transportieren. So bekommst du auch bei herausfordernden Stoffen oder dicken Stellen ein schönes Nahtbild hin.
Tasche nähen
  • Reißverschluss mit den RV-Fuß einnähen: Mach’s nicht einfach irgendwie mit dem Geradstich- oder Zickzackfuß. Es lohnt sich, die 20 Sekunden zu investieren, um schnell den Reißverschlussfuß einzusetzen. Das sichert dir einen gleichmäßigen Abstand und macht es dir leichter, den Zipper am Nähfuß vorbei zu ziehen.
Tasche nähen
  • Wondertape statt Stecknadeln zum RV-Fixieren verwenden: Dich stören die vielen Stecknadeln beim Einnähen des Reißverschlusses? Dann fixiere ihn statt dessen mit Wondertape. Klebe das Tape punktuell auf und nur dort, wo die Naht nicht verläuft. Sonst verklebt die Nadel und erzeugt Fehlstiche.
  • Dicken Nahtbeginn mit einer Hebamme oder Nivelliertaste nähen: Deine Nähmaschine zickt, weil der Nahtbeginn so dick ist? Kein Wunder. Gib ihr etwas Hilfestellung, indem du ein Stück Stoff mehrmals gefaltet hinten unter den Nähfuß legst. Du kannst aber auch den schwarzen Knopf – man nennt ihn auch Nivelliertaste – an deinem Nähfuß verwenden. Lies hier mehr über das Nähen über dicke Stellen.
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  • Nahtzugaben einkürzen oder auseinander bügeln: Kümmere dich gut um die Nahtzugaben deiner Taschen. Versäubern, einkürzen, auseinanderfalten, ausformen machen eine schöne Tasche zu einer perfekten Tasche.
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  • Parallele Nähte mit der Zwillingsnaht: Gib dir keine Mühe, zwei parallel verlaufende Nähte frei Hand zu nähen. Das klappt niemals. Wenn du statt dessen auf eine Steppnaht mit der Zwillingsnadel setzt, ist alles Palletti!
  • Steppnaht mit Kantennähfuß: Um gleichmäßige Abstände einzuhalten kannst du dich einfacher Hilfsmittel bedienen. Zum Beispiel dem Abstandhalter, der vielen Nähmaschinen serienmäßig beiliegt. Oder du nähst die Naht mit dem Kantennähfuß. Er ist mit einer kleinen Kufe ausgerüstet, die direkt an der Kante entlang geführt wird. Lies hier mehr über Nähfüße und ihre Verwendung.
  • Wendeöffnung groß genug lassen: Es nützt ja nix – eine große Tasche passt nur selten durch eine Mini-Wendeöffnung. Und wenn du es doch schaffst, sie irgendwie hindurch zu expedieren, ist die ganze Geschichte am Ende so verknuddelt, dass du ewig brauchst, um die Falten wieder auszubügeln. Lass also eine ausreichend große Wendeöffnung und schließe sie einfach knappkantig mit der Nähmaschine.
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  • Bodennaht an Seitennaht ausrichten: Einer der wichtigsten Tipps überhaupt! Es genügt nicht, die Bodennaht deiner Tasche mittig in der Ecke zu positionieren. Die Königsklasse ist: Bodennaht und Seitennaht passgenau aufeinander zu stecken bevor du die Ecke nähst. Das Ergebnis: Perfekt!
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  • Reißverschluss an den Enden einfassen: So schön der Stoff selbst ist – oftmals bekommt der Reißverschluss die volle Aufmerksamkeit, weil er an prominenter Stelle eingesetzt wird. Ein Grund mehr, ihn an den Enden schön einzufassen. Ein schöner Nebeneffekt: Deine Taschenecken lassen sich ganz sauber ausformen, wenn kein Stoffgeknautsche neben dem Reißverschluss stattfindet. Lies mal meinen Beitrag Reißverschluss einfassen und einnähen.
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  • Einfache Innentasche: Aus 2 aufeinander genähten und verstürzten Rechtecken, die du einfach aufs Futter steppst entsteht eine schnelle Innentasche ganz nach deinem Bedarf. Alternativ kannst du auch ein Taschennetz an der unteren Kante aufs Futter steppen und seitlich in der Naht mitfassen.
  • Simple Schnittmuster werden mit Paspeln veredelt: Egal, wie schlicht ein Schnitt ist – eine Paspel macht etwas ganz Besonderes daraus! Lies dazu mal meinen Anleitung zum Paspel nähen.
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  • Ecken ordentlich ausformen: Nach dem Verstürzen kommt der eigentliche Yippieh-Moment – das Ausformen der Tasche. Darauf solltest du auf gar keinen Fall verzichten. Zum Ausformen gehört übrigens auch nochmal ein abschließender Bügel-Boogie, mit dem du der Tasche den letzten Schliff verleihst. Das geht übrigens super, indem du von innen mit einer Pinzette oder einem Kochlöffel gegen die Naht drückst und von außen das Bügeleisen dagegen hälst.
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  • Zipperverlängerung als praktischen Hingucker einbauen: Auch ein ganz simples Täschchen kann fix durch eine Zipperverlängerung aufgewertet werden. Und die stellst du aus einem Stoffrest einfach selber her. Mit einem Schlipsknoten befestigen und schon hast du deinen Zipper voll im Griff! Den Schlipsknoten zeige ich dir in der Anleitung Falttasche nähen.
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  • Nahtzugaben von Teilungen sollten immer in die Richtung des dünneren Stoffs gesteppt werden. So stabilisierst du die Tasche zusätzlich.
  • Reißverschluss richtig auffädeln: Damit deine Endlos-Reißverschlüsse leicht laufen, solltest du den Zipper an der Seite auffädeln, an denen die Zähnchen u-förmig nach unten verlaufen. Man nennt das auch das Lächeln des Zippers… 😉
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Fazit

Kurz gesagt: Ob Anfänger oder Profi – Taschen selbst nähen macht einfach Spaß. Für jedes Nählevel gibt es passende Schnittmuster und somit viele Erfolgserlebnisse.

Schreib mir gerne in die Kommentare, welche Tasche du zuerst nähen willst und wie es dir beim Kleid nähen erging!

Happy simple sewing,

deine Sabine

Häufige Fragen

Wie schwer ist es, eine Tasche zu nähen?

Das kommt ganz auf den Schnitt an: Eine Tasche mit vielen aufgesetzten Täschchen, Nähten und Reißverschlüssen ist schwieriger als eine ganz einfach geschnittene Beuteltasche. Aber alles in allem können wir sagen: Auch Anfänger können Taschen nähen.

Was brauche ich, um eine Tasche zu nähen?

Um eine Tacshe zu nähen, benötigst du weder fortgeschrittene Skills noch besondere Zierstiche. Hast du eine Nähmaschine mit Zubehör? Kannst du gerade Linien und Kurven nähen? Dann hast du alles, was du brauchst, um deine erste Tasche zu zaubern: Such dir Schnittmuster und Stoff aus und leg los!

Wie fange ich jetzt am besten an?

Wähle zuerst ein Schnittmuster aus, das dir gefällt und zu deinen Fähigkeiten passt. Kaufe den richtigen Stoff. Wasche ihn, bügel ihn glatt und lege alle Werkzeuge bereit. Lies die Anleitung einmal komplett durch. Denk daran: Lass dir Zeit und gehe Schritt für Schritt vor. Mache dir nicht zu viele Gedanken, wenn du einen Punkt nicht verstehst. Meist wird alles klar, wenn du die vorherigen Schritte erledigt hast. 

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